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Welche GFR in welchem Alter?

Gefragt von: Adolf Bach  |  Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2026
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Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) nimmt mit dem Alter ab, aber die Normwerte variieren je nach Alter und Geschlecht; während bei jüngeren Erwachsenen über 90 ml/min normal sind, gelten bei über 65-Jährigen Werte über 45 ml/min oft als akzeptabel, da die Nierenfunktion altersbedingt nachlässt und das Risiko für Nierenversagen bei Werten zwischen 45 und 59 nicht so stark steigt wie bei jüngeren Menschen. Eine GFR von über 90 ist ideal, Werte zwischen 60-89 deuten auf eine leichte Einschränkung hin (Stadium 2), während Werte unter 60 (<60) eine chronische Nierenerkrankung (CKD) anzeigen können, was eine Abklärung erfordert.

Ist der GFR-Wert von Alter abhängig?

Je nach Tageszeit kann die GFR um bis zu einem Drittel schwanken. Das Alter hat ebenfalls einen Einfluss auf die glomeruläre Filtrationsrate. Der Gipfel wird bei Ende des Wachstums mit ca. 20 Jahren erreicht.

Welche Nierenwerte sind im Alter normal?

Normale Nierenwerte im Alter sind altersabhängig, da die Nierenfunktion mit dem Alter natürlicherweise abnimmt; die wichtigste Kennzahl ist die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR), die bei einem 70-Jährigen beispielsweise bei etwa 40 ml/min oder mehr liegen kann, während bei einem 40-Jährigen 75 ml/min als altersgerecht gilt, wobei Werte über 60 ml/min oft als noch gut angesehen werden, auch wenn sie unter den Werten jüngerer Menschen liegen. 

Welcher GFR-Wert mit 65?

Mit 65 Jahren ist eine leicht niedrigere GFR (glomeruläre Filtrationsrate) normal; durchschnittlich liegt sie um 85 ml/min, aber Werte zwischen 45 und 59 ml/min gelten oft noch als akzeptabel und erhöhen das Risiko für Nierenversagen nicht sofort, da die Nierenfunktion altersbedingt abnimmt. Ein Wert unter 45 ml/min sollte jedoch weiter abgeklärt werden, da dies auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hindeutet, die ärztlich überwacht werden sollte, um die Nieren zu schützen.
 

Welcher Kreatininwert in welchem Alter?

Kreatininwerte sind altersabhängig und werden auch durch Geschlecht und Muskelmasse beeinflusst; bei Erwachsenen liegen die Normwerte oft zwischen 0,6–1,2 mg/dl (Männer) und 0,5–1,0 mg/dl (Frauen), während Kinder und Jugendliche spezifischere Bereiche haben, da die Nierenfunktion mit dem Alter reift und sich danach allmählich wieder verschlechtert, weshalb oft eine Alters-korrigierte Formel (wie die Cockcroft-Gault- oder CKD-EPI-Formel) zur Berechnung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) verwendet wird, da der Kreatinin-Einzelwert allein nicht ausreicht.
 

Nierenschwäche: 5 Anzeichen, dass Deine Nieren nicht richtig funktionieren | Typische Symptome

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Wie viel Kreatin im Alter?

Für Senioren (über 55) werden meist 3 Gramm Kreatin pro Tag empfohlen, besonders in Kombination mit Krafttraining, um Muskelkraft und -masse zu erhalten oder zu steigern und altersbedingtem Abbau entgegenzuwirken. Eine Ladephase ist oft nicht nötig, aber die tägliche Einnahme (auch an trainingsfreien Tagen) ist entscheidend. Wichtig ist zudem, genug Wasser zu trinken und auf hochwertiges Kreatin-Monohydrat zu achten, um die allgemeine Lebensqualität zu verbessern.
 

Wie viel Kreatin pro Lebensalter?

Die Einnahme von 3–5 Gramm Kreatin täglich über einen Zeitraum von 2–6 Monaten wurde bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5–18 Jahren als sicher eingestuft . Die Einnahme von 2 Gramm Kreatin täglich über 6 Monate wurde bei Kindern im Alter von 2–5 Jahren als sicher eingestuft. Die Einnahme von 0,1–0,4 Gramm Kreatin pro Kilogramm Körpergewicht täglich über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten wurde sowohl bei Säuglingen als auch bei Kindern als sicher eingestuft.

