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Was ist besser Tagesmutter oder Kindergarten?

Gefragt von: Harald Stoll  |  Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2026
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Weder Tagesmutter noch Kindergarten sind pauschal besser; die Wahl hängt stark vom Kind und den familiären Bedürfnissen ab, wobei Tagesmütter oft eine familiärere, individuellere Betreuung in kleinen Gruppen (oft < 3 Jahren) mit mehr Flexibilität bieten, während Kitas (Kindergärten) größere soziale Interaktionen und strukturiertere Angebote ermöglichen, aber oft weniger flexible Zeiten haben. Für schüchterne Kinder kann die kleine Gruppe einer Tagesmutter besser sein, aufgeschlossene Kinder blühen in der Kita auf, aber das hängt vom Einzelfall ab.

Was sind die Nachteile einer Tagesmutter?

Nachteile einer Tagesmutter sind das hohe Ausfallrisiko bei Krankheit/Urlaub (oft ohne sofortige Vertretung), die Abhängigkeit von einer einzelnen Person und deren Qualifikation/Erziehungsstil sowie potenziell höhere Kosten und die Sorge, dass die eigenen Kinder der Tagesmutter Priorität haben könnten. Auch die fehlende soziale Kontrolle und der mögliche Beziehungsabbruch, wenn das Kind wechselt, sind Nachteile, wobei die individuelle Betreuung ein großer Vorteil sein kann. 

Ist eine Tagesmutter teurer als ein Kindergarten?

Die Betreuung bei der Tagesmutter bringt Ihnen auch finanziell keinen Nachteil! Denn die öffentlich geförderte Kindertagespflege bei einer Tagesmutter ist nicht teurer als die Betreuung in einem Kindergarten.

Was sind die Vorteile einer Tagesmutter?

Vorteile der Kindertagespflege

Tagesmütter und -väter können individuelle Bedürfnisse von Kindern und Eltern besonders berücksichtigen. Sie sind häufig in der Lage, eine größere zeitliche Flexibilität als Kitas anzubieten. Betreut werden können Kinder im Alter von der Geburt bis zum 14. Geburtstag.

Warum Kindertagespflege statt Kita?

Rein pädagogisch gesehen ist die Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater vor allem für Kinder unter drei Jahren interessant. Gründe dafür sind hauptsächlich die kleinen Gruppen, die stabile Bezugsperson und das häusliche, familiäre Umfeld. Das erleichtert den Kleinen den Einstieg in die Fremdbetreuung.

Kita oder Tagesmutter: Wo wird mein Kind am besten betreut? | Kleinkind | Eltern ABC | ELTERN

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Was ist der Unterschied zwischen einer Tagesmutter und einem Kindergarten?

Der Hauptunterschied zwischen Kita und Kindertagespflege (Tagesmutter/Tagesvater) liegt in der Betreuungsgröße und dem Umfeld: Kitas sind größere Institutionen mit Fachpersonal und festen Strukturen, während die Kindertagespflege eine familiäre, sehr kleine Gruppengröße (max. 5 Kinder) mit individuellerer Betreuung bietet, was besonders für die Jüngsten attraktiv ist. Kitas haben oft mehr Ressourcen und Abwechslung, Tagespflegepersonen punkten mit Flexibilität und Nähe zum familiären Rahmen.
 

Wie lange gehen Kinder zur Tagesmutter?

Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform, die insbesondere für Kinder unter 3 Jahren der Betreuung in einer Kita gleichgestellt ist.

Wie viel bekommt eine Tagesmutter pro Kind im Monat?

3,50 Euro bis 4,50 pro Tag pro Kind (kein Säugling) ganztags aus- gehen. Bei 22 Betreuungstagen pro Monat wären das 77,- Euro zusätzlich pro Kind. Die Einkünfte der Tagesmutter erhöhen sich unter diesen Umständen auf 2.868,- Euro pro Monat bei vier Kindern.

