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Was ist der Unterschied zwischen Speiseöl und Rapsöl?

Gefragt von: Frau Prof. Lisbeth Wetzel MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 5. April 2026
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Der Hauptunterschied ist, dass Speiseöl ein Oberbegriff für verschiedene Pflanzenöle ist, während Rapsöl eine spezifische Art von Speiseöl ist, das aus Rapssamen gewonnen wird und sich durch ein ausgewogenes Fettsäurenprofil (viel Omega-3 und Omega-6) auszeichnet. Während Rapsöl vielseitig einsetzbar ist, enthalten andere Speiseöle wie Sonnenblumenöl mehr Vitamin E, und Olivenöl hat mehr einfach ungesättigte Fettsäuren.

Was ist gesünder, Speiseöl oder Rapsöl?

Rapsöl gilt gemeinhin als die gesündere Wahl, jedoch haben beide Speiseöle ihre Vorteile. Während Rapsöl ein optimales Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren bietet, ist Sonnenblumenöl besonders reich an Vitamin E (fast dreimal so viel wie Rapsöl).

Ist Speiseöl das Gleiche wie Rapsöl?

Besteht ein Speiseöl zu mindestens 98 Prozent aus einer bestimmten Pflanze, wird es nach dieser benannt. Häufig verwendete pflanzliche Speiseöle sind zum Beispiel Rapsöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Mais- und Weizenkeimöl, Leinöl und Erdnussöl.

Kann man statt Speiseöl auch Rapsöl nehmen?

Außerdem hitzebeständig und dadurch zum Braten geeignet sind Rapsöl, Sesamöl, Erdnussöl, Kokosöl und Avocadoöl. Willst du ganz auf Öl verzichten, ist Butterschmalz oder Ghee eine gute Alternative. Ganz ohne Fett wird das Braten allerdings schwierig.

Warum ist Rapsöl besser als Sonnenblumenöl?

Rapsöl gilt oft als besser, weil es ein viel günstigeres Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren bietet (ca. 1:2), was entzündungshemmend wirkt und Herz-Kreislauf-Gesundheit fördert, während Sonnenblumenöl deutlich mehr Omega-6 (ca. 1:126) hat, was Entzündungen fördern kann, obwohl es mehr Vitamin E enthält. Rapsöl ist vielseitig, geschmacksneutral, stabil beim Erhitzen (raffiniert) und ein Allrounder, während Sonnenblumenöl punktet mit Vitamin E, aber das Fettsäurespektrum ist weniger ideal.
 

Raps, Olive, Sonnenblume – Welches Öl ist das Beste für Gesundheit und Umwelt? I Ökochecker SWR

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Welches Öl ist am gesündesten, Rapsöl oder Sonnenblumenöl?

Rapsöl ist in der Regel gesünder als Sonnenblumenöl, da es ein viel besseres Verhältnis von entzündungshemmenden Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren bietet (ca. 2:1 gegenüber bis zu 126:1 bei Sonnenblumenöl) und weniger gesättigte Fettsäuren enthält, was vorteilhaft für Herz und Gefäße ist. Sonnenblumenöl punktet zwar mit viel Vitamin E, aber das ungünstige Fettsäureverhältnis macht Rapsöl zum besseren Allrounder für den täglichen Gebrauch, besonders wenn man nur ein Öl verwenden möchte.
 

Welches Öl ist auf Platz 1?

Rapsöl ist in einem rückläufigen Gesamtmarkt erneut das beliebteste Speiseöl in Deutschland – und hält diesen Spitzenplatz seit nunmehr einem Jahrzehnt. Kein anderes Öl gelangte im Jahr 2018 häufiger in die Einkaufswagen der deutschen Verbraucher.

Welches ist das gesündeste Öl zum Braten?

Das gesündeste Öl zum Braten ist eine Kombination aus Rapsöl und hochwertigem Olivenöl, da Rapsöl ideale Omega-Fettsäuren liefert, während Olivenöl einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) bietet, beide gut hitzestabil sind, solange man die Hitze nicht übertreibt. Für sehr hohe Temperaturen sind raffinierte oder spezielle High-Oleic-Öle (Sonnenblume, Raps) besser geeignet, während kaltgepresste Öle wie Leinöl für die kalte Küche gedacht sind.
 