Ist eine GFR von 26 ml/min normal?

Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ist die wichtigste Größe zur Abschätzung der Nierenfunktion. Eine GFR von 26 ml/min sagt z.B. aus, dass die Funktion Ihrer Nieren bei rund 26 % der normalen Leistung liegt.

Ist EGFR 65 schlecht?

Ein normaler eGFR-Wert liegt bei 60 oder höher . Wenn Ihr eGFR-Wert drei Monate oder länger unter 60 liegt, funktionieren Ihre Nieren möglicherweise nicht richtig.

Was ist wichtiger, Kreatinin oder GFR?

Eine zusätzliche Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) oder der Kreatinin-Clearance sei unabdingbar. Die Begriffe dürften jedoch nicht synonym verwendet werden. „Die Kreatinin-Clearance ist im Durchschnitt immer 10 bis 20 Prozent höher als die GFR«, so der Mediziner.

Kann sich der GFR-Wert wieder verbessern?

Ja, ein GFR-Wert (Glomeruläre Filtrationsrate) kann sich verbessern, besonders bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung akuter Nierenschäden oder durch Änderungen des Lebensstils und moderne Medikamente bei chronischen Problemen; bei fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen ist eine vollständige Heilung oft nicht möglich, aber eine Verlangsamung des Fortschreitens ist machbar. 

Welche Frühwarnzeichen einer Niereninsuffizienz gibt es im Alter?

Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) ist im Alter sehr häufig, da die Nierenfunktion ab ca. 40 Jahren natürlich abnimmt, aber Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes beschleunigen dies. Viele ältere Menschen (über 60) haben chronische Nierenerkrankungen, die zu Dialyse oder Transplantation führen können, oft mit höherem Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme. Eine gute Vorsorge (viel trinken, Risikofaktoren kontrollieren) ist wichtig, da die Nierenfunktion im Alter schlechter wird und altersangepasste Normwerte gelten. 

Was sind sehr gute Nierenwerte?

GFR: Bei jungen nierengesunden Menschen 90–130 ml/min. Ab 60 ml/min spricht man von einer chronischen Nierenschwäche, unterhalb von etwa 10 bis 15 ml/min wird meist in absehbarer Zeit eine Dialyse (Blutwäsche) nötig.

Welcher Nierenwert mit 70 Jahren?

Ab dem 60./70. Lebensjahr nehme das Risiko wieder ab. Eine eGFR von 45/ml/min/1,73 m2 sei ein sinnvoller Cutoff für Ältere, ab dem mit einem erhöhten Risiko für terminales Nierenversagen oder Tod gerechnet werden müsse, bei Jüngeren liege der Cutoff um 60 ml/min/1,73 m2.

Ist GFR abhängig von Trinkmenge?

Ja, die Trinkmenge beeinflusst den GFR-Wert (Glomeruläre Filtrationsrate), aber die Wirkung hängt vom Zustand der Nieren ab: Bei gesunden Nieren kann zu wenig Flüssigkeit die GFR senken (Dehydrierung) und zu viel Flüssigkeit die Leistung beeinträchtigen, während bei Niereninsuffizienz eine zu hohe Zufuhr ebenfalls schaden kann, aber auch eine zu niedrige die Durchblutung gefährdet – hier ist eine individuelle Absprache mit dem Arzt entscheidend. 

Woher kommt ein schlechter GFR-Wert?

Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) – Wann zu niedrig? Die häufigste Ursache für eine verminderte GFR ist eine chronische Nierenschwäche, die Niereninsuffizienz. Eine sinkende GFR kann aber auch Ursache für eine schlecht eingestellte Diabetes, einen hohen Medikamentenkonsum, Bluthochdruck und Entzündungen sein.

Welcher GFR-Wert mit 60?

Mit 60 Jahren liegt ein durchschnittlicher GFR-Wert bei etwa 85 ml/min, wobei die altersabhängigen Normwerte variieren und für Männer und Frauen unterschiedlich sind (z. B. 45–75 bei Frauen, 54–98 bei Männern). Die GFR sinkt altersbedingt ab, aber wichtig ist der Gesamtkontext, da ein Wert über 60 generell als normal gilt und auch niedrigere Werte bei älteren Menschen nicht immer auf eine schwere Erkrankung hindeuten, sondern oft altersbedingt sind.
 

