Warum Kosten Hörgeräte nichts?
Gefragt von: Leo Dietz | Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2026sternezahl: 4.3/5 (13 sternebewertungen)
Hörgeräte kosten nicht grundsätzlich nichts, aber gesetzliche Krankenkassen übernehmen bei medizinischer Notwendigkeit einen Großteil der Kosten für sogenannte Nulltarif-Hörgeräte. Diese decken die Basisversorgung ab und Sie zahlen meist nur eine gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Gerät. Premium-Modelle mit Zusatzfunktionen (Bluetooth, kleinste Bauweise) kosten Aufpreis, den Sie tragen, aber auch dafür gibt es einen Kassen-Festzuschuss.
Wie viel muss man für ein gutes Hörgerät bezahlen?
Ein gutes Hörgerät kostet nach Krankenkassenzuschuss oft zwischen 600 und 1.200 Euro Eigenanteil pro Ohr, aber die Preise variieren stark von ca. 0 € (reine Grundversorgung) bis über 2.500 € (Premium-Technologie) pro Gerät, abhängig von Funktionen wie Kanälen, Bluetooth oder Geräuschunterdrückung. Standardmodelle mit fortschrittlichen Features liegen meist bei 1.000–1.500 € Eigenanteil, während High-End-Geräte mit modernsten Funktionen 2.000 € oder mehr kosten können.
Wie gut sind Hörgeräte ohne Zuzahlung?
Hörgeräte ohne Zuzahlung (Kassenmodelle) sind heute solide Grundversorger, die digital sind und Mindeststandards erfüllen (z.B. Störschallunterdrückung, mehrere Hörprogramme, digitale Signalverarbeitung) und in einfachen Alltagssituationen wie ruhigen Gesprächen gut funktionieren, aber für komplexe, dynamische Situationen (z.B. Restaurants) an ihre Grenzen stoßen, weshalb sich teurere Geräte mit Zuzahlung für anspruchsvollere Hörer wünschenswert sein können.
Haben Rentner Anspruch auf kostenlose Hörgeräte?
Ja, Rentner haben Anspruch auf kostenlose Basis-Hörgeräte ("Nulltarif"), wenn ein HNO-Arzt einen Hörverlust diagnostiziert und eine Verordnung ausstellt; die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten für Standardmodelle inklusive 6 Jahren Service, aber bei höherwertigen Geräten mit Zusatzfunktionen fällt ein privater Eigenanteil an, wobei nur die gesetzliche Zuzahlung von ca. 10 € pro Gerät anfällt.
Warum Kosten Hörgeräte so viel?
Hörgeräte sind teuer wegen intensiver Forschung & Entwicklung für winzige, hochentwickelte Technik, den hohen Fixkosten der Akustiker (Beratung, Anpassung, Service) und dem speziellen medizinischen Charakter der Geräte, die nicht einfach von anderen Branchen übernommen werden können. Der Preis beinhaltet nicht nur das Gerät selbst, sondern auch eine umfassende, oft kostenlose Nachsorge durch den Hörakustiker, was den Endpreis erklärt.
Prices, subsidies and technology levels – never buy hearing aids without these expert tips!
23 verwandte Fragen gefunden
Sind Hörgeräte wirklich sinnvoll?
Wenn man dauerhaft schlecht hört, ist ein Hörgerät sinnvoll. In der Regel wird es ab einem Hörverlust von 40 bis 60 Dezibel empfohlen, also ab einer mittelgradigen Schwerhörigkeit.
Lohnt es sich, für ein Hörgerät zu bezahlen?
Vorteile von Hörgeräten
Hörgeräte machen Ihr Gehör nicht perfekt, aber sie verstärken und verdeutlichen Geräusche und reduzieren so die Auswirkungen eines Hörverlusts auf Ihren Alltag . Hörgeräte können Ihnen helfen, alltägliche Geräusche wie die Türklingel oder das Telefon besser zu hören und Ihr Sprachverständnis zu verbessern.
Welche Krankenkasse zahlt den höchsten Zuschuss für Hörgeräte?
Es gibt keine einzelne Krankenkasse, die immer am meisten zahlt, da die Leistungen variieren, aber BKKs (wie die BKK Bundesverband, Pronova BKK) und einige regionale AOKs bieten oft hohe Zuschüsse über den gesetzlichen Festbetrag hinaus, teilweise bis zu 1.600 € oder mehr für beide Seiten, während andere wie die IKK und BIG ebenfalls sehr großzügig sein können, aber prüfen Sie immer Ihren spezifischen Vertrag, denn die Barmer kann ebenfalls hohe Gesamtzuschüsse für beide Ohren leisten, aber es kommt auf die individuellen Verträge und den Hörverlust an.
