Zum Inhalt springen

Was sind Übergänge in der Kita?

Gefragt von: Katharina Hennig  |  Letzte Aktualisierung: 27. August 2022
sternezahl: 4.5/5 (48 sternebewertungen)

Übergänge oder Transitionen bezeichnen Zeiträume, in denen Kinder von einem Betreuungskontext in einen anderen wechseln und die damit einhergehenden Veränderungen zu bewältigen haben. Auch für Eltern ist der Eintritt ihres Kindes in einen neuen Lebensabschnitt eine besondere Zeit.

Welche Übergänge gibt es in der Kita?

Typische Übergänge in der Kita sind z. B.:
  • die Anpassungsleistung von Kindern beim Wechsel von der Familie in die Kinderkrippe.
  • die Eingewöhnung in die Kinderkrippe.
  • der Abschied und Übergang aus der Kinderkrippe in den Kindergarten.
  • die Eingewöhnung in den Kindergarten.

Was sind Übergänge?

Als „Übergänge“ oder „Transitionen“ werden Ereignisse bezeichnet, die für die Betroffenen bedeutsame Veränderungen mit sich bringen.

Was sind Übergänge für Kinder?

Übergänge sind Entwicklungsaufgaben, die alle Kinder bewältigen müssen. Gut begleitete Übergänge stärken die seelische Widerstandskraft und fördern Resilienz. Kinder, die selbstaktiv Übergänge gestalten können, sind weniger anfällig für Entwicklungskrisen.

Wie erleben Kinder Übergänge?

„Wird der Übergang gut bewältigt, entwickelt das Kind eine positive Einstellung zum neuen Lebensabschnitt. Es wächst an den Herausforderungen, entwickelt neue Kompetenzen und erlangt Selbstsicherheit. Wird der Übergang hingegen schlecht bewältigt, kann dieser zu einem traumatischen Erlebnis werden.

Was ist eigentlich ein Übergang?!

29 verwandte Fragen gefunden

Wie gestalte ich Übergänge?

Übergänge feiern

Feiern kann man mit einem großen, rauschenden Fest, einem Feuerwerk oder einem besondern Essen. Oder auch ganz klein z. B. mit einer schönen Tasse Tee und einer Pause oder auch nur einem Lächeln oder inneren Schulterklopfen nach einem abgeschlossenen Projekt.

Warum ist ein Übergang wichtig?

Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist eine bedeutsame Schnittstelle für die Bildungsbiografie von Kindern, da sich Entwicklungsverläufe im Positiven wie im Negativen verstärken können. Zudem ist der Übergang als Prozess zu verstehen, der weit vor dem Einschulungstermin beginnt und über diesen hinausragt.

Was ist der Unterschied zwischen Übergang und Transition?

Was ist der Unterschied zwischen Transitionen und Übergängen? Ein Übergang ist das einfache Ereignis welches stattfindet. Die Transition beschreibt die gesamte Übergangserfahrung mit den jeweiligen Auswirkungen, ist damit also viel komplexer als das bloße Ereignis des Übergangs.

Was sind Übergangssituationen?

Übergangssituationen bezeichnen diejenigen Prozesse, in denen Kleinstkinder den Ort, die Handlung (auch den Verhaltenszustand) oder die Bezugsperson oder alle drei wechseln sollen. Das Zürcher Modell ist für Fachpersonen der Pädagogik, Psychologie und Sozialarbeit entwickelt.

Wann ist ein Übergang gelungen?

Wilfried Griebel definiert einen gelungenen Übergang aus der Perspektive, dass nicht der Übergang, sondern der Übergangsprozess gelingen oder nicht gelingen kann. Gelungen sei er, „wenn das Kind sich in der Schule wohl fühlt, die gestellten Anforderungen bewältigt und das Bildungsangebot für sich optimal nutzt…

Was brauchen Menschen um Übergänge zu bewältigen?

Bei einem Übergang sind eine gute Kommunikation aller Beteiligten und das Einbeziehen des Kindes und aller Personen wichtig.

Was ist eine Transition Kinder?

Transition – Pädagogik

Nach wissenschaftlicher Definition sind Transitionen komplexe Lebensereignisse, die eine Bewältigung von Nicht-Fortsetzungen auf mehreren Ebenen erfordern. Sie regen intensives Lernen an und werden als bedeutsame Erfahrungen von Wandel in der eigenen Identitätsentwicklung erlebt.

Was gehört zu einer Transition?

