Was ist besser Fachanwalt oder Rechtsanwalt?
Gefragt von: Frau Marlis Bartels | Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026sternezahl: 4.3/5 (58 sternebewertungen)
Ein Fachanwalt ist besser, wenn Sie einen Experten für ein spezifisches, komplexes Rechtsproblem suchen, da er durch spezielle Kurse, Prüfungen und nachgewiesene Praxiserfahrung offiziell seine überdurchschnittlichen Kenntnisse in einem Rechtsgebiet (z.B. Arbeitsrecht, Familienrecht) demonstriert hat, während ein normaler Rechtsanwalt ein Volljurist mit breiterer Ausbildung ist, aber nicht zwingend tiefe Spezialisierung in einem Bereich nachweisen muss. Bei komplexen Fällen ist der Fachanwalt die sicherere Wahl, da er durch ständige Fortbildungspflicht seine Kenntnisse aktuell hält.
Was ist der Unterschied zwischen Anwalt und Fachanwalt?
Ein Rechtsanwalt ist ein voll ausgebildeter Jurist, während ein Fachanwalt ein Rechtsanwalt mit besonderer, nachgewiesener Spezialisierung in einem bestimmten Rechtsgebiet ist, was durch spezielle Kurse, Prüfungen und eine hohe Anzahl bearbeiteter Fälle belegt wird, inklusive regelmäßiger Fortbildungspflicht. Der Fachanwaltstitel signalisiert dem Mandanten überdurchschnittliche Kompetenz und Erfahrung in einem spezialisierten Bereich wie Familien-, Arbeits- oder Strafrecht, die ein „normaler“ Rechtsanwalt ohne diesen Titel nicht formal nachweisen muss.
Ist ein Fachanwalt teurer als ein Rechtsanwalt?
Umfang und Schwierigkeit der Tätigkeit
Das RVG macht keinen Unterschied zwischen Fachanwälten und anderen Anwälten. Das heißt: Für dieselbe Tätigkeit bei gleichem Streitwert entstehen identische gesetzliche Gebühren, unabhängig vom Titel.
Was ist höher als Rechtsanwalt?
Die Hierarchie im Rechtswesen kann in verschiedenen Ländern und Rechtssystemen unterschiedlich ausgestaltet sein. In vielen Fällen, insbesondere in Ländern mit zivilrechtlicher Tradition, besteht die Hierarchie aus Anwälten, Staatsanwälten und Richtern.
Was ist der Unterschied zwischen Rechtsanwalt und Anwalt?
Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied: "Anwalt" ist die umgangssprächliche, kurze Form für den offiziellen Berufstitel "Rechtsanwalt". Beide bezeichnen eine juristisch ausgebildete Person mit staatlicher Zulassung, die Mandanten beraten und vor Gericht vertreten darf, nachdem sie beide juristischen Staatsexamina bestanden und eine Zulassung bei der Rechtsanwaltskammer erhalten hat. Der Zusatz "Fachanwalt" (z.B. für Arbeitsrecht) zeigt eine spezielle, nachgewiesene Zusatzqualifikation und Erfahrung in einem bestimmten Rechtsgebiet an, während ""Anwalt für Arbeitsrecht"" nur eine Selbstbezeichnung ist, die nicht unbedingt eine solche Qualifikation bedeutet.
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Wer ist mächtiger, ein Rechtsanwalt oder ein Anwalt?
Wenn es um rechtliche Befugnisse geht, dann ja – ein Anwalt ist „mächtiger“ als ein Jurist ohne Zulassung . Das liegt daran, dass ein Anwalt Dinge tun kann, die einem nicht zugelassenen Juristen nicht möglich sind.
Wer darf sich Fachanwalt nennen?
Dem/Der Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, der/die besondere besondere praktische Erfahrungen und besondere theoretische Kenntnisse in einem Rechtsgebiet erworben hat, kann die Befugnis verliehen werden, eine Fachanwaltsbezeichnung zu führen.
Was ist der höchste Rang eines Anwalts?
