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Was kann der Frauenarzt alles sehen?

Gefragt von: Milan Maurer B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026
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Der Frauenarzt untersucht die weiblichen Geschlechtsorgane (Eierstöcke, Gebärmutter, Scheide), die Brüste und den Unterbauch, um Krebsvorsorge (Pap-Abstrich, HPV-Test, Tastuntersuchungen, Mammographie), Infektionen (auch sexuell übertragbare), Hormonstörungen, Schwangerschaften sowie allgemeine Gesundheitsprobleme (Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Zudem bietet er Beratung zu Verhütung, Menstruation, Sexualität und Kinderwunsch.

Was kann der Frauenarzt sehen?

Diese Leistungen können Sie selbstverständlich als Selbstzahler in Anspruch nehmen.

  • Thin Prep (Dünnschichtzytologie) ...
  • Vaginalultraschall. ...
  • Brustultraschall. ...
  • Exklusiv bei uns: Taktile Brustuntersuchung (TBU) ...
  • Immunologischer Stuhltest iFOBT. ...
  • Blasenkrebsfrüherkennung. ...
  • HPV-Test. ...
  • Chlamydien-Abstrich.

Welche Krankheiten kann ein Frauenarzt feststellen?

Gynäkologische Erkrankungen

  • Adnexitis. Etwa eine von 100 Frauen pro Jahr erkrankt an einer Adnexitis, einer Entzündung der Eileiter und Eierstöcke.
  • Angiosarkom. ...
  • Chlamydien-Infektion (Chlamydiose) ...
  • Endometriose. ...
  • Endometriumkarzinom. ...
  • Extrauteringravidität. ...
  • Gonorrhö (Tripper) ...
  • HIV (Humanes Immundefizienz-Virus)

Was wird beim Frauenarzt alles kontrolliert?

Beim Frauenarzt werden die weiblichen Geschlechtsorgane (äußere und innere), die Brüste und Achselhöhlen auf Auffälligkeiten untersucht, meist durch Abtasten, Spekulum-Untersuchung mit Pap-Abstrich (Zellabstrich vom Gebärmutterhals) und Ultraschall, sowie ein Beratungsgespräch geführt und oft Blutdruck gemessen. Ziel ist die Früherkennung von Krebs (Gebärmutterhals, Eierstöcke) und anderen Erkrankungen sowie die Beratung zu Verhütung, Zyklus, Sexualität. 

Welche Krankheiten kann man durch einen Abstrich feststellen?

Beim Abstrich werden je nach Entnahmeort (Gebärmutterhals, Rachen, Harnröhre) viele Infektionen und Krebsvorstufen gescreent, hauptsächlich Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen (durch HPV-Test) und sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien, Gonorrhoe, Herpes, Syphilis, HIV, Hepatitis sowie auch Atemwegsinfektionen (z.B. Grippe, COVID-19) durch Rachenabstriche.
 

1 Tag Frauenarzt - So ist es wirklich!

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Was testet der Frauenarzt beim Abstrich alles?

Beim Pap-Abstrich werden die entnommenen Zellen unter dem Mikroskop untersucht. Dabei zeigt sich, ob es veränderte Zellen gibt und wie stark sie sich verändert haben. Beim HPV-Test wird untersucht, ob der Gebärmutterhals mit HPViren infiziert ist, die Gebärmutterhalskrebs ver ursach en können.

Was ist, wenn der Abstrich beim Frauenarzt nicht in Ordnung ist?

Wenn der Pap-Abstrich beim Frauenarzt auffällig ist, bedeutet das meist nur eine Zellveränderung (Dysplasie), nicht sofort Krebs, oft bedingt durch Entzündungen oder HPV. Der nächste Schritt ist eine Kolposkopie (Lupenuntersuchung) und ggf. eine Biopsie (Gewebeprobe), um die Ursache zu klären. Je nach Befund werden die Zellen engmaschig kontrolliert (weitere Abstriche) oder bei stärkeren Veränderungen (z.B. CIN III) eine Konisation (operative Entfernung des veränderten Gewebes) notwendig, um eine mögliche Krebsentwicklung zu verhindern. 

Warum tut der Abstrich beim Frauenarzt so weh?

Wenn der Arzt den Abstrich am Gebärmutterhals durchführt, könntest Du eine leichte Reizung spüren. Wenn der Test vorbei ist, könnte diese Reizung einige Stunden anhalten. In einigen Fällen könnte es leichte Vaginalblutungen und -ausfluss geben. Diese verschwinden allerdings im Laufe des Tages.

