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Was passiert am Ende einer Lebensversicherung?

Gefragt von: Waldemar Sommer-Henke  |  Letzte Aktualisierung: 7. April 2026
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Nach Ablauf einer Risiko-Lebensversicherung passiert nichts, da sie nur im Todesfall zahlt und nach Vertragsende ohne Leistungsfall erlischt. Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung hingegen wird das angesparte Kapital ausgezahlt (oder eine Rente gezahlt), oft nach Ankündigung durch den Versicherer, und der Ertrag unterliegt der Steuerpflicht.

Was passiert, wenn die Lebensversicherung endet?

Wenn der Versicherungsvertrag endet, erhält der Versicherte das angesparte und verzinste Kapital abzüglich der Risiko- und Verwaltungskosten ausgezahlt. Normalerweise wird sich der Versicherer einige Wochen vor dem Vertragsende mit dem Versicherungsnehmer in Verbindung setzen und die Auszahlung ankündigen.

Wie läuft die Auszahlung einer Lebensversicherung ab?

Die Auszahlung besteht aus den angesparten Versicherungsbeiträgen und aus der garantierten Verzinsung. Die Summe der verzinsten Beiträge entspricht der Versicherungssumme, die im Erlebensfall an die versicherte Person ausgezahlt wird. Hinzu kommen noch die Gewinn- und Überschussbeteiligungen.

Wann ist die Auszahlung einer Lebensversicherung steuerfrei?

"Alte" Versicherungen sind steuerfrei

Für alle Lebens- und Rentenversicherungen, die vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, gilt steuerlich folgendes: Die Auszahlung ist steuerfrei. Voraussetzung: Die Versicherung läuft mindestens zwölf Jahre lang.

Was passiert mit meiner Lebensversicherung, wenn ich nicht sterbe?

Wenn Sie bei einer Risikolebensversicherung nicht sterben, endet der Vertrag einfach nach Ablauf der Laufzeit (z.B. 20 Jahre), und es gibt keine Auszahlung oder Rückerstattung, da es sich um eine reine Absicherung handelt. Bei einer Kapital- oder gemischten Lebensversicherung (die aber seltener wird) würde bei Nicht-Todesfall die angesparte Summe inklusive Zinsen an Sie ausgezahlt, wenn der Vertrag endet oder Sie ihn kündigen. 

Lebensversicherung: Was das Ende der Kapitalgarantie für Anleger bedeutet - Handelsblatt Today

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Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Lebensversicherung?

Bei der Auszahlung einer Lebensversicherung fallen hauptsächlich Kapitalertragsteuer (25 % plus Soli, ggf. Kirchensteuer) auf den Gewinn an, wenn der Vertrag nach 2004 abgeschlossen wurde, oder es greift das Halbeinkünfteverfahren (nur 50 % des Gewinns versteuern, aber persönlicher Steuersatz), sofern bestimmte Bedingungen (Mindestlaufzeit, Auszahlungsalter) erfüllt sind. Bei älteren Verträgen (vor 2005) kann die Auszahlung unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerfrei sein, während bei Risikolebensversicherungen eher die Erbschaftsteuer relevant wird. 

Ist meine Lebensversicherung irgendetwas wert?

Der Wert der Versicherung bezieht sich üblicherweise auf die Todesfallleistung . Die Todesfallleistung ist der Betrag, der im Todesfall an Ihre Begünstigten ausgezahlt wird. Am einfachsten lässt sich der Wert ermitteln, indem Sie sich an das ausstellende Unternehmen wenden. Dieses sollte Ihnen umgehend Auskunft über die Höhe Ihrer Versicherung geben können.

Wird die Auszahlung einer Lebensversicherung dem Finanzamt gemeldet?

Sofern der Vertrag nicht vor 2005 geschlossen wurde, erhebt das Finanzamt auf diese Auszahlung eine Steuer. Welche das ist und wie hoch sie ausfällt, hängt von den Rahmenbedingungen ab. In jedem Fall gilt aber: Versteuert wird nur der sogenannte Ertragsanteil. Das ist quasi dein Gewinn.

Wird eine Lebensversicherung auf Rente angerechnet?