Was ist höher erhitzbar, Rapsöl oder Sonnenblumenöl?

Sonnenblumenöl ist weniger hitzestabil als Raps- und Olivenöl. Ölsäurereiche Sonnenblumenöle aus speziellen Züchtungen, auch „high oleic“ genannt, haben gute Brateigenschaften. Sonnenblumenöl, das kalt gepresst ist, hat ein kernig-fruchtiges, nussiges Aroma.

Welches Öl sollte man nicht zum Braten verwenden?

Öle wie Leinöl, Kürbiskernöl, Walnussöl und kaltgepresstes Sonnenblumenöl sind nicht zum Braten geeignet, da sie einen hohen Anteil an empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben und schnell verbrennen (niedriger Rauchpunkt), schädliche Stoffe freisetzen und ranzig werden können. Auch native Olivenöle (Extra Vergine) sollten besser nur kalt verwendet oder bei niedrigen Temperaturen genutzt werden, da sie schnell an Geschmack und gesunden Eigenschaften verlieren, wenn sie erhitzt werden.
 

Warum darf man Rapsöl nicht erhitzen?

Hitze kann allerdings einen Teil der wertvollen Fettsäuren und Vitamine zerstören. Werden Fette und Öle zu hoch erhitzt, können zudem gesundheitsschädliche und zum Teil krebserregende Zersetzungsprodukte entstehen.

Welches Öl ist das gesündeste?

Laut Stiftung Warentest ist Rapsöl das gesündeste aller Speiseöle. Es hat eine ideale Fettsäure-Verteilung. Rapsöl ist sehr gesund und gut fürs Herz. Es stärkt durch seinen hohen Vitamin-E-Gehalt dein Immunsystem.

Warum ist Olivenöl gesünder als Rapsöl?

Rapsöl hat im Vergleich zu Olivenöl sogar etwas mehr Vitamin E sowie einen höheren Gehalt der wertvollen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure. Wer den Eigengeschmack von Olivenöl nicht so gerne mag, kann es mit dem milderen Rapsöl versuchen.

Welche Öle sollte man vermeiden?

Man sollte Öle mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren (Kokos-, Palmöl) und stark Omega-6-lastige Öle (Sonnenblumen-, Distel-, Mais-, Sojaöl) meiden oder stark reduzieren, da sie Entzündungen fördern können, wenn sie nicht durch Omega-3-Fettsäuren ausgeglichen werden. Auch raffinierte und gehärtete Fette sowie stark erhitzte Transfette (in Frittiertem, Fertigprodukten) sind zu meiden. Ätherische Öle wie Bergamotte oder Zitrone können bei Sonnenlicht hautschädigend wirken.
 

Auf was muss man bei Rapsöl achten?

Gesundes Rapsöl richtig verwenden

  • Zum schonenden Braten und Dünsten eignet sich sowohl natives als auch raffiniertes Rapsöl. ...
  • Bewahren Sie eine angebrochene Flasche Rapsöl am besten dunkel und kühl auf. ...
  • Bei kalten Speisen bleibt der volle Geschmack des Rapsöls erhalten, für Salatdressings passt es deshalb optimal.

Was ist das gesündeste Öl für den Körper?

Rapsöl. Rapsöl gilt als eines der gesündesten Öle heimischer Herkunft. Es wird aus den Samen von Raps gewonnen und weist eine ausgewogene Fettsäurezusammensetzung auf. Das Öl hat einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren.

Welches Öl eignet sich am besten zum Braten in der Pfanne?

Raffiniertes Sonnenblumenöl und Maiskeimöl sind hitzestabiler und eignen sich ebenfalls gut zum Dünsten und Braten. Olivenöl ist aufgrund seines Verhältnisses von gesättigten Fettsäuren zur Ölsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure, sehr hitzebeständig. Es hält Brat- und Kochtemperaturen bis 180°C aus.

Warum sollte man auf Sonnenblumenöl verzichten?

