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Was man tun sollte bevor man stirbt?

Gefragt von: Claus-Peter Arnold  |  Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026
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Bevor man stirbt, sollte man zu Lebzeiten Wünsche für das Lebensende festlegen (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht), finanzielle und Bestattungsangelegenheiten regeln (Testament, Bestattungsort), emotionale Dinge klären (Abschiede, Vergebungen), das eigene Leben reflektieren (Prioritäten setzen, Bucket List) und sich mit vertrauten Menschen über Wünsche und Ängste austauschen, um das Sterben selbstbestimmter zu gestalten und Angehörige zu entlasten, idealerweise unterstützt durch palliative Dienste und Hospize.

Was sollte man vor dem Tod regeln?

Vor dem Tod sollte man rechtliche Dokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament), finanzielle Angelegenheiten (Konten, Verträge, Online-Zugänge) und persönliche Wünsche (Bestattung, digitale Hinterlassenschaft) regeln, um Selbstbestimmung zu wahren und Angehörige zu entlasten. Eine gut organisierte Mappe mit wichtigen Informationen und Dokumenten ist dabei entscheidend.
 

Wie kündigt sich der Tod an?

Der Tod kündigt sich durch eine allmähliche Abnahme der Lebensfunktionen an: Der Atem wird flacher und unregelmäßiger (manchmal mit Pausen oder Röcheln), die Durchblutung lässt nach (Füße werden kühl und können sich verfärben), Appetit und Durst verschwinden, die Person wird schläfriger und zieht sich zurück, die Haut wird blass (besonders um Mund und Nase – das "Todesdreieck") und Augen und Wangen sinken ein. Im letzten Moment hören Herzschlag und Atmung auf.
 

Wie geht man mit bevorstehendem Tod um?

Haltung zum sterbenden Menschen

  1. Bereit sein, sich persönlich auf den kranken Menschen einzulassen.
  2. Zuhören, ohne zu bewerten.
  3. Offen und ehrlich miteinander umgehen.
  4. Den eingeschlagenen Weg des kranken Menschen, seine Wünsche und seinen Willen akzeptieren.
  5. Wissen um nonverbale Kommunikation und Körpersprache.

Was sollte man zuerst tun, wenn jemand stirbt?

Nach einem Todesfall sind die ersten Schritte, sofort einen Arzt zu rufen für die Leichenschau und den Totenschein ausstellen zu lassen (112 oder Hausarzt) und dann engste Angehörige sowie einen Bestatter zu informieren, bevor Sie in den nächsten Tagen das Standesamt benachrichtigen müssen, um die Sterbeurkunde zu erhalten. Wichtig ist, in Ruhe die wichtigsten Dokumente zu sammeln (Geburts-, Heiratsurkunde) und die Beerdigungswünsche des Verstorbenen zu prüfen, falls vorhanden. 

What are the signs that someone is about to die? (Expert explains)

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Wer darf Geld vom Konto eines Verstorbenen abheben?

Auf jeden Fall verfügungsberechtigt sind nach dem Tod die Erben. Gegenüber der Bank müssen diese lediglich ihre Erbberechtigung nachweisen.

Kann ich Geld vom Bankkonto einer verstorbenen Person abheben?

Geldabhebung von einem Bankkonto nach dem Tod

Wer Geld abheben und ein Bankkonto schließen möchte, benötigt eine entsprechende Genehmigung . „Wenn Sie nicht als Begünstigter oder als Person mit einer Todesfallfunktion benannt sind, ist es nach Ihrem Tod niemandem gestattet, Gelder abzuheben“, so Doehring.

Wie verhält sich ein Sterbender kurz vor dem Tod?

Kurz vor dem Tod ziehen sich Menschen körperlich und geistig zurück, werden schläfriger, essen und trinken weniger, entwickeln oft eine unregelmäßige Atmung mit Rasselgeräuschen (Todesrasseln) und die Haut kann sich verfärben; emotional können sie Phasen von Leugnung, Zorn, Verhandlung und Akzeptanz durchlaufen, während sie oft nach innen schauen und sich von der Umgebung distanzieren. 

