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Was tun bei Reifen mit Sägezahn?

Gefragt von: Achim Block-Hentschel  |  Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2026
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Bei Reifen mit Sägezahn sollten Sie die Ursache durch Prüfung von Luftdruck, Fahrstil und Achsgeometrie angehen, die Reifen achsweise tauschen (bei nicht laufrichtungsgebundenen Reifen auch diagonal) und bei starker Ausprägung den Fachmann für eine Egalisierung aufsuchen oder die Reifen ersetzen, um Geräusche und Sicherheitsprobleme zu vermeiden.

Kann man mit Sägezahnreifen fahren?

Ja, man kann mit Sägezahnreifen prinzipiell weiterfahren, aber es wird nicht empfohlen, da es Komfort (Lärm, Vibrationen) und Sicherheit (schlechtere Haftung, längere Bremswege) beeinträchtigt, besonders bei starker Ausprägung; daher sollte man das Problem durch Reifenrotation, Tausch der Reifenachse oder bei starken Sägezähnen durch professionelles „Egalisieren“ oder Ersetzen zeitnah beheben.
 

Was kann man gegen Sägezahnbildung in Reifen tun?

Was kann man gegen Sägezahn tun? Vorbeugen kann man dem Sägezahnverschleiß durch die regelmäßige Überwachung des korrekten Luftdrucks sowie durch frühzeitiges (nach ca. 5000 bis 8000 km) seitengleiches Wechseln der Räder von vorn nach hinten.

Kann man einen Sägezahn-Reifen reparieren?

Kann ich einen Sägezahn-Reifen reparieren? Bei einem Sägezahn-Reifen schaffen ein Abschleifen oder ähnliche Maßnahmen keine Abhilfe. Auch mit dem Austauschen des Reifens allein ist es nicht getan. Denn das Hauptproblem liegt in der ungleichmäßigen Abnutzung der Reifen, deren Ursache wiederum bei anderen Defekten liegt.

Was sind die Ursachen für Sägezahn-Reifen?

Sägezahnreifen entstehen durch ungleichmäßigen Profilverschleiß, verursacht durch eine Kombination aus falschen Reifendruck, defekten Stoßdämpfern, falscher Achsgeometrie, einem bestimmten Fahrstil (kurze Strecken, viele Kurven) und der Reifenkonstruktion (viele Querlamellen, weiche Gummimischung), besonders an der weniger belasteten Achse. Die Profilblöcke verformen sich und verschleißen dadurch schräg, was zu lauten Abrollgeräuschen führt.
 

Sägezahnbildung bei Reifen ● Ratgeber Oponeo™

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Wie hört sich Sägezahn bei Reifen an?

Ein Sägezahn-Reifen-Geräusch ist ein lautes, brummendes oder wummerndes Abrollgeräusch, das oft bei höheren Geschwindigkeiten hörbar ist und sich wie ein rhythmisches Dröhnen anfühlt, verursacht durch ungleichmäßige Abnutzung der Profilblöcke. Sie spüren das als wellige Kanten, wenn Sie mit der Hand über den Reifen fahren, und können es auch optisch als gestuftes Profil erkennen.
 

Wie macht sich ein Sägezahn bemerkbar?

Symptome: Sägezahn Reifen erkennen

Sägezahn-Reifen-Geräusch: brummendes oder wummerndes Fahrgeräusch, besonders bei Autobahntempo. Spürbare Kanten: fährt man mit der Hand über den Reifen, fühlt man ein stufiges Profil. Optische Auffälligkeiten: unregelmäßige, wellige Abnutzung im Profilbild.

Wie bekommt man Sägezahnreifen?

Sägezahnbildung – Ursache und Charakteristika

Ein Sägezahn am Reifen wird durch einen Profilblock auf der Straße verursacht. Dieser wird dadurch belastet und in Laufrichtung gestaucht, da dieser aus Gummi ist. Nach dem Abrollen des Reifens wird der Profilblock wieder entlastet.

Warum brummen meine Reifen beim Sägezahn?

Sägezahn tritt insbesondere bei Sommerreifen häufig auf. Laute Abrollgeräusche bei Allwetterreifen können auch dadurch entstehen. Das liegt an der im Vergleich zu Winterreifen härteren Gummimischung. Um dieses Phänomen zu vermeiden, sollten Sie nach etwa 8.000 km die Vorder- und Hinterreifen austauschen.

Welche Reifen neigen am wenigsten zu Sägezahn?

Bei allen Brückenstein Reifen lies sich so ein Sägezahn vermeiden.

Wie sieht ein Sägezahnreifen aus?

Ein Sägezahn-Reifen hat ein stufenförmiges Verschleißbild an den Profilblöcken, die aussehen wie die Zähne einer Säge, was zu lauten, wummernden Abrollgeräuschen, Vibrationen und unruhiger Lenkung führt. Man kann es durch Abtasten der Lauffläche fühlen und sieht die ungleichmäßige Abnutzung deutlich, besonders an den Profilkanten.
 

Was bedeutet "Sägezahn"?

Sägezahnbildung nennen Reifentechniker den ungleichmässigen Abrieb an den Querkanten von Profilblöcken in Laufrichtung des Reifens. Als Folge treten in fortgeschrittenem Stadium erhöhte Vibrationen und Laufgeräusche auf.

Wie lange kann man mit Druckverlust fahren?

Mit leichtem Druckverlust (bis ca. 0,3 bar/Monat) kann man noch fahren, sollte aber zeitnah Luft nachfüllen; bei starkem oder plötzlichem Verlust (z.B. durch eine Schraube) nur noch sehr kurz, langsam und direkt zur nächsten Werkstatt, da die Fahrsicherheit (Bremsweg, Stabilität) leidet und ein Reifenplatzer droht. Fahren Sie bei deutlich zu niedrigem Druck niemals schnell oder weit!.
 

