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Was kostet Fernwärme im Vergleich zu Gas?

Gefragt von: Wilfried Krebs  |  Letzte Aktualisierung: 21. April 2026
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Aktuell ist Fernwärme oft teurer als Gas, da Gaspreise gesunken sind, während Fernwärmepreise (besonders in älteren Netzen) hoch bleiben, aber die Kosten variieren je nach Region stark; Fernwärme hat den Vorteil geringerer Wartungskosten und keiner CO2-Abgabe für den Endverbraucher, während Gas durch die CO2-Bepreisung teurer wird und der Kunde für Wartung und Anschaffung zuständig ist.

Ist Fernwärme jetzt billiger als Gas?

Ist Heizen mit Fernwärme günstiger als mit Gas? Nein, Fernwärme ist mit jährlichen Kosten von etwa 2.700 € deutlich teurer als Gas, welches bei gleichem Verbrauch nur etwa 1.980 € kostet. Moderne Systeme wie Wärmepumpen (1.440 €) oder Pelletheizungen (1.260 €) sind nochmal günstiger im Betrieb.

Wie viel kostet der Umstieg von Gas auf Fernwärme?

Der Umstieg von Gas auf Fernwärme kostet in der Regel zwischen 5.000 und 15.000 Euro für ein Einfamilienhaus, wobei die Kosten die Installation einer Übergabestation, den Anschluss und die Demontage der alten Heizung umfassen; dank Förderungen können bis zu 70 % der Kosten erstattet werden. Die genauen Kosten hängen vom Standort, dem Gebäudezustand und dem Fernwärmeversorger ab, weshalb eine detaillierte Kostenschätzung unerlässlich ist. 

Ist 1 kWh Gas gleich 1 kWh Fernwärme?

Um 1 kWh Wärmebedarf zu decken, braucht es ca. 1,01 kWh Fernwärme oder 1,31 kWh Gas. Der Gasverbrauch ist daher größer und kann nicht 1 zu 1 in den Fernwärmeverbrauch übersetzt werden.

Wie viel kostet Fernwärme im Monat?

Was kostet Fernwärme? Fernwärme kostet für ein Einfamilienhaus mit etwa 15.000 kWh Wärmebedarf jährlich rund 2.000 bis 3.300 Euro. Die Gesamtkosten setzen sich aus dem Arbeitspreis (10–17 Ct/kWh), dem Grundpreis (300–750 Euro/Jahr) und Mess- sowie Abrechnungskosten (100–250 Euro) zusammen.

Energiepreise: Wärmepumpe oder Gas - was spart wirklich Heizkosten? | NDR Info

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Wie viel kostet Fernwärme pro Monat?

Für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt (70 m², 4,57 MWh Raumwärme, 30 m³ Warmwasser) bedeutet das Mehrkosten von rund 12 Euro pro Monat – etwa 15 % mehr als in der vorigen Heizsaison. Die tatsächlichen Kosten hängen vom individuellen Verbrauch ab.

Für wen lohnt sich Fernwärme?

Daher eignet sich Fernwärme vor allem in dicht besiedelten Gebieten. In ländlichen Regionen kann sich Fernwärme dann lohnen, wenn Wärme lokal günstig bereitgestellt werden kann, etwa über die Verwertung von Holzhackschnitzeln oder Biogas.

Was ist aktuell die billigste Art zu Heizen?

Die günstigste Heizung hängt davon ab, ob Sie die Anschaffung oder die laufenden Kosten betrachten: In der Anschaffung sind Elektroheizungen am billigsten, während bei den Betriebskosten Holzpellets und insbesondere Wärmepumpen (oft in Kombination mit Photovoltaik) oft die Nase vorn haben, da sie Umgebungswärme nutzen. Für eine schnelle, aber teure Stromheizung sind Konvektoren gut, für dauerhaft niedrige Kosten sind Wärmepumpen oder Pelletheizungen die Favoriten, die sich durch staatliche Förderungen amortisieren können. 

Was kostet die Umstellung von Gas auf Fernwärme?

Die Umstellung auf Fernwärme ist eine Heizungsmodernisierung, die den Einbau einer Übergabestation und den Anschluss ans Netz erfordert, was meist zwischen 8.000 und 15.000 Euro kostet, aber durch staatliche Förderungen (BEG) von bis zu 70 % stark subventioniert werden kann und langfristig wartungsärmer sowie klimafreundlicher ist, da oft erneuerbare Energien genutzt werden, aber die Abhängigkeit vom Versorger bleibt. 

