Warum werden Solaranlagen abgeregelt?
Gefragt von: Konrad Riedl | Letzte Aktualisierung: 8. Januar 2026sternezahl: 4.9/5 (21 sternebewertungen)
Solaranlagen werden abgeregelt, um das Stromnetz stabil zu halten, da bei viel Sonnenschein und wenig Verbrauch ein Stromüberschuss entsteht, der zu Netzüberlastungen und Frequenzproblemen führen kann; die Abregelung begrenzt die Einspeisung, um lokale Engpässe zu vermeiden, eine kritische Netzfrequenz zu verhindern und Schäden am System zu vermeiden, oft durch eine Drosselung der Leistung auf 60 % oder 70 %.
Warum wird eine PV-Anlage abgeregelt?
Was bedeutet die 70 %-Regel? Die Einspeiseleistung von PV-Anlagen am Netzeinspeisepunkt musste bisher bei Anlagen bis 25 kWp auf 70 % ihrer Nennleistung begrenzt werden. Durch diese "Abregelung” soll eine lokale Überlastung des Stromnetzes verhindert werden.
Wie kann ich die Drosselung meiner PV-Anlage entfernen?
Um die Drosselung Ihrer PV-Anlage aufzuheben, können Sie ein Netzmanagementsystem installieren, das etwa 300 bis 800 Euro kostet, aber je nach Anbieter variieren kann. Falls Sie lieber einen Stromspeicher nutzen, um den überschüssigen Strom selbst zu speichern, liegen die Kosten bei ca. 5.000 bis 10.000 Euro.
Warum werden Photovoltaikanlagen gedrosselt?
Sie wurde eingeführt, um Überlastungen des Stromnetzes zu vermeiden – vor allem an sonnenreichen Tagen mit hoher Einspeisung. Durch die Wirkleistungsbegrenzung wird die Einspeiseleistung der betroffenen Anlagen gedrosselt, sodass Solarspitzen abgeflacht und die Netze entlastet werden können.
Was ist abgeregelte PV-Energie?
Bei Überschreiten des Werts werden die PV- und Hybrid-Wechselrichter entsprechend abgeregelt. Dadurch geht die über den Grenzwert hinaus erzeugte PV-Energie als „abgeregelte PV-Energie“ verloren.
60% Einspeisebegrenzung erklärt: Lohnt sich eine PV-Anlage trotzdem?
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Kann der Netzbetreiber die Drosselung meiner PV-Anlage aufheben?
Was ist eine Wirkleistungsbegrenzung und warum gab es diese? Anlagenbesitzer waren bisher per Gesetz dazu verpflichtet, die Einspeiseleistung ihrer PV-Anlage auf 70 Prozent zu reduzieren. Seit seinem Inkrafttreten 2012 war das Ziel der Regelung, zu jedem Zeitpunkt die Netzstabilität zu gewährleisten.
Warum lohnt sich PV nicht?
Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage nicht? Photovoltaik lohnt sich nicht, wenn der Preis pro kWp bei über 2.000 € liegt, beziehungsweise 2.700 € pro kWp für eine Anlage mit Speicher. Die Stromerzeugungskosten sind in diesem Fall zu hoch und beeinträchtigen die Rentabilität der PV-Anlage.
Was passiert nach 20 Jahren mit einer PV-Anlage?
Auch nach 20 geförderten Jahren können Sie Ihren erzeugten PV-Strom weiterhin an das öffentliche Netz verkaufen. Die Volleinspeisung kann auch nach dem Ende der EEG Förderung weiterhin eine wertvolle Einnahmequelle sein.
Was passiert, wenn ich den Wechselrichter nicht drossel?
Wenn der Wechselrichter nicht gedrosselt wird, kann er mehr als 800 Watt einspeisen, was eine Anmeldung beim Netzbetreiber erfordert. Ohne Anmeldung kann das zu Problemen mit dem Netzbetreiber führen, weil die maximale Einspeisung überschritten wird.
Was passiert mit der Einspeisevergütung 2025?
Einspeisevergütung: Das Wichtigste in Kürze
August 2025 bis zum 31. Januar 2026 in Betrieb genommen werden. Die Einspeisevergütung wird halbjährlich um 1 % gesenkt. Die nächste Senkung gilt also ab dem 1. Februar 2026.
Kann der Netzbetreiber die Einspeisung abschalten?
Das Einspeisemanagement im Kontext von Photovoltaik-Anlagen bezieht sich auf die Regulierung der Stromzufuhr ins öffentliche Netz. Bei drohender Netzüberlastung kann der Netzbetreiber eine Photovoltaikanlage ferngesteuert abschalten. Dies schützt das öffentliche Stromnetz vor Überlastung durch übermäßige Einspeisung.
