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Was können Angehörige tun für einen Drogenabhängigen?

Gefragt von: Elke Forster  |  Letzte Aktualisierung: 3. September 2026
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Angehörige sollten sich selbst professionelle Hilfe suchen, offen, aber sachlich mit dem Süchtigen sprechen, Grenzen setzen (z.B. kein Geld leihen), eigene Interessen pflegen und sich nicht für die Sucht verantwortlich fühlen, da die Sucht eine Krankheit ist, die Hilfe von außen benötigt, aber vom Betroffenen selbst angegangen werden muss. Informieren Sie sich über das Krankheitsbild und suchen Sie Unterstützung bei Suchtberatungsstellen oder Selbsthilfegruppen für Angehörige, wie z.B. beim DRK, Kreuzbund, Freundeskreise oder Caritas.

Was tun als Angehöriger eines Drogensüchtigen?

Für Angehörige von Drogenabhängigen ist es wichtig, eigene Grenzen zu setzen, sich nicht die Schuld zu geben, professionelle Hilfe zu suchen (Suchtberatung, Angehörigengruppen), offen kommunizieren, aber nicht beschuldigen, und die eigenen Interessen nicht zu vernachlässigen, um nicht in die Co-Abhängigkeit abzurutschen und aktiv für die eigene Entlastung zu sorgen.
 

Wie kann man jemandem helfen, der drogensüchtig ist?

Einige Tipps, die dir helfen können:

Sprich offen über deine Sorgen und Ängste. Zeige dem anderen Interesse an seiner Person und nicht nur an seinen Problemen. Mache deutlich, wie wichtig dir die Freundschaft ist - aber nicht um jeden Preis. Achte bei Meinungsverschiedenheiten darauf, sachlich zu bleiben.

Wie redet man mit einem Suchtkranken?

Gesprächsführung mit Suchtkranken basiert auf Empathie, Respekt und Motivierender Gesprächsführung (Motivational Interviewing), um Widerstände abzubauen, die intrinsische Motivation zur Veränderung zu wecken und kleine Schritte zu fördern, statt auf sofortige Abstinenz zu drängen. Wichtig sind Ich-Botschaften ("Ich mache mir Sorgen, weil...") anstelle von Schuldzuweisungen, sachliche Beobachtungen, das Vermeiden von Etiketten wie "Alkoholiker" und das Eingehen auf die Beweggründe des Betroffenen in einem ruhigen, nüchternen Moment. 

Wie können Angehörige Alkoholikern helfen?

Ehe- und Familienberatungsstellen oder die Hausärztin, der Hausarzt sind ebenfalls mögliche Anlaufstellen. Für Angehörige von Menschen mit Alkoholabhängigkeit sind Selbsthilfegruppen eine weitere Unterstützungsmöglichkeit. Hier besteht Gelegenheit, sich mit Menschen in einer ähnlichen Situation auszutauschen.

Wie können Angehörige von Süchtigen helfen?

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Wie sollten sich Angehörige von Alkoholikern Verhalten?

Der Umgang mit einem Alkoholiker in der Familie erfordert Grenzen setzen, keine Co-Abhängigkeit (Vertuschen, Übernehmen von Aufgaben) und das Suchen professioneller Hilfe für sich selbst (Gruppen, Beratung), um nicht die eigene Gesundheit zu gefährden. Offenheit, Verständnis zeigen (ohne das Verhalten zu entschuldigen) und das Motivieren zur Behandlung sind wichtig, aber der Betroffene muss den ersten Schritt machen – Sie müssen sich nicht für ihn opfern.
 

Was tun, wenn jemand nicht aufhört zu Trinken?

Die ersten Schritte beim Alkoholentzug: Zum Hausarzt oder einer Suchtberatung. Wer den Verdacht hat, ein Alkoholproblem zu haben, sollte zunächst ärztlichen Rat suchen und mit seinem Hausarzt oder seiner Hausärztin offen über den eigenen Alkoholmissbrauch sprechen.

Was tun, wenn ein Alkoholiker sich nicht helfen lassen will?