Wann sollte man sich um eine Tagesmutter kümmern?

Der Betreuungsbedarf sollte von den Eltern spätestens 6 Monate bevor eine Betreuung für das Kind gewünscht wird, dem zuständigen Jugendamt angezeigt werden. Diese Anzeige kann auch über eine ausgewählte Kita oder über die örtliche Fachvermittlungsstelle für Kindertagespflege erfolgen.

Was sind die Vor- und Nachteile als Kindergärtnerin?

Private Kindergärten bieten Erziehern viele Vorteile, wie individuelle Betreuung, moderne pädagogische Konzepte und Mitbestimmungsmöglichkeiten. Allerdings gibt es auch Nachteile, wie höhere Anforderungen, mögliche Unterschiede bei Gehalt und Sozialleistungen sowie eine geringere Job-Sicherheit.

Was darf eine Tagesmutter nicht?

Eine Tagesmutter darf Kinder mit akuten Infektionskrankheiten nicht betreuen, muss in rauchfreien Räumen arbeiten, trägt eine umfassende Aufsichtspflicht (Haftung bei Schäden) und muss die gesetzlichen Vorgaben zur Betreuungszeit, Sicherheit und Ausbildung einhalten, beispielsweise durch den Abschluss einer speziellen Haftpflichtversicherung und die Bereitstellung kindgerechter Räumlichkeiten. Sie darf Kinder auch nicht unbeaufsichtigt lassen und muss die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes berücksichtigen, besonders im Straßenverkehr. 

Wie viele Stunden Tagesmutter?

In Kindertagespflege werden grundsätzlich folgende Betreuungszeiten angeboten: Bis zu zehn Wochenstunden, elf bis 20 Wochenstunden, 21 bis 25 Wochenstunden, 26 bis 30 Wochenstunden, 31 bis 40 Wochenstunden sowie 41 Wochenstunden und mehr.

Wie viel Urlaub haben Tagesmutter?

Die Regel-Kindertagespflegeperson hat Anspruch auf bis zu fünf Wochen betreuungsfreie Zeit („Urlaub“) pro Kalenderjahr. Bei anderen anerkannten triftigen Gründen, wie zum Beispiel bei Krankheit, kann eine Fortzahlung bis zu zwei Wochen erfolgen.

Wann dürfen Kinder nicht zur Tagesmutter?

Ganz grundsätzlich gilt: Kinder mit Fieber1 und/oder Symptomen, die nach Einschätzung der Eltern und der Einrichtung oder Kindertagespflegestelle auf eine akute, infektiöse und ansteckende Erkrankung hinweisen, sollen nicht betreut werden.

Welche Sätze sollte man nie zu seinem Kind sagen?

Man sollte niemals Sätze sagen, die das Kind abwerten, vergleichen, für die Gefühle der Eltern verantwortlich machen oder ihm seine eigene Wahrnehmung absprechen, wie: "Sei brav!", "Ich hab dich nicht lieb!", "Warum kannst du nicht so sein wie dein Bruder?", "Du machst mir das Leben schwer" oder "Hast du Angst?" sowie generelle Warnungen wie "Das geht kaputt", denn diese schaden dem Selbstwertgefühl und der Autonomieentwicklung des Kindes. Stattdessen sollten Eltern konstruktive, wertschätzende und situationsbezogene Formulierungen wählen, die die Gefühle des Kindes anerkennen und Selbstwirksamkeit fördern, wie "Ich sehe, du bist wütend" oder "Versuch es erst mal selbst". 

Was ist teurer, Kindergarten oder Tagesmutter?

Ist eine Tagesmutter teurer als die Kita? Bei Kindern bis 3 Jahren zahlen Eltern in Deutschland in der Regel gleich viel für die Betreuung bei einer Tagesmutter wie für die Betreuung in einer Kita.

Warum Baby nicht unter Achseln hochheben?

