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Was tun wenn man psychisch nicht in der Lage ist zu arbeiten?

Gefragt von: Herr Marek Seifert  |  Letzte Aktualisierung: 7. April 2026
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Wenn Sie psychisch nicht arbeiten können, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe (Hausarzt, psych. Bereitschaftsdienst 116 117, Notruf 112 bei akuter Gefahr). Informieren Sie sich über Krankschreibungen, Beantragung von Erwerbsminderungsrente oder Grad der Behinderung. Nutzen Sie Beratungsstellen (Telefonseelsorge 0800 111 0 111/222), um Unterstützung und finanzielle Hilfe (z.B. über Jobcenter, Krankenkasse) zu finden, und besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Arbeitgeber, eventuell durch ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

Was kann ich tun, wenn ich wegen meiner Psyche nicht mehr arbeiten kann?

Wenn man aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr arbeiten kann, muss die BU-Rente bei der Versicherung beantragt werden. Dazu müssen dem Antrag auf BU-Rente aussagekräftige medizinische Unterlagen beigefügt werden, die die Berufsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung belegen.

Was tun, wenn man psychisch nicht stabil ist?

Fazit: Die Top-4-Tipps für Betroffene

  1. Reden Sie mit einer vertrauten Person oder mit einer Fachperson über Ihr psychisches Befinden.
  2. Warten Sie nicht zu lange, bis Sie sich professionelle Hilfe suchen.
  3. Reduzieren Sie Stress und machen Sie Dinge, die Ihnen guttun.
  4. Haben Sie Geduld – Genesung braucht Zeit.

Ist es möglich, vollzeit zu arbeiten, wenn man eine Depression hat?

Ganz wichtig: arbeiten trotz Depression ist möglich. Je nachdem, in welchem Stadium Sie sich gerade befinden, kann ein geregelter Tagesablauf mit einer sinnvollen Beschäftigung Ihre Genesung fördern. Allenfalls können Sie auf Ihre Vorgesetzten zugehen und gemeinsam entlastende Massnahmen erarbeiten.

Welche Arbeit für psychisch Kranke?

Geeignete Berufe für Depressive

  • Tierpfleger*in oder andere Berufe mit Tieren. ...
  • Masseur*in. ...
  • Florist*in / Gärtner*in oder andere Berufe mit Pflanzen. ...
  • Schneider*in / Innenausstatter*in oder andere kreative Berufe. ...
  • Bibliothekar*in.

When work makes you sick – but you think it's your fault

18 verwandte Fragen gefunden

Welchen Job für hochsensible Menschen?

In folgenden Bereichen warten einige passende Berufe auf Hochsensible:

  • Medizin, Pflege und Gesundheit.
  • Sport, Therapie und Reha.
  • IT, Informatik und Elektrotechnik.
  • Garten, Landwirtschaft und Natur.
  • Design, Musik und Kunst.
  • Forschung und Lehre.
  • Erziehung, Bildung und Soziales.

Welches Geld bekomme ich, wenn ich psychisch erkrankt bin?

Bei psychischen Erkrankungen gibt es verschiedene Geldquellen: Krankenkasse (Krankengeld, Psychotherapie), Sozialamt/Jobcenter (Bürgergeld, Grundsicherung, Sozialhilfe), Rentenversicherung (Erwerbsminderungsrente, Übergangsgeld) und Leistungen bei Pflegebedürftigkeit (Pflegegeld). Wichtig sind auch Beratung durch Sozialpsychiatrische Zentren (SPZ) und Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung für berufliche Reha-Maßnahmen, um die finanzielle Absicherung zu verbessern.
 

Was sollte man bei Depressionen nicht machen?

Bei Depressionen sollte man nicht versuchen, sich „einfach zusammenzureißen“, gut gemeinte Ratschläge wie „Kopf hoch“ geben, sich isolieren, Alkohol/Drogen missbrauchen oder Druck aufbauen; stattdessen sind Geduld, professionelle Hilfe, Struktur, Bewegung, Akzeptanz der Krankheit und das Vermeiden von Überforderung wichtig, um die Abwärtsspirale zu durchbrechen und sich nicht von der Krankheit definieren zu lassen. 