Was sollte man beim Frauenarzt kontrollieren lassen?

Wichtige Screening-Tests für Frauen sind:

  • Screening und Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs: Papanicolaou-Test (Pap-Test) und/oder Test auf das humane Papillomvirus (HPV), um nach Krebsvorstufen oder Gebärmutterhalskrebs (im unteren Teil der Gebärmutter) suchen.
  • Mammografie zur Kontrolle auf Brustkrebs.

Soll man sich vorm Frauenarzt rasieren?

Nein, Sie müssen sich für den Frauenarztbesuch nicht rasieren; es ist eine rein persönliche Entscheidung, da die Körperbehaarung für die Untersuchung unwichtig ist, aber manche Ärzte raten sogar davon ab wegen kleiner Verletzungen und Infektionsrisiken, während andere betonen, dass Sie sich einfach wohlfühlen sollten – ob rasiert oder unrasiert. Wichtig ist nur die allgemeine Hygiene. 

Was ist die häufigste gynäkologische Erkrankung?

Die häufigsten gynäkologischen Erkrankungen sind Endometriose (Gebärmutterschleimhaut wächst außerhalb der Gebärmutter) und Myome (gutartige Wucherungen der Gebärmutter), wobei Endometriose oft als die zweithäufigste nach Myomen gilt und Millionen von Frauen betrifft, gefolgt von häufigen Infektionen wie bakterieller Vaginose und Pilzinfektionen sowie sexuell übertragbaren Krankheiten wie HPV. Die Prävalenz hängt stark von Alter und Region ab, aber Endometriose und Infektionen sind konstant weit verbreitet. 

Was kann der Frauenarzt im Blut feststellen?

Beim Frauenarzt werden bei einer Blutabnahme je nach Anlass verschiedene Werte getestet, oft ein großes Blutbild, um Entzündungen oder Blutarmut zu prüfen, sowie Blutzucker und Cholesterin für die allgemeine Gesundheitsvorsorge (Diabetes, Herz-Kreislauf-Risiko) und spezifische Hormonwerte bei Kinderwunsch, Zyklusstörungen oder Wechseljahrsbeschwerden (z.B. FSH, LH, Prolaktin, Schilddrüsenhormone, AMH, Östradiol). Auch die >>Vitamin-D-Spiegel, Eisen- und Schilddrüsenwerte (TSH) gehören häufig dazu.
 

Wann meldet sich der Frauenarzt nach einem Abstrich?

Nach einem Abstrich (z. B. für den Pap-Test) meldet sich Ihre Frauenarztpraxis meist, wenn das Ergebnis auffällig ist und weitere Schritte nötig sind, was oft innerhalb von ein bis zwei Wochen passiert. Bei einem unauffälligen Befund erfolgt oft keine direkte Kontaktaufnahme, da die nächste Vorsorgeuntersuchung geplant wird. Bei dringendem Handlungsbedarf (z.B. bei Infektionen) kann die Praxis auch schneller anrufen. 

Wie untersucht der Frauenarzt die Scheide?

Der Frauenarzt untersucht die Scheide meist mit einem Spekulum (Scheidenspiegel), um die Wände und den Muttermund zu sehen, oft verbunden mit einem Abstrich (z.B. für Krebsvorsorge), und führt eine Tastuntersuchung (bi-manuell) durch, bei der Finger in die Scheide eingeführt und gleichzeitig der Unterbauch abgetastet wird, um Gebärmutter und Eierstöcke zu prüfen. Ergänzend kann ein vaginaler Ultraschall mit einem speziellen Schallkopf zur besseren Darstellung der inneren Organe erfolgen.
 

Was sollte man den Frauenarzt fragen?

Die häufigsten Fragen an den Frauenarzt

  • Sollte ich mich direkt vor dem Termin beim Frauenarzt waschen?
  • Warum ist meine Regel so stark?
  • Was hilft gegen Regelschmerzen?
  • Ich habe häufig Ausfluss, was kann das sein?
  • Wie kann ich zu 100 % sicher sein, nicht schwanger zu werden?

Welche Krankheiten kann man im Ultraschall erkennen?

Mit Ultraschall lassen sich viele Krankheiten wie Schilddrüsenerkrankungen, Gefäßverengungen, Herzprobleme und Brustkrebs erkennen. Auch Erkrankungen des Unterleibs, der Blase und der Geschlechtsorgane lassen sich gut diagnostizieren. Außerdem wird Ultraschall regelmäßig während der Schwangerschaft eingesetzt.

