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Welche Medikamente vertragen sich nicht mit Zink?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Miroslaw Hoffmann B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 2. März 2026
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Zink kann die Wirkung von bestimmten Antibiotika (Chinolone, Tetracycline, Cephalexin), Rheumatika (Penicillamin), Integrase-Inhibitoren, HIV-Medikamenten (Ritonavir, Atazanavir) und NSAIDs (Ibuprofen, Naproxen) beeinträchtigen, indem es deren Aufnahme senkt; gleichzeitig konkurriert es mit Calcium, Eisen und Magnesium, weshalb diese Mineralstoffe mit zeitlichem Abstand eingenommen werden sollten, um gegenseitige Hemmungen zu vermeiden. Auch Diuretika und Abführmittel können Zinkmangel verursachen.

Was darf man nicht zusammen mit Zink einnehmen?

Man sollte Zink nicht zusammen mit hohen Dosen Eisen, Kupfer, Calcium, Magnesium einnehmen, da sie um die Aufnahme konkurrieren, sowie mit bestimmten Antibiotika (z.B. Tetracycline), Rheumamitteln (D-Penicillamin) oder stark ballaststoffhaltigen Lebensmitteln, Kaffee, Tee und Alkohol, da diese die Aufnahme hemmen können, und immer einen Abstand von mindestens zwei Stunden einhalten, um die Wirkung zu optimieren. 

Was ist bei der Einnahme von Zinktabletten zu beachten?

Beim Kauf und der Einnahme von Zinktabletten sollten Sie auf die Form (gut resorbierbare Verbindungen wie Gluconat, Citrat, Bisglycinat), die Dosierung (max. 25 mg/Tag bei Langzeiteinnahme, 40-50 mg max. kurzfristig), den Einnahmezeitpunkt (nüchtern oder mit Abstand zu Mahlzeiten) und die Wechselwirkungen (Abstand zu Antibiotika, Tee, Kaffee, Vollkornprodukte) achten, um Mangelerscheinungen oder Überdosierungen zu vermeiden, die zu Kupfer- oder Eisenmangel führen können. 

Wer sollte kein Zink einnehmen?

Empfehlungen für Zink

Zinkpräparate werden nicht für Menschen in Industrieländern empfohlen, da die meisten ausreichend Zink über die Nahrung erhalten, ohne Zinkpräparate einzunehmen, und zu viel Zink zu toxischen Werten mit schweren Nebenwirkungen führen kann.

Welche Nebenwirkungen kann Zink haben?

Zink ist bei korrekter Dosierung sicher, aber Überdosierungen führen oft zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall, sowie zu Kopfschmerzen und metallischem Geschmack. Langfristig können hohe Dosen andere wichtige Metalle (Kupfer, Eisen) verdrängen, was zu Mangelerscheinungen und Anämie führen kann, daher ist ärztliche Rücksprache bei Dauereinnahme wichtig. Auch Zink-Sprays können Schleimhäute reizen. 

Das passiert, wenn Du täglich Zink nimmst - IMMUNPOWER!

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Welche Symptome treten bei einem Zinküberschuss im Körper auf?

Zink gilt als relativ ungiftig, insbesondere bei oraler Einnahme. Bei extrem hoher Zinkzufuhr können jedoch deutliche Vergiftungssymptome ( Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Lethargie und Müdigkeit ) auftreten.

Was passiert, wenn ich jeden Tag Zink nehme?

Der Verzehr zu großer Mengen Zink über einen langen Zeitraum kann die Aufnahmefähigkeit für Kupfer senken, eine Anämie verursachen und das Immunsystem beeinträchtigen.

Welche Medikamente dürfen nicht zusammen mit Zink eingenommen werden?

Zink kann die Wirksamkeit von Cisplatin (einem Chemotherapeutikum gegen Krebs), Dolutegravir (zur Behandlung von HIV) und Penicillamin (zur Behandlung bestimmter Erkrankungen ) beeinträchtigen oder verringern.