Die Transition umfasst im Besonderen: Restrukturierung / Sanierung / Turn-Around. die temporäre Übernahme von Geschäftsführung, Vorstand oder Gremiensitzen. das Auflösen „vermanagter“ Situationen.

Wie Übergang schneiden?

Um die Übergänge der Haare selber zu schneiden setzten Sie die Haarschneidemaschine im Nacken an und heben diese etwas an, je weiter Sie am Hinterkopf empor schneiden. Auf diese Weise bleiben die Haare am oberen Hinterkopf etwas länger und Sie kreieren einen sanften Übergang.

Was ist Transitionskompetenz?

Transition und Transitionskompetenz

Was sind Transitionen: Kritische Lebensereignisse bezogen auf alt und neu, vertraut und unvertraut Und es geht eine veränderungen auf individueller, interaktionioaner und kontextueller Ebene hervor.

Welche Herausforderungen hat das Kind in einer Transition zu bewältigen?

Sie sind mit zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben verbunden. Zudem erfahren Menschen während eines Übergangs Belastungen und Stress sowie starke Emotionen wie Angst, Unsicherheit, Trauer usw. So müssen sie die Transition nicht nur vom Verstand, sondern auch vom Gefühl her bewältigen.

Welche Transitionen betreffen Kinder im Vorschulalter?

Welche Veränderungen ergeben sich mit dem Schuleintritt?
  • Veränderung der Identität: Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind.
  • Bewältigung starker Emotionen: Vorfreude, Neugierde, Stolz und Unsicherheit, Angst… ...
  • Kompetenzerwerb: Selbständigkeit, Kulturtechniken, neue Verhaltensweisen,

Was versteht man unter einer Transition?

Transition (engl.) bedeutet übersetzt Übergang, Wandel, Umstellung.

Was ist das Berliner Eingewöhnungsmodell?

Das Berliner Eingewöhnungsmodell nach infans (Laewen, Andres & Hedevari 2003) stützt sich auf die Bindungstheorie von John Bowlby. Die Grundlage des Modells ist die Beachtung der Bindung des Kindes an seine Mutter und der un- terschiedlichen Bindungsqualitäten.

Warum sind Mikrotransitionen wichtig?

Mikrotransitionen, also die kleinen Übergänge im Alltag von einer Situation in eine andere, beanspruchen in der Arbeit mit Kindern bis drei Jahren mehr als die Hälfte des gesamten Tagesablaufes. Es lohnt sich also, diese Übergangssituationen genauer in den Blick zu nehmen und sensibel zu gestalten.

Was ist Transition und Resilienz?

Die Stärkung resilienter Verhaltensweisen und Einstellungen von Kindern er- leichtert den Umgang mit Transitionen. Emotionale und soziale Resilienz eines Kindes ist innerhalb der Transitionsforschung als ein Faktor identifiziert worden, der die Bewältigung eines Überganges positiv beeinflusst (vgl. Fabian 2002).

Was bedeutet Resilienz für Erzieher?

Das Wort „Resilienz“ steht für Widerstandsfähigkeit. Unter dem Begriff wird die Eigenschaft, mit schwierigen Gegebenheiten umgehen zu können, verstanden. In der heutigen Zeit wachsen viele Kinder unter schwierigen Bedingungen auf. Sie müssen sich mit unterschiedlichen Belastungen auseinandersetzen.

Was ist Resilienz im Kindergarten?

Unter „Resilienz“ versteht man die Fähigkeit des Menschen, Belastungen und schwierigen Lebenssituationen standzuhalten und manchmal sogar noch an ihnen zu wachsen.

Wie kann man Resilienz im Kindergarten fördern?

Resilienz im Kita-Alltag fördern
  • positives Selbstwertgefühl vermitteln (das Kind nicht anhand seiner Leistungen oder Schwächen abwerten)
  • Verantwortung für kleine Aufgaben übergeben (nur realistische Aufgaben geben, die dem Kind auch zuzutrauen sind)

Was sind vertikale Übergänge?

„Vertikale“ Übergänge bezeichnen solche von einer Stufe im Bildungssystem zur nächsten, „horizontale“ Übergänge bezeichnen Wechsel im pädagogischen Setting im Tagesverlauf (Familie, Schule, Hort, Tagespflege) und gelegentlich sogar Wechsel von Unterrichtseinheiten und methodische Wechsel innerhalb derselben.

Vorheriger Artikel
Was ist unter dem Sand in der Sahara?
Nächster Artikel
Welcher Alkohol ist am reinsten?