Zum Inhalt springen

Kann man Gasheizung auf Solar umrüsten?

Gefragt von: Meinolf Schmitz B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 3. September 2026
sternezahl: 4.4/5 (38 sternebewertungen)

Ja, eine Gasheizung lässt sich auf Solar umrüsten, indem eine Solarthermieanlage nachgerüstet wird, die die Gasheizung unterstützt (Hybridheizung), oder durch Kombination mit einer Photovoltaik (PV)-Anlage, die Strom für eine Wärmepumpe oder eine Heizpatrone liefert. Die häufigste Form ist die Gas-Solarthermie-Kombination, bei der Sonnenenergie für Warmwasser und Heizung genutzt wird und die Gasheizung nur bei Bedarf einspringt, was Gasverbrauch und Kosten senkt. Wichtig sind ein geeignetes Dach und Platz für einen Wärmespeicher, wobei die Nachrüstung oft einfacher ist als ein kompletter Heizungstausch.

Kann man eine Gasheizung mit Solar nachrüsten?

Muss die Heizungsanlage auf moderne Brennwerttechnik umgerüstet werden, fallen dafür zusätzlich Kosten an. Auch der neue Gasanschluss oder ein Flüssiggastank müssen bezahlt werden. Insgesamt liegen die Kosten einer neuen Gasheizung mit Solar und Warmwasserspeicher somit zwischen etwa 15.000 bis 25.000 Euro.

Was kostet eine Gasheizung mit Solar?

Eine Gasheizung mit Solarthermie kostet in der Anschaffung meist zwischen 12.000 und 20.000 Euro, abhängig davon, ob nur Warmwasser oder auch die Heizung unterstützt wird, wobei die Gesamtinvestition für eine Kombination aus Gas-Brennwertgerät und Solarthermieanlage für Heizung und Warmwasser typischerweise zwischen 12.000 und 28.000 Euro liegt. Die Kosten setzen sich zusammen aus der Gasheizung (ca. 4.000–8.500 €), der Solarthermieanlage (ca. 8.000–10.000 € für Heizungsunterstützung), Speicher und Installation. Zuschüsse können die Kosten deutlich reduzieren, z.B. durch staatliche Förderungen (BEG). 

Kann man eine bestehende Gasheizung umrüsten?

Wenn Ihre Gasheizung defekt ist oder Sie sich aus anderen Gründen dazu entschließen, Ihre Heizung gegen eine neue Heizungsanlage auszutauschen, haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie lassen sich eine neue, moderne Gastherme installieren oder Sie steigen auf erneuerbare Energieträger um.

Kann man eine Gasheizung mit Photovoltaik verbinden?

FAQ zu Gasheizungen mit Solar

Es können beide Systeme parallel genutzt werden, wenn das Hausdach ausreichend Platz für sowohl Solarkollektoren (Solarthermie) als auch Photovoltaik-Module bietet. So kann man solare Heizenergie und Solarstrom gewinnen. Ja! Zum einen, wenn bereits eine Gasbrennwertheizung vorhanden ist.

Heizstab im Test: Der AC ELWA 2 wandelt PV-Überschuss in Wärme um

38 verwandte Fragen gefunden

Kann ich in 10 Jahren noch mit Gas Heizen?

Kein Verbot alter Öl- und Gasheizungen

Öl- oder Gasheizungen, die bereits in Betrieb sind, dürfen weiterlaufen, solange sie funktionieren. Sie können repariert werden, wenn sie kaputtgehen. Eine Austauschpflicht besteht nur, wenn die Heizung irreparabel ist.

Was kostet eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung?

Wie viel Solarthermie kostet, hängt vor allem von einer Entscheidung ab: Soll die Sonnenenergie nur das Warmwasser erhitzen oder auch die Heizung unterstützen?. Solarthermie für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostet im Schnitt rund 5.000 Euro für Warmwasser und 10.000 Euro für Heizung und Warmwasser.

Kann man eine Gasheizung auf Strom umstellen?

Den Ersatz einer Gasheizung durch eine Elektroheizung zu planen, ist aufgrund des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) komplex: Direkte Elektroheizungen sind oft unwirtschaftlich und erfüllen die 65%-EE-Pflicht (Erneuerbare Energien) nicht, außer bei Kombination mit PV oder als Ergänzung; sinnvoller sind Wärmepumpen (Luft-Wasser, Sole-Wasser), die Wasser-Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußbodenheizung) weiternutzen können, aber höhere Investitionen erfordern und staatlich gefördert werden. Der Wechsel ist machbar, erfordert aber Planung: Prüfen Sie Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußboden), Stromanschluss und die Einhaltung der GEG-Vorgaben, um hohe Folgekosten zu vermeiden und Förderungen zu sichern.
 

Was kann ich tun, wenn meine Gasheizung 2025 kaputtgeht?

