Welche Frauen bekommen Gebärmutterhalskrebs?
Gefragt von: Ernst-August Seidel | Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2026sternezahl: 5/5 (15 sternebewertungen)
Gebärmutterhalskrebs betrifft vor allem Frauen, die sich mit Hochrisiko-HPV-Typen (humane Papillomviren) infizieren, insbesondere mit HPV 16 und 18, was durch frühen und wechselnden Geschlechtsverkehr begünstigt wird. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, ein geschwächtes Immunsystem (z. B. durch HIV), die Einnahme der Pille über lange Zeit und andere sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, wobei die Krankheit oft zwischen 40 und 60 Jahren diagnostiziert wird, aber auch bei jüngeren Frauen auftreten kann.
Was ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs?
Gebärmutterhalskrebs entsteht fast immer durch eine langanhaltende Infektion mit bestimmten Hochrisiko-Typen des Humanen Papillomavirus (HPV), insbesondere HPV 16 und 18, die sexuell übertragen werden. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, ein geschwächtes Immunsystem, frühe sexuelle Aktivität, viele Schwangerschaften, andere sexuell übertragbare Krankheiten (wie Chlamydien) und die langfristige Einnahme der Pille.
Wer ist gefährdet für Gebärmutterhalskrebs?
Das Risiko für Gebärmutterhalskrebs hängt vor allem davon ab, ob eine Frau an der Früherkennung teilnimmt, ob sie gegen HPV geimpft ist sowie von ihrem Alter. Auch ihr Sexualverhalten und das ihrer Partner spielen eine Rolle. Rauchen kann das Risiko erhöhen. Weitere Faktoren beeinflussen das Erkrankungsrisiko kaum.
Wann erkranken Frauen an Gebärmutterhalskrebs?
Besonders oft betroffen sind Frauen zwischen 40 und 59 Jahren. Ein zweiter Anstieg der Häufigkeit zeigt sich nach dem 60. Lebensjahr. Vorstufen und Frühformen von Gebärmutterhalskrebs werden vor allem bei Frauen im Alter von 20-40 Jahren festgestellt.
Wer erkrankt an Gebärmutterhalskrebs?
Das sehr viel häufigere in situ-Karzinom wird meist im Rahmen der Früherkennung bei Frauen im Alter zwischen 35 und 40 Jahren entdeckt. Insgesamt starben in Deutschland im Jahre 2022 jährlich etwa 1.413 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.
Gebärmutterhalskrebs: Das solltest du wissen! | @doktorsex | DAK-Gesundheit
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Wer ist der Überträger von Gebärmutterhalskrebs?
Eine Infektion mit den ca. 40 HPV-Typen, die genitale Erkrankungen, wie Feigwarzen oder Gebärmutterhalskrebs auslösen, erfolgt in den meisten Fällen bei Sexualkontakten. Der direkte Kontakt mit infizierten Körperregionen (Haut, Schleimhaut) beim Sex oder infizierten Gegenständen kann zu einer Infektion führen.
Wie habe ich mich mit HPV infiziert, wenn mein Partner mich nicht betrogen hat?
HPV-Infektionen werden hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen, einschließlich vaginaler, analer und oraler sexueller Aktivitäten. Kondome schützen nur bedingt, da der Hautkontakt oftmalig reicht.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Gebärmutterhalskrebs bekommt?
Die Heilungschancen bei Gebärmutterhalskrebs sind gut, wenn er früh erkannt wird, mit bis zu 90 % 5-Jahres-Überlebensrate in frühen Stadien (Stadium I). Bei fortgeschritteneren Stadien mit Lymphknotenbefall sinken die Chancen, aber die Überlebensrate bleibt mit 20-60 % immer noch beachtlich. Moderne Therapien und Früherkennung verbessern die Prognose stetig, wobei die Behandlung von der Tumorgröße und Ausbreitung abhängt.
Was sind die ersten Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs?
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) verursacht im Frühstadium oft keine Symptome, weshalb Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind. Spätere Anzeichen können ungewöhnliche Vaginalblutungen (Zwischenblutungen, nach dem Sex, nach den Wechseljahren), veränderter Ausfluss, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Becken- oder Rückenschmerzen und bei fortgeschrittenem Stadium auch geschwollene Beine sein. Wichtig: Viele dieser Symptome können auch harmlose Ursachen haben; bei Verdacht sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Wann nimmt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu?
Gewichtszunahme bei Gebärmutterhalskrebs kann eine Nebenwirkung der Therapie sein, insbesondere nach Operationen, die zu einem Hormonmangel führen, ähnlich den Wechseljahren (Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen). Auch andere Krebsbehandlungen wie Chemotherapie können Gewichtsschwankungen verursachen, wobei eine Zunahme oft durch hormonelle Veränderungen bedingt ist.
Wie beugt man Gebärmutterhalskrebs vor?
Um Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen, sind die HPV-Impfung (idealerweise bei 9- bis 14-Jährigen), regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (Pap-Abstrich und HPV-Test ab 35) sowie ein gesunder Lebensstil (Nichtrauchen, Kondome, ausgewogene Ernährung, Sport) entscheidend, da die Impfung vor dem Erreger schützt und Früherkennung Vorstufen erkennt, wie Krebsliga.ch.
Wie lange dauert es, bis Gebärmutterhalskrebs ausbricht?
Bis sich aus einer HPV-Infektion Gebärmutterhalskrebs entwickelt, dauert es in der Regel 10 bis 15 Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, da sich zunächst Krebsvorstufen (Dysplasien) bilden, die oft über Jahre unentdeckt bleiben, aber bei etwa 20-30% der hochgradigen Vorstufen zu Krebs entarten können. Die Infektion selbst verläuft meist unbemerkt und heilt oft von selbst aus, aber bei bestimmten Hochrisiko-Typen können sich Zellveränderungen entwickeln, die unbehandelt zu Krebs führen.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, Gebärmutterkrebs zu bekommen?
Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)
Etwa eine von 50 Frauen erkrankt im Laufe des Lebens an Gebärmutterkörperkrebs, eine von 200 verstirbt daran.
Kann man ohne GV Gebärmutterhalskrebs kriegen?
Das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs wegen einer HPV-Infektion zu erkranken, steigt, wenn Sie nicht gegen HP-Viren geimpft sind.
Was löst Gebärmutterhalskrebs?
Beim Gebärmutterhalskrebs wird die Strahlentherapie häufig mit einer Chemotherapie kombiniert. Ziel dieser Therapie ist es, Krebszellen abzutöten, die nicht mit der Operation entfernt werden konnten. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Gebärmutterhalskrebs durch eine Operation vielleicht nicht mehr geheilt werden.
Kann man HPV von der Toilette anstecken?
Es gibt keine Beweise dafür oder dagegen, dass HPV durch kontaminierte Toiletten, Türklinken, Handtücher, Seifen, Schwimmbäder oder Bade- wannen übertragen werden können.
Wie fängt Gebärmutterhalskrebs an?
Die ersten Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs sind oft unspezifisch, aber häufige Frühsymptome sind ungewöhnliche Blutungen (z. B. zwischen den Perioden, nach dem Sex, nach den Wechseljahren), vermehrter, gelblich-bräunlicher Ausfluss mit schlechtem Geruch und Schmerzen im Beckenbereich oder beim Geschlechtsverkehr. Da Frühstadien oft symptomlos sind, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt (Pap-Abstrich) entscheidend.
In welchem Alter ist Gebärmutterhalskrebs am häufigsten?
Jährlich erkranken in Deutschland 4.388 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Das Erkrankungsrisiko nimmt mit höherem Lebensalter zu. Im Durchschnitt ist eine Frau 53 Jahre alt, wenn die Ärztin / der Arzt erstmals einen bösartigen Tumor des Gebärmutterhalses feststellt.
Was ist Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs?
Die Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs sind Krebsvorstufen, auch Dysplasien genannt, also Zellveränderungen am Gebärmutterhals, die meist durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht werden; sie werden in niedriggradige (CIN I), mittelgradige (CIN II) und hochgradige (CIN III) Stufen eingeteilt, wobei CIN III die größte Gefahr birgt und operativ entfernt werden muss, während leichtere Formen oft von selbst heilen, was eine regelmäßige Vorsorge mit Pap-Test und HPV-Test wichtig macht.
Wer kann alles Gebärmutterhalskrebs bekommen?
In Deutschland erhalten jährlich rund 4.600 Frauen die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Eine von 120 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Am häufigsten wird die Diagnose im Alter von 40 bis 59 Jahren gestellt - der Durchschnitt liegt bei 55 Jahren. Bis ein Zervixkarzinom entsteht, vergehen etwa 10 bis 15 Jahre.
Welche Krebsart hat die schlechteste Prognose?
Krebsarten mit der schlechtesten Prognose sind oft das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs), das Mesotheliom, Leberkrebs, Lungenkrebs und Krebs des zentralen Nervensystems, die typischerweise eine sehr niedrige 5-Jahres-Überlebensrate (<20%) aufweisen, wobei Bauchspeicheldrüsenkrebs die niedrigste Überlebensrate hat. Auch der Krebs der Gallenblase und Gallenwege sowie Speiseröhrenkrebs gehören zu den aggressiven Formen mit schlechter Prognose, oft weil sie spät erkannt werden und aggressiv metastasieren.
Wie lange kann man mit Gebärmutterhalskrebs noch leben?
Die Lebenserwartung bei Gebärmutterhalskrebs hängt stark vom Stadium bei der Diagnose ab; früh erkannt (Stadium I) sind die 5-Jahres-Überlebensraten sehr gut (ca. 90–95 %), während sie sich bei fortgeschrittenen Stadien mit Ausbreitung (Metastasen) deutlich verschlechtern, mit 5-Jahres-Raten von nur 15–20 %, wenn Lymphknoten betroffen sind oder der Krebs gestreut hat. Deutschlandweit liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate bei etwa 64–69 %, dank Früherkennung oft heilbar, aber unbehandelt ist die Prognose schlecht.
Kann die Frau den Mann mit HPV anstecken?
Ja, HPV wird problemlos von Frau zu Mann übertragen, meist durch direkten Haut- und Schleimhautkontakt, also beim Geschlechtsverkehr (vaginal, anal, oral) oder auch schon beim Petting, nicht durch Körperflüssigkeiten wie Blut oder Sperma. Männer sind oft Überträger, können sich anstecken und entwickeln ebenfalls Papillome (Warzen) oder ein erhöhtes Krebsrisiko, weshalb die HPV-Impfung auch für sie wichtig ist.
Sollten Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin mitteilen, dass Sie HPV haben?
Die wichtigsten Punkte, die Sie Ihrem Partner mitteilen sollten, sind: HPV ist hochansteckend, und die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich irgendwann damit . Man kann nicht wissen, wann man sich angesteckt hat oder von wem, da die Infektion jahrelang unbemerkt bleiben kann.
Ist HPV ein Zeichen für Untreue?
Der Nachweis einer HPV-Infektion ist kein Zeichen von Untreue. Wann oder bei wem eine Ansteckung erfolgt ist, lässt sich meistens nicht mehr nachvollziehen. Denn eine HPV-Infektion verläuft in der Regel symptomlos.
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