Was sollte man zu Lebzeiten regeln?

Checkliste Ihrer Nachlassregelung zu Lebzeiten

Erstellen Sie eine gute Übersicht über Ihre Bankkonten, Sparbücher, Bausparverträge, Wertpapiere sowie sämtliche Verträge, Laufzeiten, Versicherungen sowie Steuerunterlagen. Setzen Sie ein Testament auf, in dem aller Nachlass geregelt ist.

Warum Fenster öffnen, wenn jemand stirbt?

Das Öffnen des Fensters nach dem Tod eines Menschen ist ein alter Brauch, der die Seele des Verstorbenen symbolisch beim Verlassen des Körpers unterstützen soll, damit sie ihren Weg ins Jenseits findet, da man früher glaubte, die Seele entweiche durch den Mund. Heute dient das Ritual auch als psychologische Hilfe, um den Tod zu realisieren, frische Luft hereinzulassen und den Angehörigen bei der Trauerbewältigung zu helfen, indem es einen klaren Abschiedspunkt schafft. 

Wie merke ich, dass jemand bald stirbt?

Man erkennt den nahenden Tod an körperlichen Veränderungen wie starker Schwäche, Rückzug, Appetitlosigkeit, unregelmäßiger Atmung (oft rasselnd, keuchend) und kalten, fleckigen Extremitäten, sowie Verwirrung, Schlafstörungen und manchmal visionären Erlebnissen; diese Anzeichen treten in den letzten Stunden oder Tagen auf, wenn Organfunktionen nachlassen, wobei der Fokus auf Komfortpflege (Mundpflege) und nicht auf Nahrungszwang liegt, begleitet von einer zunehmenden inneren Ruhe oder Unruhe, sagen Fachleute für Sterbebegleitung und Palliativpflege https://www.youtube.com/watch?v=cFraFbxYUvc,. 

Warum kann ich den Tod spüren, bevor er eintritt?

Die Wissenschaft erforscht das faszinierende Phänomen der Todesahnungen, bei denen Menschen ihr nahendes Ende spüren. Forscher vermuten, dass subtile biologische und neurologische Signale, wie Veränderungen der Hirnaktivität oder schwache körperliche Anzeichen , diese Wahrnehmung erklären könnten.

Was sind die ersten Todeszeichen?

Als "unsichere" Todeszeichen gelten Atemstillstand und starre Pupillen. "Sichere" Zeichen sind Leichenstarre und Leichenflecken. Die sicheren Zeichen sind nach einer Zeitspanne von 30 Minuten bis zu 2 Stunden nach dem eigentlichen Tod zu beobachten.

Was sind Vorboten des Todes?

Anzeichen des Sterbeprozesses umfassen körperliche Veränderungen wie veränderte Atmung (flacher, mit Pausen), kühle, marmorierte Haut (besonders an Füßen/Händen), eingesunkene Augen, Appetitlosigkeit, Schwäche, Verwirrung und Rückzug; die Endphase (Terminalphase) zeigt oft stark veränderte Vitalzeichen wie schwachen Puls, flache Atmung mit Atempausen und kann mit Rasseln einhergehen, bevor Herzschlag und Atmung aufhören.
 

Gibt es Warnzeichen vor dem Tod?

Was geschieht in den letzten Stunden vor dem Tod? In den letzten 24 Stunden vor dem Tod verlangsamt sich die Atmung deutlich, oft mit langen Atempausen . Die betroffene Person kann völlig bewusstlos werden und in einen tiefen Schlaf fallen. Ihre Augen können halb geöffnet bleiben, und ihre Hände, Füße oder Gliedmaßen können sich kalt anfühlen.

Was erleichtert den Sterbeprozess?

Der Sterbeprozess ist bei jedem Mensch anders und verläuft nicht nach einem festen Schema. Er beginnt oft mit einem Rückzug aus dem Alltag, einem Nachlassen der Kräfte und dem Wunsch nach Ruhe und Frieden. Gespräche über Ängste, Wünsche und Rituale können helfen, diese Phase würdevoll zu gestalten.