Womit sollte Zink nicht kombiniert werden?

Zink und Eisen sind beide lebensnotwendig, Experten raten jedoch davon ab, sie gleichzeitig einzunehmen . Am besten nimmt man Zink und Eisen im Abstand von 2–4 Stunden ein, also zuerst das Zink und später das Eisen.

In welcher Kombination wirkt Zink am besten?

Besonders gut ist es, wenn Sie Zinkpräparate und zinkhaltige Lebensmittel in Kombination mit Eiweiß einnehmen. Das erhöht die Bioverfügbarkeit. Vorsicht gilt, wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen. So kann Zink unter anderem die Wirkung von Antibiotika behindern.

Wie lange nach Zink nichts essen?

Nach der Einnahme von Zink sollten Sie idealerweise mindestens 1 Stunde warten, bevor Sie essen, oder es mit einer Mahlzeit einnehmen, um Übelkeit zu vermeiden und die Aufnahme zu verbessern; bei bestimmten Lebensmitteln (Vollkorn, Hülsenfrüchte) und Mineralien (Eisen, Calcium) sind 2 Stunden Abstand besser, da sie die Aufnahme hemmen können. Um die Wirkung zu optimieren, nimmt man Zink oft morgens nüchtern (mit etwas Abstand zum Frühstück) oder abends ein, da es Schlaf fördern kann. 

Wie viel Zink ist pro Tag unbedenklich?

Frauen ab 19 Jahren, die nicht schwanger sind, sollten täglich 8 Milligramm (mg) Zink zu sich nehmen, Männer ab 19 Jahren 11 mg . Der tägliche Zinkbedarf ist für Kinder sowie Schwangere und Stillende unterschiedlich.

Wie äußert sich Zinkmangel beim Menschen?

Zinkmangel äußert sich durch vielfältige Symptome wie Hautprobleme (Akne, Ekzeme, schlechte Wundheilung), Haarausfall, brüchige Nägel, gestörtes Geschmacks- und Geruchsempfinden, erhöhte Infektanfälligkeit und Appetitlosigkeit. Auch psychische Symptome wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Lustlosigkeit sowie Wachstumsstörungen bei Kindern und hormonelle Probleme können auftreten, da Zink viele Körperfunktionen beeinflusst.
 

Was blockiert die Aufnahme von Zink?

Die Zinkaufnahme wird gehemmt durch Phytinsäure (in Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen), Ballaststoffe, übermäßigen Alkoholkonsum, Koffein (Kaffee) und Gerbstoffe (Tee), sowie die gleichzeitige Einnahme hoher Dosen von Eisen, Kalzium und Magnesium und bestimmte Medikamente (wie Antibiotika). Auch Rauchen und chronische Darmerkrankungen können die Aufnahme beeinträchtigen. 

Welche Vitamine passen nicht zusammen mit Zink?

Bei unachtsamem Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln – etwa den Kombipräparaten mit Vitamin C und Zink – kann es zu einer Überdosierung kommen. Besser ist es daher, Vitamin C und Zink über die Nahrung aufzunehmen.

Kann man Zink und Schmerzmittel zusammen einnehmen?

Ein Zink-Ergänzungsmittel kann die Aufnahme von NSAIDs (wie Ibuprofen, Naproxen, Piroxicam, Indomethacin), Cefalexin, Penicillamin, Chinolonen, Tetracyclinen und Anti-HIV-Medikamenten (Ritonavir, Atazanavir) senken und umgekehrt.

Welche Tabletten vertragen sich nicht mit Zink?

Wechselwirkungen. Tablette: Zink hemmt die Aufnahme von Kupfer sowie von bestimmten Medikamenten wie dem Schilddrüsenhormon L-Thyroxin oder manchen Antibiotika wie Tetrazyklinen. Umgekehrt reduzieren Kupfer, Eisen und andere Medikamente wie Chelatbildner die Aufnahme von Zink.