Was ist besser, ein Hörgerät im Ohr oder hinter dem Ohr?
Weder Im-Ohr- noch Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte sind pauschal besser; die Entscheidung hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen, dem Grad Ihres Hörverlusts und Ihren ästhetischen Wünschen ab. Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO) bieten meist mehr Leistung, längere Akkulaufzeit und Funktionen wie Bluetooth, eignen sich für starke Hörverluste und sind robuster. Im-Ohr-Geräte (IdO) punkten durch ihre Unauffälligkeit und Diskretion, sind aber eher für leichte bis mittlere Verluste geeignet und haben kürzere Batterielaufzeiten.
Was Kosten Hörgeräte für beide Ohren?
Hörgeräte für beide Ohren kosten nach Krankenkassenzuschuss (ca. 1.500 €) meist zwischen 0 € (Nulltarif) und über 5.000 €, abhängig von Technologie (Basis bis Premium) und Eigenanteil, wobei der Eigenanteil oft 10 € (Nulltarif) bis zu mehreren hundert Euro pro Gerät beträgt, je nach gewählter Technikklasse. Ein guter Mittelklasse-Bereich liegt oft bei ca. 1.000-2.500 € pro Ohr nach Zuschuss, während Premium-Geräte deutlich teurer sind.
Sind Kassenhörgeräte ausreichend?
Kassenhörgeräte sind nicht schlecht und manchmal auch ausreichend. Doch sehr oft lohnt es sich zu vergleichen und am Ende ein bessere Technologie zu nutzen. Das Hörgerät ist ein ständiger Begleiter und Hören bedeutet Lebensqualität.
Wie lange darf man ein Hörgerät probetragen?
Wie lange kann ich das Hörgerät probetragen? Nachdem das Hörgerät individuell auf Ihren Bedarf eingestellt wurde, können Sie es für ein bis zwei Wochen kostenlos probetragen.
Ist eine Versicherung für Hörgeräte sinnvoll?
Ja, eine Hörgeräteversicherung ist oft sinnvoll, um sich vor hohen Kosten bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung zu schützen, da moderne Geräte teuer sind und die gesetzliche Zuzahlung die Gesamtkosten nicht deckt; sie ist besonders empfehlenswert bei hohem Eigenanteil (> 2.000 €) oder risikoreichem Lebensstil, aber weniger nötig bei geringen Zuzahlungen (< 1.000 €), wo eine Rücklage genügen könnte. Die Hausratversicherung deckt in der Regel nur Schäden innerhalb des Hauses ab, nicht aber Verlust oder Diebstahl unterwegs.
Welche Krankenkasse zahlt nach 6 Jahren neue Hörgeräte?
Gut zu wissen: Mehrkosten aufgrund eines höherwertigen Gerätes und eines besonderen Gerätes, das nicht medizinisch notwendig ist, müssen Sie selber tragen. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt aller 6 Jahre den Festbetrag für neue Hörsysteme, die private Krankenversicherung alle 5 Jahre.
In welchem Land sind Hörgeräte am günstigsten?
Hörgeräte sind oft in Ländern günstiger, die niedrigere allgemeine Preisniveaus haben oder wo die Kostenübernahme durch Sozialversicherungen anders geregelt ist, wobei Frankreich, Dänemark und Großbritannien in Studien als preiswerter im Vergleich zur Schweiz hervorganden, aber auch Deutschland (durch Kostenerstattung für EU-Ausland) eine Option sein kann, wobei man immer das Service-Nachspiel beachten muss.
Kann der Hausarzt Hörgeräte verschreiben?
Ja, Ihr Hausarzt kann eine erste Einschätzung geben und Sie an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) überweisen, der dann die offizielle ärztliche Verordnung (Rezept) für ein Hörgerät ausstellt – diese ist für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse notwendig. Beim ersten Mal muss der HNO-Arzt die Ursache des Hörverlustes medizinisch abklären, aber bei Folgeversorgungen ist ein erneuter HNO-Besuch oft nicht mehr nötig, wenn der Akustiker die Notwendigkeit bestätigt.
Was ist das häufigste Problem mit Hörgeräten?
