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Welche Heizung mit Holz?

Gefragt von: Pierre Mann B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 7. Februar 2026
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Bei den sogenannten Biomasseheizungen, die mit Holz betrieben werden, unterscheidet man generell:

  • Scheitholzkessel.
  • Pelletkessel.
  • Holzhackschnitzelkessel.
  • Kombikessel (die sowohl Scheitholz, Pellet und/oder Holzhackschnitzel verbrennen können)

Wie lange ist es noch erlaubt, mit Holz zu Heizen?

Man darf weiterhin mit Holz heizen, aber viele ältere Kaminöfen (eingebaut 1995–2010) mussten bis Ende 2024 stillgelegt, nachgerüstet oder ersetzt werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht erfüllen. Neue Öfen müssen die strengeren Emissionsstandards erfüllen und können sogar staatliche Förderung erhalten, wenn sie 65 % erneuerbare Energie nutzen, was Holzheizungen oft tun. Ein generelles Verbot gibt es nicht, aber die Regeln werden strenger, besonders für ältere Geräte, die nicht mehr die Vorgaben erfüllen.
 

Ist es sinnvoll, mit Holz zu Heizen?

Ja, Heizen mit Holz kann sich lohnen, besonders wegen der potenziell niedrigeren Kosten im Vergleich zu Öl und Gas, der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der guten Klimabilanz (CO2-neutral, wenn nachhaltig genutzt), aber es erfordert erheblichen Aufwand (Holz beschaffen, lagern, nachlegen) und verursacht Feinstaub, was gesundheitliche und ökologische Bedenken aufwirft und moderne, effiziente Geräte sowie bewussten Umgang erfordert. Es gibt staatliche Förderungen, und die Kombination mit anderen erneuerbaren Energien ist möglich.
 

Ist das Heizen mit Holz bald vorbei?

Die letzte Frist zum Austausch, zur Nachrüstung oder zur Stilllegung alter Öfen endete jetzt zum 31. Dezember 2024. Seit dem 01. Januar 2025 müssen alle Kaminöfen, die mit Festbrennstoffen betrieben werden, den Bestimmungen der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) Stufe 2 entsprechen.

Welche Holzheizungen gibt es?

Welche Arten einer Holzheizung gibt es?

  • den Scheitholzkessel.
  • den Pelletkessel.
  • den Hackschnitzel-Kessel.
  • den Kombikessel für Holz.
  • die Hybrid-Holzheizung.

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Ist mit Holz Heizen billiger als Gas?

Zudem kann es günstiger sein, mit Holz statt Öl oder Gas zu heizen. Bei Scheitholz zahlen Verbraucher im Moment 9,8 Cent pro Kilowattstunde, wie Energieberater Carsten Peters von der Verbraucherzentrale NRW sagt. Der Preis für eine Kilowattstunde Gas liege im Schnitt bei 13,1 Cent, für Öl bei 10,5 Cent.

Welche Holzöfen dürfen ab 2025 noch betrieben werden?

Liste Kaminofen-Zulassung vom HKI. Ab dem 01.01.2025 müssen alle Kaminöfen, die mit Festbrennstoffen betrieben werden, den aktuellen Bestimmungen der 1. BImSchV Stufe 2 entsprechen.

Wie lange darf ich meine Holzheizung noch betreiben?

Man darf weiterhin mit Holz heizen, aber viele ältere Kaminöfen (eingebaut 1995–2010) mussten bis Ende 2024 stillgelegt, nachgerüstet oder ersetzt werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht erfüllen. Neue Öfen müssen die strengeren Emissionsstandards erfüllen und können sogar staatliche Förderung erhalten, wenn sie 65 % erneuerbare Energie nutzen, was Holzheizungen oft tun. Ein generelles Verbot gibt es nicht, aber die Regeln werden strenger, besonders für ältere Geräte, die nicht mehr die Vorgaben erfüllen.
 

Wie viel kostet eine Scheitholzheizung für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für eine Scheitholzheizung (Stückholzheizung) variieren je nach Leistung und Umfang, liegen aber oft zwischen 8.000 € und 30.000 € für die Anschaffung inklusive Einbau, wobei ein großer Pufferspeicher meist extra eingeplant werden muss (ca. 3.000 €). Laufende Kosten für Holz (ca. 2.500 €/Jahr bei Zukauf), Wartung (150-400 €/Jahr) und Schornsteinfeger (130-150 €/Jahr) müssen einkalkuliert werden, aber die Heizkosten pro kWh sind oft günstiger als bei Öl oder Gas. Förderungen durch staatliche Programme wie das BAFA sind möglich, wenn bestimmte Effizienzkriterien erfüllt sind. 

Welche Heizungen dürfen länger als 30 Jahre laufen?

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt in Deutschland die sogenannte Austauschpflicht für alte Heizungen. Das heißt: Wenn deine Heizung mit Gas oder Öl betrieben wird und älter als 30 Jahre ist, musst du sie verpflichtend austauschen. Außerdem dürfen fossile Heizsysteme nur noch bis 2044 betrieben werden.

Was ist aktuell die billigste Art zu Heizen?

Die günstigste Heizung hängt davon ab, ob Sie die Anschaffung oder die laufenden Kosten betrachten: In der Anschaffung sind Elektroheizungen am billigsten, während bei den Betriebskosten Holzpellets und insbesondere Wärmepumpen (oft in Kombination mit Photovoltaik) oft die Nase vorn haben, da sie Umgebungswärme nutzen. Für eine schnelle, aber teure Stromheizung sind Konvektoren gut, für dauerhaft niedrige Kosten sind Wärmepumpen oder Pelletheizungen die Favoriten, die sich durch staatliche Förderungen amortisieren können. 

