Welche Krankheit gilt als schwerbehindert?
Gefragt von: Annelore Kühne | Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2026sternezahl: 4.8/5 (57 sternebewertungen)
Schwerbehinderung (GdB 50+) kann durch eine Vielzahl von Krankheiten verursacht werden, die das Leben stark einschränken, darunter chronische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Parkinson, Diabetes, schwere Depressionen, Krebs, Rheuma), neurologische Störungen (z. B. Epilepsie, Hirnschäden), psychische Leiden (z. B. Schizophrenie, PTBS) oder Sinnesbeeinträchtigungen (z. B. Seh- oder Hörverlust), wobei der Grad der Behinderung (GdB) je nach Schwere der Funktionsbeeinträchtigung in 10er-Schritten von 50 bis 100 festgelegt wird. Es sind nicht einzelne Diagnosen, sondern das Ausmaß der Einschränkungen entscheidend.
Welche Krankheiten werden für Schwerbehinderung anerkannt?
In diesem Fall stellt die Versorgungsverwaltung einen Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen aus. *Chronische Erkrankungen können als Behinderung anerkannt werden, beispielsweise Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Rheuma, Diabetes, Multiple Sklerose, schmerzhafte Rückenleiden oder Krebserkrankungen.
Was zählt alles zur körperlichen Behinderung?
Körperbehinderung ist ein Sammelbegriff für diverse Erscheinungsformen körperlicher Bewegungseinschränkungen. Zu den häufigsten Formen von Körperbehinderung gehören Schädigungen des Skelettsystems, Schädigungen des Zentralnervensystems und Fehlbildungen oder Schädigungen der Gliedmaßen.
Wann zähle ich als schwerbehindert?
Dementsprechend gilt als Behinderung eine Funktionseinschränkung ab einem GdB von 20. Schwerbehindert sind nach § 2 Abs. 2 SGB IX Menschen, bei denen ein GdB von wenigstens 50 festgestellt wurde.
Welche Kriterien muss man erfüllen, um einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen?
Einen Schwerbehindertenausweis erhält nur, wer einen Grad der Behinderung ( GdB kurz fürGrad der Behinderung) von mindestens 50 nachweist und in Deutschland lebt oder arbeitet. Der Antrag muss beim zuständigen Versorgungsamt gestellt werden und enthält Angaben zu Gesundheitszustand, Behandlungen und Einschränkungen.
Schwerbehinderung mit psychischer Erkrankung
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Für welche Krankheiten kann man einen Schwerbehindertenausweis beantragen?
Welche Erkrankungen gelten als Schwerbehinderung?
- Körperliche Behinderungen.
- Geistige Behinderungen.
- Psychische Krankheiten.
- Demenz als Schwerbehinderung.
- Chronische Krankheiten.
Wann gilt eine Person als Mensch mit Behinderung?
(1) Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können.
Was gilt als körperliche Behinderung?
Körperliche Behinderung wird definiert als ein anatomischer Verlust, eine kosmetische Entstellung, eine physiologische Erkrankung, Störung oder ein Zustand, der eines oder mehrere der folgenden Körpersysteme betrifft: neurologisches System; immunologisches System; Muskel-Skelett-System; Sinnesorgane; Atmungssystem (einschließlich Sprechorgane); Herz-Kreislauf-System; Fortpflanzungssystem; ...
Welche Krankheiten gelten als chronisch krank?
Weitere chronische Erkrankungen sind z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma, Multiple Sklerose, entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Allergien, Rückenleiden, Krebserkrankungen oder auch Migräne. Schwere chronische Erkrankungen können als (Schwer-)Behinderung anerkannt werden.
Welche Grad der Behinderung gibt es bei Bluthochdruck?
Für einen geringen Bluthochdruck (Hochnormaler Bluthochdruck) gibt es einen GdB von 0 – 10, wohingegen es für einen Bluthochdruck Grad 3 (Maligner Bluthochdruck) mit starken körperlichen Auswirkungen einen GdB von 100 geben kann. Somit liegt die Spanne des GdB beim Bluthochdruck zwischen 10 und 100.
Wann bekommt man einen Schwerbehindertenausweis?
