Was ist schlimmer hoher Blutdruck oder hoher Puls?
Gefragt von: Herr Dr. Sandro Weber | Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026sternezahl: 4.9/5 (31 sternebewertungen)
Weder hoher Blutdruck (Hypertonie) noch ein hoher Puls (Tachykardie) sind per se immer schlimmer; beide können gefährlich sein, oft bedingen sie sich aber gegenseitig und ihre Gefährlichkeit hängt stark von den Werten und der Ursache ab, wobei Bluthochdruck langfristig zu schweren Schäden wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschäden führt. Ein dauerhaft hoher Ruhepuls ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Herzschwäche. Beide sollten ärztlich abgeklärt werden, da sie oft zusammen auftreten, aber auch unabhängig voneinander Probleme verursachen können.
Was ist gefährlicher, zu hoher Blutdruck oder zu hoher Puls?
Was ist gefährlicher, hoher Blutdruck oder niedriger Blutdruck? Ein hoher Blutdruck ist gefährlicher, da er auf Dauer das Herz schädigen kann.
Bei welchem Puls wird es kritisch?
Gefährliche Herzfrequenzen sind oft dauerhaft über 100 Schlägen pro Minute (Ruhepuls), besonders bei Symptomen wie Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen, was sofort ärztlich abgeklärt werden muss, und extrem hohe Frequenzen über 150/200 bpm, die auf lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflattern oder -flimmern (über 300 bpm) hindeuten können und einen Notruf erfordern.
Was sagt der Puls über den Blutdruck aus?
Puls und Blutdruck sind zusammenhängend, aber unterschiedlich: Der Puls misst die Herzfrequenz (Schläge/min), der Blutdruck den Druck in den Arterien, beide sind aber eng verbunden, denn oft steigen beide bei Stress oder Aktivität, aber bei niedrigem Blutdruck kann das Herz schneller schlagen, um den Druck zu halten; ein hoher Puls muss nicht zu hohem Blutdruck führen, aber ein starker, kräftiger Puls kann auf hohen Blutdruck hindeuten, während bei sehr niedrigem Blutdruck der Puls kaum tastbar sein kann.
Ist ein hoher oder niedriger Blutdruck schlimmer?
Hoher Blutdruck (Hypertonie) ist auf Dauer deutlich gefährlicher, da er Herz und Gefäße schädigt und das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen erhöht. Niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist oft harmlos bis vorteilhaft für die Gefäße, kann aber bei starken Abfällen zu Schwindel, Ohnmacht und Kreislaufproblemen führen und sollte bei Beschwerden ärztlich abgeklärt werden, da er auch Ursache anderer Erkrankungen sein kann.
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Welcher Blutdruck ist schlimmer, hoher oder niedriger?
Hoher Blutdruck (Hypertonie) ist meist gefährlicher, da er schleichend Gefäße, Herz, Gehirn und Nieren schädigt und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann, während niedriger Blutdruck (Hypotonie) oft harmlos oder sogar vorteilhaft ist, aber bei starken Abfällen zu Schwindel, Ohnmacht und Stürzen mit Verletzungsrisiko führen kann, insbesondere wenn eine Herzerkrankung die Ursache ist. Beide können gefährlich sein, aber die Langzeitfolgen von unbehandeltem hohem Blutdruck sind schwerwiegender.
Warum ist es schlecht, wenn der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist?
Stark erhöhter Blutdruck, auch hypertensive Krise genannt, kann lebensbedrohlich sein. Niedriger Blutdruck (Hypotonie) kann Schwindel, Ohnmacht und Sturzverletzungen verursachen . Stark erniedrigter Blutdruck schränkt die Durchblutung lebenswichtiger Organe ein und kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einem Schock führen.
Wie fühlt man sich, wenn der Puls zu hoch ist?
Nicht zuletzt liegt das auch an den Begleitsymptomen, die durch die erhöhte Herzfrequenz auftreten können:
- Kurzatmigkeit.
- Schwindel bis hin zur Ohnmacht.
- Benommenheit.
- Übelkeit.
- Schweißausbrüche.
- spürbares Herzklopfen bis in Hals, Ohren und Kopf.