Man sollte Babys nicht unter den Achseln hochheben, weil ihre Muskeln, Sehnen und Bänder noch zu schwach sind und die Schulter- und Ellenbogengelenke überlastet oder sogar verletzt werden könnten, was zu Verspannungen führen kann. Stattdessen sollte man das Baby mit großflächigen Griffen unterstützen, den Kopf gut abstützen (in Verlängerung des Rumpfes) und Po sowie Beine stützen, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.
 

Ist es besser für ein 2-jähriges Kind, in die Kindertagesstätte zu gehen oder zu Hause zu bleiben?

In einem Artikel von Psychology Today heißt es, dass Säuglinge und Kleinkinder in den ersten drei Lebensjahren am besten in häuslicher Umgebung aufwachsen . Sie erleben tendenziell weniger Stress, sind seltener krank und haben weniger Verhaltensprobleme. Die Autorin merkt außerdem an, dass, falls in diesen ersten drei Jahren doch eine Kinderbetreuung nötig ist, weniger Tage besser sind als mehr.

Wann ist das beste Alter, Kinder zu bekommen?

Das biologisch beste Alter für eine Schwangerschaft ist zwischen 20 und 30 Jahren, da die Fruchtbarkeit am höchsten und Risiken am geringsten sind. Ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit ab und Risiken für Komplikationen steigen, aber Schwangerschaften sind auch nach 35 noch gut möglich, wobei viele Frauen psychologisch und finanziell stabiler sind. Ein „perfekter Zeitpunkt“ existiert nicht, da individuelle Faktoren und Lebensumstände eine große Rolle spielen.
 

Lohnt es sich, Tagesmutter zu sein?

Die Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater ist eine erfüllende Aufgabe, bei der man das Leben von Kindern und ihren Familien positiv beeinflussen kann . Es ist außerdem ein flexibler Beruf, der sich gut in den Alltag integrieren lässt.

Was bleibt einer Tagesmutter netto?

Der Nettoverdienst einer Tagesmutter variiert stark, da sie selbstständig ist, aber er liegt oft zwischen 900 € und über 2.000 € monatlich netto, abhängig von Stundenlohn (typ. 4-8 €/Std., teils mehr), Anzahl der Kinder, Region und Abzug von Sozialabgaben/Steuern. Bei einem idealen Stundenlohn von 5,50 €/Std. und 160 Stunden/Monat (4 Kinder) kann man mit ca. 900 € netto rechnen, nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleibt netto mehr übrig. Wichtig: Eltern zahlen oft einen Anteil für die Betreuung, der den Verdienst erhöht.
 

Muss man Tagesmütter während der Ferien bezahlen?

EMPFOHLENE GEBÜHREN FÜR ABWESENDE KINDER

Jahresurlaubsgebühren für Eltern/Reservierungen für Lehrer und andere Personen mit längeren Ferien werden in der Regel berechnet, wenn während der Ferien ein Platz für das Kind verfügbar ist . Üblicherweise wird entweder die halbe oder die volle Gebühr erhoben.

Kümmern sich Tagesmütter um Babys?

Tagesmütter und -väter bieten Betreuung für Kinder jeden Alters von der Geburt bis zum frühen Teenageralter an .

Was besagt die 3-6-9-12-Regel für Kinder?

Unter 3 Jahren: Keine Bildschirmmedien . Unter 6 Jahren: Keine eigene Spielkonsole. Unter 9 Jahren: Kein eigenes Mobiltelefon oder Smartphone. Unter 12 Jahren: Keine unbeaufsichtigte Computernutzung/Nutzung sozialer Medien.

Wie lange dauert es, bis sich ein Baby bei der Tagesmutter eingewöhnt hat?

Der Berufsverband für Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung (PACEY) empfiehlt eine Eingewöhnungszeit von zwei bis vier Wochen , bevor das Kind der Tagesmutter anvertraut wird, damit es sich an das Abgeben und Abholen gewöhnt.

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