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Was darf ich während der Wiedereingliederung?

Gefragt von: Cathrin Friedrich-Schott  |  Letzte Aktualisierung: 6. Juli 2026
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Während der Wiedereingliederung sind Sie weiterhin offiziell krankgeschrieben, arbeiten aber stundenweise, wobei Sie Ihre Arbeitszeit schrittweise steigern, die Aufgaben an Ihre Leistungsfähigkeit angepasst werden und der Fokus auf der Genesung liegt, weshalb Sie in dieser Phase meist Krankengeld beziehen, aber einen Anspruch auf Unterstützung und Berücksichtigung Ihrer Gesundheit haben. Urlaub ist nicht vorgesehen, da Sie weiterhin arbeitsunfähig sind, und Überstunden werden nicht gezahlt.

Was muss ich bei der Wiedereingliederung beachten?

Wiedereingliederungsplan: Das ist zu beachten

  • Beginn und Ende des Stufenplans,
  • Angaben zu Art und Dauer der Stufen,
  • voraussichtlicher Zeitpunkt der Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit,
  • Rücktrittsrechte und -gründe von Arbeitgeber und Arbeitnehmer,
  • zusätzliche sinnvolle Maßnahmen,

Kann man bei der Wiedereingliederung zu Hause bleiben?

Krankheit während der Wiedereingliederung: Werden Arbeitnehmer:innen während der Wiedereingliederung krank, kann die Maßnahme für maximal sieben Tage pausieren. Diese Pause muss in den Stufenplan eingetragen werden. Dauert die Krankheitsphase länger an, gilt die Wiedereingliederung als fehlgeschlagen.

Welche Rechte habe ich während der Wiedereingliederung?

Recht auf Bezahlung

Woche stehen den Arbeitnehmern Lohnersatzleistungen wie Verletztengeld, Krankengeld oder Übergangsgeld zu. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine separate Vergütung für die Tätigkeiten während der Wiedereingliederung vereinbaren.

Wer bestimmt die Arbeitszeiten bei Wiedereingliederung?

Bei einer Wiedereingliederung wird die Arbeitszeit in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt, den Vorgesetzten, Human Resources sowie dem betroffenen Arbeitnehmer festgelegt.

Was ist die stufenweise Wiedereingliederung?

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Wie ist die Arbeitszeit während der Wiedereingliederung?

Wie viele Stunden muss man bei einer Wiedereingliederung arbeiten? Im Regelfall sieht der Wiedereingliederungsplan während der ersten Arbeitswoche ca. zwei Arbeitsstunden pro Tag vor. Anschließend wird die Arbeitszeit sukzessive – bevorzugt in einem Rhythmus von ein bis zwei Wochen – gesteigert.

Wer kontrolliert die Wiedereingliederung?

Berlin – Niedergelassene Ärzte müssen ab sofort die Möglichkeiten für eine stufenweise Wiedereingliederung bei Patienten prüfen, die sechs Wochen oder länger krank geschrieben sind. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. Die Regelung geht auf das Terminservice- und Versorgungsgesetz zurück.

Was bekommt der Arbeitgeber bei Wiedereingliederung?

Während der Wiedereingliederung sind Beschäftigte weiter arbeitsunfähig. Sie erhalten demnach kein Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber, so die Arbeitskammer. Die Bezahlung erfolgt vielmehr - wie in der Zeit davor - in Form von Krankengeld, Übergangsgeld oder etwa Verletztengeld durch die jeweils zuständige Stelle.

Kann ich direkt nach der Wiedereingliederung Urlaub nehmen?

Für den Fall, dass der Arbeitnehmer Urlaub im direkten Anschluss an die stufenweise Wiedereingliederung beantragt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, ihm diesen Urlaub zu genehmigen. Dies ergibt sich aus § 7 Abs. 1 Satz 2 BUrlG.

Wer unterstützt bei Wiedereingliederung?

Betroffene, Ärzte, Arbeitgebende (z.B. Personalabteilung, Betriebsrat), Sozialdienste von Kliniken bzw. Reha-Einrichtungen oder Versicherungsträger (z.B. Agentur für Arbeit, Krankenkasse oder Rentenversicherung) bzw. der Medizinische Dienst (MD) können stufenweise Wiedereingliederung anregen.

Was ist verboten, wenn man krankgeschrieben ist?

Wenn Sie krankgeschrieben sind, dürfen Sie alles tun, was Ihrer Genesung nicht schadet; verboten sind Aktivitäten, die den Heilungsprozess behindern oder verzögern, wie anstrengender Sport (z.B. Fußball), wilde Partys, exzessiver Alkoholkonsum oder Reisen, die nicht der Erholung dienen, da dies arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Grundsätzlich erlaubt sind Aktivitäten des täglichen Lebens wie Einkaufen oder Spaziergänge, aber bei Unsicherheiten sollte immer der Arzt konsultiert werden, da die Regeln je nach Krankheit variieren. 

Kann ich während der Wiedereingliederung einen Tag frei machen?

2. Darf Sie, da sie aufgrund einer psychischen Erkrankung abwesend war, nicht während der Wiedereingliederung die Tage frei nehmen? Es tut ja ihrer Gesundung gut.