Ist Fernwärme teuer oder günstig?

Kosten für Fernwärme im Vergleich

Mit jährlichen Kosten von durchschnittlich 2.800 € gehört Fernwärme zu den teureren Heizsystemen in unserem Vergleich. Als Hausbesitzer*in, die beim neuen Heizsystem die freie Wahl* hat, sollten Sie in puncto Kosten daher eher auf die Wärmepumpe oder eine Pelletheizung setzen.

Warum wird Fernwärme 2025 teurer?

Ursache ist vor allem das Ende der staatlichen Energiepreisbremsen Ende 2023 sowie die Rückkehr zur regulären Mehrwertsteuer auf Energieprodukte im März 2024. Hinzu kommen oft verzögerte Preisanpassungen bei Fernwärmelieferverträgen, die nun im Jahr 2025 spürbar durchschlagen.

Welche Nachteile hat Fernwärme für Mieter?

Hauptnachteile für Mieter bei Fernwärme sind oft hohe und intransparente Kosten, mangelnder Wettbewerb (Monopolstellung), lange Vertragslaufzeiten, die wenig Flexibilität lassen, sowie rechtliche Unsicherheiten bei Preisanpassungen, da der Vermieter Vertragspartner ist und Mieter bei Abrechnungsfehlern kaum eigene Rechte haben. Die Heizkosten können unerwartet stark steigen, was zu hohen Nachzahlungen führt, da die Preise oft an Börsenindizes gekoppelt sind und das tatsächliche Verbrauchsverhalten aller Parteien im Haus eine Rolle spielt. 

Kann ich mit Fernwärme Heizkörper verwenden?

Fernwärme-Heizkörper sind Standard-Heizkörper, die über eine zentrale Wärmeerzeugung mit heißem Wasser versorgt werden, das über ein Rohrsystem ins Haus gelangt und dort an die Heizkörper abgegeben wird, bevor das abgekühlte Wasser zurückfließt. Da Fernwärme-Systeme mit hohen Temperaturen (oft über 100°C im Vorlauf) arbeiten, können bestehende Heizkörper meist weiter genutzt werden, was Kosten spart. Ein wichtiger Unterschied ist, dass Fernwärme-Heizkörper nicht entlüftet werden müssen, da der Druck im System dies überflüssig macht; bei Problemen sollte man den Energieversorger kontaktieren.
 

Wie teuer ist die Umstellung von Gas auf Fernwärme?

Der Umstieg von Gas auf Fernwärme kostet in der Regel zwischen 5.000 und 15.000 Euro für ein Einfamilienhaus, wobei die Kosten die Installation einer Übergabestation, den Anschluss und die Demontage der alten Heizung umfassen; dank Förderungen können bis zu 70 % der Kosten erstattet werden. Die genauen Kosten hängen vom Standort, dem Gebäudezustand und dem Fernwärmeversorger ab, weshalb eine detaillierte Kostenschätzung unerlässlich ist. 

Was ist die teuerste Art zu Heizen?

Die teuerste Heizart ist meistens die Elektroheizung, insbesondere Nachtspeicheröfen oder einfache Elektroheizgeräte, da Strom pro Kilowattstunde (kWh) teurer ist als andere Brennstoffe, was zu sehr hohen Betriebskosten führt, obwohl Fernwärme je nach Anbieter und Preisentwicklung auch sehr kostspielig sein kann. Ölheizungen können durch steigende Preise und CO2-Abgaben ebenfalls zu den teuren Optionen zählen, während Wärmepumpen und Holzpellets oft die günstigsten Alternativen sind, wenn auch Wärmepumpen mit hohem Strompreis teurer werden können.
 

Ist Gasheizung oder Fernwärme besser?

Der Hauptunterschied ist die Erzeugungsart und der Transportweg: Gasheizungen verbrennen Gas direkt im Haus (dezentral), während Fernwärme zentral in großen Werken (z.B. KWK, Müllverbrennung, erneuerbare Energien) erzeugt und über ein Rohrnetz als heißes Wasser geliefert wird. Fernwärme ist oft komfortabler (kein Kessel, Lager), potenziell umweltfreundlicher, da sie oft mit KWK oder Erneuerbaren kombiniert wird, und entbindet vom Wartungsaufwand einer eigenen Heizung, während Gas flexibler in der Einzelversorgung ist, aber eigene Wartung und Lagerung benötigt. 

Hat Fernwärme noch Zukunft?