Welche Krankheiten testet der Frauenarzt?

Was macht der Frauenarzt bei der Vorsorgeuntersuchung? Bei der Vorsorgeuntersuchung führen Ärztin oder Arzt, abhängig vom Alter, verschiedene Checks durch: Pap-Abstrich zur Krebsfrüherkennung, ab 35 zusätzlich HPV-Test, Tastuntersuchungen von Gebärmutterhals und Brust sowie bei Bedarf weitere Untersuchungen.

Was denkt ein Frauenarzt bei der Untersuchung?

Vorsorgeuntersuchungen. Die gynäkologische Untersuchung beinhaltet unter anderem ein Beratungsgespräch zu Themen wie Menstruation, Hormonstatus, Sexualität und Verhütung sowie eine vaginale Untersuchung. Weiter hat sie den Zweck, die Früherkennung von Brust- oder Gebärmutterhalskrebs zu gewährleisten.

Kann man beim Frauenarzt ein Blutbild machen?

Ja, ein Frauenarzt kann ein Blutbild machen, indem er Blut abnimmt und es zur Analyse an ein Labor schickt, um Werte wie Hormone (z.B. bei Kinderwunsch, Wechseljahren), Schwangerschaftsanzeichen, Eisenmangel oder allgemeine Gesundheitsmarker (Leber-, Nierenwerte, Blutzucker) zu überprüfen. Diese Blutuntersuchungen sind Standard bei vielen gynäkologischen Untersuchungen und Vorsorgen.
 

Welche Krankheiten erkennt man beim Abstrich?

Beim Abstrich werden je nach Entnahmeort (Gebärmutterhals, Rachen, Harnröhre) viele Infektionen und Krebsvorstufen gescreent, hauptsächlich Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen (durch HPV-Test) und sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien, Gonorrhoe, Herpes, Syphilis, HIV, Hepatitis sowie auch Atemwegsinfektionen (z.B. Grippe, COVID-19) durch Rachenabstriche.
 

Was ist der Unterschied zwischen einem Gynäkologen und einem Frauenarzt?

Bei Fragen zur Gesundheit von Frauen wird ein Gynäkologe, umgangssprachlich Frauenarzt genannt, konsultiert.

Wie schmerzhaft ist ein Abstrich?

Die Gebärmutterhalskrebsvorsorge ist in der Regel schmerzfrei, kann aber von manchen Frauen als unangenehm oder schmerzhaft empfunden werden . Sie können die Untersuchung jederzeit abbrechen, wenn Sie dies wünschen. Nach der Untersuchung kann es zu leichten Blutungen oder Schmierblutungen kommen. Diese sollten innerhalb weniger Stunden aufhören.

Warum machen Frauenärzte keinen Abstrich?

Ein Abstrich beim Frauenarzt dient hauptsächlich der Krebsvorsorge, um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen, indem Zellen vom Muttermund (Gebärmutterhals) untersucht werden (PAP-Test). Er hilft, Vorstufen zu finden, bevor Krebs entsteht, und kann auch auf Infektionen wie Chlamydien oder HPV (Humane Papillomaviren) hinweisen. Die Untersuchung ist meist kurz und schmerzlos und dient der Früherkennung von Zellveränderungen, um Krankheiten zu verhindern oder frühzeitig zu behandeln.
 

Warum ist eine Spekulumuntersuchung so schmerzhaft?

Bei einer gynäkologischen Untersuchung treten Schmerzen auf , wenn sich das Spekulum ausdehnt, um die Vaginalwände zu spreizen und Druck auf empfindliches Gewebe auszuüben . Herkömmliche Spekula mit scharfen Kanten und starrer Konstruktion verursachen eine Dehnung und Kompression des Gewebes, die zu Beschwerden führt.

Wie lange dauert die Auswertung eines Abstrichs?

Die Dauer eines Abstrich-Ergebnisses hängt von der Art des Abstriches ab: Ein Pap-Abstrich (Krebsvorsorge) dauert meist wenige Tage bis eine Woche, oft 2-3 Tage, bis die Praxis das Ergebnis vom Labor erhält, bei Auffälligkeiten meldet sich der Arzt, während mikrobiologische Abstriche (z. B. auf Bakterien) oft 2-3 Werktage dauern, spezielle Screenings (z. B. auf resistente Erreger) auch nur 1-2 Werktage. Bei einer zusätzlich entnommenen Biopsie kann es länger dauern, da die Gewebeprobe aufwendiger analysiert wird.
 

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