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Warum so viele junge Lehrer scheitern?

Gefragt von: Ursula Seiler  |  Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026
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Junge Lehrer scheitern oft an der Diskrepanz zwischen Idealvorstellung und Realität, da die Arbeitsbelastung durch Unterricht, Verwaltung, Beratung und Therapie extrem hoch ist, begleitet von Disziplinproblemen und fehlender Wertschätzung, was zu Überforderung, Burnout und vorzeitigem Ausstieg führt, verstärkt durch mangelnde Unterstützung und eine "Nur-Lehren"-Mentalität im Umgang mit Erziehungsaufgaben.

Warum sind so viele Lehrer ausgebrannt?

Die Hauptursachen für Burnout bei Lehrerinnen

Die Arbeitsbelastung ist enorm, da sie nicht nur den Unterricht vor- und nachbereiten müssen, sondern auch mit permanenten Reformen im Schulsystem und schwierigen Schülern umgehen müssen.

Warum hören so viele Lehrer auf?

Gestiegene Arbeitsbelastung: Immer mehr Aufgaben

Lehrkräfte müssen heute viel mehr Aufgaben wahrnehmen als vor zehn Jahren, meint Susanne Lehner, Rektorin der Gustl-Bayrhammer-Grundschule in München-Freiham. Lehren sei nur mehr eine von vielen Aufgaben. Dazu kommen Verwalten, Beraten, Betreuen, Beurteilen, Therapieren.

Warum ist das Bildungswesen derzeit so schlecht?

Amerikanische Schulen weisen aufgrund eines massiven Lehrermangels im Primar- und Sekundarbereich ein hohes Schüler-Lehrer-Verhältnis auf . Angesichts von Disziplinarproblemen und unzureichender Finanzierung konzentrieren sich die Schulen darauf, die Klassen um jeden Preis zu besetzen. Dies führt zu größeren Klassen und Problemen mit der Unterrichtsqualität.

Sind Lehrer Topverdiener?

Der Verdienst der meisten als Lehrer:in Beschäftigten in Deutschland liegt im kununu Gehaltscheck zwischen 44.160 € und 53.520 €. Als Topverdiener:in können Lehrer:innen ein Jahresgehalt von bis zu 81.600 € brutto erreichen.

Warum verlieren wir junge Lehrkräfte? | Y-Kollektiv

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Wie viel verdienen Lehrerin Dänemark?

Lehrergehälter in Dänemark sind im europäischen Vergleich hoch, wobei die Brutto-Jahresgehälter je nach Schulstufe und Erfahrung variieren, oft aber deutlich über 40.000 € liegen können, mit Einstiegsgehältern um die 30.000 € und Gehältern mit Berufserfahrung, die über 35.000 € hinausgehen, wobei auch Zahlen für die Primarstufe um 60.000 € genannt werden. Sie liegen oft über dem nationalen Durchschnittseinkommen und können durch höhere Qualifikation und lange Berufserfahrung stark ansteigen, was Dänemark zu einem der bestbezahlten Länder macht. 

Warum verlassen Lehrer ihren Beruf?

Sie verlassen die sichere Beamtenlaufbahn und verlieren ihre Pension. Die Gründe sind vielfältig: zu wenig Zeit für die Kinder, kaum individuelle Förderung, zu viel Stress. Wie viele es sind, ist unklar, da niemand die Fälle zählt.

In welchem Land ist die Bildung schlecht?

Am größten ist der Mangel an Lehrerinnen und Lehrern in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara: Dort werden bis 2030 rund 17 Millionen neue Lehrkräfte gebraucht. An zweiter Stelle steht Südasien, wo insbesondere in den weiterführenden Schulen qualifiziertes Lehrpersonal fehlt.

Was ist das größte Problem im heutigen Bildungswesen?

Lehrermangel

Die USA befinden sich inmitten einer Lehrerkrise – eine der größten Herausforderungen für das heutige Bildungswesen. Niedrige Gehälter, überhöhte Arbeitsbelastung und schwierige Arbeitsbedingungen haben viele Pädagogen dazu bewogen, den Beruf aufzugeben. Schlimmer noch: Immer weniger Menschen entscheiden sich überhaupt für diesen Beruf.

Wo ist die Bildung in Deutschland am schlechtesten?

Die Bildungschancen von Kindern aus benachteiligten Verhältnissen unterscheiden sich deutlich von Bundesland zu Bundesland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts. Die besten Chancen haben diese Kinder in Berlin und Brandenburg, die schlechtesten in Bayern und Sachsen.

Was stresst Lehrer am meisten?

Der größte Belastungsfaktor für Lehrkräfte ist zugleich auch die stärkste Ressource: Der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Deutsches Schulportal: Lehrkräfte leiden mehr als viele andere Berufsgruppen unter psychischen Erkrankungen und Erschöpfung bis hin zum Burnout.

Warum kündigen immer mehr Lehrer?

Der FDP-Bildungsexperte Timm Kern, der die Zahlen beim Kultusministerium abgefragt hatte, sprach von einem «Alarmsignal». Die Gründe für den Anstieg der Kündigungen lägen auf der Hand, so Kern: immer mehr Bürokratie, neue Bildungsprojekte, immer weniger Wertschätzung und immer weniger Lehrer auf immer mehr Schüler.

Welcher Typ Mensch wird Lehrer?

Tendenziell ist es von Vorteil, wenn Sie als Lehrerin oder Lehrer eher kontaktbereit, offen, gewissenhaft und psychisch stabil sind. Aber auch introvertierte Menschen können beispielsweise gute Lehrerinnen und Lehrer sein. Vielleicht ist es phasenweise anstrengender, aber es gibt auch Vorteile.

