Zum Inhalt springen

Was ist der Unterschied zwischen L Arginin und Arginin?

Gefragt von: Theodor Förster  |  Letzte Aktualisierung: 10. April 2026
sternezahl: 4.8/5 (50 sternebewertungen)

Der Unterschied ist minimal: Arginin ist der allgemeine Begriff für die Aminosäure, während L-Arginin die spezifische, biologisch aktive Form ist, die der menschliche Körper verwerten kann. Es gibt auch D-Arginin (spiegelbildlich), das jedoch für den Stoffwechsel irrelevant ist. Im Alltag und bei Nahrungsergänzungsmitteln ist immer L-Arginin gemeint, auch wenn nur von "Arginin" die Rede ist.

Was ist besser, Arginin oder L-Arginin?

L-Arginin Base oder Arginin HCL: Was ist besser? Neben dem höheren Gehalt an L-Arginin besitzen L-Arginin-Base-Produkte noch weitere Vorteile. Der pH-Wert liegt im basischen Bereich, wodurch die Aminosäure eine höhere Bioverfügbarkeit besitzt und besser vom Körper aufgenommen werden kann.

Wann sollte man L-Arginin nicht nehmen?

Ohne ärztliche Kontrolle sollten Sie Arginin-Präparate bei Herz-Kreislauferkrankungen auf keinen Fall einnehmen, da es zu Wechselwirkungen mit Blutdrucksenkern, Blutverdünnern und Potenzmitteln kommen kann. Wenn Sie bereits einen Herzinfarkt hatten, sollten Sie ganz darauf verzichten.

Was bringt L-Arginin wirklich?

L-Arginin ist eine Aminosäure, die hauptsächlich gefäßerweiternd wirkt, indem sie die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) fördert, was die Durchblutung verbessert, den Blutdruck senkt und Sportlern den "Pump"-Effekt ermöglicht. Es wird bei Erektionsstörungen, Durchblutungsstörungen (z.B. Arteriosklerose, Hörsturz) und zur Stärkung des Immunsystems sowie bei Diabetes eingesetzt, da es die Insulinregulierung unterstützt. Viele der gesundheitlichen Vorteile, besonders bei nicht mangelbedingtem Fehlen, sind jedoch wissenschaftlich nicht vollständig belegt, und hochdosierte Einnahme kann Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen.
 

Welche L-Arginin ist der beste?

Der "beste" L-Arginin-Typ hängt von deinen Zielen ab: Für maximale Leistung (Pump beim Sport) ist Arginin-Alpha-Ketoglutarat (AAKG) (2:1 Verhältnis) ideal, während Arginin-Base wegen seiner höheren Bioverfügbarkeit besser für allgemeine Durchblutung, Blutdruck oder Erektionsprobleme ist. Achte auf Produkte mit hoher Reinheit, idealerweise pflanzlicher Fermentation und Laborprüfung, kombiniert mit L-Citrullin für synergistische Effekte. 

Arginine vs. Citrulline: Differences and Benefits Explained | Urology at the Ring

17 verwandte Fragen gefunden

Welches Arginin ist das beste bei Bluthochdruck?

Bluthochdruck. Die bereits erwähnte Erweiterung der Blutgefäße hilft auch, den Blutdruck zu regulieren und Bluthochdruck entgegenzuwirken. Klinische Studien zeigen, dass die Einnahme von L-Arginin die Gefäßfunktionen bei Menschen mit Bluthochdruck signifikant verbessern kann.

Was wirkt besser als Arginin?

Die Supplementierung mit Citrullin könnte eine bessere Alternative zu Arginin darstellen, da Citrullin in vivo ausschließlich in Arginin umgewandelt wird.

Welche Nebenwirkungen hat L-Arginin?

Dosierung, Darreichungsform und Nebenwirkungen von L-Arginin

Arginin gilt als sicher und meist gut verträglich, doch hohe Dosen können zu Übelkeit, Durchfall oder Blähungen führen.

Wozu ist L-Arginin bei Männern gut?

