Was versteht man unter Bestandsdaten?
Gefragt von: Herr Hans-Heinrich Krüger | Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026sternezahl: 4.7/5 (70 sternebewertungen)
Bestandsdaten sind personenbezogene Kundendaten, die für die Begründung, Durchführung, Änderung oder Beendigung eines Vertragsverhältnisses notwendig sind, wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse oder Bankverbindung, besonders im Bereich der Telekommunikation, wo sie von Anbietern wie Telekommunikations- oder Internetdienstleistern gespeichert werden und oft von Sicherheitsbehörden angefordert werden können. Im Gegensatz zu <<< !nav>>Verkehrsdaten (wie dem Inhalt von Gesprächen) sind sie dauerhaft einem Kunden zugeordnet und bestehen unabhängig von einzelnen Nutzungsvorgängen.
Was sind Bestandsdaten?
Bei Bestandsdaten handelt es sich um personenbezogene Kundendaten von Handy- und Internetnutzern, die bei Vertragsabschlüssen und -durchführungen erhoben werden. Nach §111 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) sind das zum Beispiel der Name, das Geburtsdatum, die Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.
Was bedeutet Erhebung von Bestandsdaten?
Wenn diese IP -Adressen der Polizei bekannt und anschließend abgefragt werden, spricht man von der „Erhebung von Bestandsdaten“. Um diese Datenabfragen transparent zu machen, informiert das BKA die betroffenen Bürgerinnen und Bürger über die Erhebung ihrer Daten.
Sind IP-Adressen Bestandsdaten?
Statische IP-Adressen sind als vom Telekommunikationsdiensteanbieter fest vergebene Anschlusskennungen auch Bestandsdaten.
Welche Beispiele gibt es für Nutzungsdaten?
Nutzungsdaten entstehen also bei jeder Interaktion zwischen dem Nutzer und dem Dienst. Beispiel: Ruft der Nutzer eine Webseite auf, indem er eine URL in seinem Browser eingibt, wird seine IP-Adresse übermittelt. Die IP-Adresse ist also ein Nutzungsdatum.
MaKo2020: Stammdatensynchronisation
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Welche Arten von Daten gibt es?
Es gibt drei Arten von Daten: strukturierte, halbstrukturierte und unstrukturierte Daten. Strukturierte Daten sind in einem festen Format organisiert, wie beispielsweise Tabellen. Halbstrukturierte Daten haben eine teilweise organisierte Form, wie beispielsweise XML-Dateien.
Welche Daten zählen zu den benutzerbezogenen Daten?
Beispielsweise zählen die Telefonnummer, die Kreditkarten- oder Personalnummern einer Person, die Kontodaten, ein Kfz-Kennzeichen, das Aussehen, die Kundennummer oder die Anschrift zu den personenbezogenen Daten.
Kann die Polizei IP-Adressen orten?
Die Polizei kann von einem Internetdienstanbieter oder VPN-Anbieter Informationen über eine IP-Adresse anfordern. Inwieweit sie dabei kooperiert, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, z. B. von der Gerichtsbarkeit und den Datenschutzgesetzen des Landes.
Wie lange werden Daten im Internet gespeichert?
Die IP-Adresse, welche einer Person zugewiesen wurde, sowie Zeit und Dauer der Internetnutzung müssen von den Internet-Providern gemäß gesetzlicher Richtlinien zehn Wochen lang gespeichert werden. Diese Informationen sollen der Verfolgung von Straftätern dienen.
Welche Daten gehören nicht zu den personenbezogenen Daten?
Im Umkehrschluss sind Daten nicht personenbezogen, wenn sie nicht einer einzelnen, natürlichen, lebenden Person zuordenbar sind: etwa anonymisierte Daten (wie bei einer Wahl oder Umfrage), Daten, die zu Unternehmen und anderen Organisationen gehören, oder Daten mit Bezug zu nicht mehr lebenden Personen.
Kann die Polizei sehen, was ich im Internet mache?
Nein, auch nationale Ermittlungsbehörden, also Staatsanwaltschaft und Polizei hören nicht nur Telefonate ab und lesen E-Mails mit, sondern man überwacht auch das komplette Surfverhalten von Bürgern im Internet.
Auf welche Daten hat die Polizei Zugriff?
Die Polizei kann dank umfangreicher Datenbanken (wie INPOL) und bei konkretem Verdacht oder im Rahmen von Kontrollen personenbezogene Daten (Name, Adresse, Lichtbilder), Fahndungsinformationen, Fingerabdrücke, DNA-Profile, Fahrzeugdaten, Strafregistereinträge, Kontakt- und Begleitpersonen sowie Hinweise (z.B. gewalttätig, Betäubungsmittelkonsument) einsehen. Bei Beschlagnahmung eines Smartphones können sogar Kommunikationsverläufe, Fotos, Nachrichten (SMS, WhatsApp) und Social-Media-Inhalte ausgewertet werden, was weitreichende Einblicke in das Privatleben ermöglicht.
Wie erfahre ich, was die Polizei über mich gespeichert hat?