Eine Lebensversicherung wird grundsätzlich nicht auf die gesetzliche Alters- oder Erwerbsminderungsrente angerechnet, da sie als Vermögenswert zählt, nicht als Hinzuverdienst. Bei Witwen- oder Witwerrenten kann es jedoch eine Anrechnung geben, wenn das neue Hinterbliebenenrecht gilt, wobei nur die Erträge (nicht die volle Auszahlung) über einen bestimmten Zeitraum als Einkommen gewertet werden. Für die Besteuerung gilt: Verträge vor 2005 sind oft steuerfrei, neuere Verträge müssen besteuert werden. 

Ist eine geerbte Lebensversicherung steuerpflichtig?

Muss man eine Lebensversicherung versteuern? Die Auszahlung einer Lebensversicherung im Erbfall unterliegt der Erbschaftsteuer.

Wird bei Lebensversicherungen die gesamte Summe auf einmal ausgezahlt?

Sie haben in der Regel zwei Möglichkeiten: Einmalzahlung: Bei dieser Option erhalten Sie die gesamte Todesfallleistung auf einmal . Rentenzahlung: Bei dieser Option wird Ihnen die Todesfallleistung über eine festgelegte Anzahl von Jahren ausgezahlt. Die Leistung wird während dieser Zeit angelegt, was zu einer höheren Gesamtauszahlung führt (vorausgesetzt, Sie leben lange genug, um die gesamte Leistung zu erhalten).

Ist die Auszahlung einer Lebensversicherung krankenversicherungspflichtig?

Ja, bei der Auszahlung einer Lebensversicherung kann eine Beitragspflicht zur Krankenkasse bestehen, aber nur unter bestimmten Bedingungen: Bei betrieblicher Altersvorsorge (bAV) fallen immer Beiträge an (mit Freibetrag), bei privaten Lebensversicherungen nur für freiwillig gesetzlich Versicherte (als Einkommen), während gesetzlich Pflichtversicherte (Rentner) und Privatversicherte in der Regel keine Beiträge zahlen müssen. 

Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?

Besser ist, was zu Ihrer Lebenssituation passt: Eine monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Absicherung gegen Langlebigkeit, ideal bei geringer Absicherung durch gesetzliche Renten, während eine Kapitalauszahlung sofortige Flexibilität für große Anschaffungen (Immobilien, Kredite) oder Investitionen gibt, aber das Risiko birgt, dass das Geld verbraucht ist, bevor man stirbt, und je nach Vertrag steuerliche Vor- oder Nachteile haben kann. 

In welchen Fällen wird eine Lebensversicherung nicht ausgezahlt?

Eine Lebensversicherung zahlt nicht, wenn die versicherte Person nach Vertragsablauf stirbt, bei Suizid innerhalb der ersten drei Jahre (oft Ausnahmen bei labiler Psyche), durch ein Verbrechen, das nicht aufgeklärt wird, wegen verschwiegener Gesundheitsrisiken (z.B. Krankheiten, gefährliche Hobbys), bei ausbleibenden Beitragszahlungen oder wenn die Police gekündigt wurde, da sie nicht als Geldanlage dient.
 

Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag bei der Auszahlung einer Kapitallebensversicherung?

Bei einem Auszahlungsbetrag von z.B. 120.000,– Euro beträgt der zusätzliche Krankenkassenbeitrag zur Zeit bei einem geschätzten Beitragssatz von 15,7 % monatlich 157,– Euro.

Wie viel verliere ich, wenn ich meine Lebensversicherung kündige?

Versicherte erhalten mindestens die Hälfte ihrer eingezahlten Beiträge abzüglich der Verwaltungskosten. Das gilt auch, wenn sie ihre Lebensversicherung schon wenige Jahre nach dem Abschluss kündigen. Versicherer dürfen die Kosten für den Abschluss oder Stornogebühren nicht von der Auszahlungssumme abziehen.

Wie hoch sind die Abzüge bei Auszahlung einer Lebensversicherung?

Bei der Auszahlung einer Lebensversicherung fallen hauptsächlich Kapitalertragsteuer (25 % plus Soli, ggf. Kirchensteuer) auf den Gewinn an, wenn der Vertrag nach 2004 abgeschlossen wurde, oder es greift das Halbeinkünfteverfahren (nur 50 % des Gewinns versteuern, aber persönlicher Steuersatz), sofern bestimmte Bedingungen (Mindestlaufzeit, Auszahlungsalter) erfüllt sind. Bei älteren Verträgen (vor 2005) kann die Auszahlung unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerfrei sein, während bei Risikolebensversicherungen eher die Erbschaftsteuer relevant wird. 