In der Welt der Anwaltskanzleien ist die höchste Position die des Partners . Für die meisten Anwälte stellt sie den Höhepunkt ihrer Karriere dar. Es ist keine Kleinigkeit, dies zu erreichen, und nur wenige schaffen es.
Welches Rechtsgebiet ist am schwierigsten?
Das Zivilrecht gilt als das umfangreichste und komplexeste Rechtsgebiet. Es basiert stark auf systematischen Strukturen, die sich durch das gesamte Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ziehen.
Was verdient ein Rechtsanwalt im Monat?
Einstiegsgehalt für den Rechtsanwalt nach Kanzleigröße
Max. Im Schnitt bekommen Junganwälte – je nach Datenquelle – zwischen 3.700 und 4.177 Euro. Gehälter über 100.000 Euro für Berufseinsteiger gibt es bei mittelständischen und großen wirtschaftsberatenden Kanzleien.
Welcher Anwalt gewinnt die meisten Fälle?
Gerry Spence (Gerald Leonard Spence)
Gerry Spence ist berühmt dafür, dass er noch nie einen Strafprozess vor einer Jury verloren hat – weder als Staatsanwalt noch als Verteidiger – und kann auf eine 41-jährige Siegesserie in Zivilprozessen von 1969 bis 2010 zurückblicken.
Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 20.000 €?
Bei einem Streitwert von 20.000 € liegen die einfachen Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) für typische Tätigkeiten (z.B. außergerichtliche Vertretung, Klageerhebung) bei ca. 1.000 € bis 1.300 € netto (zuzüglich 19 % USt.), abhängig von der genauen Tätigkeit (z.B. nur außergerichtlich, oder auch Gerichtstermin), wobei für eine erste außergerichtliche Vertretung (0,5-Gebühr) oft rund 1.000 € netto (ca. 1.190 € brutto) anfallen können und für eine gerichtliche Vertretung (1,3-Gebühr) es sich auf rund 2.000 € netto (ca. 2.380 € brutto) summieren kann, zuzüglich Pauschalen und USt., wodurch die Gesamtkosten schnell auf über 2.000 € brutto steigen können.
Wie lange braucht man für Fachanwalt?
Die für den Erwerb des Fachanwaltstitels erforderlichen Voraussetzungen, nennt die Fachanwaltsordnung (FAO). Grundsätzlich muss ein Anwalt zum Erreichen der Fachanwaltsbezeichnung eine dreijährige Zulassung und Tätigkeit innerhalb der letzten sechs Jahre vor Stellen des Antrags vorweisen.
Kann ich mit Advocard zu jedem Anwalt?
Ja, mit ADVOCARD haben Sie grundsätzlich freie Anwaltswahl (§ 127 VVG), können also jeden zugelassenen Anwalt wählen, aber oft gibt es finanzielle Vorteile (schnellere Terminvergabe, bevorzugte Behandlung, keine Selbstbeteiligung) bei der Nutzung des ADVOCARD-Partnernetzwerks, auch wenn Sie einen eigenen Anwalt wählen können, der dann nach gesetzlichen Gebühren (RVG) abgerechnet wird und ggf. eine Selbstbeteiligung anfällt, so Advocard.
Ist Jurist das Gleiche wie Anwalt?
Nein, ein Jurist ist nicht automatisch ein Anwalt, aber jeder Rechtsanwalt ist ein Jurist. Ein Jurist ist eine Person mit einem abgeschlossenen Jurastudium, während ein Rechtsanwalt ein Jurist ist, der zusätzlich beide Staatsexamina (als "Volljurist") erfolgreich bestanden und eine Zulassung bei der Rechtsanwaltskammer erhalten hat, um Mandanten beraten und vertreten zu dürfen. Nicht jeder Jurist macht die vollständige Ausbildung zum Anwalt, sondern kann auch Richter, Staatsanwalt, Notar oder in der Verwaltung, Wirtschaft oder anderen Bereichen arbeiten.
Ist ein Fachanwalt teurer?