Wenn Ihre Gasheizung 2025 kaputtgeht, müssen Sie sie meist durch ein Heizsystem ersetzen, das zu 65 % erneuerbare Energien nutzt (z.B. Wärmepumpe, Hybridheizung, Holzheizung, Fernwärme), da Reparaturen begrenzt sind und die 65%-Regel bei Totalschaden greift, wobei Sie Förderungen nutzen können, es aber auch Übergangsfristen und Optionen für Mietheizungen gibt. 

Wie lange ist es noch erlaubt, mit Gas zu heizen?

Bestehende Gasheizungen dürfen nach dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz (GEG) grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2044 betrieben werden, aber mit steigenden Anforderungen: Ab 2029 müssen sie einen gewissen Anteil erneuerbarer Energien nutzen (z.B. Wasserstoff oder Biogas) oder umgerüstet werden, und ab 2045 ist der Betrieb ausschließlich mit fossilen Brennstoffen verboten, es sei denn, die Umstellung auf klimaneutrale Brennstoffe ist erfolgt. Bei einem Totalschaden (Havariefall) nach 2024 gibt es Übergangsfristen für den Einbau einer neuen, 65 % erneuerbaren Heizung, die je nach Situation variieren (meist 3-10 Jahre). 

Wann lohnt Solar nicht?

Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage nicht? Photovoltaik lohnt sich nicht, wenn der Preis pro kWp bei über 2.000 € liegt, beziehungsweise 2.700 € pro kWp für eine Anlage mit Speicher. Die Stromerzeugungskosten sind in diesem Fall zu hoch und beeinträchtigen die Rentabilität der PV-Anlage.

Wie viel kostet es, eine Gasheizung zu modernisieren?

Eine Gasheizung zu modernisieren bedeutet meist den Umstieg auf eine effiziente Brennwerttechnik, die Kombination mit erneuerbaren Energien (Hybridheizung) oder den Wechsel zu nachhaltigeren Optionen wie Fernwärme oder Wärmepumpe, um gesetzliche Anforderungen (GEG) und steigende CO2-Kosten zu erfüllen. Wichtige Schritte sind die Prüfung der Schornstein-Eignung, die Entscheidung für eine zukunftssichere Lösung (z.B. H₂-Ready) und die Nutzung staatlicher Förderungen, um Kosten von 4.000 bis 20.000 € zu bewältigen.
 

Ist Heizen mit Photovoltaik sinnvoll?

Mit Solarstrom zu heizen, bedeutet, Ihren CO₂-Ausstoß drastisch zu senken. Denn jede Kilowattstunde, die Sie mit Ihrer PV-Anlage erzeugen, ist 100 % erneuerbar und emissionsfrei. Damit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und reduzieren die Umweltbelastung Ihres Hauses.

Wie hoch sind die Kosten für eine Gasheizung mit Solar?

Eine Gasheizung mit Solarthermie kostet in der Anschaffung meist zwischen 12.000 und 20.000 Euro, abhängig davon, ob nur Warmwasser oder auch die Heizung unterstützt wird, wobei die Gesamtinvestition für eine Kombination aus Gas-Brennwertgerät und Solarthermieanlage für Heizung und Warmwasser typischerweise zwischen 12.000 und 28.000 Euro liegt. Die Kosten setzen sich zusammen aus der Gasheizung (ca. 4.000–8.500 €), der Solarthermieanlage (ca. 8.000–10.000 € für Heizungsunterstützung), Speicher und Installation. Zuschüsse können die Kosten deutlich reduzieren, z.B. durch staatliche Förderungen (BEG). 

Was sind die Nachteile von Solarthermie?

Die Hauptnachteile der Solarthermie sind die Abhängigkeit vom Wetter, was im Winter zu geringer Wärmeleistung führt und eine zusätzliche Heizquelle erfordert; hohe Anfangskosten und Installationsaufwand; sowie der Platzbedarf für Kollektoren und Speicher, da sie meist nur die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung übernehmen kann, aber nicht komplett ersetzt. Auch die Gefahr der Überhitzung (Stagnation) im Sommer und die Notwendigkeit einer optimalen Dachausrichtung sind wesentliche Aspekte.
 

Was ist sparsamer, Gasheizung oder Wärmepumpe?

Eine Gasheizung ist bei den Anschaffungskosten günstiger, aber eine Wärmepumpe ist langfristig günstiger, da sie deutlich niedrigere Betriebskosten (Strom statt Gas, weniger Wartung) hat und durch staatliche Förderung (bis zu 70 % Zuschuss) die hohen Investitionen abgefedert werden können. Die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe amortisieren sich durch die niedrigeren laufenden Kosten oft schon nach wenigen Jahren, sodass sie über die Lebensdauer die wirtschaftlichere Wahl darstellt, besonders wenn sie mit einer PV-Anlage kombiniert wird.
 

Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.

Was passiert, wenn ich meine Heizung nach 30 Jahren nicht tausche?

Wenn Sie einen älteren Heizungskessel haben und diesen laut der seit 2023 geltenden Austauschpflicht nach 30 Jahren erneuern müssen, dies jedoch nicht tun, droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe dieser Strafen kann bis zu 50.000 Euro betragen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.

Kann ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?

Ja, 2026 können Sie unter bestimmten Bedingungen noch eine Gasheizung einbauen, aber nur mit Auflagen: In Großstädten (über 100.000 Einwohner) greift ab dem 30. Juni 2026 die 65%-Regel für erneuerbare Energien. Sie müssen also eine Hybridlösung (z.B. mit Wärmepumpe) wählen oder eine Gasheizung einbauen, die auf 100% grünen Wasserstoff umrüstbar ist, was die Kosten erhöht und keine vollständige Garantie ist. Reine Gasheizungen werden nicht gefördert, und steigende CO₂-Preise machen sie langfristig teurer, so die ADAC. 

Kann man eine Gasheizung auf Elektro umrüsten?

Den Ersatz einer Gasheizung durch eine Elektroheizung zu planen, ist aufgrund des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) komplex: Direkte Elektroheizungen sind oft unwirtschaftlich und erfüllen die 65%-EE-Pflicht (Erneuerbare Energien) nicht, außer bei Kombination mit PV oder als Ergänzung; sinnvoller sind Wärmepumpen (Luft-Wasser, Sole-Wasser), die Wasser-Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußbodenheizung) weiternutzen können, aber höhere Investitionen erfordern und staatlich gefördert werden. Der Wechsel ist machbar, erfordert aber Planung: Prüfen Sie Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußboden), Stromanschluss und die Einhaltung der GEG-Vorgaben, um hohe Folgekosten zu vermeiden und Förderungen zu sichern.
 

Was kostet es, eine Gasheizung zu umrüsten?

Ein Einfamilienhaus von Öl auf Gas umzurüsten, kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro. Im Neubau bewegen sich die Preise für eine Gas-Hybridheizung ab 20.000 Euro. Ein separater Warmwasserspeicher kostet zwischen 1.400 und 6.000 Euro. Die Preise für eine neue Gasheizung mit Solar liegen zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

Ist es billiger, mit Strom oder Gas zu heizen?

Heizen mit Strom oder Gas hängt stark von den Prioritäten ab: Gas ist oft günstiger im Betrieb (wenn auch mit schwankenden Preisen und CO2-Kosten), während Strom (Elektroheizungen) geringere Anschaffungskosten und hohe Effizienz (100% Umwandlung) bietet, aber bei schlechtem Strommix weniger umweltfreundlich ist, es sei denn, Sie nutzen grünen Strom oder Wärmepumpen, die eine Top-Ökobilanz haben. Für selten genutzte Räume oder als Ergänzung sind Stromheizungen (Radiatoren, Infrarot) praktisch, während Gasheizungen als Zentralheizung für die Ganzhausheizung meist besser sind, aber teurer in Anschaffung und Wartung.
 

Kann man im Winter mit Solar Heizen?

Ja, Heizen mit Solar ist auch im Winter möglich, aber meist nur als Unterstützung für andere Heizsysteme, da die Leistung von PV-Anlagen (Strom) und Solarthermieanlagen (Wärme) bei weniger Sonne und kürzeren Tagen stark sinkt; die beste Kombination ist oft Photovoltaik mit Wärmepumpe und einem Stromspeicher oder Solarthermie mit Heizkessel/Puffer für Warmwasser und Heizung, wobei Schnee auf den Modulen die Effizienz beeinträchtigt.
 

Ist Solarstrom vom eigenen Dach überhaupt noch rentabel?

Ja, eine Solaranlage auf dem Dach lohnt sich in den meisten Fällen finanziell und ökologisch, besonders bei hohem Eigenverbrauch, um steigende Strompreise zu umgehen und die Unabhängigkeit zu erhöhen. Die Investition amortisiert sich oft nach 10-15 Jahren, danach folgen Jahre mit kostenlosem Strom und potenziellen Gewinnen, wobei Kombinationen mit Stromspeichern und eine möglichst große Anlagengröße die Wirtschaftlichkeit steigern.
 

Was ist günstiger, Solar oder Wärmepumpe?

In der Anschaffung sind Solarthermieanlagen deutlich kostengünstiger als Wärmepumpen. Eine für die Warmwasserbereitung ausgelegte Solaranlage kostet inklusive Montage rund 4.000 bis 7.000 Euro. Fürs Heizen konzipierte Ausführungen fallen mit 8.000 bis 12.000 Euro teurer aus.