Warum Wechselrichter drosseln?
Warum die Ausgangsleistung drosseln? In einigen Fällen kann es vorteilhaft sein, die Ausgangsleistung eines Wechselrichters bei einem Balkonkraftwerk zu drosseln. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die installierte Leistung des Balkonkraftwerks möglicherweise die zulässige Netzanschlussleistung überschreitet.
Was bedeutet die Wirkleistungsbegrenzung von 60% für Photovoltaikanlagen?
Seit 2025 ist sie zurück: die Wirkleistungsbegrenzung! Mit dem Solarpaket I (Solarspitzengesetz) gilt für neue Photovoltaikanlagen, die ab dem 25. Februar 2025 in Betrieb genommen werden, die sogenannte 60-Prozent-Regel. Das heißt: Deine Anlage darf maximal 60 % ihrer Nennleistung ins Stromnetz einspeisen.
Kann die Drosselung privater Solaranlagen aufgehoben werden?
Mit der Aufhebung der 70-Prozent-Regel können alle PV-Anlagen bis 25 kWp, die 2023 in Betrieb genommen werden, ohne Wirkleistungsbegrenzung ans Netz gehen. Für Photovoltaikanlagen bis einschl. 7 kWp können seit Januar 2023 rückwirkend Anträge auf Aufhebung der Wirkleistungsbegrenzung gestellt werden.
Was passiert, wenn zu viel Strom erzeugt wird?
Fließt zu viel Strom ins Netz, kann es überlasten. Das führt zu Spannungsspitzen und sogar Ausfälle drohen. Damit das nicht passiert, werden PV- und Windkraftanlagen abgeregelt. Sie produzieren weniger Strom, obwohl mehr möglich wäre.
Kann jeder Wechselrichter gedrosselt werden?
Ja, du kannst deinen Growatt Wechselrichter in der Regel selbst drosseln, falls dies erforderlich ist. Die Drosselung kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein, beispielsweise um gesetzliche Vorgaben einzuhalten oder um die Einspeiseleistung an die Kapazität deines Hausnetzes anzupassen.
Warum schaltet sich mein Wechselrichter immer wieder ab?
Woran liegt es, dass sich der Wechselrichter immer wieder abschaltet? Der häufigste Grund, warum ein Wechselrichter plötzlich abschaltet, ist die Netzspannung. Der Wechselrichter ist dafür ausgelegt, den von den Solarpanels erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln und diesen ins Netz einzuspeisen.
Sind Solaranlagen 2026 noch steuerfrei?
Der „Nullsteuersatz“ soll bis Ende 2026 gelten.
Seit Januar 2023 entfällt außerdem die Umsatzsteuer für den Verkauf und die Installation von Anlagen, und das unabhängig von deren Größe. Für Käufer:innen von Anlagen bedeutet das faktisch den Wegfall der Mehrwertsteuer: Die Anlagen werden entsprechend günstiger.
Wie hoch ist der Restwert einer Photovoltaikanlage nach 20 Jahren?
Der Restwert einer Photovoltaikanlage gibt an, wie hoch der Preis der PV Anlage beim Verkauf sein kann. Zu beachten sind hier vor allem der Stromertrag und die zu erwartende Restnutzungsdauer. Weitere Einflussfaktoren, die den Wert einer PV Anlage nach 20 Jahren bestimmen sind: der Zustand der Photovoltaikanlage.
Werden Solarmodule 2026 billiger?
Werden PV-Anlagen 2026 noch günstiger? Photovoltaik-Anlagen werden 2026 voraussichtlich stabil bleiben oder leicht günstiger werden. Die anhaltende Mehrwertsteuerbefreiung und effizientere Module tragen dazu bei. Die Einspeisevergütung sinkt allerdings auch in Zukunft weiter.
Was spricht gegen Solar auf dem Dach?
Ein Nachteil von Solaranlagen auf dem Dach ist, dass sie hohe Anschaffungskosten verursachen. In den letzten Jahren sind die Preise für Photovoltaik-Anlagen deutlich gesunken. Das liegt daran, dass eine größere Nachfrage besteht und die einzelnen Technologien somit nach und nach massentauglich werden.
Wie lange dauert es, bis sich eine Solaranlage rentiert?
Die meisten PV-Anlagen amortisieren sich nach 8 bis 14 Jahren. Je kürzer die Amortisationszeit, desto lukrativer ist die Investition, denn desto eher rentiert sich die PV-Anlage.
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