Was kostet Nachtspeicherheizung im Monat?
Gefragt von: Matthias Knoll | Letzte Aktualisierung: 25. August 2026sternezahl: 4.3/5 (32 sternebewertungen)
Die monatlichen Kosten für eine Nachtspeicherheizung variieren stark, liegen aber oft zwischen 100 und 300 € oder mehr pro Monat, abhängig von Wohnfläche (z. B. ca. 115 € für 50 m², 230 € für 100 m²), Isolierung und dem aktuellen Strompreis (z. B. 300 € für ein 150 m² Haus bei 30 Cent/kWh). Eine zentrale Rolle spielt der Stromtarif (Niedertarif/Hochtarif) und ein separater Zähler.
Wie teuer ist Heizen mit Nachtspeicheröfen?
Nachtspeicherheizungen haben oft niedrige Anschaffungskosten (Geräte ab ca. 500 €) und einfache Installation, aber hohe laufende Kosten durch teuren Strom, die je nach Dämmung und Nutzung stark variieren (z.B. 1.000 € bis 11.000 € jährlich für ein Haus), weshalb sie oft teurer sind als Gas oder Öl. Der Austausch gegen moderne Systeme wie Wärmepumpen kostet mehr (8.000 € bis 25.000 €) aber senkt die Betriebskosten erheblich.
Wie lange darf man noch mit Nachtspeicherheizung heizen?
Aktuell steht kein Verbot für Nachtspeicherheizungen im Raum. Auch mit dem Gebäudeenergiegesetz, das 2020 die EnEV und EnEG abgelöst hat und welches im Januar 2024 in novellierter Form in Kraft trat, gibt es keine Einschränkungen für Nachtspeicherheizungen.
Sind Nachtspeicheröfen rentabel?
Nein, Nachtspeicheröfen sind heute meist nicht mehr sinnvoll, da sie hohe Betriebskosten, einen geringen Wirkungsgrad haben und schlechter zu regulieren sind als moderne Alternativen wie Wärmepumpen, Infrarot- oder Gasheizungen. Ein Ersatz wird empfohlen, besonders bei sehr alten Geräten (Asbest-Gefahr), aber ein Betrieb ist technisch noch erlaubt und kann in gut gedämmten Wohnungen oder als Übergangslösung eine Option sein, oft mit PV-Anlage.
Wie viel kostet es, eine elektrische Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen?
Einen Heizlüfter 24 Stunden laufen zu lassen, kostet bei niedriger Stufe (1.000 Watt) zwischen 8 € und 13 €. Auf hoher Stufe (2.000) Watt sind es 16 € bis 26 €.
Nachtspeicheröfen: So wird aus der Kostenfalle eine Investition
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Ist es wirklich günstiger, die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen?
Ja, es ist tatsächlich günstiger, die Heizung im Winter sowohl am Tag als auch nachts konstant laufen zu lassen und die Temperaturen nur leicht zu verändern. Einen Raum komplett wieder aufzuheizen kostet deutlich mehr Energie als der kontinuierliche Betrieb über stabile Temperaturen.
Sind Nachtspeicheröfen Stromfresser?
Vor- und Nachteile einer Nachtspeicherheizung
Hoher Stromverbrauch: Nachtspeicherheizungen sind in der Regel weniger effizient als moderne Heizsysteme und verbrauchen viel Strom. Flexible Wärmeverteilung: Die Wärmeabgabe kann über den Tag verteilt und an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
Wie teuer ist es, eine Heizung die ganze Nacht laufen zu lassen?
Wenn Sie die Heizung beispielsweise die ganze Nacht, von 22:00 bis 6:00 Uhr, eingeschaltet lassen, sind das 8 Stunden. Bei einem durchschnittlichen US-Strompreis von 17,01 Cent pro kWh können die Energiekosten durch den täglichen Betrieb einer Heizung für 8 Stunden um etwa 2,04 US-Dollar pro Tag bzw. rund 61 US-Dollar pro Monat steigen.