Die Polizei speichert je nach Anlass viele Daten von Ihnen in Systemen wie INPOL, darunter Stammdaten (Name, Adresse), Lichtbilder, Fingerabdrücke, DNA-Profile, Kriminalakten, Fahndungs- und Haftdaten, aber auch Daten aus Handys (Fotos, Chats, Kontakte bei Beschlagnahmung) sowie Informationen aus Einsatzprotokollen als Zeuge oder Geschädigter; Sie haben ein Recht auf Auskunft über diese Daten.
Was ist der Unterschied zwischen Daten und Informationen?
Um die Unterschiede zwischen Daten und Informationen darzustellen, müssen wir zunächst einen Grundsatz definieren: Daten sind die grundlegenden, rohen, nicht interpretierten Elemente, während Informationen das Ergebnis der Umwandlung von Daten in etwas Sinnvolles und Verständliches sind.
Ist eine IP-Adresse personenbezogene Daten?
EuGH stellt klar: IP-Adresse ist personenbezogenes Datum
In einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2016 (Az. C-582/14) entschieden die Richter, dass sowohl statische als auch dynamische IP-Adressen zu den personenbezogenen Daten zählen. Eine IP-Adresse kann zu einer Person zurückverfolgt werden.
Was zählt alles zu Stammdaten?
Was beinhalten Stammdaten?
- Kundenstammdaten: Name, Adresse, Kontaktdaten, Kaufverhalten, etc.
- Lieferantenstammdaten: Firmenname, Ansprechpartner, Lieferbedingungen, etc.
- Produktstammdaten: Artikelnummer, Bezeichnung, Preis, Lagerbestand, etc.
- Mitarbeiterstammdaten: Personalnummer, Abteilung, Position, etc.
Kann man zurückverfolgen, auf welchen Internetseiten man war?
Ja, Ihr WLAN-Anbieter – auch Internet Service Provider (ISP) genannt – kann sehen, wonach Sie suchen und welche Websites Sie besuchen, auch wenn Sie sich im Inkognito-Modus befinden. Auch der Eigentümer des Routers kann in den Routerprotokollen sehen, wonach Sie suchen.
Kann ich meine Daten aus dem Internet entfernen lassen?
Wenn die Informationen Sie betreffen, können Sie oder ein Bevollmächtigter Google bitten, diese zu entfernen . Im Antragsformular müssen Sie die Webadressen (URLs) der Seiten angeben, die Ihre persönlichen Daten enthalten. Nur diese URLs werden auf ihre Entfernung aus den Suchergebnissen geprüft. Hier erfahren Sie, wie Sie eine URL finden.
Wann müssen gespeicherte Daten gelöscht werden?
Der Verantwortliche hat personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, wenn ihre Verarbeitung unzulässig ist, sie zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung gelöscht werden müssen oder ihre Kenntnis für seine Aufgabenerfüllung nicht mehr erforderlich ist.
Wird mein Handy überwacht Polizei?
Grundsätzlich darf die Polizei ein Handy nur mit Durchsuchungsbeschluss oder aber bei Gefahr im Verzug durchsuchen. Gefahr im Verzug liegt vor, wenn eine richterliche Entscheidung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann, ohne dass dadurch die Maßnahme gefährdet werden würde.
Kann man verhindern, dass die eigene IP-Adresse verfolgt wird?
Es gibt im Wesentlichen zwei Methoden, um Ihre IP-Adresse zu verbergen. Die eine ist die Verwendung eines Proxy-Servers, die andere die eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN) . Beide sind grundsätzlich ausreichend, jedoch weisen Proxy-Server einige Nachteile auf, die VPNs für viele zur besseren Wahl machen.
Kann die Polizei trotz VPN zurückverfolgen?
Ja, die Polizei kann ein VPN unter bestimmten Umständen zurückverfolgen, besonders wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt, da sie den Internetanbieter (ISP) nach Verbindungsdaten fragen kann; ob dies gelingt, hängt stark von der VPN-Richtlinie des Anbieters ab, insbesondere von dessen „No-Logs“-Versprechen, aber auch vom rechtlichen Rahmen (z.B. Vorratsdatenspeicherung) und der technischen Umsetzung, da VPNs nicht absolute Anonymität garantieren.
Ist mein Nachname personenbezogene Daten?
Alle Informationen, die also einer bestimmten Person zugeordnet werden können oder eine Person bestimmbar machen, sind personenbezogene Daten. Nicht nur Name, Adresse oder Telefonnummer haben Personenbezug, sondern unter Umständen auch bereits pseudonymisierte Daten wie eine Kundennummer oder die IP-Adresse.
Was sind Beispiele für Nutzerdaten?
Einführung in Benutzerdaten in der Informatik
1 Zu den personenbezogenen Daten können Identitätsdaten, demografische Profile wie Alter, Geschlecht, Gewicht und Bildungsniveau sowie Verhaltensdaten wie Standort, Aktivitätsstatus, Browserverlauf, Kaufverlauf und Bewertungsverlauf gehören.
Ist die E-Mail-Adresse personenbezogene Daten?
Die E-Mail-Adresse fällt unter „personenbezogene Daten“ laut DSGVO. Deshalb sind die Auflagen zum Datenschutz auch auf E-Mail-Verkehr anzuwenden.
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