Manche raten von Sonnenblumenöl ab, weil es ein ungünstiges Verhältnis von entzündungsfördernden Omega-6- zu entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren hat, schnell oxidiert (besonders in durchsichtigen Flaschen) und stark verarbeitet sein kann, was Nährstoffe mindert. Alternativen wie Raps- oder Olivenöl bieten ein besseres Fettsäureprofil, aber hochwertiges, kaltgepresstes Bio-Sonnenblumenöl ist für kalte Speisen und spezielles High-Oleic-Sonnenblumenöl für hohe Hitze dennoch gut geeignet, solange es abwechslungsreich verwendet wird.
 

Welches Öl kann man bis 250 Grad erhitzen?

Öle wie raffiniertes Sonnenblumenöl, Arganöl und Rapsöl können mit Rauchpunkten um die 240-250 °C hoch erhitzt werden, ebenso wie Erdnussöl (bis ca. 230 °C) und raffiniertes Olivenöl (bis ca. 220 °C), die sich gut zum scharfen Anbraten eignen; generell sind raffinierte Öle für hohe Temperaturen besser geeignet als native Varianten. 

Welches Öl empfehlen Kardiologen?

Bei der Wahl eines Speiseöls empfiehlt es sich, ein Öl mit einem hohen Anteil an mehrfach und/oder einfach ungesättigten Fettsäuren zu bevorzugen. Diese herzgesunden Fette sind in Lebensmitteln wie Oliven, Samen, Nüssen und Gemüse enthalten. Olivenöl, das reich an einfach ungesättigten Fettsäuren ist, ist besonders vorteilhaft für die Herzgesundheit.

Welches Öl sollte man jeden Tag zu sich nehmen?

Täglich sollten Sie eine Mischung aus verschiedenen hochwertigen Pflanzenölen konsumieren, um eine ausgewogene Versorgung mit Omega-3- (Lein-, Hanf-, Walnussöl) und einfach ungesättigten Fettsäuren (Oliven-, Rapsöl) zu gewährleisten, die Herz-Kreislauf-Gesundheit fördern und Entzündungen reduzieren. Besonders gut sind Leinöl wegen seiner Omega-3-Fettsäuren und Olivenöl mit seinen herzgesunden einfach ungesättigten Fettsäuren. Rapsöl bietet eine günstige Mischung beider Fettsäuren.
 

Welches Öl empfehlen die Ernährungsdocs zum Braten?

🧯 Natives Raps- und Olivenöl hat einen höheren Rauchpunkt und hält Temperaturen von ca. 130 bis 170 °C stand, bei noch höheren Temperaturen gehen der Geschmack und die gesunden Inhaltsstoffe aber verloren. Sie eignen sich also gut zum Dünsten, Kochen und leichtem Braten.

Welches Öl hilft gegen Bauchfett?

Olivenöl: Dein Verbündeter gegen hartnäckiges Bauchfett

Laut „merum“ hat sich Olivenöl seit Langem als herz- und kreislauffreundliches Lebensmittel etabliert. Nun zeigen neue Studien, dass es auch beim Gewichtsmanagement und der Reduzierung von Bauchfett helfen kann.

Welche Ölmarke ist die beste?

Motul ist eine bekannte französische Marke, die ein breites Sortiment an synthetischen und teilsynthetischen Motorenölen anbietet. Viele Motorradfahrer halten die Motul 300-V-Serie aufgrund ihrer Leistung und des hohen Schutzstandards für die beste.

Für was nimmt man Rapsöl?

Rapsöl wird vielseitig genutzt: In der Küche eignet sich kaltgepresstes Öl (nussig) für Salate, Dips und kalte Speisen, während raffiniertes Rapsöl (neutral) ideal zum Braten, Frittieren, Kochen und Backen ist, da es hitzestabiler ist. Außerhalb der Küche dient Rapsöl als Basis für Biodiesel, in der Kosmetik (Salben, Lotionen), Pharmazie und als technisches Schmier- oder Hydrauliköl. Es ist ein wichtiger Bestandteil in vielen Lebensmitteln wie Margarine, Fertiggerichten und Backwaren.
 

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