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Was ist Dysglossie?

Gefragt von: Frau Dr. Emmy Renner B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2026
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Dysglossie ist eine Sprechstörung, die durch organische Veränderungen der Sprechorgane (Lippen, Zunge, Kiefer, Gaumen, Zähne) oder der versorgenden Nerven verursacht wird, was zu undeutlicher Aussprache führt. Sie betrifft die motorische Ausführung von Lauten und ist durch verwaschene Sprache, veränderte Sprechgeschwindigkeit und Anstrengung gekennzeichnet. Typische Ursachen sind Verletzungen, Operationen, Lähmungen oder Zahnfehlstellungen, die die Artikulation bestimmter Laute erschweren.

Was ist dentale Dysglossie?

dentale Dysglossie mit interdentaler Bildung von Lauten (bei der Lautbildung befindet sich die Zunge zwischen den Zähnen); z. B. bei Zahnfehlstellung. linguale Dysglossie mit gestörter Bildung von Lauten, die mit Beteiligung der Zunge gebildet werden (z.

Welche Krankheit löst Sprachstörungen aus?

Ursachen für eine Aphasie

  • Schlaganfall (verursacht 80 Prozent der Aphasien)
  • Schädel-Hirn-Trauma.
  • Tumoren.
  • Hirnblutungen.
  • Entzündungen.
  • weiteren Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

Was sind die Ursachen für Dysarthrie?

Dysarthrie-Ursachen sind Schädigungen des Nervensystems (ZNS/peripher), die die Sprechmuskulatur beeinträchtigen, am häufigsten durch Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata, Parkinson, Multiple Sklerose, ALS, Tumore oder Hirnverletzungen. Sie betreffen Gehirnregionen (Kleinhirn, Basalganglien, Hirnstamm) oder die Nervenbahnen, die Lippen-, Zungen-, Gaumen- und Stimmbänder steuern, was zu verwaschener Sprache, leiser Stimme oder monotonem Sprechen führt.
 

Was sind die Ursachen für verwaschene Sprache?

Verwaschene Sprache (Dysarthrie/Sprechapraxie) entsteht durch Störungen der Sprechmuskulatur oder ihrer Steuerung, oft nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata, oder bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose oder ALS. Auch Alkoholkonsum, Hirntumore, Vergiftungen, angeborene Fehlbildungen (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) und psychische Faktoren wie Sprechangst können eine Rolle spielen, wobei die Ursachen von der Hirnfunktion bis zur Mundanatomie reichen können.
 

Lisa Logopädin erklärt Sprachentwicklung und ihre Störungen

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Was sind die Ursachen für verwaschenes Sehen?

Verwaschenes Sehen bedeutet, dass Objekte unscharf erscheinen und kann von harmlosen Ursachen wie Müdigkeit, trockenen Augen oder nicht korrigierter Fehlsichtigkeit (Kurz-, Weit-, Alterssichtigkeit) bis zu ernsteren Problemen wie Migräne, Augenerkrankungen (z.B. Katarakt, Netzhautprobleme) oder neurologischen Störungen reichen; plötzliches, einseitiges oder mit starken Symptomen (Schwindel, Übelkeit, Flecken) einhergehendes verschwommenes Sehen sollte immer umgehend von einem Augenarzt abgeklärt werden. 

Warum spreche ich auf einmal undeutlich?

Hinter Nuschelei können unterschiedliche Gründe stecken. Schüchternheit, thematische Unsicherheit, ein schlecht sitzendes Gebiss oder eine Hasenscharte sind mögliche Ursachen. Mancher Nuschler bekommt beim Sprechen den Mund nicht auf. Anatomische oder muskuläre Gründe hat das nicht.

Ist Dysarthrie heilbar?

Dysarthrie-Heilungschancen hängen stark von der Ursache ab; oft ist eine vollständige Heilung unwahrscheinlich, aber eine deutliche Verbesserung ist durch gezielte Logopädie und die Behandlung der Grunderkrankung (z.B. Schlaganfall, Parkinson, MS, Hirnverletzung) möglich, wobei die Sprechfähigkeit von leicht bis schwer beeinträchtigt sein kann. Therapie zielt darauf ab, Atmung, Stimmgebung und Artikulation zu verbessern, was die Verständlichkeit steigert. 