Welcher Beruf hat die höchste Burnout-Rate?

Berufe in der Pflege (besonders Altenpflege), im Bildungswesen (Lehrkräfte), bei Sozialarbeitern und im Dialogmarketing (Callcenter) haben statistisch gesehen die höchsten Burnout-Raten, oft aufgrund hoher emotionaler Belastung, Zeitdruck und mangelnder Wertschätzung, gefolgt von Führungskräften in verschiedenen Bereichen. Ärzte, speziell in Notaufnahmen, und Mitarbeiter in wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen sind ebenfalls stark gefährdet. 

Was sind die Symptome eines Lehrer-Burnouts?

Lehrer, die unter Burnout leiden, bemerken möglicherweise einen Rückgang ihrer Produktivität, Motivation und ihres Selbstvertrauens . Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Apathie und Reizbarkeit können selbst Routineaufgaben überfordernd wirken lassen.

Warum wollen immer weniger Leute Lehrer werden?

Lehrermangel – die Ursachen

Demografische Entwicklung: Viele ältere Lehrkräfte gehen in den Ruhestand. Es gibt allerdings nicht genügend junge Lehrkräfte, die ihre Stellen einnehmen können. Fehlende Attraktivität des Berufes: Die Arbeitsbedingungen als Lehrer:in sind nicht optimal.

Hat Deutschland eine gute Bildung?

Zentrale Ergebnisse „Bildung auf einen Blick 2025“

Deutschland zeigt im internationalen Vergleich starke Ergebnisse bei beruflicher Bildung und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen. 59 Prozent der 18- bis 24-Jährigen befinden sich in Ausbildung oder Studium, deutlich mehr als der OECD-Durchschnitt von 53 Prozent.

Warum muss sich das amerikanische Schulsystem ändern?

Die jüngsten NAEP-Ergebnisse bestätigen erneut, dass ein Wandel im amerikanischen Bildungssystem (K-12) notwendig ist. Wir müssen es neu gestalten , um den Anforderungen einer sich rasant verändernden Wirtschaft und Gesellschaft gerecht zu werden . Das bedeutet, Eltern zu stärken, die Schüler in den Mittelpunkt zu stellen und Schulen für ihre Ergebnisse zur Rechenschaft zu ziehen.

Was ist der größte Mangel unseres gegenwärtigen Bildungssystems?

Der größte Mangel lässt sich somit wie folgt zusammenfassen:

Das Bildungssystem legt zu viel Wert auf theoretisches Wissen auf Kosten praktischer Fähigkeiten, Kreativität und der Entwicklung kritischen Denkens .

Hat Dänemark Schulpflicht?

In Dänemark gibt es keine Schulpflicht, sondern eine Bildungspflicht (Unterrichtspflicht) bis zum Alter von 16 Jahren, die eine zehnjährige Ausbildung sicherstellt, die auch zu Hause (Homeschooling) oder in Privatschulen stattfinden kann, wobei Eltern die Wahl der Methode weitgehend selbst treffen. Kinder beginnen die Bildungspflicht mit sechs Jahren und müssen im Alter von 7 bis 16 Jahren mindestens neun Jahre lang unterrichtet werden, oft in der öffentlichen Folkeskole, aber auch Alternativen wie Efterskoler (Internate) sind üblich. 

Wo ist das härteste Schulsystem der Welt?

Das Schulsystem in Südkorea gilt als eines der härtesten weltweit. Eine einzige Prüfung entscheidet über das ganze Leben, so glauben viele.

Wer sind die am wenigsten gebildeten Menschen der Welt?

Über 75 % der weltweit 781 Millionen Analphabeten leben in Südasien, Westasien und Subsahara-Afrika , wobei Frauen fast zwei Drittel aller Analphabeten weltweit ausmachen.

Warum hören so viele Lehrer auf?

Gestiegene Arbeitsbelastung: Immer mehr Aufgaben

Lehrkräfte müssen heute viel mehr Aufgaben wahrnehmen als vor zehn Jahren, meint Susanne Lehner, Rektorin der Gustl-Bayrhammer-Grundschule in München-Freiham. Lehren sei nur mehr eine von vielen Aufgaben. Dazu kommen Verwalten, Beraten, Betreuen, Beurteilen, Therapieren.

Warum kündigen so viele Lehrer?

1. Unzureichende Bezahlung . Studien zeigen, dass über 50 % der Lehrkräfte, die ihren Beruf aufgeben, eine unzureichende Bezahlung als wesentlichen Grund angeben. Trotz ihrer entscheidenden Rolle bei der Gestaltung zukünftiger Generationen stellen Lehrkräfte häufig fest, dass ihre Gehälter weder ihren Qualifikationen noch ihrem Arbeitseinsatz entsprechen.

Ist Lehrer ein stressiger Job?

Ja, der Lehrerberuf gilt als sehr stressig und gehört zu den Berufsgruppen mit hohem Risiko für psychische Belastungen wie Burnout, Erschöpfung und Depressionen, was durch Faktoren wie hohe Arbeitslast, Verantwortung, Heterogenität der Schüler, Personalmangel und gesellschaftliche Erwartungen verursacht wird. Studien bestätigen die enorme Belastung durch große Klassen, Zeitmangel und ständige Anforderungen, wobei die psychischen und psychosomatischen Erkrankungen bei Lehrern häufiger vorkommen als in anderen Berufen.