Wenn ein Alkoholiker Hilfe ablehnt, ist der erste Schritt, sich selbst Hilfe zu suchen (z.B. bei Suchtberatungsstellen), um die Situation zu verstehen und Unterstützung zu finden, da Zwang selten funktioniert, aber das Ansprechen mit Ich-Botschaften und das Aufzeigen der Konsequenzen helfen kann, die Eigenverantwortung zu betonen. Bieten Sie Unterstützung an, ermutigen Sie zu professionellen Gesprächen, aber drängen Sie nicht, da die Entscheidung zur Veränderung vom Betroffenen selbst kommen muss. 

Wie kann ich meinem drogenabhängigen Sohn helfen?

Das kannst du tun, wenn dein Kind Drogen nimmt

Verzichte auf Vorwürfe: Versuche möglichst ruhig und freundlich mit deinem Kind zu sprechen. Suche einen ruhigen, entspannten Moment. Schildere, was dir aufgefallen ist und, was dich besorgt. Frage zuerst einmal nach und höre zu, ohne zu urteilen.

Wie verheimlichen Alkoholiker ihren Konsum?

der Alkoholkonsum an sich oder die konsumierte Alkoholmenge wird verheimlicht. Verlust von persönlichen Gegenständen wie Brieftaschen, Schlüssel oder Mobiltelefonen. Missgeschicke und kleinere Unfälle.

Wie verhalten sich drogensüchtige Menschen?

Folgende Drogenkonsum-Symptome treten verstärkt auf:

  • Schlafstörungen und Müdigkeit oder Erschöpfung.
  • Depressive Verstimmungen und Suizidgedanken.
  • Angst- und Panikattacken.
  • Sexuelles Desinteresse und Impotenz.
  • Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen.

Ist ein Entzug Kopfsache?

Entzug ist viel „Kopfsache“. In der Regel entscheidet weniger das Ausschleichschema über den Erfolg der Behandlung als deine innere Einstellung. In unserem geschützten Rahmen kommst du mit deutlich niedrigeren Dosen zurecht als draußen.

Welche Hilfe gibt es für Drogenabhängige?

Ein bundesweites Sorgentelefon für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen beim DRK steht ebenfalls zur Verfügung ( 06062 - 607 670).

Wie behandelt man Drogenabhängige?

Die stationäre Therapie startet mit einem etwa einwöchigen, körperlichen Entzug, auch Entgiftung genannt. Dieser findet in einer Klinik statt und wird oft medikamentös begleitet, um Entzugserscheinungen zu lindern. Im Anschluss geht es idealerweise nahtlos in eine spezielle Sucht- oder Reha-Klinik.

Wie löse ich mich aus der CO-Abhängigkeit?

Folgende Maßnahmen helfen Ihnen, um sich aus der Co-Abhängigkeit zu lösen:

  1. Akzeptieren Sie die Krankheit. Sucht ist eine Krankheit. ...
  2. Hören Sie auf, Ihren Angehörigen zu beschützen. ...
  3. Suchen Sie sich selbst Hilfe. ...
  4. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr eigenes Leben. ...
  5. Verabschieden Sie sich von Schuldgefühlen.

Wie lange dauert ein Entzug von Drogenkonsum?

Der "kalte Entzug" wird in der Regel in 7-14 Tagen ohne medikamentöse Unterstützung vorgenommen. Beim "warmen Entzug", der etwa 20 Tage dauert, werden die Entzugserscheinungen dagegen medikamentös gelindert. Der "Turbo-Entzug" bezeichnet eine schnelle Entgiftung (3-4 Tage) unter Narkose.

Welches Bedürfnis steckt hinter Sucht?

Definition. Unter Abhängigkeit oder Sucht versteht man das zwanghafte Bedürfnis bzw. den unwiderstehlichen Drang nach einem bestimmen Stimulus (Reiz), z.B. einer chemischen Substanz (Droge). Nach den Empfehlungen der WHO soll der Begriff "Abhängigkeit" oder "Missbrauch" den älteren Begriff "Sucht" ersetzen.

Wie gehe ich mit drogenabhängigen Familienmitgliedern um?

Wie können Angehörige bei Kräften bleiben?