Können Sprachstörungen psychisch sein?

Sprachstörungen haben vielfältige Ursachen. Sie können sich während der Sprachentwicklung in der Kindheit abzeichnen oder erst nach abgeschlossenem Spracherwerb aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen auftreten. Auch psychische und soziale Faktoren können das Sprachvermögen beeinträchtigen.

Was ist eine nuschelige Aussprache?

Eine nuschelige Aussprache beschreibt undeutliches Sprechen, oft durch zu kleine Mundbewegungen, verspannte Kiefermuskulatur oder mangelnde Zungenpräzision verursacht, was die Verständlichkeit erschwert und durch Übungen (Kiefer lockern, Vokale überbetonen, Zungenübungen) sowie manchmal durch Logopädie verbessert werden kann, wobei auch neurologische Ursachen dahinterstecken können.
 

Bei welcher Krankheit hat man Wortfindungsstörungen?

Wortfindungsstörungen sind oft ein Symptom für eine Aphasie, eine Sprachstörung, die durch Hirnschädigungen (z.B. nach einem Schlaganfall, Tumor, Unfall), Demenz (wie Alzheimer), Entzündungen oder auch starke psychische Belastungen (Depression) verursacht wird, wobei die amnestische Aphasie die Wortfindung spezifisch betrifft. Auch eine Frontotemporale Demenz kann zu ausgeprägten Sprachproblemen führen. 

Wie äußern sich Sprachstörungen bei MS?

Sprachstörungen bei Multipler Sklerose (MS) äußern sich oft als verwaschene, undeutliche oder verlangsamte Sprache (Dysarthrie), Probleme mit der Sprechatmung und dem Sprachrhythmus (Dysarthrophonie), sowie Stimmveränderungen (heiser, leise) oder Wortfindungsstörungen (Aphasie). Diese Probleme entstehen durch geschädigte Nervenbahnen, die Sprech-, Stimm- und Atemmuskulatur steuern, und gehen häufig mit Schluckstörungen (Dysphagie) einher. 

Was ist der Unterschied zwischen Sprechstörung und Sprachstörung?

Der Hauptunterschied liegt darin, dass eine Sprachstörung die gedankliche Erzeugung von Sprache betrifft (Sprachaufbau, Wortfindung, Verständnis), während eine Sprechstörung die motorische Ausführung der Laute beeinträchtigt (Artikulation, Redefluss), das Sprachvermögen selbst aber intakt ist. Sprachstörungen betreffen das "Was", Sprechstörungen das "Wie" der Sprache, oft mit unterschiedlichen Ursachen und Behandlungsansätzen, aber beide können auch gemeinsam auftreten. 

Wo sollte die Zunge in Ruheposition liegen?

Die Zunge sollte in Ruhestellung flach am Gaumen liegen, mit der Spitze direkt hinter den oberen Schneidezähnen (am sogenannten Zungenruhepunkt), ohne diese zu berühren, während Lippen und Zähne locker geschlossen sind und durch die Nase geatmet wird. Diese korrekte Position (Zungenruhelage) ist wichtig für die Kieferentwicklung, klare Sprache und gesunde Atmung, da eine tiefe oder nach vorne gepresste Zunge zu Fehlstellungen führen kann.
 

Was ist das dentale Alter?

Der Begriff dentales Alter beschreibt den Mineralisationszustand der Gebiss- entwicklung und wird anhand einer populationsspezifischen Normtabelle oder –grafik aus dem Summenwert für die Gebissentwicklung abgeleitet.

Wie wirkt sich Stress auf die Zunge aus?

Stress und Angst: Emotionale Belastungen wie Stress und Angst führen häufig zu unbewussten Muskelspannungen im Körper, einschließlich der Zunge. Menschen, die unter chronischem Stress leiden, neigen eher dazu, Zungenpressen zu entwickeln.

Können Depressionen Sprachstörungen auslösen?

Verschiedene Studien haben belegt, dass Wortfindungsstörungen ein Frühsymptom der Alzheimer-Demenz sind. Auch depressive Störungen können mit kognitiven Defiziten einhergehen. Insbesondere beim Arbeitsgedächtnis kann es sowohl bei depressiven Patienten als auch bei Demenzpatienten zu Beeinträchtigungen kommen.

