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Was ist besser Styropor oder Styrodur?

Gefragt von: Herr Prof. Hellmuth Krieger  |  Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2026
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Weder Styropor (EPS) noch Styrodur (XPS) sind pauschal "besser", da sie unterschiedliche Stärken haben: Styrodur ist robuster, druckfester und feuchtigkeitsbeständiger (ideal für Keller, Fundamente, begehbare Flächen), während Styropor günstiger ist und sich für leichte Anwendungen eignet, bei denen keine hohe Drucklast erwartet wird (Fassadendämmung, Verpackung). Styrodur (XPS) hat eine geschlossene Zellstruktur, Styropor (EPS) besteht aus Kügelchen, was es empfindlicher macht, aber auch leichter und preiswerter.

Wann Styropor und Styrodur?

EPS Styropor wird für die Aufsparrendämmung, die Trittschalldämmung sowie für die Dämmung der Fassade eingesetzt. Es handelt sich auch um eine der wesentlichen Komponenten bei einem Wärmedämmverbundsystem. Styrodur wird unter anderem auch zur Estrichdämmung sowie zur Kerndämmung verwendet.

Welche Nachteile hat Styrodur?

Nachteile

  • Spezielle Entsorgung bei FCKW geschäumtem Styropor.
  • Weniger beständig gegen Feuchte.
  • Weniger druckstabil.

Welcher Dämmstoff hat die beste Wärmedämmung?

Die Dämmung mit dem besten Wert ist oft Polyurethan (PUR) oder Phenolharzschaum, gefolgt von Polystyrol (EPS/XPS), da sie die geringste Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) haben, was bei geringer Dicke optimale Isolierung bedeutet, ideal für Platzmangel; jedoch hängt die beste Wahl vom Einsatzort ab, z. B. Mineral- oder Holzfaser für Wände/Dächer, da sie diffusionsoffener sind.
 

Kann man mit Styrodur eine Fassade dämmen?

Wärmedämmung mit Styrodur

Mit dem Baustoff können Sie eine Aufsparrendämmung, eine Dachdämmung (unter Abdichtung und Umkehrdach), eine Fußbodendämmung oder eine Fassadendämmung als Kerndämmung oder Perimeterdämmung vornehmen.

Dämmstoffe erklärt: Neopor/EPS/Styropor, XPS/Styrodur und PUR

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Was ist die beste Dämmung für Außenwände?

Die "beste" Wärmedämmung für Außenwände hängt von Prioritäten ab: Polyurethan (PUR) bietet die höchsten Dämmwerte bei geringer Dicke (gut für Platzersparnis), während EPS (Styropor) und Mineralwolle (Stein-/Glaswolle) kostengünstige Klassiker sind. Für Nachhaltigkeit punkten Holzfaser, Hanf, Kork, Zellulose. Das bewährte System ist das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS), eine Holzfaser kostengünstige Methode. 

Ist Styrodur gegen Schimmel geeignet?

Leichte und robuste Dämmplatten: Die Styrodur-Platten mit einer Stärke von 10 mm bieten eine hervorragende Wärmedämmung. Vielseitige Anwendung: Ideal für den Innen- und Außenbereich, z.B. als Dämmung für Wände, Böden oder Decken. Das Material ist widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Schimmel.

Welches Material isoliert am besten gegen Kälte?

Was isoliert am besten gegen Kälte? Sehr wirksam gegen Kälte sind alle gängigen Dämmstoffe aus Hartschaum, Mineralfaserdämmstoffe oder auch Dämmmaterialien aus natürlichen Rohstoffen, wie zum Beispiel Holzfaser, Kork oder Hanffaser.

Was ist besser, Dämmung 032 oder 035?

WLG 032 ist besser als 035, da die Zahl die Wärmeleitfähigkeit angibt: Je niedriger die Zahl, desto besser die Dämmung (0,032 < 0,035), was bei gleicher Dicke eine höhere Effizienz bedeutet und bei wenig Platz eine dünnere Dämmung mit gleichem U-Wert ermöglicht, wobei 035 der aktuelle Standard ist und 032 oft als Profi-Produkt gilt.. 

Was ist die dünnste Fassadendämmung?

Aerogel Dämmung. Aerogel ist der leichteste Feststoff, den es gibt. Es hat auch die geringstmögliche Dichte.

Warum nicht mit Styropor dämmen?

Aber ungeeignet ist Polystyrol, da es keine schalldämmenden Eigenschaften hat, für die Dämmung von Trennwänden zwischen Häusern oder Räumen. Polystyrol verrottet zwar nicht, ist aber nicht unverwüstlich. Direkte, starke und lang anhaltende Sonneneinstrahlung kann das Material spröde machen.

Kann sich unter Styropor Schimmel bilden?

Styropor als Innendämmung

Ein hohes Schimmelrisiko besteht bei der Innendämmung mit Styropor bzw. Polystyrol.

Wie lange hält Styrodur?

Styropor ist bis zu 100 Jahren an und in Gebäuden wirksam und kann dann recycelt werden.

Welches Dämmmaterial hat den besten Schallschutz?