  1. Nicht die Schuld bei sich selbst suchen.
  2. Sich Hilfe holen.
  3. Über das Problem mit vertrauten Personen reden.
  4. Sich einer Gruppe anschließen, z. B. einer Selbsthilfegruppe.
  5. Eigenen Interessen nachgehen.
  6. Dem Suchtkranken keine Verantwortung abnehmen.
  7. Gespräch mit Gott.

Welche Hilfen gibt es für junge Volljährige?

Umfang der Hilfe für junge Volljährige

  • Erziehungsberatung.
  • Soziale Gruppenarbeit.
  • Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer.
  • Vollzeitpflege, Heimerziehung.
  • Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung.
  • Schulbegleitung.
  • Assistenzleistungen, wie z.B. eine Freizeitassistenz oder Studienassistenz.

Wann holt sich ein Alkoholiker Hilfe?

Die Betroffenen haben keine Kontrolle mehr darüber, wann sie Alkohol trinken, wann sie mit dem Trinken aufhören und wie viel sie trinken. Es besteht ein sehr starkes Verlangen nach dem nächsten Schluck und es können Entzugserscheinungen auftreten, wenn eine gewisse Zeit kein Alkohol konsumiert wird.

Was ist die 1-2-3-Regel für Alkohol?

Die 1-2-3-Regel

Wer seinen Alkoholkonsum reduzieren, aber nicht ganz darauf verzichten möchte, befolgt die sogenannte „1-2-3-Regel“: Nicht mehr als ein Getränk pro Stunde . Nicht mehr als zwei Getränke pro Anlass. Nicht mehr als drei Getränke pro Tag.

Was tun, wenn ein Familienmitglied Alkoholiker ist?

Der Umgang mit einem Alkoholiker in der Familie erfordert Grenzen setzen, keine Co-Abhängigkeit (Vertuschen, Übernehmen von Aufgaben) und das Suchen professioneller Hilfe für sich selbst (Gruppen, Beratung), um nicht die eigene Gesundheit zu gefährden. Offenheit, Verständnis zeigen (ohne das Verhalten zu entschuldigen) und das Motivieren zur Behandlung sind wichtig, aber der Betroffene muss den ersten Schritt machen – Sie müssen sich nicht für ihn opfern.
 

Was kann man tun, wenn ein Alkoholiker sich nicht helfen lassen will?

Wenn ein Alkoholiker Hilfe ablehnt, ist der erste Schritt, sich selbst Hilfe zu suchen (z.B. bei Suchtberatungsstellen), um die Situation zu verstehen und Unterstützung zu finden, da Zwang selten funktioniert, aber das Ansprechen mit Ich-Botschaften und das Aufzeigen der Konsequenzen helfen kann, die Eigenverantwortung zu betonen. Bieten Sie Unterstützung an, ermutigen Sie zu professionellen Gesprächen, aber drängen Sie nicht, da die Entscheidung zur Veränderung vom Betroffenen selbst kommen muss. 

Was ist ein episodischer Trinker?

Ein episodischer Trinker, oft auch als Epsilon-Trinker oder Quartalstrinker bezeichnet (nach der Jellinek-Klassifikation), konsumiert Alkohol nicht regelmäßig, sondern in unkontrollierbaren Phasen oder „Anfällen“, gefolgt von längeren Perioden der Abstinenz, wobei die Abhängigkeit primär psychischer Natur ist, sich aber zu körperlicher entwickeln kann, was zu Vollrauschzuständen und sozialen Problemen führt.
 

Welche Tabletten gibt es gegen Suchtdruck?

Tabletten gegen Suchtdruck gibt es je nach Substanz (Alkohol, Opiate etc.), sie wirken oft über die Blockade von Belohnungssystemen oder die Milderung von Entzugssymptomen, wobei Acamprosat, Naltrexon und Nalmefen häufig zur Rückfallprävention bei Alkohol genutzt werden, während Benzodiazepine nur kurzzeitig im Entzug helfen. Wichtig: Diese Medikamente unterstützen nur die Therapie, ersetzen diese aber nicht und müssen immer ärztlich verordnet werden, da sie teilweise selbst Abhängigkeitspotenzial haben oder Nebenwirkungen verursachen können, sagt Deutschlandfunk.
 

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