Ist der Puls höher, wenn der Blutdruck niedrig ist?
Ja, bei niedrigem Blutdruck ist ein hoher Puls häufig der Fall, weil das Herz versucht, den Mangel an Druck auszugleichen, indem es schneller schlägt, um die Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Der beschleunigte Herzschlag (Herzrasen) dient der Kreislaufstabilisierung bei einer sogenannten Hypotonie (niedriger Blutdruck).
Bei welchem Puls Herzstillstand?
Die Pumpfunktion kommt zum Erliegen. Kammerflimmern führt innerhalb weniger Sekunden zum Herz-Kreislaufversagen. Bei einem Herzstillstand hört das Herz auf zu schlagen oder es „zuckt“ nur noch, das sogenannte Herzkammerflimmern (über 300 Herzschläge pro Minute). Der Kreislauf bricht in Sekundenschnelle zusammen.
Bei welchem Puls Notarzt?
Sie sollten sofort den Notarzt (112) rufen, wenn Ihr Puls extrem schnell ist (über 150-180/min), aber besonders bei Kombination mit Symptomen wie starken Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Bewusstlosigkeit oder Benommenheit, oder wenn ein sehr langsamer Puls (unter 40/min) mit Schwindel/Ohnmacht einhergeht, da dies auf lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern (oft über 300/min) hinweisen kann. Auch anhaltendes Herzrasen über 15 Minuten, das nicht aufhört, ist ein Fall für den Notruf.
Wie lange ist ein Puls über 100 ok?
Ein Puls über 100 in Ruhe (Tachykardie) sollte nicht dauerhaft bestehen und ist ein Zeichen, dass eine ärztliche Abklärung nötig ist, besonders wenn er wiederholt auftritt oder von Symptomen wie Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen begleitet wird; er kann kurzzeitig bei Stress normal sein, aber anhaltende Werte über 100 in Ruhe deuten auf eine Überbelastung oder ein zugrundeliegendes Problem hin.
Warum hoher Puls trotz normalem Blutdruck?
Ein hoher Puls bei normalem Blutdruck kann harmlos (Stress, Koffein, Sport) oder ein Zeichen für Probleme wie Dehydrierung, Schilddrüsenüberfunktion, Anämie oder Herzrhythmusstörungen sein; oft versucht das Herz, einen niedrigen Blutdruck auszugleichen, daher sollte ein Arzt die Ursachen abklären, insbesondere bei plötzlichem Anstieg oder fehlendem Grund, so MDR, Deutsche Herzstiftung e.V., Kardiologie herz:bewegt | Praxis für Kardiologie und Sportmedizin, visomat Blutdruckmessgeräte und Harvard Health.
Was verfälscht eine Blutdruckmessung?
Falsche Armhaltung (nicht auf Herzhöhe), eine unpassende oder falsch angelegte Manschette, mangelnde Ruhe vor der Messung (mind. 5 Min.), Sprechen, Bewegung oder Stress, sowie das Messen direkt nach dem Essen, Koffein, Nikotin oder Sport können Blutdruckmessungen verfälschen und zu falschen, oft zu hohen Werten führen. Auch zu häufiges Messen hintereinander oder das Überschlagen der Beine sind Fehlerquellen.
Ist ein Puls von 90 gefährlich?
Ein Ruhepuls von 90 Schlägen pro Minute (bpm) liegt für die meisten Erwachsenen noch im normalen Bereich (60-90 bpm), kann aber bei dauerhafter Erhöhung ein Zeichen für mangelnde Fitness, Stress, Koffein oder andere Faktoren sein; ist er dauerhaft über 90 bpm oder treten Symptome wie Schwindel, Brustschmerz oder Atemnot auf, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um Herzprobleme auszuschliessen.
Was hilft sofort gegen hohen Puls?
Um den Puls schnell zu senken, helfen oft Entspannungstechniken wie tiefe Atemübungen (z.B. langsames Ein- und Ausatmen mit „ssss“-Geräusch) oder das Valsalva-Manöver (kräftiges Ausatmen gegen zugehaltene Nase und Mund), manchmal kombiniert mit Kaltwasserreizen oder dem Anheben der Beine. Wichtig: Bei anhaltend hohem Puls oder starken Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären, da die Methoden nur bei harmlosen Ursachen wie Stress helfen.