Was besagt die 3-2-10-Regel für Holzöfen?

Die 3-2-10-Regel ist eine Bau- und Sicherheitsnorm für die Schornsteinhöhe. Sie besagt: Ihr Schornstein muss mindestens 90 cm über den Dachaustrittspunkt hinausragen . Er muss außerdem mindestens 60 cm höher sein als jeder Teil des Daches (oder eines benachbarten Gebäudes) im Umkreis von 3 Metern.

Sind Holzöfen eine gute Idee?

Umweltfreundlich

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, das heißt, es kann erneuert werden und ist nicht wie fossile Brennstoffe endlich. Zwar entsteht bei der Holzverbrennung Kohlendioxid, doch wird dies durch das Kohlendioxid ausgeglichen, das der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat; dadurch sind Holzöfen eine klimaneutrale Heizoption .

Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.

Welche Heizung sollte man jetzt einbauen?

Jetzt ist die Wärmepumpe oft die beste Wahl, besonders im Neubau und gut gedämmten Altbau, da sie erneuerbare Energien nutzt, staatlich gefördert wird und zukunftssicher ist. Alternativen sind Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas/Öl), Biomasseheizungen (Pellets/Holz) oder der Anschluss an die Fernwärme, wenn verfügbar, während Gasheizungen nur noch mit strengen Auflagen für erneuerbare Gase gefördert werden. Die Entscheidung hängt stark vom Zustand Ihrer Immobilie ab (Dämmung, Heizkörpergröße). 

Wie lange dauert es, bis man grünes Holz verbrennen kann?

Traditionell muss frisches Holz 12 bis 24 Monate lang trocknen, bevor es zum Verbrennen geeignet ist. Während dieser Zeit werden die Holzscheite gespalten und in einem gut belüfteten, überdachten Bereich gestapelt, damit die Luft zirkulieren und die Feuchtigkeit entziehen kann.

Welche Nachteile hat eine Holzvergaserheizung?

Nachteile:

  • Sie können Holzvergaser nicht komplett automatisiert betreiben und müssen deshalb Holz nachlegen.
  • Sie benötigen ausreichend Platz für einen Holzvorrat.
  • Holzvergaser sind nicht als Heizung einer Wohnung geeignet.
  • Für einen sinnvollen Betrieb benötigen Sie einen Pufferspeicher.

Wie viele Holzscheite pro Tag?

Ein typischer Kaminofen verbraucht im Durchschnitt: Kleiner Ofen (bis 5 kW): Sie benötigen etwa 2–4 ​​Holzscheite pro Tag. Mittlerer Ofen (5–10 kW): Rechnen Sie mit etwa 4–8 Holzscheiten täglich. Großer Ofen (über 10 kW): Sie benötigen möglicherweise 8–12 Holzscheite oder mehr pro Tag.

Was ist billiger, Gas- oder Holzheizung?

Wird mit Holz geheizt, fallen für einen jährlichen Wärmebedarf von 25.000 Kilowattstunden Kosten in Höhe von 1.000 bis 1.500 Euro an. Bei einer Gasheizung liegen die Brennstoffkosten dagegen bei 2.250 Euro pro Jahr.

Was passiert, wenn ich meine Heizung nach 30 Jahren nicht tausche?

Wenn Sie einen älteren Heizungskessel haben und diesen laut der seit 2023 geltenden Austauschpflicht nach 30 Jahren erneuern müssen, dies jedoch nicht tun, droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe dieser Strafen kann bis zu 50.000 Euro betragen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.

Wie lange darf ich in Deutschland noch mit Holz heizen?

Welche Holzheizung ist noch erlaubt? Es sind weiterhin alle Holzheizungen erlaubt, die der neuen Kaminofenverordnung ab 2024 entsprechen. Das bedeutet, sie müssen in Bezug auf die Kohlenmonoxidwerte, die Feinstaubbelastung und den Wirkungsgrad bestimmte Grenzwerte erreichen.

Welche Heizung ab 2025 für Altbau?

Die beste Heizung für den Altbau

  • Welche Heizung ab 2025?
  • Wärmepumpen.
  • Hybridheizungen.
  • Gasbrennwertanlagen.
  • Holzpellet-Heizungen.
  • Fernwärme.
  • Klimageräte.
  • Infrarot-Heizungen.

Wie klug ist es 2025 noch einen Holzöfen zu kaufen?

Januar 2025 müssen alle Kamin-Öfen für Festbrennstoffe (z.B. Holz) die aktuellen Grenzwerte der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) Stufe 2 einhalten. Grundsätzlich gilt: Öfen, die mehr als 4,0 Gramm Kohlenmonoxid sowie mehr als 0,15 Gramm Feinstaub je Kubikmeter Abgas ausstoßen, sind nicht mehr zugelassen.

Woher weiß ich, ob mein Kaminöfen noch zulässig ist?

Um die Zulassung Ihres Kaminofens zu prüfen, nutzen Sie die Datenbank des HKI (Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik) unter cert.hki-online, wo Sie Hersteller und Modell eingeben, um die Konformität mit der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Stufe 2) zu prüfen – wichtig für den Weiterbetrieb nach 2024. Das Typenschild Ihres Ofens mit Herstellername und Modellnummer ist dafür entscheidend, um die entsprechenden Informationen für die Abfrage zu finden und dem Schornsteinfeger vorzulegen. 

Sind Scheitholzkessel noch erlaubt?

Verbot von Holzheizungen? Gleich vorweg: Ein Verbot von Holzheizungen gibt es nicht. Das gilt auch, nachdem 2024 das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten ist. Ganz im Gegenteil: So sieht das neue Heizungsgesetz vor, dass neu eingebaute Heizungen zu 65% erneuerbare Energien nutzen müssen.

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