Was bedeutet eine weiße Rose zur Beerdigung?

Eine weiße Rose zur Beerdigung symbolisiert Reinheit, Unschuld, ewige Liebe, Respekt und Hoffnung auf Frieden oder das Leben nach dem Tod, was sie zu einer traditionellen und würdevollen Wahl macht, um stille Anteilnahme und tiefe Verbundenheit auszudrücken. Sie steht für einen Neuanfang und kann als Botschaft der Liebe gesehen werden, die über den Tod hinaus andauert.
 

Was sollte man zuerst bei einem Todesfall tun?

Bei einem Todesfall müssen Sie zuerst einen Arzt rufen, um den Tod offiziell feststellen und den Totenschein (Todesbescheinigung) ausstellen zu lassen, was für alle weiteren Schritte wie die Beurkundung beim Standesamt notwendig ist; danach informieren Sie Angehörige und <Bestattungsinstitute und suchen Vorsorgeunterlagen. Bei Verdacht auf einen unnatürlichen Tod (Unfall, Suizid) oder wenn der Arzt nicht erreichbar ist, rufen Sie Polizei (110) bzw. den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) an.
 

Was ist die beste Sterbevorbereitung?

Sterbevorbereitung umfasst die persönliche, organisatorische und finanzielle Regelung für das Lebensende, um Angehörige zu entlasten und eigene Wünsche umzusetzen, z.B. durch Bestattungswünsche, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügung, Testament, Regelung von Verträgen und digitalem Nachlass, sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema durch Kurse wie "Letzte Hilfe" für eine bewusste Gestaltung der letzten Lebensphase.
 

Wie kündigt dich der Tod an?

Dass der Tod tatsächlich naht, kündigt sich durch mehrere Anzeichen an: Die Augen des Sterbenden sind offen oder halboffen, aber sie sehen nicht wirklich. Der Mund ist offen. Die Körperunterseite, Füße, Knie und Hände verfärben sich aufgrund der reduzierten Durchblutung etwas dunkler und sind marmoriert.

Was hören Sterbende?

Sterbende hören und riechen sehr gut. Dies können Sie beachten, sich ans Bett setzen, vertraute Melodien summen, Ihre Gedanken aussprechen, vielleicht ein Gebet sprechen. Auch Musik, die der sterbende Mensch liebt, kann über einen Tonträger achtsam abgespielt werden.

Welches Zeichen für Tod?

Todessymbole sind vielfältig und reichen vom universellen Totenkopf (oft mit gekreuzten Knochen für Gift/Gefahr) über das christliche Kreuz (bes. Lateinisches Kreuz, Malteserkreuz, Tau-Kreuz) bis zu spezifischen Zeichen wie der Sense des Sensenmanns oder genealogischen Kürzeln wie † (Dagger/Dolch), die Tod, Geburts- oder Todeszeitpunkt kennzeichnen; auch Trauerflor, die Fackel (Orkus/Thanatos) oder Trauerrosen symbolisieren den Tod. 

Wie schließe ich das Bankkonto einer verstorbenen Person?

Erbschein oder Testament: Die Bank benötigt einen Nachweis, dass Sie der rechtmäßige Erbe oder Bevollmächtigte des Nachlasses sind. Wenn kein Testament vorliegt, benötigen Sie einen Erbschein vom Nachlassgericht, der die Erben ausweist. Die Beantragung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Was passiert mit dem Geld auf dem Girokonto, wenn man stirbt?

Das Guthaben auf dem Bankkonto gehört ebenso wie alle anderen Vermögensgegenstände in den Nachlass des Erblassers und fällt somit beim Erbfall automatisch dem Erben oder der Erbengemeinschaft zu.

Was melden Banken im Todesfall?

Der Bank den Todesfall melden

Sterbeurkunde. Angaben zur verstorbenen Person. Angaben zum Ansprechpartner für die Nachlassregelung.

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