Welcher Mangel löst hohen Puls aus?
Ein hoher Puls (Herzrasen/Tachykardie) kann auf einen Mangel an wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium hinweisen, da diese Elektrolyte für einen stabilen Herzrhythmus entscheidend sind; auch ein Mangel an Vitamin D kann Herzrhythmusstörungen begünstigen. Weitere Ursachen sind Stress, Schilddrüsenüberfunktion oder Blutarmut, weshalb bei anhaltend hohem Puls immer ein Arztbesuch ratsam ist, um die genaue Ursache zu klären.
Welcher Ruhepuls ist in welchem Alter normal?
Der normale Ruhepuls variiert mit dem Alter: Bei Erwachsenen liegt er meist zwischen 60-80 Schlägen pro Minute (bpm), bei Kindern höher (ca. 80-100 bpm), bei Jugendlichen etwa 80-110 bpm und bei Senioren oft etwas höher (60-90 bpm), aber abhängig vom Fitnesslevel, da gut Trainierte einen niedrigeren Puls haben können. Säuglinge und Kleinkinder haben deutlich höhere Frequenzen.
Ist der Puls immer abhängig vom Blutdruck?
Der Blutdruck und der Puls werden nicht unbedingt abhängig voneinander hoch- oder herunterreguliert. Wenn also einer der beiden Werte ansteigt, muss der andere nicht automatisch ebenso steigen: Blutdruck und Puls sind Regelgrößen, um die Blutversorgung im gesamten Körper zu gewährleisten.
Ist ein Blutdruck von 160 zu 90 gefährlich?
Ja, ein Blutdruck von 160 zu 90 mmHg ist als Bluthochdruck (Hypertonie) Grad 1 einzustufen und sollte behandelt werden, da er langfristig Organe schädigt und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht; es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da oft Lebensstiländerungen und/oder Medikamente nötig sind, um die Werte zu senken, um ernste Folgen zu vermeiden.
Welcher Mangel löst hohen Blutdruck aus?
Bei Bluthochdruck (Hypertonie) bestehen häufig Mängel an Kalium und Magnesium, die wichtig für die Gefäßfunktion sind, sowie an bestimmten B-Vitaminen (B6, B9, B12) und Vitamin D. Auch Omega-3-Fettsäuren, Taurin, Zink und Arginin sind relevante Mikronährstoffe, deren Mangel Bluthochdruck begünstigen kann, wobei Kalium als Gegenspieler zu Natrium fungiert und Magnesium die Muskelfunktion unterstützt.
Ist ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck schlimmer?
Hoher Blutdruck (Hypertonie) ist meist gefährlicher, da er schleichend Gefäße, Herz, Gehirn und Nieren schädigt und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann, während niedriger Blutdruck (Hypotonie) oft harmlos oder sogar vorteilhaft ist, aber bei starken Abfällen zu Schwindel, Ohnmacht und Stürzen mit Verletzungsrisiko führen kann, insbesondere wenn eine Herzerkrankung die Ursache ist. Beide können gefährlich sein, aber die Langzeitfolgen von unbehandeltem hohem Blutdruck sind schwerwiegender.
Ist der obere oder der untere Wert beim Blutdruck wichtiger?
Laut einer neuen Studie ist der systolische Blutdruck der beste Indikator für zukünftige Herz-Kreislauf-Ereignisse und Tod, unabhängig vom Alter. Bei jüngeren Menschen könnte jedoch auch der diastolische Blutdruck eine wichtige Rolle spielen.
Ist ein Blutdruck von 140 zu 70 für einen 70-Jährigen gut?
Die Leitlinien der American College of Cardiology Foundation/American Heart Association (ACCF/AHA) aus dem Jahr 2011 zum Umgang mit Bluthochdruck bei älteren Menschen empfehlen für die meisten Patienten unter 80 Jahren einen systolischen Blutdruckzielwert von <140 mmHg und für Patienten ab 80 Jahren einen Zielwert von 140–145 mmHg .
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