L-Arginin gilt im Allgemeinen als sicher. Es kann den Blutdruck senken, die Symptome von Angina pectoris und peripherer arterieller Verschlusskrankheit lindern und Erektionsstörungen aufgrund körperlicher Ursache behandeln . Wenn Sie jedoch blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, sprechen Sie vor der Anwendung von L-Arginin mit Ihrem Arzt.

Ist Arginin gut für das Herz?

Ja, L-Arginin kann gut fürs Herz sein, da es die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) anregt, das die Blutgefäße erweitert, den Blutfluss verbessert, den Blutdruck senken und die Herzfunktion unterstützen kann, was bei Herz-Kreislauf-Problemen, Durchblutungsstörungen und sogar Angina helfen kann. Studien zeigen positive Effekte auf Blutgefäßelastizität, Herzleistung und die Senkung von Risikofaktoren wie Blutfetten und ADMA. Es ist jedoch wichtig, dies mit einem Arzt zu besprechen, da es sich um eine therapeutische Anwendung handelt. 

Was verträgt sich nicht mit L-Arginin?

Kann ich L-Arginin zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen? L-Arginin kann Wechselwirkungen mit Blutdruckmedikamenten und Antikoagulanzien haben.

Wann fängt Arginin an zu wirken?

In einigen Fällen entfaltet sich die vollständige Wirkung erst, nachdem es etwa drei Monate regelmäßig eingenommen wurde. Manchmal kommt es auch kombiniert mit Citrullin zum Einsatz.

Welches Essen hat viel Arginin?

Argininreiche Lebensmittel sind vor allem proteinreiche Produkte wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Nüsse (Erdnüsse, Mandeln, Walnüsse), Samen (Kürbiskerne), Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Sojabohnen) und Vollkornprodukte (Haferflocken, Weizenkeime). Besonders hohe Gehalte finden sich oft in Nüssen, Kernen und Hülsenfrüchten, während auch Geflügel, Meeresfrüchte und Milchprodukte gute Quellen darstellen.
 

Ist L-Arginin in Haferflocken?

Arginin ist unter bestimmten Umständen essentiell. Argininreiche Quellen sind Erdnüsse, Schokolade, Käse, Joghurt und Haferflocken.

Kann man Arginin dauerhaft einnehmen?

Man kann Arginin meistens über längere Zeit einnehmen, aber eine ärztliche Rücksprache ist wichtig, besonders bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herpes, Asthma oder Nierenproblemen, da es den Blutdruck senken und bei bestimmten Vorerkrankungen Probleme verursachen kann. Hohe Dosen (über 10-15g täglich) können Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Übelkeit auslösen. Die Verträglichkeit und Dosierung (oft 3-6g) variieren individuell, daher sollte man auf den eigenen Körper hören und die Einnahme mit einem Arzt absprechen, um Risiken zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten.
 

Welche Wirkung hat L-Arginin auf Frauen?

L-Arginin kann die Durchblutung fördern, was die Fruchtbarkeit (bessere Einnistung), Symptome der Wechseljahre (Hitzewallungen, Herz-Kreislauf-Gesundheit) und PMS-Beschwerden (Krämpfe, Stimmungsschwankungen) lindern kann, indem es Stickstoffmonoxid (NO) bildet. Es unterstützt die Hormonproduktion (z. B. Insulin), Kollagenbildung, Immunfunktion und den Fettstoffwechsel, was bei Gewichtsmanagement und Blutzuckerregulation hilft. Wichtig: Vor der Einnahme immer einen Arzt konsultieren. 

Ist L-Arginin gut für die Prostata?

L-Arginin wird oft im Zusammenhang mit der Männergesundheit, einschließlich der Prostata, erwähnt, da es die Durchblutung fördert und die Stickstoffmonoxid-Produktion (NO) unterstützt, was die Gefäße erweitert – wichtig für Erektionen und die Durchblutung der Prostata selbst, besonders bei gutartiger Prostatavergrößerung (BPH) und erektilen Dysfunktionen. Es ist in vielen Prostata-Nahrungsergänzungsmitteln enthalten, oft kombiniert mit Sägepalme, Zink und Kürbiskernextrakten, um die Funktion zu unterstützen, aber eine ärztliche Abklärung bei Beschwerden ist unerlässlich. 