Die Zukunft der Fernwärme liegt in der Dekarbonisierung durch den Ausbau erneuerbarer Energien, Abwärmenutzung und Großwärmepumpen, um Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Der Ausbau der Netze und der Umstieg auf grüne Quellen erfordert massive Investitionen, Förderung und eine Modernisierung des Ordnungsrahmens für mehr Transparenz und Effizienz. Fernwärme wird so zum zentralen Baustein der Wärmewende, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten. 

Wie hoch sind die Wartungskosten für eine Fernwärmeheizung?

Die Wartungskosten für Fernwärme sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen sehr niedrig, da die Übergabestation weniger Aufwand erfordert; sie liegen oft nur bei ca. 50 € jährlich oder zwischen 300 € und 400 € pro Jahr für ein Einfamilienhaus, abhängig von Anbieter und Umfang der Wartung, wobei viele Kosten durch den Wegfall einer eigenen Heizkesselwartung und Schornsteinfeger eingespart werden. 

Kann jedes Haus an Fernwärme angeschlossen werden?

Jedes Gebäude kann mit Fernwärme versorgt werden, wenn es an ein Wärmenetz angeschlossen ist. Nicht jeder Ort oder jede Bebauungsdichte eignet sich für die Fernwärme. Dann liegt auch kein Netz vor. Wärme-Contracting oder ein Nahwärmekonzept können dennoch eine Möglichkeit sein.

Warum werden ab 2026 Gasheizungen teurer?

Gasheizungen werden 2026 teurer, weil der CO₂-Preis pro Tonne steigt (auf bis zu 65 €), was die Kosten für fossile Brennstoffe direkt erhöht, sowie durch höhere Gas-Netzentgelte, da die Netze aufgrund des sinkenden Gasverbrauchs schneller abgeschrieben werden müssen. Diese Faktoren verteuern Gas und Öl gegenüber Strom, wodurch sich der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen lohnt.
 

Welche Heizung ist am besten für alte Häuser?

Für Altbauten sind Wärmepumpen (oft als Hybrid mit Gas/Öl), Holz- oder Pelletheizungen und Fernwärme die besten Optionen, abhängig von Dämmung, Vorlauftemperaturen und Platz, wobei eine gute Dämmung die Effizienz jeder Heizung steigert und Hybridlösungen oder moderne Gas-Brennwertheizungen oft praktikabel sind, um die 65%-Regel des GEG zu erfüllen, während Wärmepumpen auch in schlecht gedämmten Häusern funktionieren, aber von Dämmung profitieren, um ihre volle Effizienz zu erreichen.
 

Soll man jetzt noch schnell eine Gasheizung einbauen?

Aktuell ist der Einbau von Gasheizungen weiterhin erlaubt. Allerdings sind damit auch einige Nachteile verbunden. Das überarbeitete Gebäudeenergiegesetz (GEG), oft als Heizungsgesetz bezeichnet, verbietet Gasheizungen nicht direkt, schränkt jedoch den Einbau neuer Systeme erheblich ein.

Was sind die Nachteile von Fernwärme?

Nachteile der Fernwärme sind die Abhängigkeit von einem einzigen, oft monopolistischen Anbieter, was zu mangelndem Wettbewerb und Preissteigerungen führen kann, sowie lange Vertragslaufzeiten (oft 10 Jahre+) und eine eingeschränkte Flexibilität bei Anbieter- oder Systemwechsel. Hinzu kommen potenzielle Effizienzverluste durch Wärmetransport über lange Strecken, hohe Kosten bei Preisanstiegen und intransparente Abrechnungen, besonders für Mieter. 

Was zahlt man monatlich für Fernwärme?

Fernwärme: Kosten, Verbrauch und CO2-Emissionen pro Quadratmeter. Entsprechend waren es in der 70 m2 großen Beispielwohnung pro Jahr rund 7.840 Kilowattstunden. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 1.225 Euro. Das entspricht monatlichen Abschlägen in Höhe von etwa 100 Euro.

Wie heize ich sparsam mit Fernwärme?

Um Heizkosten bei Fernwärme zu sparen, senken Sie die Temperatur (jedes Grad spart ca. 6 %), optimieren Heizkörper (Freihalten, Entlüften, Thermostat richtig einstellen) und lüften richtig (Stoßlüften statt Kippen), während Sie über die Reduzierung der Anschlussleistung (bis zu 50 % möglich) und staatliche Förderungen (BEG) die Gesamtkosten langfristig senken können.