Wie heizt man mit Nachtspeicher richtig?
Um mit einer Nachtspeicherheizung zu heizen, lädt man sie nachts mit günstigem Strom auf (Speichersteine werden heiß), um die Wärme tagsüber kontrolliert abzugeben, indem man den Lade-Regler (Stufen 1-3) je nach Außentemperatur einstellt und die Raumtemperatur am separaten Thermostat festlegt, wobei man vorausschauend agieren und die Geräte freihalten muss, damit Luft zirkulieren kann.
Was sind die Nachteile einer Nachtspeicherheizung?
Nachteile von Nachtspeicherheizungen sind vor allem hohe Stromkosten durch schlechte Effizienz, da oft viel teurer Tagstrom nachgeheizt werden muss, mangelnde Flexibilität bei der Wärmeregulierung, gesundheitliche Risiken (Asbest/PCB in älteren Geräten) und eine schlechte Umweltbilanz, da sie viel Strom verbrauchen. Hinzu kommen Probleme mit der Staubaufwirbelung und der Tatsache, dass die oft günstigeren Nachtstromtarife immer seltener werden, was die Wirtschaftlichkeit weiter mindert.
Wer holt Nachtspeicherofen ab?
Nachtspeicherheizungen sind elektrische Geräte und fallen daher unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Daher müssen sie an kommunalen Sammelstellen oder von den Abfallbehörden bestimmte Abgabestellen abgegeben werden.
Ist es günstiger, Speicherheizungen ständig eingeschaltet zu lassen?
Der letzte Tipp, um Ihre Speicherheizungen optimal zu nutzen: Schalten Sie sie im Sommer aus. Wenn sie eingeschaltet bleiben, produzieren sie auch in den wärmeren Monaten noch Wärme und verschwenden so Geld . Trennen Sie sie stattdessen vom Stromnetz und schalten Sie sie erst wieder ein, wenn das Wetter schlechter wird.
Wie hoch ist der Stromtarif für Nachtspeicherheizungen?
Der Strompreis liegt aktuell je nach Stromanbieter für Nachtspeicherheizungen und Region meist zwischen 18 und 24 Cent pro Kilowattstunde im Niedertarif. Im Hochtarif zahlen Nutzer oft deutlich mehr. Voraussetzung für diese Tarife ist ein Zweitarifzähler.
Sind neue Nachtspeicheröfen sparsamer als alte?
Moderne Elektroheizungen sind um einiges sparsamer als ältere Nachtspeicherheizungen. Das gleicht selbst der etwas günstigere Strom-Nachttarif oft bei weitem nicht aus.
Wie hoch sind die monatlichen Kosten für eine Nachtspeicherheizung in einer Wohnung mit 50 qm?
Die monatlichen Kosten für eine Nachtspeicherheizung liegen zwischen ca. 115 und 230 Euro bei einer Wohnung zwischen 50 und 100 m². Diese Angaben gelten bei einem durchschnittlichen Strompreis von 23 Cent pro kWh und einem Wärmebedarf von 120 kWh pro m².
Soll man die Heizung nachts anlassen?
Nein, Sie sollten Ihre Heizung nachts nicht komplett ausschalten, sondern die Temperatur nur leicht absenken (Nachtabsenkung), idealerweise auf 17-18 °C. Das vollständige Ausschalten führt zu Schimmelgefahr durch abkühlende Wände und erfordert am Morgen sehr viel Energie zum Wiederaufheizen, was paradoxerweise die Kosten erhöhen kann. Bei gut gedämmten Häusern oder Flächenheizungen (Fußboden-/Wandheizung) ist der Effekt der Absenkung geringer, bei Altbauten ohne Dämmung hingegen kann eine moderate Absenkung sparen, solange die Mindesttemperatur und Luftfeuchtigkeit beachtet werden, so MVV Energie AG und Viessmann.
Wie viel kostet es, eine Nacht zu heizen?
