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Was ist eine Multi Dot Brille?

Gefragt von: Juergen Seitz B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026
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Eine Multidot-Brille, auch Raster- oder Lochbrille genannt, ist eine Sehhilfe mit einem Gitter aus vielen kleinen Löchern anstelle von durchgehenden Gläsern, die das einfallende Licht bündelt und dadurch das Sehen schärfer erscheinen lässt, was bei verschiedenen Sehproblemen (z.B. Kurz- und Weitsichtigkeit, Astigmatismus) kurzfristig helfen kann, jedoch das Blickfeld einschränkt und umstritten ist. Sie wird oft als Trainingsgerät für die Augen eingesetzt, um die Fokussierung zu verbessern und die Augen zu entspannen, aber der therapeutische Nutzen ist nicht eindeutig belegt und Augenärzte warnen teilweise davor.

Ist eine Lochbrille gut für die Augen?

Da durch die Lochbrille das Gesichtsfeld eingeschränkt wird und die Lichtintensität vermindert ist, ist sie für den Alltag nicht brauchbar. Übrigens: Wenn du an einer Sehschwäche leidest, die nicht brechungsbedingt ist, wie etwa einer Makuladegeneration, dann siehst du durch die Lochbrille schlechter.

Worin besteht der Unterschied zwischen Gleitsichtbrillen und Multifokalbrillen?

Gleitsichtgläser und Multifokalgläser sind dasselbe . Sie werden auch als Gleitsichtgläser bezeichnet. Gleitsichtgläser funktionieren ähnlich wie Bifokal- und Trifokalgläser, haben aber keine Trennlinien, die den Übergang zwischen den Korrekturstärken markieren.

Wie funktioniert eine multifokale Brille?

Wie funktionieren Multifokallinsen? Multifokale Linsen besitzen verschiedene Dioptrienwerte, die stufenlos ineinander übergehen. Somit werden mehrere Bilder gleichzeitig auf die Netzhaut projiziert und das menschliche Gehirn sucht sich automatisch das schärfste Bild heraus.

Wie viel kostet eine Brille für Farbenblinde?

Die meisten farbenblinden Brillen kosten ohne Korrekturgläser zwischen 100 und 450 Euro. Einige sind für weniger als 100 Euro erhältlich. Einige Hersteller stellen maßgeschneiderte Brillengläser für Ihre spezifische Farbsehschwäche her. Diese Brillen können mehrere tausend Euro kosten.

LOCHBRILLE - Anwendung, Erfahrung & Übungen | AUGENTRAINING

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Welche Brille ist die beste für Farbenblinde?

EnChroma-Brillen sind wohl die bekanntesten Brillen für Farbenblinde. Sie nutzen eine spezielle Filtertechnologie, die hauptsächlich für die Rot-Grün-Schwäche entwickelt wurde. Die Filter verstärken den Kontrast zwischen Rot und Grün, sodass diese Farben deutlicher unterschieden werden können.

Wie viel zahlt die Krankenkasse zur Brille dazu?

Gesetzliche Krankenkassen zahlen bei Erwachsenen nur in bestimmten Ausnahmefällen Zuschüsse für Brillen, meist nur einen geringen Festbetrag pro Glas (ca. 10-113 €), der je nach Sehstärke variiert, während Gestell, spezielle Gläser (Entspiegelung, Gleitsicht) und Mehrkosten selbst getragen werden müssen, wobei Kinder und Jugendliche oft bessergestellt sind und die Kasse bei starken Sehschwächen (z. B. ab 6 Dioptrien) oder bestimmten Krankheiten zahlt. 

Welche Nachteile haben multifokale Linsen?

Nachteile von multifokalen Linsen sind oft Lichtempfindlichkeit, Halo-Effekte (Lichtringe um Objekte) und eine reduzierte Kontrast- bzw. Schärfeempfindlichkeit, da das Licht auf mehrere Brennpunkte verteilt wird, was zu einem gewissen Sehverlust führen kann. Das Gehirn benötigt eine Anpassungszeit, und nicht jeder ist ein idealer Kandidat, besonders wenn wichtiges Farb- und Kontrastsehen gefordert ist, wie bei Nachtfahrern. Zudem sind sie teurer und die Anpassung kann komplex sein.
 

Welche Alternativen gibt es zu Gleitsichtbrillen?

