Warum Speckstein am Kamin?
Gefragt von: Herr Detlev Pfeifer | Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026sternezahl: 4.5/5 (29 sternebewertungen)
Speckstein wird am Kamin verwendet, weil er Wärme extrem gut und langanhaltend speichert und gleichmäßig als sanfte Strahlungswärme abgibt, lange nachdem das Feuer erloschen ist, was zu effizientem Heizen, weniger Nachlegen und einem behaglichen Raumklima beiträgt, ergänzt durch eine einzigartige, natürliche Optik.
Was bringt Speckstein am Kaminöfen?
Der Speckstein speichert die Wärme, die beim Abbrand abgegeben wird und gibt diese langsam an den Raum ab. So wird ein schnelles Überheizen vermieden. Haben sie nach der ersten Ladung Holz noch das Gefühl, dass die Wärmeabgabe nicht reicht, können Sie den Ofen noch einmal bestücken.
Was ist besser, Kaminöfen mit oder ohne Speckstein?
Wer also nicht ständig neues Brennmaterial auflegen will, sollte die Anschaffung eines Kaminofens mit Speicherelementen aus Speckstein in Betracht ziehen. Die Speicherfähigkeit bestimmt die Wärmeabgabe beim Kaminofen und den Zeitraum und die Art, wie die Wärme in den Raum abgeben wird.
Was sind die Nachteile von Speckstein?
Nachteile Specksteinofen
- Aufwendig zu betreiben.
- Ofen reagiert träge und hat eine lange Vorlaufzeit.
- Empfindliches Material ist anfällig für Beschädigungen.
- Keine direkten Steuerungsmöglichkeiten für die Wärmeabgabe.
- Hohes Gewicht kann zu Problemen mit der Statik führen.
- Erfordert Schornsteinsystem für hohe Abgastemperaturen.
Kann man einen Specksteinöfen überhitzen?
Ein Specksteinofen überhitzt durch zu viel oder zu trockenes Holz, zu hohe Luftzufuhr (Primärluft), schlechten Schornsteinzug oder weil das Modell für den Raum zu groß dimensioniert ist, was zu Materialschäden und sogar Schornsteinbrand führen kann. Um eine Überhitzung zu vermeiden, sollten Sie weniger Holz auflegen (max. 2 Lagen), die Luftzufuhr drosseln, nur trockenes Holz verwenden und sicherstellen, dass der Ofen zur Raumgröße passt.
Specksteinkamine - Langanhaltende Wärme und maximale Effizienz - DAS OFENZENTRUM
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Wie heize ich einen Specksteinöfen richtig?
Richtig Heizen mit einem Specksteinofen bedeutet: Trockenes Holz (unter 20% Feuchte) von oben nach unten anfeuern, die Luftzufuhr anfangs voll öffnen und erst bei gut brennendem Feuer langsam reduzieren, damit der Stein die Wärme effektiv speichert und langsam abgibt. Überfüllen Sie den Ofen nicht, da er weniger Holz für langanhaltende Wärme benötigt als andere Öfen, was zu einer langsamen, effizienten Verbrennung führt.
Kann man Speckstein um einen Kamin herum verwenden?
Alberene-Speckstein wird nicht nur wegen seiner Optik gewählt. Dieser in Amerika abgebaute Stein bietet mehrere Vorteile, die ihn ideal für Kaminverkleidungen machen: Die porenfreie Oberfläche ist resistent gegen Flecken und Ätzungen. Die hervorragende Hitzebeständigkeit verhindert Risse und Beschädigungen.
Ist Speckstein gesundheitsgefährdend?
Asbest in Speckstein
In natürlichem Speckstein können auch Asbestfasern enthalten sein. Eingeatmete Asbest-Fasern wiederum können Asbestose und schwere Krebserkrankungen verursachen. Deshalb darf grundsätzlich nur asbestfreier Speckstein in Verkehr gebracht und bearbeitet werden.
Was passiert, wenn Speckstein nass wird?
