Zum Inhalt springen

Was kann alles bei einer Abtreibung passieren?

Gefragt von: Herr Prof. Sebastian Geißler  |  Letzte Aktualisierung: 6. November 2026
sternezahl: 4.8/5 (31 sternebewertungen)

Abtreibungen sind medizinisch gesehen sehr sichere Eingriffe, aber Risiken bestehen, darunter kurzfristige Folgen wie Blutungen, Krämpfe, Infektionen (selten) und emotionaler Stress sowie langfristige Risiken, die je nach Studie variieren, aber psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen umfassen können, besonders wenn bereits Vorbelastungen bestehen. Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen und Blutungen, während schwerere Komplikationen wie Uterusverletzungen oder starke Blutungen sehr selten sind, aber eine sofortige ärztliche Kontrolle erfordern.

Was kann eine Abtreibung für Folgen haben?

Liste möglicher Symptome des PAS

  1. Frühe Komplikationen bei einer Abtreibung. Verletzungen der Gebärmutter. Blutungen. Infektionen.
  2. Spätere Komplikationen nach einer Abtreibung. Verwachsungen im Unterleib. Menstruationsstörungen. Unfruchtbarkeit ohne organische Ursache.

Was passiert im Körper nach einer Abtreibung?

Bis einige Tage nach der Behandlung können Sie Rückenschmerzen, Unterleibschmerzen und Blutverlust haben, vergleichbar mit einer normalen Menstruation. Der größte Blutverlust tritt nach 4 – 7 Tagen auf und kann länger als eine normale Regelblutung dauern. Die Blutungen enden oft mit braunem Ausfluss.

Ist ein Schwangerschaftsabbruch gefährlich?

Ernsthafte Komplikationen treten bei weniger als 1 Prozent der Frauen auf, die eine Abtreibung vornehmen. Der Tod nach einem Schwangerschaftsabbruch ist sehr selten.

Wie hoch ist das Risiko nach einer Abtreibung?

Deutlich erhöhte Hospitalisierungsraten nach Abtreibungen

Die Ergebnisse der Studie lauten: Psychische Gesundheitsprobleme – darunter psychiatrische Erkrankungen (z. B. Depression, Angststörungen, Essstörungen), Substanzgebrauchsstörungen und Suizidversuche – traten nach Abtreibungen häufiger auf als nach Geburten.

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

44 verwandte Fragen gefunden

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Auch in der Realität scheinen nur wenige Frauen ihren Abbruch zu bereuen. So zeigt zumindest eine Studie aus den USA, dass fünf Jahre nach dem Eingriff mehr als 95 Prozent der Frauen sagen, es sei die richtige Entscheidung gewesen.

Wie lange braucht der Körper, um sich von einer Abtreibung zu erholen?

Die Erholung nach einem medikamentösen Abbruch variiert, aber viele Frauen fühlen sich nach 1 bis 2 Tagen wieder wohl. Es kann jedoch bis zu 2 Wochen dauern, bis die Blutungen vollständig abklingen.

Was kann bei einer Abtreibung schief gehen?

Lang anhaltender Blutverlust in der Zeit nach der Abtreibung entsteht oft, wenn nach dem Eingriff oder der Einnahme der Abtreibungspille Schwangerschaftsgewebe in der Gebärmutter zurückbleibt. Wird dieses Restgewebe nicht von selbst ausgestoßen, kann eine Nachbehandlung erforderlich sein.

Wie viele Beziehungen scheitern nach einer Abtreibung?

"Rund 80 Prozent der Partnerschaften scheitern langfristig an einer Abtreibung", so Klein.

Was spricht gegen Abtreibungen?

Das Thema Abtreibung ist politisch umkämpft. Abtreibungsgegner*innen behaupten häufig, ein Schwangerschaftsabbruch würde über Jahre traumatisieren, psychische Schäden wären vorprogrammiert. Als Berater*innen haben wir schon viele Menschen vor und auch nach einer Abtreibung begleitet.

Ist Abtreibung schmerzhaft für das Kind?

Sie kann in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Zur örtlichen Betäubung bekommen Sie eine Spritze rechts und links vom Muttermund, dies ist wenig oder gar nicht schmerzhaft. In einigen Praxen wird vor dem Eingriff ein Beruhigungsmittel gegeben, wodurch Sie ein wenig schläfrig werden.

Welche physischen Spätfolgen kann eine Abtreibung haben?

Coleman verwendete Daten des NCS12 und kam zu dem Ergebnis, dass ein Abbruch mit einem erhöhten Risiko für psychische Auffälligkeiten wie De- pressionen, Angstzustände und posttraumatische Belastungsstörungen verbunden sei, aber auch mit einem höheren Risiko für Drogenmissbrauch einhergehe.

Sind abgetriebene Kinder Sternenkinder?