Alternativen zur Gleitsichtbrille sind Multifokal-Kontaktlinsen, Bifokal- und Trifokalbrillen mit sichtbaren oder unsichtbaren Übergängen, separate Nah-, Fern- und Zwischenbereichsbrillen, spezielle Wellness-Gläser sowie dauerhafte Lösungen wie Augenlaser-Operationen (z.B. Monovision) oder Implantate (IOLs), die alle unterschiedliche Sehkomfort-Level, Gewöhnung und Kosten mit sich bringen.
 

Wann keine Multifokallinse?

Welche Kontraindikationen bestehen für Multifokallinsen? Patienten mit chronisch fortschreitenden Augenerkrankungen, z.B. Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) eignen sich nicht für Multifokallinsen. Schwangerschaft und Stillzeit schließen gleichsam eine Linsenimplantation aus.

Was ist besser, Gleitsichtbrille oder zwei Brillen?

Weder Gleitsichtbrille noch zwei getrennte Brillen sind pauschal besser; es hängt stark von individuellen Bedürfnissen, Sehgewohnheiten und Budget ab, wobei Gleitsichtbrillen Komfort für den Allrounder bieten, während zwei Brillen (z.B. Lese- und Fernbrille) bei spezifischen Sehaufgaben oder stärkerer Alterssichtigkeit oft präziser und einfacher zu handhaben sind, besonders für Menschen, die mit Gleitsichtgläsern nicht zurechtkommen. 

Was bedeutet progressive multifokale Brille?

Progressive / Multifokale Brillen

All-in-One Brillen zur Sichtkorrektur über alle Entfernungen. Das erlaubt Ihnen das Sehen in der Nähe sowie auf mittlere und weite Entfernungen ohne dass Sie die Brille wechseln müssen.

Was sind Bifokal- und Trifokalbrillen?

Bifokal- und Trifokalgläser umfassen zwei (bifokal) oder drei (trifokal) Gläserstärken. Damit wird ein größerer Sehbereich erzeugt und die insbesondere durch Alterssichtigkeit verlorene Lesestärke wiederhergestellt.

Wieso kann ich plötzlich ohne Brille besser sehen?

Ein Grauer Star kann auch unerwartete Folgen haben: So können manche Menschen, die immer schon eine Brille getragen haben, plötzlich ohne Brille besser sehen. Das liegt daran, dass sich die Brechkraft des Auges verändert und damit die Fähigkeit, Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf zu sehen.

Was ist besser, Glas oder Kunststoffbrille?

Für die meisten Menschen sind Kunststoffgläser die bessere Wahl, da sie leichter, bruchsicherer und vielseitiger sind, während Glasgläser (Mineralglas) zwar kratzfester und dünner bei sehr hohen Dioptrien sind, aber schwerer und zerbrechlich. Die Entscheidung hängt von Ihren Bedürfnissen ab: Für Kinder, Sportler oder den Alltagsgebrauch ist Kunststoff ideal, Glas punktet bei maximaler Kratzfestigkeit und für spezielle hohe Dioptrien.
 

Was ist besser für die Augen, mit oder ohne Brille?

Eine Brille hat keinen schlechten Einfluss auf die Sehkraft

Es hält sich hartnäckig der Mythos, dass die Augen durch das dauerhafte Tragen einer Brille schlechter werden, weil sich die Augen an die Sehhilfe gewöhnen und dadurch faul und träge werden. Zum Glück ist an diesem Gerücht nichts dran.

Welche Alternativen gibt es zur Gleitsichtbrille?

Alternativen zur Gleitsichtbrille sind Multifokal-Kontaktlinsen, Bifokal- und Trifokalbrillen mit sichtbaren oder unsichtbaren Übergängen, separate Nah-, Fern- und Zwischenbereichsbrillen, spezielle Wellness-Gläser sowie dauerhafte Lösungen wie Augenlaser-Operationen (z.B. Monovision) oder Implantate (IOLs), die alle unterschiedliche Sehkomfort-Level, Gewöhnung und Kosten mit sich bringen.
 

Für wen sind Gleitsichtbrillen nicht geeignet?

Eine Gleitsichtbrille ist oft ungeeignet bei sehr aktiven Menschen, die viel Sport treiben (wegen des eingeschränkten Sichtfelds und der Verzerrungen), bei Sturzgefahr (Treppen unscharf), bei schlechten Lichtverhältnissen (mehr Reflexionen) und wenn die Brille nicht perfekt angepasst ist (z.B. bei speziellen Sehproblemen, stark unterschiedlichen Stärken oder schlechter Zentrierung), was zu Kopfschmerzen oder Nackenproblemen führen kann. Auch bei sehr starken Fehlsichtigkeiten oder spezifischen Sehproblemen wie Nahastigmatismus kann eine separate Brille sinnvoller sein. 