Mineralöl und Speckstein
Frisch aus dem Steinbruch kommt Speckstein in einem hellen Grau. Die satte, anthrazitfarbene Färbung, für die Speckstein bekannt ist, entsteht erst durch den Kontakt mit Wasser, Fett und Ölen. Diese Flüssigkeiten bewirken eine Oxidation des Steins, wodurch seine Farbe dunkler wird und seine natürliche Schönheit besonders gut zur Geltung kommt .
Welche Kaminöfen dürfen nach 2025 weiter betrieben werden?
Ab 2025 dürfen Kaminöfen, die zwischen 1995 und 2010 eingebaut wurden, nur weiterbetrieben werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) Stufe 2 einhalten (max. 0,15 g/m³ Feinstaub, 4 g/m³ CO) oder nachgerüstet wurden; neue Öfen müssen diese Werte bereits erfüllen; ein generelles Verbot gibt es nicht, aber die Einhaltung der Grenzwerte ist entscheidend.
Was besagt die 3:2-10-Regel für Holzöfen?
Die 3-2-10-Regel legt den Grundstein
Der Schornstein muss auf der Seite mit dem höchsten Dach mindestens 90 cm über das Dach hinausragen. Die Schornsteinspitze muss mindestens 60 cm höher liegen als jeder Teil des Daches oder jedes Bauteil des Daches, das sich in einem Umkreis von 3 Metern um die Schornsteinspitze befindet.
Was ist die beste Feuerraumauskleidung?
Vermiculite als Feuerraumauskleidung
Mit Vermiculite können beste Wirkungsgrade und geringste Schadstoffemissionen erzielt werden. Vermiculiteplatten gibt es in verschiedenen Pressdichten sowie verschiedenen Dicken.
Welche Alternativen gibt es zu Speckstein?
Alternativen zu Speckstein sind je nach Anwendung Serpentinstein (ähnliche Haptik, gute Wärmespeicherfähigkeit), Sandstein (schnellere Wärmeabgabe, optisch vielfältig) und Schamottstein (schnellere Wärmeabgabe) für Kaminöfen, sowie für Bastelarbeiten Gips, Alabaster, Holz (Kokosnuss, Taguanuss) oder sogar Metall (Aluminium). Die Wahl hängt von gewünschter Härte, Wärmespeicherfähigkeit oder Bearbeitung ab, wobei Serpentin ein guter Allrounder ist, während Gips und Holz für Kunstprojekte ideal sind.
Wie lange braucht ein Specksteinofen bis er warm ist?
Der Specksteinofen ein leistungsfähiger Speicherofen sorgt für den optimalen Heizkomfort. Feuer entfachen und in circa 2 Stunden gibt der Specksteinofen bis 24 Stunden kontinuierlich Wärme ab.
Welcher Ofen hält am längsten die Wärme?
Der Ofen, der die Wärme am längsten hält, ist der Speicherofen, insbesondere Modelle mit Specksteinverkleidung oder integrierten Speichersteinkernen, die nach dem Verlöschen des Feuers noch viele Stunden (bis zu 12-24 Stunden) sanfte Strahlungswärme abgeben können, weil sie die Energie in ihrer großen Masse speichern. Je größer die Speichermasse (z. B. durch dicke Specksteinschicht oder spezielle Speicherkerne), desto länger die Wärmeabgabe. Auch traditionelle Kachelöfen sind ausgezeichnete Wärmespeicherer.
Ist Speckstein wasserdurchlässig?
Speckstein ist wasserabweisend und fühlt sich seifig oder fettig an wie Speck, woher seine Bezeichnung kommt.
Wie bekommt man Speckstein wieder sauber?