Bei welcher psychischen Störung hört man Stimmen?

Stimmenhören, auch akustische Halluzinationen genannt, ist ein häufiges Symptom psychischer Erkrankungen wie der Schizophrenie, aber auch bei bipolarer Störung oder schweren Depressionen, und kann auch bei bis zu 10-15% der gesunden Bevölkerung vorkommen, oft nach extremen emotionalen Belastungen. Diese Stimmen können befehlen, beleidigen oder kommentieren und sind oft Teil einer Psychose. Wichtig ist eine ärztliche Abklärung, da die Ursachen und der Umgang damit sehr unterschiedlich sind und professionelle Hilfe (Medikamente, Therapie) den Umgang erleichtern kann. 

Was sind erste Anzeichen einer Psychose?

Frühwarnzeichen einer Psychose sind oft subtil und schleichend, wie Leistungsabfall, Konzentrationsprobleme, sozialer Rückzug, innere Unruhe, Ängstlichkeit, Interessensverlust, Schlafstörungen und Gereiztheit; später treten deutlichere Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder Denk- und Wahrnehmungsstörungen auf, die den Realitätsverlust markieren. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, daher sollte bei Verdacht professionelle Hilfe gesucht werden. 

Bei welcher Krankheit wird die Sprache undeutlich?

Die erworbene Sprachstörung (Aphasie – griech.: Sprachlosigkeit) ist die Folge einer Schädigung des Sprachzentrums im Gehirn. In den meisten Fällen ist ein Schlaganfall die Ursache. Die Sprach- und Verständnisprobleme der Betroffenen (Aphasiker) erschweren die Kommunikation mit anderen Menschen.

Was ist ein leiser Schlaganfall?

Ein "leiser" oder "stummer Schlaganfall" ist ein Hirninfarkt, der keine typischen Symptome verursacht, weil er Bereiche betrifft, die nicht für Bewegung oder Sprache zuständig sind, oder weil die Symptome so mild sind, dass sie unbemerkt bleiben oder schnell verschwinden. Er wird oft erst nachträglich durch Bildgebung (MRT/CT) entdeckt und erhöht das Risiko für spätere, ernstere Schlaganfälle, Gedächtnisprobleme oder Demenz, weshalb eine sofortige Abklärung bei Verdacht (Notruf 112) wichtig ist. 

Was ist eine ataktische Dysarthrie?

Menschen mit ataktischer Dysarthrie sprechen sehr ungleichmäßig, das heißt Lautstärke, Tonhöhe und die Genauigkeit der Artikulation variieren stark; das gesamte Sprechen ist durch unwillkürliche, unangemessene Veränderungen von Atmung, Stimme und Artikulation geprägt.

Wie nennt man Menschen, die wenig reden?

Menschen, die nicht viel reden, nennt man oft wortkarg, schweigsam, zurückhaltend, introvertiert oder einsilbig; psychologisch kann es sich um Schüchternheit (soziale Angst) oder auch Mutismus (starke Kommunikationsstörung) handeln, wenn sie gar nicht sprechen können. Die Ursachen reichen von Persönlichkeitseigenschaften (Introversion) bis zu tieferen Ängsten oder Störungen.
 

Welche Krankheit verursacht Sprachstörungen?

Sprachstörungen, insbesondere Aphasien, entstehen in den meisten Fällen durch zerebrovaskuläre Erkrankungen wie einen Schlaganfall (Apoplex), der zu Schädigungen in den sprachrelevanten Hirnarealen führt. Etwa 80 % der Aphasien sind vaskulär bedingt und treten infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn auf.

Welche Übungen kann ich machen, um deutlicher zu Sprechen?

Um deutlich zu sprechen, üben Sie Lippen- und Zungenbeweglichkeit mit Korken oder Daumen im Mund, übertriebene Mundbewegungen bei Vokalen (A-E-I-O-U), Zungenbrecher (langsam starten!), die Aussprache von Konsonantenreihen (P-T-K) und das gezielte Pusten auf Kerzen, um die Atemkontrolle zu verbessern; nehmen Sie sich dabei auf und achten Sie auf eine gute Kieferöffnung und klare Artikulation.