Ist es rechtlich erlaubt, alleine zu arbeiten?

Alleinarbeit ist in vielen Situationen auch rechtlich erlaubt. Wenn eine Person allein arbeitet, müssen dennoch einige Vorschriften beachtet werden. So sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass bei einem Notfall unverzüglich Rettungskräfte alarmiert werden können und so rechtzeitig Hilfe eintrifft.

Ist man bei einer Wiedereingliederung arbeitsfähig?

Während der Wiedereingliederung ist der Beschäftigte weiterhin als arbeitsunfähig für seinen bisher ausgeübten Beruf anzusehen und hat Anspruch auf Krankengeld.

Wie vertraulich sind Gespräche im BEM?

Alle Gespräche im BEM sind vertraulich. Sie müssen Ihre Krankheit nicht offenlegen und keine Prognose über die voraussichtliche Dauer der Erkrankung abge- ben. Im Mittelpunkt des BEM stehen die Aspekte, die für Sie wichtig sind.

Wie oft darf man während der Wiedereingliederung fehlen?

1 Experten-Antwort

Hallo Floppy, die Wiedereingliederung darf gegebenenfalls auch wiederholt aus gesundheitlichen Gründen in der Regel für jeweils bis zu 7 Tage unterbrochen werden.

Sind Überstunden während der Wiedereingliederung erlaubt?

Arbeitszeiten und Bezahlung bei Wiedereingliederung

Die Arbeitszeit beginnt beispielsweise mit drei Stunden täglich und wird dann schrittweise erhöht. Während der Wiedereingliederung darf der Arbeitgeber die Arbeitszeit nicht elektronisch erfassen. Überstunden oder Schichtzulagen werden in dieser Phase nicht bezahlt.

Was passiert mit Resturlaub bei langer Krankheit?

Nach langer Krankheit bleibt Ihr Resturlaub erhalten: Er verfällt erst 15 Monate nach Ende des Jahres, in dem er entstanden ist, nicht schon am Jahresende wie bei gesunden Kollegen. Der Arbeitgeber muss Sie aktiv auf Ihren Resturlaub hinweisen und zur Beantragung auffordern, sonst verfällt er später. Sie haben auch nach langer Krankheit einen Anspruch, der nicht einfach durch Krankheit gekürzt werden darf. 

Wie funktioniert Wiedereingliederung nach Hamburger Modell?

Dauer der Wiedereingliederung: Die Dauer der Wiedereingliederung ist normalerweise auf einen Zeitraum von sechs Wochen bis zu sechs Monaten ausgelegt. Sollte der Beschäftigte nach Ablauf dieser Frist noch nicht wieder voll einsatzfähig sein, kann der Prozess auf bis zu 12 Monate verlängert werden.

Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?

Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.

Kann der Arbeitgeber die Arbeitszeiten in einer Wiedereingliederung bestimmen?

Mitarbeiter in der Wiedereingliederung können die Arbeitszeit nicht vollständig selbst bestimmen. Die Gestaltung der Arbeitszeit erfolgt in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt, der die Belastbarkeit des Mitarbeiters beurteilt, sowie dem Arbeitgeber.

Wie viele Stunden muss ich bei Wiedereingliederung arbeiten?

Arbeitszeit während der Wiedereingliederungsphase

Zum Einstieg ist eine Arbeitszeit von mindestens 3 Stunden pro Tag erfor- derlich. Danach bietet sich eine tägliche Arbeitszeit von 4 oder 5 Std. an.

Welche Nachteile hat eine Wiedereingliederung?

Nachteile der Wiedereingliederung sind oft die psychische Belastung durch das Gefühl, noch nicht voll leistungsfähig zu sein, die Angst vor Stigmatisierung oder Kündigung, die Offenlegung der Krankheit gegenüber dem Arbeitgeber sowie mögliche Konflikte, wenn der Arbeitgeber Wünsche nicht umsetzt, obwohl das BEM oft zur Kündigungsschutz-Sicherung dient. Trotz fehlender finanzieller Nachteile (Krankengeld fließt weiter), kann der Prozess belastend sein, wenn es an mangelnder Einbeziehung, schlechter Planung oder fehlender Unterstützung mangelt. 

Was ist, wenn ich die Wiedereingliederung nicht schaffe?

Wenn die Wiedereingliederung scheitert, gilt man weiterhin als arbeitsunfähig, es drohen keine finanziellen Nachteile (Krankengeld fließt weiter), und man kann mit Arzt und Krankenkasse weitere Schritte wie eine erneute Reha, berufliche Rehabilitation (z.B. Umschulung) oder ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) besprechen, um die Rückkehr in den Beruf zu ermöglichen. Wichtig ist, eng mit allen Beteiligten (Arzt, Arbeitgeber, Krankenkasse) zu kommunizieren, um die nächste passende Maßnahme zu planen.
 

Wie beendet man eine Wiedereingliederung?

Da das Arbeitsverhältnis unabhängig von der Wiedereingliederung ist, können Sie auch einen Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber vereinbaren. Damit wird das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet. Je nach Verhandlungsgeschick können Sie dabei auch eine gute Abfindung erzielen.

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