Viele Vereine und Webseiten betonen heute, dass auch abgetriebene Kinder zu den Sternenkindern gehören und ihre Eltern das Recht haben, sie als solche zu bezeichnen und zu trauern. Vereinzelt werden auch Kinder die bis ca. zur Pubertät (oder sogar noch danach) sterben als Sternenkinder bezeichnet.

Wie viele Abtreibungen können Probleme verursachen?

Medizinisch gesehen gibt es keine maximale Anzahl an Schwangerschaftsabbrüchen, die eine Frau vornehmen lassen kann ; die Entscheidung liegt bei der Patientin und ihrem Arzt. Für die meisten Frauen besteht kaum oder gar kein Risiko für Komplikationen in zukünftigen Schwangerschaften, insbesondere nach unkomplizierten Abbrüchen.

Wie lange darf man abtreiben?

Frauen dürfen straffrei abtreiben, wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind, der Abbruch durch einen Arzt erfolgt und sie sich zuvor haben beraten lassen – dies entschied der Deutsche Bundestag am 29. Juni 1995 in der Neufassung des Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetzes.

Wie lange dauert eine Abtreibung-OP?

Er dauert in etwa 20 min. Der Eingriff ist aufgrund der Kurznarkose vollkommen schmerzfrei. Nach dem Eingriff werden Sie im Aufwachraum 2 Stunden überwacht, hier wird sichergestellt, dass Sie eine angemessene Erholungszeit nach der Kurznarkose haben und alle Vitalwerte (Blutdruck/Puls/ Atmung) unauffällig sind.

Welche Probleme können nach einer Abtreibung auftreten?

In den ersten Tagen nach dem Schwangerschaftsabbruch können Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen auftreten. Ein Abbruch kann eine belastende Situation sein, hat aber meist keine langfristigen körperlichen oder psychischen Folgen. Bei Problemen wendet man sich an die Arztpraxis oder eine Beratungsstelle.

Was ist der Beziehungskiller Nummer 1?

Das Ergebnis: Vertrauen ist die Basis – und gezielte Täuschung der größte Beziehungskiller.

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Darunter waren positive Gefühle wie Erleichterung und Glück als auch negative wie Bedauern, Schuldgefühle, Traurigkeit und Wut. Bei der ersten Befragung eine Woche nach dem Abbruch hatten mehr als die Hälfte der Frauen (51 %) überwiegend positive Gefühle geäußert. Am häufigsten gaben die Frauen eine Erleichterung an.

Welche Risiken gibt es bei einer Abtreibung?

Welche Risiken birgt eine Abtreibung? Ein Schwangerschaftsabbruch ist einer der sichersten chirurgischen Eingriffe in der Medizin. Nur sehr selten kann es zu einem Durchstoßen (Perforation) der Gebärmutter kommen. Auch starke Blutungen oder Infektionen nach dem Eingriff sind sehr selten.

Wie hoch ist das Risiko für Restgewebe nach einer Abtreibung?

Bei Einnahme der Abtreibungspille liegt das Risiko auf Restgewebe bei etwa 5 bis 6 %. Bei einer Saugkürettage liegt das Risiko auf Restgewebe bei 1 bis 2 %. In diesen Fällen entscheidet der Arzt nach Rücksprache mit Ihnen, ob zusätzliche Medikamente oder eine (erneute) Kürettage erforderlich ist.

Wie viel Prozent bereuen eine Abtreibung?

Studie zu Abtreibungen: 95 Prozent der Frauen bereuen ihre Entscheidung nicht. Trauer, Reue, Schuldgefühle: Die Mehrheit der Frauen, die abgetrieben habe, empfinden diese Gefühle nicht. Vielmehr sind sie erleichtert und halten ihre Entscheidung auch Jahre später noch für die richtige – wie eine US-Studie jetzt zeigt.

Wie lange Bettruhe nach Abtreibung?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch ist aus medizinischer Sicht keine Bettruhe erforderlich. Durch die einsetzende Hormonumstellung kann es aber sein, dass Frauen sich körperlich oder seelisch erschöpft fühlen. Nach zwei Tagen können sie alles tun, solange es ihnen gut geht.

Welche Langzeitfolgen kann Abtreibung haben?

Bereits 2023 hatte das Wiener Institut 14 internationale Studien zu psychischen Folgen von Abtreibung verglichen. „Hochwertige Studien belegen statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen Abtreibung und Depression, Angstzuständen, Suizidalität sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch“, betonte Direktorin Susanne Kummer.

Was ist besser, medikamentöse oder operative Abtreibung?

Der medikamentöse Abbruch ist nicht besser oder schlechter als der operative Eingriff. Aber er ist eine Alternative. Und Frauen sollten wohl in einer sowieso psychisch äußerst belasteten Situation selbst entscheiden können. Das ist in Deutschland aber oft nicht der Fall.

← Vorheriger Artikel
Ist ärgerlich auf Englisch?