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Was ist ein Kontierservice?

Gefragt von: Heidemarie Merkel  |  Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026
sternezahl: 4.9/5 (28 sternebewertungen)

Die Kontierung ist die Basis für eine ordnungsgemäße Buchführung. Mit den Buchhaltungs-Lösungen von Lexware passt du die hinterlegten Kontenrahmen ganz einfach an dein Unternehmen an und ordnest deine Belege in deinen individuellen Kontenplan ein.

Wie funktioniert Kontieren?

Richtig kontieren bedeutet, Geschäftsvorfälle korrekt zu erfassen und ihnen die passenden Konten zuzuordnen (z.B. Aufwand, Ertrag, Aktiv, Passiv) – basierend auf dem Beleg – und so den Buchungssatz "SOLL an HABEN" zu bilden, um eine nachvollziehbare Buchführung zu gewährleisten. Es ist entscheidend, dass jeder Buchung ein Beleg zugrunde liegt und die Kontierung die Regeln der doppelten Buchführung (z.B. Zugang im Soll/Haben) beachtet, wobei digitale Tools helfen können, dies systematisch zu erledigen.
 

Wer darf Kontieren?

Der Buchführungshelfer darf Kontieren. Das heißt, er darf Unterlagen, die bestimmte Geschäftsvorfälle betreffen, sammeln und entscheiden, welche einzelnen Konten innerhalb der Buchhaltung von dem Vorfall betroffen sind sowie den entsprechenden Buchungssatz aufstellen.

Welche 5 Aufgaben hat die Buchführung?

Aufgaben der Finanzbuchhaltung

  1. Dokumentation aller Geschäftsvorfälle. Im Sinne des § 239 HGB erfüllt die Finanzbuchhaltung eine Belegfunktion. ...
  2. Die Ermittlung der Bestände (Aufstellung der Bilanz) ...
  3. Die Ermittlung der Bestandsveränderungen. ...
  4. Die Ermittlung des Erfolgs (GuV) ...
  5. Besteuerungsgrundlage.

Warum wird kontiert?

Um die Richtigkeit sämtlicher Buchungen festzuhalten, werden Eingangsrechnungen ihren jeweils zugehörigen Aufwands– und Ertragskonten zugewiesen. Genau dieser Vorgang definiert die Kontierung.

Kontierung | Was du bei deiner Buchführung beachten solltest!

34 verwandte Fragen gefunden

Was bedeutet kontieren auf Deutsch?

Kontierung Bedeutung: Die Kontierung bezeichnet die Entscheidung, auf welches Sachkonto ein Geschäftsvorfall gebucht werden soll. Dabei wird ein Buchungssatz erstellt, nach dem Prinzip: Soll-Konto an Haben-Konto.

Ist eine Kontierung Pflicht?

Die Kontierung von Belegen ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD) und dem Handelsgesetzbuch (§ 257 HGB) müssen alle Geschäftsvorfälle nachvollziehbar und vollständig dokumentiert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Buchhaltung und Buchführung?

Buchhaltung ist die übergeordnete Abteilung oder das System, während die Buchführung die konkrete Tätigkeit innerhalb der Buchhaltung ist: Die Buchführung ist das systematische Erfassen aller Geschäftsvorfälle (z.B. Rechnungen), die Buchhaltung umfasst dies sowie die Analyse, Auswertung und Berichterstattung dieser Daten zur Steuerung und Dokumentation des Unternehmens. Kurz gesagt: Die Buchführung liefert die Zahlen, die Buchhaltung interpretiert sie. 

Was benutzen Buchhalter am häufigsten für ihre Arbeit?

Beliebte Softwareoptionen

Zu den in der Branche am weitesten verbreiteten Buchhaltungsprogrammen gehören QuickBooks, Xero und FreshBooks . Jede dieser Plattformen bietet einzigartige Funktionen, die auf unterschiedliche Geschäftsanforderungen zugeschnitten sind.

Ist Buchhaltung schwer zu lernen?

Nein, Buchhaltung ist nicht grundsätzlich schwer, aber sie erfordert Sorgfalt, Präzision und Verständnis für Grundprinzipien; für Anfänger ist sie mit den richtigen Grundlagen gut erlernbar, kann aber durch die Komplexität der doppelten Buchführung oder intensive Studiengänge herausfordernd werden, bietet aber auch Sicherheit für Selbstständige und vielfältige Karrierewege. Die Schwierigkeit hängt stark vom System ab: Einfache Buchführung (EÜR) ist leichter als die doppelte Buchführung (Bilanzierung). 

Ist Kontieren gleich Buchen?

Kontierung bezeichnet die Erfassung von Belegen und ihre Zuordnung in Aufwands- und Ertragskonten, meist unter Zuhilfenahme eines Kontenplans. Keine Buchung ohne Beleg. Aus diesem Grund musst du für jede Buchung einen Beleg vorweisen. Die Zuordnung geschieht durch Vermerke auf Quittungen und Rechnungen.

Kann man Buchhaltung ohne Ausbildung machen?

Ja, man kann Buchhalter ohne klassische Ausbildung werden, da „Buchhalter“ keine geschützte Berufsbezeichnung ist; der Weg führt oft über Quereinstieg mit Unterstützung durch Kurse, Weiterbildungen (IHK-Zertifikat möglich), Praktika, Assistenzjobs oder durch Praxiserfahrung in der Kreditoren-/Debitorenbuchhaltung, wobei Affinität für Zahlen, Genauigkeit und Lernbereitschaft entscheidend sind, oft in Verbindung mit einer kaufmännischen Grundqualifikation oder Erfahrung, um z.B. als selbstständiger Buchhalter tätig zu sein.
 

Was darf ein Buchhalter nicht?