Wie wirkt Arginin auf die Leber?

L-Arginin unterstützt die Leber indirekt, indem es als wichtiger Baustein im Harnstoffzyklus den Abbau von schädlichem Ammoniak ermöglicht, was die Leber entgiftet und die Leberfunktion fördert, insbesondere bei Fettleber durch verbesserte Durchblutung; jedoch bei stark eingeschränkter Leberfunktion sollte die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, da es die Organe überlasten könnte. 

Wer sollte L-Arginin nehmen?

L-Arginin ist vor allem bei Sportlern sehr beliebt, da es die Muskelkraft sowie die sportliche Leistung steigern kann. In Kombination mit L-Ornithin unterstützt es zudem die Entgiftung des Körpers.

Welches Arginin ist das beste?

Das "beste" Arginin hängt vom Zweck ab: Für eine bessere Aufnahme ist L-Arginin Base (höhere Bioverfügbarkeit) oft besser als L-Arginin HCL, aber viele Sportler schätzen Kombinationen mit L-Citrullin (z.B. Citrullin-Malat), da Citrullin erst zu Arginin umgewandelt wird und so den Blutspiegel länger hochhält, was die Durchblutung fördert. Für medizinische Zwecke (z.B. Herz-Kreislauf) sind oft Kombinationspräparate mit Folsäure und B-Vitaminen (z.B. Telcor Arginin Plus) empfehlenswert, da sie gezielter wirken. 

Was ist der Gegenspieler von Arginin?

Verhältnis von Lysin und Arginin

Ein gesunder Mensch braucht die Aminosäuren Arginin und - als Gegenspieler - Lysin in ausgeglichenem Verhältnis. Arginin unterstützt Funktionen des Immunsystems, scheint außerdem eine verbesserte Fettverbrennung und Leistungsfähigkeit zu bewirken.

Für was ist Arginin Plus gut?

Arginin Plus (oft mit B-Vitaminen) wirkt hauptsächlich durch die Förderung der Durchblutung, da es die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) unterstützt, was die Gefäße erweitert, den Blutdruck senkt und die Gefäßfunktion bei leichten Bluthochdruckfällen und Arteriosklerose-Frühstadien verbessert; es wird auch zur Leistungssteigerung im Sport und bei erektiler Dysfunktion genutzt, da es die Sauerstoffversorgung steigert. Die Kombination mit Folsäure, B6 und B12 ist wichtig, da diese Vitamine den Blutfettwert Homocystein senken, der die NO-Bildung hemmt. 

Wie lange braucht L-Arginin bis es wirkt?

L-Arginin wirkt je nach Zielsetzung unterschiedlich schnell: Bei akuten Effekten wie der Leistungssteigerung im Sport kann die Wirkung nach ca. 30-60 Minuten einsetzen (nach Einnahme vor dem Training), während sich therapeutische Effekte bei Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen oft erst nach Tagen bis Wochen regelmäßiger Einnahme zeigen. Die schnellste Wirkung erzielt L-Arginin bei direkter intravenöser Gabe.
 

Wo ist der Unterschied zwischen Arginin und L-Arginin?

Der Unterschied ist minimal: Arginin ist der allgemeine Begriff für die Aminosäure, während L-Arginin die spezifische, biologisch aktive Form ist, die der menschliche Körper verwerten kann. Es gibt auch D-Arginin (spiegelbildlich), das jedoch für den Stoffwechsel irrelevant ist. Im Alltag und bei Nahrungsergänzungsmitteln ist immer L-Arginin gemeint, auch wenn nur von "Arginin" die Rede ist. 

Wie gut ist L-Arginin wirklich?

L-Arginin ist eine Aminosäure, die gut für die Durchblutung, den Blutdruck (senkend) und das Immunsystem ist; es wird auch im Sport (Pump-Effekt, Muskelaufbau) und bei Erektionsstörungen genutzt, da es Stickstoffmonoxid freisetzt, das Blutgefäße erweitert, aber bei hohen Dosen Magen-Darm-Probleme verursachen kann und mit bestimmten Medikamenten interagiert, daher ärztliche Rücksprache sinnvoll ist.