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Was ist günstiger Gas oder Luftwärmepumpe?

Gefragt von: Rafael Ruf B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 4. März 2026
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Kurzfristig ist die Gasheizung günstiger in der Anschaffung, aber langfristig, oft schon nach 10-15 Jahren, wird die Luft-Wärmepumpe durch niedrigere Betriebskosten (besonders mit Strom aus PV) und hohe staatliche Förderungen günstiger, da steigende Gaspreise und CO₂-Abgaben die Gasheizung belasten. Die Luft-Wärmepumpe hat höhere Anschaffungskosten (ca. 15.000–30.000 €) vs. Gasheizung (ca. 8.000–14.000 €), aber die Betriebskostenersparnis kann 30–40 % betragen, bei geringeren Wartungskosten für die Wärmepumpe.

Ist es billiger, mit Gas oder mit Wärmepumpe zu heizen?

Eine Gasheizung ist bei den Anschaffungskosten günstiger, aber eine Wärmepumpe ist langfristig günstiger, da sie deutlich niedrigere Betriebskosten (Strom statt Gas, weniger Wartung) hat und durch staatliche Förderung (bis zu 70 % Zuschuss) die hohen Investitionen abgefedert werden können. Die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe amortisieren sich durch die niedrigeren laufenden Kosten oft schon nach wenigen Jahren, sodass sie über die Lebensdauer die wirtschaftlichere Wahl darstellt, besonders wenn sie mit einer PV-Anlage kombiniert wird.
 

Was verbraucht mehr Strom, Wärmepumpe oder Gasheizung?

Eine moderne Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 benötigt für 10.000 kWh Heizenergie nur etwa 2.857 kWh Strom. Im Vergleich dazu verbraucht eine alte Gasheizung für die gleiche Wärmemenge 10.000 kWh Gas.

Kann ich in 10 Jahren noch mit Gas heizen?

Kein Verbot alter Öl- und Gasheizungen

Öl- oder Gasheizungen, die bereits in Betrieb sind, dürfen weiterlaufen, solange sie funktionieren. Sie können repariert werden, wenn sie kaputtgehen. Eine Austauschpflicht besteht nur, wenn die Heizung irreparabel ist.

Was ist aktuell die billigste Art zu heizen?

Die günstigste Heizung hängt davon ab, ob Sie die Anschaffung oder die laufenden Kosten betrachten: In der Anschaffung sind Elektroheizungen am billigsten, während bei den Betriebskosten Holzpellets und insbesondere Wärmepumpen (oft in Kombination mit Photovoltaik) oft die Nase vorn haben, da sie Umgebungswärme nutzen. Für eine schnelle, aber teure Stromheizung sind Konvektoren gut, für dauerhaft niedrige Kosten sind Wärmepumpen oder Pelletheizungen die Favoriten, die sich durch staatliche Förderungen amortisieren können. 

Energiepreise: Wärmepumpe oder Gas - was spart wirklich Heizkosten? | NDR Info

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Warum werden ab 2026 Gasheizungen teurer?

Gasheizungen werden 2026 teurer, weil der CO₂-Preis pro Tonne steigt (auf bis zu 65 €), was die Kosten für fossile Brennstoffe direkt erhöht, sowie durch höhere Gas-Netzentgelte, da die Netze aufgrund des sinkenden Gasverbrauchs schneller abgeschrieben werden müssen. Diese Faktoren verteuern Gas und Öl gegenüber Strom, wodurch sich der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen lohnt.
 

Welche Heizung ist kein Stromfresser?

Die sicherste Lösung für das Heizen ohne Strom ist der Kachelofen. Egal ob Blackout und totaler Stromausfall oder Ressourcenknappheit bzw. Preisanstiege in Bezug auf die Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe, der Kachelofen ist sowohl im Betrieb als auch in der Handhabung die sicherste Alternative zum Heizen mit Strom.

Ist der Einbau einer neuen Gasheizung heute noch sinnvoll?

Man darf noch eine Gasheizung einbauen, aber nur mit hohen Auflagen und sinkender Zukunftssicherheit, da sie ab 2029 schrittweise mit 15 % erneuerbaren Gasen betrieben werden muss und bis 2045 klimaneutral sein muss. Einbau ist in Bestandsgebäuden erlaubt, bis die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist (meist bis 2028). Verbraucherschützer raten wegen steigender CO2-Preise und fehlender Förderung für reine Gasheizungen vom Einbau ab, empfehlen H2-Ready-Geräte oder den Umstieg auf erneuerbare Energien.
 