Folgende Dienstleistungen dürfen Bilanzbuchhalter nicht anbieten: Die Buchführung oder den Kontenrahmen einrichten. Den Jahresabschluss oder die Bilanz aufstellen. Vorbereitende Abschlussbuchungen vornehmen (Abschreibungen, Abgrenzungen, Rückstellungen)

Soll und haben Eselsbrücke?

Die beste Eselsbrücke für Soll und Haben ist der Buchungssatzbau „per Soll an Haben“: Wo ein „per“ steht, kommt der Betrag ins Soll (links), wo ein „an“ steht, kommt er ins Haben (rechts). Merke dir: „Wo das Geld hin soll, ist Soll“ und „Was du jetzt hast, ist Haben“ – bei Aktivkonten (wie Kasse) kommt Geld ins Soll (Zugang), bei Passivkonten (wie Verbindlichkeiten) ins Haben (Zugang), aber die Regeln hängen von der Kontenart ab.
 

Wie buche ich Rechnungen richtig?

Die Pflichtangaben einer Eingangsrechnung

  1. Name und Anschrift des Ausstellers.
  2. Name und Anschrift des Empfängers.
  3. Rechnungsdatum.
  4. Rechnungsnummer.
  5. Zeitpunkt der Lieferung oder Leistungserbringung.
  6. Anzahl und Bezeichnung der gelieferten Waren oder Art und Umfang der erbrachten Leistung.
  7. Netto-Rechnungsbetrag.
  8. Mehrwertsteuer.

An welcher Störung litt der Buchhalter?

Als Medizinstudentin, die in der Klinik Patienten mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) behandelte, ging ich, gelinde gesagt, mit gemischten Gefühlen in den Film „The Accountant“. Dieser Film aus dem Jahr 2016 ist Hollywoods jüngste Auseinandersetzung mit ASS und hat die zweifelhafte Ehre, als erster einen autistischen Auftragskiller zu zeigen.

Welche Computerkenntnisse benötigt man als Buchhalter?

Kenntnisse in Datenanalyse, Finanzsoftware, Programmierung (Python, SQL), Cybersicherheit und Cloud Computing können Buchhaltern helfen, ihre Effizienz zu steigern und strategische Erkenntnisse zu gewinnen. Die Buchhaltung lässt sich bis in die Anfänge der Zivilisation zurückverfolgen.

Was macht ein Buchhalter den ganzen Tag?

Buchhalter veranlassen, kontrollieren und dokumentieren alle finanziellen Transaktionen eines Unternehmens. Sie erstellen und prüfen Rechnungen, verwalten Belege und kümmern sich um das Mahnwesen. Zudem stellen sie die fristgerechte Zahlung von Steuern sicher und verwalten materielle Güter wie Firmengebäude.

Wird der Beruf Buchhalter aussterben?

Ist Buchhalter ein Beruf mit Zukunft? Trotz pessimistischer Prognosen ist der Beruf des Buchhalters keineswegs vom Aussterben bedroht.

Wie nennt man heute Buchhalter?

Im Gegensatz zum Finanzbuchhalter und zum geprüften Buchhalter ist die Prüfung bundeseinheitlich geregelt und die anschließende Berufsbezeichnung mit dem Begriff “Geprüfter Bilanzbuchhalter” geschützt.

Was ist schwieriger, Buchhaltung oder Rechnungswesen?

Buchhaltung erfordert oft eine weniger formale Ausbildung als Rechnungswesen , wodurch der Einstieg schneller gelingt, die Aufstiegschancen aber geringer sind. Das Rechnungswesen umfasst komplexere Aufgaben und Werkzeuge, während sich die Buchhaltung auf die tägliche Datenerfassung konzentriert und sich besonders zu Beginn der Karriere besser bewältigen lässt.

Was ist höher, Buchhalter oder Finanzbuchhalter?

Ein Buchhalter kümmert sich um die Buchführung und dokumentiert alle Geschäftsvorfälle inklusive Rechnungseingänge und -ausgänge. Die Finanzbuchhaltung ist ein Teilbereich der Buchhaltung. Ein Finanzbuchhalter ist für das externe Rechnungswesen wie Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung zuständig.

Sind PDF-Rechnungen zulässig?

Die sogenannte elektronische Rechnung ist ein standardisiertes maschinenlesbares Rechnungsformat. Zulässig sind Rechnungen im reinen XML-Format oder hybrid (XML nebst PDF).

Welche Rechnungen dürfen 2025 vernichtet werden?

Zum Jahresende 2025 verjähren die meisten Forderungen, die in 2022 entstanden sind, da die regelmäßige 3-jährige Verjährungsfrist (§ 195 BGB) mit dem Ende des Jahres der Entstehung beginnt und am 31. Dezember 2025 endet, was bedeutet, dass diese Forderungen ab dem 1. Januar 2026 nicht mehr durchsetzbar sind (z.B. Handwerkerleistungen, Kaufpreis, Dienstleistungen). Wichtig ist, dass die Frist mit dem Jahresende der Leistungserbringung startet, nicht mit dem Rechnungsdatum.
 

Wie kontiert man Belege richtig?

Richtig kontieren bedeutet, Geschäftsvorfälle korrekt zu erfassen und ihnen die passenden Konten zuzuordnen (z.B. Aufwand, Ertrag, Aktiv, Passiv) – basierend auf dem Beleg – und so den Buchungssatz "SOLL an HABEN" zu bilden, um eine nachvollziehbare Buchführung zu gewährleisten. Es ist entscheidend, dass jeder Buchung ein Beleg zugrunde liegt und die Kontierung die Regeln der doppelten Buchführung (z.B. Zugang im Soll/Haben) beachtet, wobei digitale Tools helfen können, dies systematisch zu erledigen.
 

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