Durchschnittliche Stromkosten der Nachtspeicherheizung
Mit einem Preis von etwa 35 Cent je Kilowattstunde Strom belaufen sich bei einer Nachtspeicherheizung die Kosten auf etwa 7.000 Euro im Jahr. Zum Vergleich, mit einem Preis von: 9,3 Cent pro Kilowattsunde verbrauchen Ölheizungen 1.860 Euro im Jahr.
Wie viel kostet es, jeden Tag zu heizen?
Verteilt man nun die oben aufgeführten Durchschnittskosten für eine Heizperiode in einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Wohnung auf die 212 Heiztage, dann kostet ein Tag heizen je nach Energieträger etwa so viel: Erdgas: 6,95 Euro. Heizöl: 6,60 Euro. Wärmepumpe: 5,94 Euro.
Wie viel kostet eine Nachtspeicherheizung im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Nachtspeicherofen variieren stark je nach Wohnfläche, Dämmung und Stromtarif, liegen aber oft zwischen 100 € (kleine Wohnung) und über 300 € (großes Haus), mit Beispielen wie 115 € für 50 m², 230 € für 100 m² oder 300 € für ein 150 m² Haus (bei ~30 ct/kWh). Nachtspeicherheizungen sind teuer im Betrieb, da sie viel Strom verbrauchen, aber mit einem günstigen Heizstromtarif (Niedertarif) lassen sich Kosten senken.
Wie kann ich mit einer Nachtspeicherheizung Geld sparen?
Um mit einer Nachtspeicherheizung Strom zu sparen, nutzen Sie einen günstigeren Heizstromtarif (Niedertarif), stellen Sie die Geräte korrekt (weniger laden, niedrigere Abgabetemperatur) ein und achten Sie auf gute Isolation sowie niedrigere Raumtemperaturen (16-21°C je nach Raum). Auch eine Kombination mit einer eigenen Solaranlage kann den Eigenverbrauch erhöhen und Kosten senken.
Wie viel braucht eine Nachtspeicherheizung im Durchschnitt in einer Nacht?
Im Durchschnitt verbraucht eine Nachtspeicherheizung pro Quadratmeter beheizter Fläche etwa 120-130 kWh Strom im Jahr. Größere Preisunterschiede der damals üblichen Niedertarife zum Hochtarif gibt es heute in der Regel kaum noch, was das Heizen mit Nachtspeicherheizungen noch kostenintensiver macht.
Auf welche Stufe sollte man die Heizung nachts stellen?
Nachts sollte die Heizung auf eine Absenkung von ca. 4 bis 5 °C gegenüber der Tagestemperatur eingestellt werden, was meist Stufe 2 (ca. 16–18 °C) entspricht; nicht kälter als 16 °C, um Schimmelbildung zu vermeiden, aber auch nicht zu warm, um Energie zu sparen, da das Aufheizen eines komplett ausgekühlten Raumes mehr Energie kostet.
Was passiert, wenn man die Heizung nachts ausschaltet?
Wenn Sie Ihre Heizung nachts ausschalten, sinkt die Raumtemperatur rapide ab. Dadurch kühlen Decken und Wände stark aus. Um am nächsten Tag wieder die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, müssen Sie daher mehr heizen. Die über Nacht erzielte Einsparung wäre somit dahin.
Was ist besser, Nachtabsenkung oder Durchheizen?
Ob Durchheizen oder Nachtabsenkung besser ist, hängt stark vom Dämmzustand des Gebäudes und dem Heizsystem ab; gut gedämmte Häuser profitieren oft von einer leichten Absenkung (ca. 3-5°C), während schlecht gedämmte Altbauten und Flächenheizungen (Fußbodenheizung) durch konstanteres Heizen (Durchheizen oder nur minimale Absenkung) effizienter bleiben, um das starke Auskühlen und teure Nachheizen zu vermeiden. Generell spart eine moderate Absenkung Energie, aber nur, wenn die Wände die Wärme gut halten und das System schnell wieder aufheizt; ansonsten ist Durchheizen oft besser.
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