Was passiert, wenn meine Gasheizung 2025 kaputt geht?

Was passiert, wenn 2025 meine Gasheizung kaputtgeht? Ist Ihre Heizung kaputt und sind keine Reparaturen am Gerät mehr möglich, müssen Sie eine neue Heizung einbauen, die zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.

Was ist der größte Nachteil einer Wärmepumpenanlage?

Wärmepumpen wird oft eine erhebliche Geräuschentwicklung nachgesagt, die von Menschen als belastend empfunden werden kann. Richtig ist: Luftwärmepumpen sind hörbar, weil sie im Betrieb Außenluft ansaugen. Gegenüber den praktisch nicht hörbaren Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen sind Luftwärmepumpen damit im Nachteil.

Was kostet der Austausch einer Gasheizung gegen eine Wärmepumpe?

Der Austausch einer Gasheizung gegen eine Wärmepumpe kostet vor Förderung in der Regel 14.000 bis 35.000 €, oft sogar mehr bei Erdwärme. Mit staatlichen Zuschüssen (bis zu 70 % der förderfähigen Kosten von max. 30.000 €) können die Netto-Kosten auf etwa 9.000 € bis 15.000 € sinken oder sogar mit einer neuen Gasheizung vergleichbar sein. Die genauen Kosten hängen stark von der Art der Wärmepumpe (Luft-Wasser günstiger), dem Installationsaufwand, dem Zustand des Hauses und möglichen Zusatzarbeiten (Heizkörper, Pufferspeicher) ab. 

Kann man eine Wärmepumpe auch mit normalen Heizkörpern betreiben?

Ja, eine Wärmepumpe funktioniert grundsätzlich auch mit Heizkörpern, aber die Effizienz hängt stark von der Art der Heizkörper und der Dämmung des Gebäudes ab. Moderne Niedertemperatur-Heizkörper oder größere Plattenheizkörper sind ideal, da sie auch bei den niedrigeren Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe (oft 35-55°C) genug Wärme abgeben; ältere, kleinere Heizkörper benötigen höhere Temperaturen und müssen eventuell durch einen hydraulischen Abgleich optimiert oder gegen größere Modelle ausgetauscht werden, um effizient zu sein.
 

Warum wird das Heizen mit Wärmepumpe sehr teuer?

"Wenn die Wärmepumpe eine schlechte Effizienz hat, wird es sehr teuer, weil Sie fast so viel an Strom verbrauchen, was Sie vorher an Gas oder Öl verbraucht haben. Und Gas und Öl sind immer noch viel günstiger als Strom, gerechnet auf die Kilowattstunde," sagt der "Wärmepumpendoktor".

Wie viel kostet eine Gasheizung im Vergleich zu einer Wärmepumpe?

Neue Wärmepumpen kosten in der Regel zwischen 2.500 und 10.000 US-Dollar für die Installation, abhängig von der Quadratmeterzahl, während Erdgasheizungen in der Regel zwischen 700 und 3.300 US-Dollar kosten .

Was kostet eine Wärmepumpe für 120 Quadratmeter Haus?

Für ein 120 m² Haus kostet eine Wärmepumpe typischerweise zwischen 14.000 € und 40.000 €, wobei die tatsächlichen Gesamtkosten stark vom Wärmepumpentyp (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser), dem Zustand des Hauses und dem Installationsaufwand abhängen, wobei staatliche Förderungen (BEG) die effektiven Kosten erheblich senken können. Einfache Luft-Wasser-Wärmepumpen beginnen oft bei etwa 12.000 € – 20.000 € für Gerät und Einbau, während komplexere Erdwärmesysteme teurer sind. 

Wie lange ist es noch erlaubt, mit Gas zu heizen?

Sie können Ihre bestehende Gasheizung grundsätzlich noch bis Ende 2044 betreiben, müssen aber ab 2029 schrittweise auf eine Beimischung von mindestens 15 % Biogas/Wasserstoff umstellen, mit steigenden Anteilen bis 2040, um die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zu erfüllen. Einbau einer neuen reinen Gasheizung ist nach der kommunalen Wärmeplanung (spätestens 2028) nur noch unter bestimmten Bedingungen (z.B. Hybridheizung) möglich, während ältere, über 30-jährige Konstanttemperaturkessel ohnehin getauscht werden müssen. 