Ohrenschmerzen und Jucken im Ohr
Wenn man ein Hörgerät braucht, ist es wichtig dieses so häufig wie möglich zu tragen. Es ist möglich Ohrenschmerzen durch Hörgeräte zu bekommen. Durch das ständige Tragen kann es passieren, dass das Ohrpassstück für Feuchtigkeit im Gehörgang sorgt und somit die Haut aufweicht.
Wie lange braucht das Gehirn, um sich an ein Hörgerät zu gewöhnen?
Wie lange dauert die Gewöhnung an Hörgeräte? Im Allgemeinen genügen einige Wochen, um sich an ein Hörgerät zu gewöhnen. Es braucht etwas Zeit, bis sich das Ohr und das Gehirn neu an die Hörreize anpassen und diese korrekt verarbeiten können.
Ist ein Hörgerät bei einseitigem Hörverlust ausreichend?
Ja, bei einseitigem Hörverlust kann oft ein einzelnes Hörgerät ausreichend sein: Einseitiger Hörverlust: Wenn nur ein Ohr betroffen ist und das andere normal hört, reicht meist ein Hörgerät für die betroffene Seite.
Welches Hörgerät ohne Zuzahlung ist das beste?
Widex Magnify 60 – Das beste Hörgerät ohne Zuzahlung
Als Hörgerät, das sich mit dem Krankenkassenzuschuss bezahlen lässt, eignet sich das Widex Magnify 60 besonders für Einzelgespräche in ruhigen Umgebungen. Zusätzlich lässt sich das Hörgerät bequem per App auf dem Smartphone steuern.
Ist man mit einem Hörgerät schwerbehindert?
Man ist nicht automatisch mit Hörgerät schwerbehindert; eine Schwerbehinderung (Grad der Behinderung – GdB – von 50 oder mehr) wird erst bei hochgradiger Schwerhörigkeit festgestellt, oft bei beidseitigem, an Taubheit grenzendem Hörverlust, der auch mit Hilfsmitteln wie Hörgeräten nicht vollständig ausgeglichen werden kann und die soziale Teilhabe erheblich einschränkt. Geringere Hörverluste können zu einem GdB von 30 führen, was eine Gleichstellung, aber noch keine Schwerbehinderung bedeutet.
Wie viel kostet eine Hörkontaktlinse?
Hörkontaktlinsen (wie die Vibrosonic alpha) sind eine spezielle Technologie, die direkt auf dem Trommelfell sitzt, um Schall zu übertragen, und sind noch in der Entwicklung bzw. Pilotphase, kosten aber in der Langzeitversorgung nach der Testphase deutlich mehr als herkömmliche Hörgeräte, die bei ca. 800 € (Kassenleistung) bis über 5.000 € (High-End) liegen, wobei Kassenanteile die Eigenkosten senken. Die Kosten für eine Hörkontaktlinse sind hoch, da sie eine individuelle Hightech-Lösung darstellt, die individuell angepasst und medizinisch betreut wird, mit einer 3-monatigen Testphase und anschließender langfristiger Versorgung.
Wie viel muss man für ein gutes Hörgerät ausgeben?
Ein gutes Hörgerät kostet nach Krankenkassenzuschuss oft zwischen 600 und 1.200 Euro Eigenanteil pro Ohr, aber die Preise variieren stark von ca. 0 € (reine Grundversorgung) bis über 2.500 € (Premium-Technologie) pro Gerät, abhängig von Funktionen wie Kanälen, Bluetooth oder Geräuschunterdrückung. Standardmodelle mit fortschrittlichen Features liegen meist bei 1.000–1.500 € Eigenanteil, während High-End-Geräte mit modernsten Funktionen 2.000 € oder mehr kosten können.
Kann man ein Hörgerät in Zahlung geben?
Wer sich ein neues Hörgerät kauft, kann mit einem Zuschuss der Krankenkasse von ca. 700 Euro rechnen. Dieser Betrag gilt bei einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit auf einem Ohr.
Wann ist ein Hörgerät kostenlos?
Entscheidet sich der Versicherte, mit einem schweren Hörverlust, für ein Kassen-Modell im Wert von bis zu 840 €, so muss er keinen Eigenanteil bezahlen und erhält das Hörgerät praktisch kostenlos. Nur die Rezeptgebühr in Höhe von 10 € pro Hörgerät muss der Versichterte selbst zahlen.
Warum werden alte Handys langsam?
Was kostet Friseur in Mexiko?