Arbeitet ein Fachanwalt bei einer Kündigungsschutzklage zu gesetzlichen Gebühren, gibt es keinen Unterschied zwischen den Kosten eines Anwalts und denjenigen eines Fachanwalts für Arbeitsrecht.
Welches Rechtsgebiet ist am schwierigsten?
Das Jugendstrafrecht gilt als das schwierigste Rechtsgebiet, da es um sehr viel geht. Jugendlichen drohen im Falle einer Verurteilung lange Haftstrafen oder andere schwere Strafen.
Was ist das einfachste Rechtsgebiet?
Vertragsrecht: Rund um Vereinbarungen und Geschäfte. Auch das Vertragsrecht gehört zu den einfacheren Rechtsgebieten, da Verträge sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Leben allgegenwärtig sind.
Was ist das schwerste Jura-Studium?
Ja, Jura gilt als eines der schwersten Studiengänge in Deutschland, bekannt für hohe Durchfallquoten, enormen Lernaufwand und die anspruchsvollen Staatsexamen, die präzises Denken und Abstraktionsvermögen erfordern. Die Schwierigkeit liegt in den abstrakten Strukturen, dem riesigen Stoffumfang (Zivil-, Straf-, öffentliches Recht) und dem oft stark individualisierten Lernen, aber mit Disziplin ist es machbar und gut vergütet, besonders mit Prädikatsexamen.
Wie nennt man den Top-Anwalt?
Kurz gesagt: Der ranghöchste Jurist in den Vereinigten Staaten ist der US-Justizminister . Diese Position leitet das US-Justizministerium und dient als oberster Rechtsberater des Präsidenten; er ist verantwortlich für alle Bundesstrafverfahren und wichtige Rechtspolitiken im ganzen Land.
Was ist der reichste Anwalt?
Kirkland & Ellis. Kirkland & Ellis ist eine weltweit tätige Anwaltskanzlei in der Rechtsform einer LLP. Im Jahr 2024 erzielte sie einen Umsatz von 8,8 Milliarden US-Dollar sowie einen Profit per Equity Partner von 9,25 Millionen US-Dollar und ist die umsatzstärkste sowie profitabelste Kanzlei der Welt.
Welche Art von Anwalt verdient am meisten Geld?
Am meisten verdienen Equity Partner in internationalen Großkanzleien in Spezialgebieten wie M&A oder Kapitalmarktrecht, mit potenziell Millionenumsätzen, sowie erfolgreiche Anwaltsnotare. Auch hochspezialisierte Syndikus-Anwälte bei Top-Unternehmen und angestellte Partner in Großkanzleien erzielen sehr hohe sechsstellige bis fünfstellige Gehälter, während das Einkommen in kleineren Kanzleien oder Sozialrechtsbereichen deutlich niedriger ist.
Was ist besser, Anwalt oder Fachanwalt?
Der Fachanwaltstitel wird nur verliehen, wenn der Anwalt im betreffenden Rechtsgebiet in einem förmlichen Prüfungsverfahren besondere Kenntnisse nachgewiesen hat, die deutlich über den Prüfungsstoff im Juristischen Examen hinausgehen. Der Fachanwalt ist zudem verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen.
Kann man Anwalt werden, ohne Jura zu studieren?
Das Studium
Wer Rechtsanwalt werden möchte, muss Rechtswissenschaften bzw. umgangssprachlich Jura studieren. Dies ist ausschließlich an Universitäten möglich. Die Zulassung zum Jurastudium ist an vielen Hochschulen durch einen Numerus clausus (NC) beschränkt.
Hat jeder Rechtsanwalt die Befähigung zum Richteramt?
Die Befähigung zum Richteramt ist nicht nur bei Richtern, sondern auch bei allen juristischen Berufen der Rechtspflegewie wie Staatsanwalt (§ 122 Abs. 1 DRiG), Rechtsanwalt (§ 4 Bundes- rechtsanwaltsordnung, Abk. BRAO) oder Notar (§ 5 Bundesnotarordnung, Abk. BNotO) Voraus- setzung.
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