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Warum so viele Leute kein Blutspenden?

Gefragt von: Michael Schumann  |  Letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026
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Viele Menschen spenden kein Blut, weil sie die Kriterien nicht erfüllen (Gesundheit, Risikoverhalten, Medikamente), Hemmungen (Angst vor Nadeln, Unwohlsein) oder fehlendes Bewusstsein haben, während gleichzeitig ältere Spender wegfallen und jüngere nicht nachrücken, was zu einem Generationenproblem führt und die Spenden knapper macht. Auch logistische Gründe (Feiertage, Urlaub) und die Komplexität der Richtlinien tragen zur Knappheit bei, obwohl die Bereitschaft zu helfen oft vorhanden ist.

Warum spenden so wenig Menschen Blut?

Alle Jahre die gleiche Situation: Im Sommer spenden zu wenig Menschen Blut. Jüngere, weil sie im Urlaub sind, Ältere scheuen bei Hitze den Gang zur Spende. Gleichzeitig nehmen durch den Reiseverkehr Unfälle zu. Die Folge: Mehr Menschen benötigen Konserven und weniger Präparate stehen zur Verfügung.

Warum spenden die Leute heutzutage kein Blut mehr?

In den letzten Jahren ist die Zahl der Blutspender um etwa 20 % gesunken. Da weniger neue Spender hinzukommen und bestehende Spender seltener spenden, könnten Patienten gefährdet sein, wenn nicht rechtzeitig Blut verfügbar ist. Oft ist der Grund für die fehlende Blutspende ganz einfach: Die Betroffenen wurden noch nie gefragt .

Warum können manche Menschen kein Blutspenden?

Personen mit schweren Vorerkrankungen (Herz- und Gefäßkrankheiten, relevante Blutgerinnungsstörungen, Erkrankungen des Zentralnervensystems, Diabetes mit Insulin-Behandlung, Tumorerkrankungen und andere chronische Erkrankungen von Niere, Lunge oder Verdauungssystem, Störung des Immunsystems)

Warum keine Blutspende?

Zu den dauerhaften Ausschlusskriterien für eine Blutspende gehört eine Infektion mit dem HI-Virus, aber auch andere Infektionen, wie beispielsweise eine durchgemachte Leberentzündung vom Typ C (Hepatitis C), da diese eventuell auf die Empfängerin oder den Empfänger übertragen werden könnte.

Ist Blutspenden gefährlich?

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Ist Blut spenden gut oder schlecht für den Körper?

Ja, Blut spenden ist definitiv gesund. Neben der regelmäßigen Kontrolle wichtiger Vitalwerte (u. a. Hämoglobinwert) testen wir dein Blut nach jeder Spende auf bestimmte Krankheitserreger. Darüber hinaus wirkt sich eine Blutspende positiv auf den Blutdruck aus.

Warum sollte man keine Blutplättchen spenden?

Gründe, warum Sie niemals Blut spenden können, sind unter anderem: eine Bluttransfusion , die meisten Krebsarten oder eine HIV-Infektion.

Warum darf man tätowiert kein Blut spenden?

Nach einem Tattoo muss man vier Monate warten, weil die Hautverletzung durch die Nadeln ein Infektionsrisiko birgt, das erst nach dieser Zeit vollständig ausgeschlossen werden kann, da Infektionen im Blut länger unentdeckt bleiben können. Diese Sperrfrist dient dem Schutz der Empfänger, da selbst unter sterilen Bedingungen Infektionen wie Hepatitis oder HIV entstehen könnten, die erst nach der sogenannten diagnostischen Latenzzeit nachweisbar wären. 

Wie lange ist man kaputt nach einer Blutspende?

Die Haltbarkeit der Blutprodukte, die aus den einzelnen Blutbestandteilen gewonnen werden, ist sehr unterschiedlich. Während das Plasma im gefrorenen Zustand bis zu drei Jahre haltbar ist, sind Erythrozytenkonzentrate, je nach Verarbeitungsart, zwischen 28 und 49 Tagen haltbar.

Wie viel Prozent der Spenden kommen wirklich an?

Von den gespendeten Geldern kommt je nach Organisation meist ein Großteil (oft 75-90 % oder mehr) direkt bei den Bedürftigen an; seriöse Organisationen geben in der Regel mindestens 60 % ihrer Einnahmen für Projekte aus, wobei 10-30 % für Verwaltung und Werbung üblich sind, manche garantieren aber auch 100 % für spezifische Projekte. Es gibt große Unterschiede: Während manche Organisationen einen sehr hohen Anteil direkt weiterleiten, können bei anderen höhere Kosten für Spendenbeschaffung anfallen, was den Prozentsatz reduziert. 

Warum sollten Sie kein Blut spenden können?

Ein Spender mit einer akuten Infektion darf nicht spenden. Der Grund für die Antibiotikaeinnahme muss geprüft werden, um festzustellen, ob der Spender eine bakterielle Infektion hat, die durch Blut übertragbar sein könnte. Eine Spende ist nach Abschluss einer oralen Antibiotikatherapie gegen eine Infektion (bakteriell oder viral) zulässig. Die letzte Tablette darf am Tag der Spende eingenommen worden sein.

Wer spendet am meisten Blut?

Männer liegen in Sachen Blutspende vorn: 52 Prozent der befragten Männer gaben an, schon einmal Blut gespendet zu haben. Bei den Frauen sind es 43 Prozent.