Was sollte man bei niedrigen GFR-Werten tun?

Ein zu niedriger GFR-Wert (glomeruläre Filtrationsrate) erfordert dringend ärztliche Abklärung, um die Ursache (z.B. Diabetes, Bluthochdruck) zu finden und zu behandeln, da dies auf eine Nierenschwäche hindeutet; wichtig sind Lebensstiländerungen (salz-, fett- und zuckerarm essen), die Vermeidung bestimmter Medikamente und bei fortschreitender Schwäche die Vorbereitung auf Dialyse oder Transplantation. 

Was ist eGFR für ein Wert?

Der eGFR-Blutwert (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) ist ein entscheidender Indikator für die Nierenfunktion, der angibt, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern können; höhere Werte bedeuten bessere Nierenleistung, während niedrigere Werte auf eine Nierenschädigung hinweisen und in Stadien von leicht bis Nierenversagen eingeteilt werden, wobei der Wert über Serumkreatinin, Alter und Geschlecht berechnet wird.
 

Wie schnell verschlechtert sich der GFR-Wert?

eine beschleunigte Progression der CKD definieren als: eine anhaltende Abnahme der GFR um 25% oder mehr und eine Änderung der GFR-Kategorie innerhalb von 12 Monaten. oder eine anhaltende Abnahme der GFR um 15 ml/min/1,73 m2 pro Jahr.

Welche Anzeichen deuten auf schlechte Nierenwerte hin?

Schlechte Nierenwerte deuten auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin, erkennbar an erhöhten Stoffwechselprodukten wie Kreatinin und Harnstoff im Blut (oft erst bei fortgeschrittener Schädigung bemerkbar). Symptome sind unspezifisch und umfassen Müdigkeit, Wassereinlagerungen (Ödeme), hohen Blutdruck, Übelkeit, Juckreiz und seltener schaumigen oder blutigen Urin. Eine frühzeitige Diagnose durch Blut- und Urintests (GFR-Wert) ist wichtig, um durch Lebensstiländerungen, Medikamente und Behandlung der Ursachen (Diabetes, Bluthochdruck) eine Verschlechterung zu verhindern, wie praktischarzt.de und www.daVita.de hervorheben.
 

Was bedeutet ein GFR-Wert unter 30?

Ihre Nierenfunktion liegt in einem Bereich zwischen 30 und 44ml/min; damit ist sie mäßig eingeschränkt. In diesem Stadium kann der Abbau mancher Medikamente verlangsamt sein, so dass die Dosis angepasst werden muss. Der pH-Wert im Blut kann zu niedrig sein, wenn die Niere nicht mehr ausreichend Bicarbonat herstellt.

Ist Kreatin im Alter wichtig?

Kreatin im Alter

Mit dieser Entwicklung kommt es auch zu einem Abfall an Muskelkraft und der generellen Leistungsfähigkeit. Mittlerweile zeigen mehrere klinische Studien, dass eine Kreatin-Supplementierung in Kombination mit Bewegung im Alter die Muskeln und Knochen stärkt sowie die Sturzgefahr reduziert.

Wie viel Creatin bei 60?

Studien belegen: Drei Gramm Creatin täglich steigern nachweislich Muskelkraft und -leistung – auch bei Erwachsenen über 55 Jahren. Ob morgens oder abends, vor oder nach dem Training – wichtig ist die tägliche Einnahme, auch an trainingsfreien Tagen.

Was sagt der Kreatininwert über die Nierenfunktion aus?

Der Kreatininwert ist ein wichtiger Blutwert zur Beurteilung der Nierenfunktion, da Kreatinin ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels ist, das über die Nieren ausgeschieden wird. Ein erhöhter Wert deutet meist auf eine eingeschränkte Nierenleistung hin (z. B. bei Dehydrierung, Nierensteinen, Diabetes, Bluthochdruck oder Muskelverletzungen). Ein normaler Wert signalisiert gesunde Nieren, kann aber eine beginnende Störung nicht immer ausschließen. Um eine genauere Aussage über die Nierenleistung zu treffen, wird oft die Kreatinin-Clearance berechnet, die auch die Ausscheidung im Urin berücksichtigt.
 

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