Speckstein reinigen Sie am besten mit einem feuchten Tuch und warmem Wasser, eventuell mit etwas Spülmittel; für stärkere Verschmutzungen oder Flecken nutzen Sie die raue Seite eines Spülschwamms oder feines Schleifpapier (z.B. 220er Körnung) in kreisenden Bewegungen und wischen danach feucht ab, um die Oberfläche wieder anzurauen, aber vermeiden Sie kalklösende, säurehaltige oder ölhaltige Reiniger. Spezielle Specksteinreiniger oder Fettentferner können bei hartnäckigen Fettflecken helfen, müssen aber vorher an unauffälliger Stelle getestet werden und dürfen nicht bei heißen Öfen angewendet werden.
Welche Temperaturen hält Speckstein aus?
Speckstein-Kaminofen mit FlameKat
Er hält Temperaturen von bis zu 850 °C stand und reduziert neben Staubpartikeln auch Schadgase wie Kohlenmonoxid äußerst wirkungsvoll.
Wie ölt man Speckstein?
Speckstein ölen ist der letzte Schritt zur Veredelung: Nach dem Schleifen wird der gereinigte und trockene Stein mit einem weichen Tuch und speziellem Specksteinöl (oder auch Leinöl/Speiseöl) eingerieben, bis er gesättigt ist, dann poliert man ihn bis zum gewünschten matten Glanz, um Farbe und Maserung hervorzuheben und die Oberfläche zu schützen – das macht den Stein haltbarer und schöner.
Ist Asbest in Speckstein enthalten?
Ja, Speckstein kann Asbest enthalten, da er ein natürliches Mineral ist, das bei seiner Entstehung mit Asbestfasern durchsetzt wurde; besonders beim Schleifen, Sägen oder Schmirgeln werden diese Fasern freigesetzt und können beim Einatmen zu schweren Lungenerkrankungen wie Asbestose oder Krebs führen, weshalb die Bearbeitung in Schulen oft verboten ist und nur asbestfreier Speckstein mit Zertifikat verwendet werden sollte, am besten mit Schutzmaßnahmen wie Anfeuchten oder Absaugen.
Ist Speckstein Sondermüll?
Was muss ich beim Umgang mit asbesthaltigen Specksteinen beachten? Ist ein Speckstein asbesthaltig, darf er auf keinen Fall bearbeitet werden und als Sondermüll entsorgt werden.
Welche psychische Wirkung hat Speckstein?
Psychische Wirkung
Speckstein klärt die Sinne und harmonisiert den Gedankenfluss zwischen Körper und Seele. Er kräftigt die Persönlichkeitsentfaltung und fördert Ehrgeiz in Schule und Beruf. Für Kinder ist er zum Werken ein hervorragender Therapiestein, welcher sie künstlerisch und kreativ inspiriert.
Was bringt Speckstein am Ofen?
Langanhaltende Wärme
Speckstein besitzt eine extrem hohe Wärmespeicherfähigkeit und ist daher wie kein anders Material zum Ofenstein prädestiniert. Dieser Wunderstein gibt auch nach der Befeuerung noch bis zu 24 Stunden Wärme ab (abhängig von Dämmung, Modell, Größe und Außentemperatur).
Ist Speckstein feuerfest?
Ja, Speckstein ist extrem feuerfest und hitzebeständig; er speichert Wärme sehr gut und gibt sie langsam ab, weshalb er ideal für den Bau von Speicheröfen ist. Er hält Temperaturen über 1000 °C stand und wird aufgrund seiner hervorragenden Wärmespeicherfähigkeit und Temperaturbeständigkeit oft als Verkleidung für Kaminöfen genutzt.
Kann man Speckstein auf einen Ofen legen?
Speckstein auf einen bestehenden Kaminofen zu legen, ist eine gute Idee zur Wärmespeicherung, aber nur mit den richtigen, passenden Speichersteinen und in Absprache mit einem Fachmann (Schornsteinfeger), um die Belüftung und Sicherheit nicht zu gefährden, da die Steine die Luftzirkulation beeinträchtigen und zu Überhitzung führen können. Die Steine werden oft innen, unter einer Abdeckung oder als Verkleidung montiert, um Wärme über Stunden zu speichern und langsam abzugeben, was die Effizienz steigert. Prüfen Sie vorher unbedingt die Statik des Bodens.
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