Wie teuer darf eine gute Gleitsichtbrille sein?

Eine Gleitsichtbrille kann je nach Qualität, Marke und Serviceaufwand zwischen ca. 200 € bis über 1.500 € kosten, wobei gute Standardmodelle oft um die 300 € bis 600 € liegen, während Premium-Varianten mit breiterem Sehbereich und speziellen Beschichtungen teurer sind. Die Preise hängen stark von der Technologie der Gläser, dem Gestell (Marke vs. No-Name) und den individuellen Anpassungen ab, da die Krankenkassen in Deutschland kaum etwas übernehmen. 

Welche Nachteile haben Gleitsichtkontaktlinsen?

Nachteile von Gleitsicht-Kontaktlinsen sind eine längere und komplexere Anpassung, eine längere Eingewöhnungszeit (bis zu sechs Wochen), höhere Anschaffungs- und Pflegekosten, das Risiko mangelnder Sehschärfe oder Kontrastprobleme, Blendeffekte (Halo/Gleissen) bei Nacht, nicht immer optimale Ergebnisse bei schlechter Beleuchtung und die Notwendigkeit einer guten Augengesundheit für das Tragen. Sie erfordern mehr Aufwand, da Gehirn und Augen sich an verschiedene Sehzonen gewöhnen müssen, und sind nicht für jeden geeignet, da sie einen Kompromiss darstellen können.
 

Welche linsen sind für den grauen Star am besten?

Die "beste" Linse bei grauem Star gibt es nicht pauschal, sie hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab; Monofokallinsen sind der Standard und gut für eine Entfernung, während Premiumlinsen wie multifokale oder EDOF-Linsen oft ein brillenfreies Sehen in verschiedenen Bereichen ermöglichen (Ferne, Nähe, Computer), aber höhere Kosten verursachen, und torische Linsen Hornhautverkrümmungen korrigieren. Eine ausführliche Beratung mit Ihrem Augenarzt ist entscheidend für die richtige Wahl.
 

Wie teuer ist eine multifokale Linse?

Die Kosten für Multifokallinsen liegen meist zwischen 2.000 € und 3.000 € pro Auge für eine Implantation, abhängig von Linsentyp (Bifokal vs. Trifokal), Untersuchungsaufwand und Klinik, wobei gesetzliche Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht übernehmen, private Versicherungen aber eventuell bezuschussen. Diese Preise umfassen oft die Linse selbst, die Operation und Nachuntersuchungen.
 

Wie viele Dioptrien entsprechen 30 Prozent Sehkraft?

30 Prozent Sehkraft (Visus 0,3) ist nicht direkt in eine bestimmte Dioptrienzahl umrechenbar, da es von der Art der Sehschwäche abhängt, aber es entspricht oft Werten um -1,0 bis -1,5 Dioptrien (oder mehr bei Hornhautverkrümmung) und gilt als schwere Sehbeeinträchtigung, bei der eine Brille oft nicht mehr ausreicht und Lupenhilfen nötig werden können, wobei die Krankenkasse die Kosten für Gläser bei unter 30 % Sehkraft übernimmt. 

Wann bekommt man einen Zuschuss zur Brille?

In drei Fällen wird deine Brille von der Krankenkasse übernommen: bei Kurz- oder Weitsichtigkeit ab 6,25 Dioptrien, einer Hornhautverkrümmung ab 4,25 Dioptrien und wenn nur noch eine maximale Sehkraft von unter 30 % vorliegt. Bei Minderjährigen ist die Brille meist Kassenleistung.

Wie viel kostet eine Gleitsichtbrille bei Fielmann?

Eine Gleitsichtbrille bei Fielmann gibt es bereits ab einem günstigen Einstiegspreis von ca. 68,90 € (oder 139 € in älteren Angeboten) mit Basisgläsern, je nach Fassung und Glasqualität können die Preise jedoch deutlich steigen, je nach Markengläsern, Veredelungen und individuellen Bedürfnissen. Fielmann bietet verschiedene Qualitätsstufen an, um sich Ihrem Budget anzupassen.