Einen Schwerbehindertenausweis erhalten nur Menschen mit Schwerbehinderung. Schwerbehindert sind Menschen mit einem Grad der Behinderung ( GdB ) von 50 oder mehr. Den Grad der Behinderung legt das Versorgungsamt fest. Außerdem muss man in Deutschland wohnen oder hier arbeiten.
Für was bekommt man alles einen Behindertenausweis?
Mit dem Schwerbehindertenausweis kann man sich gegenüber Arbeitgebern, Sozialleistungsträgern, Behörden und dergleichen als schwerbehindert ausweisen. Dies ist zum Beispiel notwendig, um per Gesetz festgelegte Nachteilausgleiche und Rechte in Anspruch nehmen zu können.
Welche Krankheiten lösen Behinderungen aus?
Ursachen für körperliche Behinderung
Ursachen hierfür können sein: Schädigungen des zentralen Nervensystems: Querschnittslähmung, Hirnschädigungen, zerebrale Bewegungsstörungen (z. B. Spastik), Multiple Sklerose, Spaltung der Wirbelsäule, Kinderlähmung, Parkinson.
Welcher Arzt entscheidet über Schwerbehinderung?
Der Antrag auf Schwerbehinderung wird beim Versorgungsamt oder Amt für Soziale Angelegenheiten eingereicht, das für die Feststellung einer Behinderung nach dem Schwerbehindertenrecht und die Ausstellung des Schwerbehindertenausweises zuständig ist.
Wann gilt eine Person als schwerbehindert?
Erst Menschen mit einem GdB von 50 oder mehr gelten als schwerbehindert. Bei einem Grad der Behinderung unter 50, aber von mindestens 30 kann die oder der Betroffene Menschen mit Schwerbehinderung unter bestimmten Umständen gleichgestellt sein.
Welche Krankheit gilt als Behinderung?
Als Behinderung wird jede körperliche, geistige, seelische oder Sinnesbeeinträchtigung bezeichnet, die dauerhaft beziehungsweise länger als sechs Monate zu Einschränkungen und damit zu sozialen Beeinträchtigungen führt. Dabei ist unerheblich, ob die Behinderung auf Krankheit oder Unfall beruht oder seit Geburt besteht.
Welche Beispiele gibt es für körperliche Behinderungen?
Die häufigsten Erscheinungsformen von Körperbehinderungen
- Erworbene Querschnittslähmung.
- Hirnschädigungen, zerebrale Bewegungsstörungen (Spastik, Athetose, Ataxie)
- Multiple Sklerose.
- Spaltbildungen des Rumpfes (Spina bifida, Polyomyelitis)
- Parkinsonerkrankungen.
Welche Krankheiten führen zu 50% Schwerbehinderung?
GdB 50: Welche Krankheiten und Diagnosen?
- Schlafapnoe-Syndrom.
- Verlust einer kompletten Hand.
- Verlust des Penis.
- Schwer einstellbarer Diabetes Mellitus Typ 1 (auch bekannt als Brittle Diabetes)
- Vollständige Harninkontinenz.
- Massive Entstellung des Gesichts.
- Gänzlicher Verlust der Nase.
Was muss man erfüllen, um einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen?
Einen Schwerbehindertenausweis bekommen Sie mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50.
Welche Krankheiten muss man haben, um einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen?
Die unterschiedlichen Formen von Schwerbehinderungen
- Krebs.
- Schlaganfall.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Diabetes.
- Rheuma.
- Asthma.
- Depressionen.
- Tinnitus.
Wie wirkt sich 50% Schwerbehinderung auf die Rente aus?
Menschen mit einem anerkannten Behinderungsgrad von mindestens 50 können vorzeitig abschlagsfrei in Rente gehen. Voraussetzung sind mindestens 35 Beitragsjahre. Der Grad der Behinderung muss bei Rentenbeginn offiziell festgestellt sein.
Wie viel Prozent Behinderung braucht man für einen Behindertenausweis?
Leistungen. Ein Behindertenpass wird ab einem Grad der Behinderung von 50% ausgestellt. Mit dem Behindertenpass können folgende Leistungen in Anspruch genommen werden. Hinweis: Für manche Leistungen sind Zusatzeintragungen im Behindertenpass notwendig.
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