Wie erhält man nach dem Eintritt in den Ruhestand eine Lebensversicherung?

Wenn Ihre betriebliche Krankenversicherung ausläuft und Sie noch keine zusätzliche Lebensversicherung haben, können Sie eine private Lebensversicherung wie eine Sterbegeldversicherung abschließen . Diese ist erschwinglich und speziell für ältere Menschen konzipiert. Erfahren Sie mehr über Sterbegeldversicherungen.

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau neben der Witwenrente (meist 55 % seiner Rente, in besonderen Fällen 60 %) auch ein gesetzlicher Erbteil zu, der sich nach der Anzahl der Kinder richtet (z.B. ein Viertel bei einem Kind, ein Drittel bei zwei Kindern, ein Viertel bei drei oder mehr Kindern). Hinzu kommt der „Zugewinnausgleich“, bei dem Sie neben dem Erbe auch die Hälfte des Zugewinns erhalten (oft pauschal ein weiteres Viertel), was Ihren Erbteil erhöht. Wichtig ist auch das „Sterbevierteljahr“, in dem Sie die volle Rente ohne Einkommensanrechnung bekommen. 

Bis wann sind Lebensversicherungen steuerfrei?

Kapitallebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind in der Regel steuerfrei, sobald die Auszahlung als Einmalzahlung erfolgt. Bei Kapitallebensversicherungen, die ab 2005 abgeschlossen wurden, sind in der Regel auf den Ertrag Steuern zu zahlen.

Was kann ich tun, wenn meine Lebensversicherung ausläuft?

Wenn Ihre Lebensversicherung ausläuft, können Sie das Kapital auszahlen lassen, es in eine Sofortrente umwandeln, es steueroptimiert neu anlegen oder den Vertrag widerrufen (bei Fehlern in der Widerrufsbelehrung) – prüfen Sie die Optionen, da die beste Wahl von Ihrer aktuellen Lebenssituation, dem Alter und dem Vertrag abhängt, wobei die Sofortrente oft eine sichere Ergänzung zur Rente ist und eine Wiederanlage langfristige Chancen bietet. Kontaktieren Sie die Versicherung rechtzeitig, um die Auszahlung zu planen und Formulare zu erhalten.
 

Ist die Auszahlung der Lebensversicherung Einkommen?

Risikolebensversicherung: Muss ich die Auszahlung versteuern? Die gute Nachricht: Die ausgezahlte Versicherungssumme muss nicht als Einkommen versteuert werden. Die zweite gute Nachricht: Die Beiträge können während der Laufzeit als Ausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Was passiert mit dem Geld einer Lebensversicherung?

Wenn der Versicherungsvertrag endet, erhält der Versicherte das angesparte und verzinste Kapital abzüglich der Risiko- und Verwaltungskosten ausgezahlt. Normalerweise wird sich der Versicherer einige Wochen vor dem Vertragsende mit dem Versicherungsnehmer in Verbindung setzen und die Auszahlung ankündigen.

Wird die Auszahlung einer Lebensversicherung auf die Rente angerechnet?

Eine Lebensversicherung wird grundsätzlich nicht auf die gesetzliche Alters- oder Erwerbsminderungsrente angerechnet, da sie als Vermögenswert zählt, nicht als Hinzuverdienst. Bei Witwen- oder Witwerrenten kann es jedoch eine Anrechnung geben, wenn das neue Hinterbliebenenrecht gilt, wobei nur die Erträge (nicht die volle Auszahlung) über einen bestimmten Zeitraum als Einkommen gewertet werden. Für die Besteuerung gilt: Verträge vor 2005 sind oft steuerfrei, neuere Verträge müssen besteuert werden. 

Sind Auszahlungen aus Lebensversicherungen krankenversicherungspflichtig?

Ja, Auszahlungen aus Lebensversicherungen können krankenversicherungspflichtig sein, aber es hängt stark vom Status des Versicherten ab (pflichtversichert vs. freiwillig versichert) und ob es sich um eine betriebliche oder private Vorsorge handelt; bei freiwillig Versicherten zählen sie als Einkommen und werden über 10 Jahre verbeitragt, bei pflichtversicherten Rentnern sind sie oft beitragsfrei, wenn es sich um eine private Police handelt, während betriebliche Altersvorsorge (bAV) immer beitragspflichtig ist, mit Freibeträgen für die ersten 10 Jahre.