Was sollte man bei der Einnahme von Zinkpräparaten vermeiden?

Kalziumreiche Lebensmittel und bestimmte Pflanzenstoffe können die Zinkaufnahme beeinträchtigen. Kalzium, Alkohol und bestimmte Pflanzenstoffe wie Lektine, Tannine und Phytate (Phytinsäure) können die Zinkaufnahme im Körper erschweren.

Was darf man nicht mit Zink?

Zink sollte nicht zusammen mit Eisen (in großen Mengen), bestimmten Antibiotika (z.B. Chinolone, Tetracycline), Kupfer, Calcium, Magnesium und einigen Medikamenten (z.B. Captopril, Penicillamin) eingenommen werden, da es die Aufnahme hemmen kann; stattdessen besser 2-4 Stunden Abstand einhalten; auch Kaffee, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte können die Aufnahme stören, daher Zink am besten nüchtern oder mit etwas Eiweiß und Vitamin C/D kombinieren.
 

Was stört die Zinkwirkung?

Eisen kann die Zinkaufnahme negativ beeinflussen, wenn es zusammen mit Zinkpräparaten eingenommen wird. Sind die gleichen Mengen hingegen in einer Mahlzeit enthalten, ist kein Effekt zu beobachten. Auch Cadmium, dessen Konzentration in der Umwelt zunimmt, hemmt die Zinkaufnahme .

Was muss man bei einer Zink-Einnahme beachten?

Bei der Zinkeinnahme sollten Sie die richtige Dosierung (max. 40-50 mg/Tag für Erwachsene), den Einnahmezeitpunkt (zu oder zwischen Mahlzeiten, nicht nüchtern wegen Übelkeit) und Wechselwirkungen mit anderen Mineralien (Eisen, Kupfer, Calcium) beachten und zeitversetzt einnehmen; hochdosiertes Zink kann Kupfermangel und andere Probleme verursachen, weshalb eine ärztliche Rücksprache wichtig ist, besonders bei Langzeiteinnahme. 

Kann ich Zink und Vitamin D gleichzeitig einnehmen?

Zink und Vitamin D tragen in ausreichender Konzentration gemeinsam zu einem gesunden Bewegungsapparat und darüber hinaus bei ; ein Mangel an einem dieser Nährstoffe kann jedoch zu verschiedenen Erkrankungen führen, die nahezu alle Körpersysteme betreffen. Dieser kurze Artikel konzentriert sich auf die Rolle von Zink bei der Vitamin-D-Funktion.

Mit welchen Medikamenten interagiert Zink?

Sowohl Chinolon-Antibiotika (wie Cipro) als auch Tetracyclin-Antibiotika (wie Achromycin und Sumycin) können die Aufnahme von Zink und des jeweiligen Antibiotikums im Körper verringern. Um diese Wechselwirkung zu vermeiden, sollten Sie das Antibiotikum mindestens 2 Stunden vor oder 4 bis 6 Stunden nach der Einnahme eines Zinkpräparats einnehmen.

Wie merkt man, dass man zu viel Zink im Körper hat?

Zu viel Zink verursacht oft akute Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall, sowie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und einen metallischen Geschmack. Langfristig kann eine übermäßige Zufuhr zu einem Kupfermangel und damit verbundenen Nervenschäden führen.
 

Warum soll man Zink abends einnehmen?

Man nimmt Zink oft abends ein, weil es die Schlafqualität verbessern kann, das Immunsystem während der nächtlichen Regeneration unterstützt und besser verträglich ist, da Übelkeit auf nüchternem Magen vermieden wird, aber Wechselwirkungen mit anderen Mineralstoffen wie Eisen vermieden werden müssen. Die abendliche Einnahme passt zur natürlichen Erholungsphase des Körpers.
 

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