Welcher Job, wenn man nicht belastbar ist?

Berufe für introvertierte und schüchterne Menschen

  • Gärtner / Gärtnerin. ...
  • Industriemechaniker / Industriemechanikerin. ...
  • Berufskraftfahrer / Berufskraftfahrerin. ...
  • Zerspanungsmechaniker / Zerspanungsmechanikerin. ...
  • Fachinformatiker / Fachinformatikerin Fachrichtung Anwendungsentwicklung.

Wie merkt man, dass man psychisch kaputt ist?

Ihre Stimmung hat sich verändert (betrübt, überglücklich, nervös, gereizt, verängstigt). Sie leiden an Schlafstörungen (sie schlafen nicht gut oder haben morgens Mühe aufzustehen). Sie haben mehr oder weniger Appetit als üblich. Sie sind demotiviert.

Wie zeigt der Körper, dass die Seele leidet?

Wenn die Seele leidet, zeigt sich dies oft durch Stresssymptome wie Schlafstörungen, Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme, Verspannungen, Herzrasen und Schwindel; es können aber auch Appetitstörungen, Kopfschmerzen, ein Druckgefühl im Hals/Brustkorb und eine erhöhte Infektanfälligkeit auftreten – der Körper sendet Warnsignale, wenn psychische Belastung wie Angst, Überforderung oder Depressionen vorherrschen.
 

Was tun, wenn ich psychisch am Ende bin?

Wenn du psychisch am Ende bist, suche SOFORT professionelle Hilfe: Rufe die Telefonseelsorge (0800-111 0 111 / 0800-111 0 222) an, gehe zum Hausarzt, kontaktiere den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder den Notruf (112), besonders bei Selbstgefährdung. Parallel dazu helfen erste Schritte wie Spaziergänge an der frischen Luft, Entspannungstechniken (Yoga, Atemübungen) und Gespräche mit Vertrauten, um kurzfristig Entlastung zu finden und eine Perspektive zu entwickeln.
 

Was tun, wenn der Job psychisch krank macht?

Das können Beschäftigte gegen Stress tun

  1. Regelmäßig das eigene Zeitmanagement prüfen.
  2. sich realistische Ziele im Berufsalltag setzen.
  3. die eigenen Stressquellen herausfinden.
  4. sich arbeitsmedizinisch beraten lassen, wenn ein Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beschwerden und den Arbeitsbedingungen vermutet wird.

Welche Beschäftigung bei Depression?

Gegen Traurigkeit und Depression hilft Bewegung und Sport! Das ist durch Studien nachweislich erwiesen. Das Joggen oder Spazierengehen sowie das Radfahren draußen in der Natur und der schönen Frühlingssonne sind ja weiterhin erlaubt! Wenn Sie einen Garten oder Balkon haben, bietet sich auch die „Gartenarbeit“ an.

Was sage ich beim Arzt, wenn ich nicht mehr kann?

Um Ihrem Arzt zu sagen, dass Sie nicht mehr können, seien Sie ehrlich und konkret mit einfachen Sätzen wie: „Ich fühle mich ausgebrannt, schaffe es nicht mehr, mich zu erholen“, „Selbst kleine Aufgaben sind überwältigend“ oder „Ich bin ständig müde, kann aber schlecht schlafen“. Machen Sie sich vorher Stichpunkte, um alles Wichtige zu nennen (z.B. Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Lustlosigkeit, Rückzug) und bitten Sie um eine gründliche Untersuchung, um körperliche Ursachen auszuschließen, damit der Arzt Sie bestmöglich unterstützen kann.
 

Was sollte man bei Depressionen machen?