Ist eine neue Gasheizung sparsamer als eine alte?

Die Erneuerung der Gasheizung bietet viele Vorteile: Eine neue Heizung ist sparsamer im Verbrauch und verursacht so weniger Heizkosten. Außerdem lassen sich auch Einsparungen bei den CO2-Emissionen erreichen, was für eine geringere Umweltbelastung sorgt.

Wie hoch werden die Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit Gas im Jahr 2025 sein?

Heizkosten für Gas steigen 2025 spürbar an, hauptsächlich durch die Erhöhung der CO2-Steuer auf 55 €/Tonne, was zu Mehrkosten von ca. 48 € brutto pro Jahr führt, wobei die Preise je nach Verbraucher und Anbieter variieren; der BDEW meldet für Oktober 2025 einen Durchschnittspreis von 12,07 ct/kWh, aber der Heizspiegel 2025 zeigt höhere Kosten für Gaskunden (ca. 1.180 € für ein 70m²-Haus) im Vergleich zu Wärmepumpen. Viele Haushalte können durch Einsparungen noch deutlich Geld sparen (bis zu 400 €/Jahr).
 

Welche Heizung baut man jetzt in ein altes Haus?

Für einen Altbau eignen sich besonders Wärmepumpen (oft mit Dämmung), Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas) und Biomasseheizungen (Pellets) wegen der 65%-Regel, aber auch (grüne) Gas-Brennwertheizungen als Übergangslösung oder Brennstoffzellenheizungen, die gut mit dem Gasanschluss im Altbau funktionieren; die beste Wahl hängt stark vom Dämmzustand des Hauses ab.
 

Was kostet eine neue Gasheizung komplett mit Einbau?

Eine neue Gasheizung mit Montage kostet im Einfamilienhaus meist zwischen 6.000 und 15.000 Euro, je nach Gerätetyp (Therme vs. Kessel), Leistung und Zusatzarbeiten wie Schornsteinsanierung oder Warmwasserspeicher, wobei einfache Brennwertthermen eher am unteren Ende und bodenstehende Brennwertkessel eher am oberen Ende liegen; reine Gasheizungen sind aufgrund des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) kaum noch förderfähig, weshalb Hybridlösungen (mit Solar) teurer sind, aber mehr staatliche Unterstützung erhalten. 

Was passiert, wenn ich meine Heizung nach 30 Jahren nicht tausche?

Wenn Sie einen älteren Heizungskessel haben und diesen laut der seit 2023 geltenden Austauschpflicht nach 30 Jahren erneuern müssen, dies jedoch nicht tun, droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe dieser Strafen kann bis zu 50.000 Euro betragen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.

Ist es wirklich günstiger, die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen?

Ja, es ist tatsächlich günstiger, die Heizung im Winter sowohl am Tag als auch nachts konstant laufen zu lassen und die Temperaturen nur leicht zu verändern. Einen Raum komplett wieder aufzuheizen kostet deutlich mehr Energie als der kontinuierliche Betrieb über stabile Temperaturen.

Wie bekomme ich einen Raum ohne Heizung warm?

Um ein Zimmer ohne Heizung warm zu bekommen, dichten Sie Fenster und Türen ab, nutzen Sie die Restwärme von Backofen oder Herd, ziehen Sie nachts Rollläden und dicke Vorhänge zu, legen Sie Teppiche aus und ziehen Sie sich warm an (z.B. mit Thermounterwäsche), ergänzt durch Wärmflaschen, Kerzen (mit Vorsicht) oder einen Teelichtofen für Gemütlichkeit, um Wärmeverlust zu minimieren und die eigene Körperwärme zu nutzen. 

Was ist die billigste Art zu Heizen?

Die billigste Heizart hängt von den Betriebskosten und Anschaffungspreisen ab, aber Wärmepumpen (mit Solarstrom) und Holzpelletheizungen bieten oft die niedrigsten laufenden Kosten pro Kilowattstunde. Bei den Anschaffungskosten sind moderne Gas-Brennwertheizungen oft günstiger als andere Zentralheizungen. Für gelegentliche oder punktuelle Wärme können auch elektrische Flächenspeicherheizungen oder Infrarotheizungen sparsam sein. 

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