Welche Reifen darf man nicht mehr fahren?

Man darf keine Reifen mehr fahren, die bei winterlichen Straßenverhältnissen nur das M+S-Symbol tragen, da diese seit dem 1. Oktober 2024 nicht mehr als wintertauglich gelten – nur das Alpine-Symbol (Schneeflocke im Berg) zählt. Zudem sind alle Reifen mit zu geringer Profiltiefe (< 1,6 mm) oder sichtbaren Beschädigungen nicht erlaubt. Wer bei Schnee und Eis mit reinen M+S- Reifen fährt, riskiert Bußgelder und Punkte.
 

Was sind Sägezahnrohlinge?

"Sägezähne" bezieht sich oft auf eine spezielle Art des ungleichmäßigen Reifenverschleißes, der laute Abrollgeräusche und Vibrationen verursacht, aber auch auf gezackte Kanten bei Sägeblättern, Flügeln (Aerodynamik) oder speziellen Schwingungsformen (Sägezahnschwingung). Häufig sind Reifen betroffen, bei denen Profilblöcke unregelmäßig abgenutzt werden, was zu einem zahnartigen Muster führt, das oft bei nicht angetriebenen Rädern und durch Fahrstil oder schlechte Stoßdämpfer entsteht.
 

Wie schnell darf ich mit einem reparierten Reifen fahren?

Welche Strecke mit dem kaputten Reifen noch zurückgelegt werden darf, sollten Sie mit der Fachwerkstatt oder Ihrem Automobilclub erörtern. Wenn ein Reifenreparatur-Set verwendet wurde, liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Regel bei 80 km/h.

Kann man mit Sägezahn weiterfahren?

Ja, man kann mit Sägezahnreifen prinzipiell weiterfahren, aber es wird nicht empfohlen, da es Komfort (Lärm, Vibrationen) und Sicherheit (schlechtere Haftung, längere Bremswege) beeinträchtigt, besonders bei starker Ausprägung; daher sollte man das Problem durch Reifenrotation, Tausch der Reifenachse oder bei starken Sägezähnen durch professionelles „Egalisieren“ oder Ersetzen zeitnah beheben.
 

Ist es gefährlich, mit Sägezahnbildung auf den Reifen zu fahren?

Ja, Sägezahnbildung an Reifen kann gefährlich werden, da sie die Bodenhaftung, besonders bei Nässe, verschlechtert, den Bremsweg verlängert und die Fahrstabilität beeinträchtigt, was zu unruhigem Fahrverhalten und Aquaplaning-Risiko führt, auch wenn leichte Formen zunächst nur den Komfort mindern; stark ausgeprägte Sägezähne erfordern einen zeitnahen Reifenwechsel für die Sicherheit, obwohl die Profiltiefe noch ausreichen mag.
 

Warum bekommt man Sägezahnreifen?

Sägezahnprofile entstehen durch ungleichmäßigen Verschleiß der Profilblöcke. Dieses Phänomen tritt häufig bei Reifen auf, die eine hohe Anzahl an Querlamellen besitzen. Wenn das Fahrzeug rollt, verformen sich die Profilblöcke durch die Wechselwirkung von Antriebskraft, Bremskraft und Querkräften.

Wie fühlt man Sägezahn am Reifen?

Ein ausgeprägter Sägezahn-Verschleiß am Reifen kann dazu führen, dass ein stark erhöhtes Abroll- bzw. Reifengeräusch entsteht. Zudem kann es zu einem unruhigeren Fahrverhalten kommen, das sich beispielsweise durch ein „flatterndes“ Lenkrad und/oder unerwünschte Aufbaubewegungen zeigt.

Wie entsteht ein Sägezahn?

Sägezahn am Reifen: Mögliche Ursachen

Die Sägezahnbildung am Reifen hat eine ganz natürliche Ursache: Wenn der Profilblock aus Gummi auf der Straße aufliegt, wird er gestaucht. Rollt der Pneu weiter, wird er wieder entlastet. Dabei entsteht immer ein bestimmter Schlupf.

Warum sind meine Reifen plötzlich so laut?

Das laute Abrollgeräusch von Reifen ist oft mit dem verbunden, was man umgangssprachlich als "Sägezahn" bezeichnet – einem unregelmäßigen Verschleiß der Reifen. Wer also starke, laute Reifengeräusche beim Abrollen feststellt, nutzt Reifen meist unregelmäßig ab, so dass man sie im schlimmsten Fall entsorgen muss.

Wie kündigt sich ein Reifenplatzer an?

Ein Reifenplatzer passiert nicht ohne Vorwarnung. Es muss bereits ein Schaden am Reifen vorliegen, der sich meist vorher schon ankündigt. Häufige Anzeichen sind eine sichtbare "Beule“ von außen oder ein spürbares Vibrieren während der Fahrt.

Wie sehen Reifenschäden durch Bordsteinkanten aus?

Wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug frontal oder schräg auf eine Bordsteinkante oder ein Schlagloch fahren, kann an der Seitenwand eines Reifens eine Beule entstehen. Das Ganze sieht aus wie eine Blase, die sich an der Reifenflanke bildet. Achtung, diese Art der Beschädigung stellt oft eine echte Gefahr dar.

Wie hört sich eine Unwucht im Reifen an?

Reifenunwucht-Geräusche sind oft ein brummendes, wummerndes oder flatterndes Geräusch, das mit steigender Geschwindigkeit lauter wird und oft von Vibrationen im Lenkrad oder der Karosserie begleitet wird. Sie entstehen durch eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung des Rades, die den unruhigen Lauf verursacht. Ein eindeutiges Zeichen ist auch eine ungleichmäßige Profilabnutzung des Reifens.