Bei Depressionen ist professionelle Hilfe unerlässlich; kombinieren Sie dies mit Selbsthilfestrategien, wie Struktur im Alltag, Bewegung, gesunde Ernährung und Tageslicht, während Sie Geduld mit sich haben, kleine Erfolge feiern und wichtige Entscheidungen vermeiden. Bei akuten Krisen sofort den Notruf (112) oder die Telefonseelsorge (0800-111 0 111) kontaktieren. 

Was triggert Menschen mit Depressionen?

Depressionen werden oft durch ein komplexes Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, biologischen Veränderungen (wie Neurotransmitter-Ungleichgewichten), psychologischen Faktoren (Traumata, Stress) und sozialen Umständen (Verlust, Isolation, Leistungsdruck) ausgelöst, wobei körperliche Erkrankungen, Medikamente oder Hormonschwankungen ebenfalls eine Rolle spielen können. Es gibt selten eine einzelne Ursache, meist ist es ein Mix aus verschiedenen Auslösern und Risikofaktoren. 

Welche Worte helfen Depressiven?

Helfende Worte bei Depressionen signalisieren Unterstützung, Verständnis und Akzeptanz, ohne zu verharmlosen, etwa: „Ich bin für dich da“, „Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht“, „Wir schaffen das zusammen“, oder „Nimm dir die Zeit, die du brauchst“; wichtig ist, zuzuhören, die Gefühle ernst zu nehmen (auch wenn sie nicht nachvollziehbar sind), und bei Suizidgedanken umgehend professionelle Hilfe zu suchen. 

Was tun, wenn man aufgrund psychischer Probleme nicht arbeiten kann?

Wenn Sie unter anhaltenden psychischen Problemen leiden, bitten Sie um ein Gespräch mit der/dem Berater/in für die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen. Falls Sie bereits eine/n Psychiater/in haben, kann diese/r Ihnen ebenfalls Informationen über die Unterstützungsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen zur Rückkehr ins Berufsleben geben. Bevor Sie mit jemandem sprechen, überlegen Sie sich: Wo möchten Sie arbeiten?

Was tut psychisch Kranken gut?

Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein geregelter Tagesablauf, ausreichend Erholung und Schlaf unterstützen die psychische Gesundheit. Der Verzicht aufs Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum ebenso. 3. Leben Sie Ihre sozialen Beziehungen bewusst aus und nehmen Sie sich Zeit dafür.

Wann gilt man als psychisch krank?

Eine psychische Krankheit kann vorliegen, wenn Sie beispielsweise dauerhaft ängstlich oder niedergeschlagen sind oder an körperlichen Beschwerden leiden, für die sich keine organischen Ursachen finden lassen.

Was ist der stressfreiste Beruf?

Den "stressfreiesten" Beruf gibt es nicht pauschal, da Stress subjektiv ist, aber Berufe in der Natur (Gärtner, Förster), im öffentlichen Dienst (Verwaltungsangestellter) und technische/analytische Berufe (Laborant, Webentwickler) gelten oft als stressarm, da sie wenig Kundenkontakt, feste Strukturen und einen überschaubaren Zeitdruck bieten. Wichtig ist, eine Tätigkeit zu finden, die zu Ihren persönlichen Vorlieben passt, wie viel Zeit im Freien, Ruhe oder klare Aufgabenverteilung. 

Was macht Hochsensible Menschen glücklich?

Eine ausgewogene Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und dem Arbeitsumfeld ist entscheidend für das Wohlbefinden hochsensibler Personen im Job. Es ist hilfreich, die eigenen Stärken zu erkennen und diese in Vorstellungsgesprächen kommunikativ darzustellen, um unterstützende Arbeitsbedingungen zu fördern.

Welcher Job eignet sich am besten für Introvertierte?

Schriftliche Ausdrucksfähigkeit: Viele Introvertierte verfügen über ausgeprägte schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeiten und eignen sich daher hervorragend für Berufe in Bereichen wie technisches Schreiben, Content-Strategie und vielem mehr. Detailgenauigkeit: Introvertierte haben oft ein scharfes Auge für Details, was sie für eine Vielzahl von Berufen prädestiniert.

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