Warum dürfen die Menschen, die mit mir zusammen sind, kein Blut spenden?

Ein weiterer Grund für den Ausschluss von Menschen mit ME/CFS war der Schutz ihrer eigenen Gesundheit – ein akuter Blutverlust könnte die Symptome verschlimmern. „Die Situation bleibt unverändert. Blutspenden von Menschen mit ME/CFS können nicht angenommen werden, auch wenn es Ihnen aktuell gut geht.“

Wie viel € pro Blutspende?

Für Blutspenden gibt es keine Bezahlung, aber eine Aufwandsentschädigung, die je nach Art der Spende (Vollblut, Plasma, Thrombozyten) variiert: Meist rund 20 bis 30 Euro für Vollblut/Plasma, bei selteneren Spenden wie Thrombozyten bis zu 50-60 Euro. Diese Entschädigung deckt Zeitaufwand und Unkosten, während Spenden wie die beim Roten Kreuz (DRK) freiwillig und unentgeltlich sind, aber oft kleine Geschenke oder Mahlzeiten bieten. 

Wie viel Kalorien verbrennt 500 ml Blut spenden?

Aber wie viele Kalorien gehen dadurch verloren? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geht davon aus, dass der Körper bei einer Vollblutspende zwischen 2000 und 3000 Kalorien verliert.

Welche Blutgruppe ist am begehrtesten?

Die Blutgruppen O negativ und O positiv sind stark nachgefragt. Nur 7 % der Bevölkerung haben die Blutgruppe O negativ. Der Bedarf an Blut der Gruppe O negativ ist jedoch am höchsten, da diese Blutgruppe am häufigsten in Notfällen benötigt wird. Der Bedarf an Blut der Gruppe O positiv ist ebenfalls hoch, da sie die am häufigsten vorkommende Blutgruppe ist (37 % der Bevölkerung).

Welche Nachteile hat eine Blutspende?

Nachteile beim Blutspenden sind meist kurzfristig und mild, wie Kreislaufprobleme (Schwindel, Ohnmacht), Übelkeit, Schmerzen oder Blutergüsse an der Einstichstelle, die durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ruhe minimiert werden können, aber auch eine vorübergehende Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Selten sind stärkere Hämatome oder Nervenreizungen möglich. Eine Ansteckungsgefahr besteht durch steriles Einwegmaterial nicht, die Risiken sind gering und medizinisch kontrolliert. 

Wie viel verdient man für 1 Liter Blut?

Blut kostet Geld, viel Geld. Kliniken in Berlin bezahlen pro Blutkonserve zwischen 95 und 130 Euro, eine enthält rund 330 Milliliter. Das sind hochgerechnet zwischen 285 und 390 Euro pro Liter. Der Preis variiert je nach Qualität und Blutgruppe.

Was spricht gegen eine Blutspende?

Erkrankungen, die zu einem Ausschluss von der Blut- und Plasmaspende führen, sind: Herz- und Gefäßerkrankungen. Erkrankungen des Zentralnervensystems. Bestimmte Blutgerinnungsstörungen.

Kann Kokosnusswasser als Bluttransfusion verwendet werden?

Denn es hat zwei wertvolle Eigenschaften: Kokoswasser ist steril und isotonisch. Das bedeutet, es hat einen ähnlichen Salz- und Nährstoffgehalt. Komplett ersetzen kann es das Blutplasma allerdings nicht. Reines Wasser wäre für eine Infusion nicht geeignet.

Wer ist von der Blutspende ausgeschlossen?

Man darf kein Blut spenden bei akuten Infektionen, Fieber, bestimmten chronischen Krankheiten (z.B. insulinpflichtiger Diabetes, HIV, Hepatitis C), während der Schwangerschaft/Stillzeit, nach bestimmten Arztbesuchen (z.B. Operationen, Tattoos/Piercings), bei Einnahme bestimmter Medikamente oder nach Reisen in Risikogebiete, um Empfänger vor Infektionen zu schützen. Es gibt sowohl vorübergehende (z.B. nach Erkältung) als auch dauerhafte Ausschlussgründe, die die Sicherheit von Spender und Empfänger gewährleisten sollen. 

Ist eine Impfung nach einer Blutspende möglich?

Die Blutspende ist vor und nach einer Corona-Schutzimpfung übrigens möglich! Bereits am Folgetag deiner Spende kannst du deine Impfung problemlos erhalten – unter der Bedingung, dass du keine Nebenwirkungen spürst.

Kann man ohne Blutplättchen leben?

Menschen mit sehr wenig Blutplättchen können viel Blut im Verdauungstrakt verlieren oder sie erleiden eine lebensbedrohliche Blutung im Gehirn, selbst wenn sie sich gar nicht verletzt haben.

Warum kann ich keine Thrombozyten spenden?

Als Thrombozytenspender müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen mindestens 18 Jahre, dürfen jedoch nicht älter als 55 Jahre sein. Sie müssen gesund und in guter körperlicher Verfassung sein (ausführlicher Fragebogen, Untersuchung und Blutabnahme durch uns).

Warum kann nicht jeder jedem Blut spenden?

Blutgruppen müssen bei Bluttransfusionen kompatibel sein

Für Bluttransfusionen sind die AB0- und Rhesus-Blutgruppensysteme von besonderer Bedeutung, da es bei nicht passenden Spender- und Empfänger-Blutgruppen gefährlich werden kann. Denn: Blut kann nicht beliebig von einem Menschen zum anderen übertragen werden.