Welche Schalldämmung ist die beste? Steinwolle-Dämmstoffe von ROCKWOOL eignen sich ideal als Schalldämmung. Durch ihre offenporige Struktur absorbiert Steinwolle Schall und reduziert so die Schallübertragung durch ein Bauteil deutlich.

Ist Styrodur eine gute Dämmung?

Styrodur wird vor allem zur Dämmung von Gebäuden eingesetzt. Aufgrund der hohen Druckfestigkeit, dem hohen Schutz vor Feuchtigkeit und der niedrigen Wärmeleitfähigkeit sind die Hartschaumplatten ein hervorragender Dämmstoff für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Was bringt 1 cm Styrodur?

Feuchtigkeitsresistenz: Sie saugen kein Wasser auf, was sie resistent gegen Schimmel und Fäulnis macht. Druckstabilität: Sie sind formstabil und können schwere Lasten wie Fliesen und Sanitärobjekte tragen.

Welches Dämmmaterial ist das beste?

Was ist das beste Material zum Dämmen? Eine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit weist beispielsweise Polyurethan-Hartschaum auf. Damit gehört der Kunststoff zu den Materialien mit den besten Dämmwerten.

Welcher Dämmstoff hat den besten U-Wert?

Der beste U-Wert bei der Dämmung ist immer der niedrigste, da er eine geringere Wärmedurchlässigkeit bedeutet; für ein energieeffizientes Gebäude strebt man Werte von unter 0,14 W/(m²K) an, während gesetzliche Mindestwerte (GEG) oft bei 0,20-0,24 W/(m²K) liegen, wobei besonders gute Materialien wie Polyurethan (PUR) schon mit geringer Dicke Top-Werte erreichen, aber auch ökologische Dämmstoffe wie Holzfaser punkten können, wenn auch oft mit mehr Materialstärke.
 

Welche Dämmstärke ist sinnvoll?

Damit die Wärmeverluste auf den geforderten Wert sinken können, wird eine Dämmstärke von zwölf bis 18 Zentimetern benötigt, je nachdem, welches Material eingesetzt wird. Zukunft Altbau empfiehlt, bis zu zehn Zentimeter mehr Dämmstoff einzubauen, als der Gesetzgeber fordert.

Wie kann man eine kalte Wand dämmen?

Um eine Wand gegen Kälte zu isolieren, eignen sich Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) für Hohlräume und Vorsatzschalen oder spezielle Dämmplatten (z.B. Kalziumsilikatplatten, Hartschaum), die innen angebracht werden können, oft mit oder ohne Dampfbremse je nach Material und Wandaufbau. Wichtig sind auch die richtige Verarbeitung, das Vermeiden von Wärmebrücken und gegebenenfalls der Einsatz von Dämmputzen oder Dämmfarben für spezielle Lösungen, wobei Kalziumsilikatplatten besonders schimmelvorbeugend wirken, da sie Feuchtigkeit regulieren.
 

Ist Dämmwolle oder Styropor besser?

In puncto Dämmwert hat Styropor die Nase vorn, sodass Sie mit einer dünnen Platte bereits bessere Ergebnisse erzielen als mit Glaswolle. Wenn Sie ihr Haus allerdings von außen dämmen, dann spielt die benötigte Fläche eine kleinere Rolle. Hier ist der geringere Preis von Glaswolle dann eventuell ein wichtiger Faktor.

Welches Material bleibt in der Kälte warm?

Wenn Sie im Winter draußen eine Jeansjacke tragen möchten, hält diese Sie wahrscheinlich wärmer als eine Lederjacke. Es gibt jedoch viele andere Materialien, die Sie deutlich wärmer halten. Wolle, Polyesterfleece, Woll-Acryl-Mischgewebe oder eine Daunenjacke isolieren nachweislich besser.

Was wärmt besser, Styropor oder Styrodur?

Im Gegensatz zu Styropor (EPS) werden bei der Herstellung von Styrodur (XPS) keine gefährlichen Treibmittel verwendet. Darüber hinaus benötigt Styrodur (XPS) mit 84,2 MJ/kg weniger graue Energie im Vergleich zu Styropor (EPS) mit 100 MJ/kg.

Kann sich auf Styropor Schimmel bilden?

Nein, Styropor selbst schimmelt nicht, da es keine Nährstoffe für Schimmelpilze bietet; jedoch können sich hinter einer unsachgemäß angebrachten Styropor-Innendämmung durch Kondenswasser und mangelnde Belüftung ideale Bedingungen für Schimmelbildung an der dahinterliegenden Wand schaffen, da Styropor dampfdicht ist und Feuchtigkeit staut. Schimmel wächst dann auf der Wandoberfläche oder auf organischen Verunreinigungen an der Dämmung, nicht direkt im Material.
 

Welche Dämmung schimmelt nicht?

Um Schimmel zu vermeiden, eignen sich Kalziumsilikatplatten (alkalisch, feuchtigkeitsregulierend) und Zellulose- oder Holzfaser-Dämmungen (diffusionsoffen, feuchtigkeitsregulierend) besonders gut, da sie ein gesundes Raumklima fördern. Auch Hanf- Dämmung ist schimmelresistent. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern vor allem eine fachgerechte Installation, die Feuchtigkeit ableitet, sowie ausreichendes Lüften.
 

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