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Was ist besser Mönchspfeffer oder Schafgarbe?

Gefragt von: Josef Kühn  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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Weder Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) noch Schafgarbe (Achillea millefolium) sind pauschal "besser", da sie unterschiedliche Schwerpunkte haben: Mönchspfeffer wirkt hauptsächlich auf das Hormonsystem (z.B. bei PMS, Zyklusstörungen) und benötigt Vorsicht bei hormonellen Therapien, während Schafgarbe krampflösend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend bei Magen-Darm-Beschwerden und Menstruationsschmerzen wirkt, jedoch nicht bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütler genommen werden sollte. Die Wahl hängt vom Anliegen ab: Mönchspfeffer für die Hormonregulation, Schafgarbe für akute Krämpfe und Verdauungsprobleme.

Welche Alternativen gibt es zu Mönchspfeffer?

Alternativen zu Mönchspfeffer sind Pflanzen wie Traubensilberkerze, Rotklee, Maca, Ashwagandha, Frauenmantel und Yamswurzel, die ähnliche hormonregulierende Effekte bei Zyklusbeschwerden und Wechseljahrsymptomen wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen haben, sowie spezifische Mittel wie Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen oder Nachtkerzenöl. Die Wahl hängt vom spezifischen Beschwerdebild ab, wobei eine Rücksprache mit Arzt oder Apotheker ratsam ist.
 

Bei welchen Beschwerden hilft Schafgarbe?

Schafgarbe wirkt entzündungshemmend, krampflösend, verdauungsfördernd und antimikrobiell, was sie zu einem traditionellen Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Appetitlosigkeit, bei Menstruationskrämpfen und zur Wundheilung macht, indem sie die Galleproduktion anregt und die Speichelbildung fördert. Wichtige Inhaltsstoffe sind Bitterstoffe, ätherische Öle und Flavonoide, die diese Effekte bewirken, aber bei empfindlichen Personen können allergische Reaktionen auftreten.
 

Wann sollte man Schafgarbe nicht einnehmen?

Nicht einzunehmen bei Überempfindlichkeit gegen Schafgarbe und/oder andere Korbblütler, bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, bei Verschluss der Gallenwege.

Wann soll man Mönchspfeffer nicht nehmen?

Mönchspfeffer ist kontraindiziert bei Schwangerschaft und Stillzeit, bei hormonabhängigen Tumoren (Brust-, Gebärmutter-, Eierstockkrebs), Hypophysenerkrankungen (wie Prolaktinom) und Überempfindlichkeit. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von Hormonen (Pille, Hormonersatztherapie) oder Dopamin-Antagonisten/Agonisten sollte man vorsichtig sein und Rücksprache mit dem Arzt halten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten ebenfalls darauf verzichten.
 

Das Mönchspfeffer-Wunder? Fakten zu Anwendung, Wirkung und Grenzen - Wissenschaftlich geprüft!

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Was darf man nicht zusammen mit Mönchspfeffer einnehmen?

Vorsicht geboten ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Mönchspfeffer und Medikamenten mit Dopamin-Antagonisten oder Dopamin-Agonisten - es kann zu Wechselwirkungen kommen. Frauen, die solche Medikamente erhalten, sollten vor der Anwendung der Heilpflanze ärztlichen Rat einholen.

Was spricht gegen Mönchspfeffer?

Mönchspfeffer gilt meist als gut verträglich, kann aber Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Blähungen, Durchfall), Kopfschmerzen, Schwindel und Hautprobleme (Juckreiz, Ausschlag, Akne) verursachen, besonders bei Überdosierung oder zu Beginn. Selten sind allergische Reaktionen (Atemnot, Schwellungen) möglich, und er kann die Wirkung anderer Medikamente (z.B. Dopamin-Antagonisten) beeinflussen. Eine ärztliche Rücksprache ist vor der Einnahme ratsam, insbesondere bei Vorerkrankungen oder der Einnahme weiterer Medikamente.
 

Welche Nebenwirkungen hat Schafgarbe?

Schafgarbe gilt als gut verträglich, aber Hauptnebenwirkung ist eine allergische Reaktion bei Korbblütler-Allergie (Juckreiz, Hautausschlag) und sie kann die Wirkung von Blutverdünnern beeinflussen. Schwangere, Stillende und Kinder sollten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen. Bei Magen-Darm-Problemen (Geschwüre, Gallenwegsverschluss) sollte man sie meiden.
 

Welcher Tee stoppt die Blutung in der Periode?

Frauenmantelkraut - Frauenmantel enthält Gerb- und Bitterstoffe, die gut wirksam sind unter anderem bei Magen-Darm-Erkrankungen. Die Heilpflanze kann den Körper dabei unterstützen, eine Blutung zu mindern und ist geeignet für Frauen, die bei Stress mit Zwischenblutungen reagieren.

Ist Schafgarbe gut für die Psyche?

Die Schafgarbe wirkt sich positiv auf die Psyche aus, indem sie Geduld, Ausdauer und innere Stärke fördert, besonders in anstrengenden Phasen; sie hilft, Grenzen zu setzen, schützt vor negativen Einflüssen und schafft eine beruhigende Atmosphäre (besonders als Öl in der Aromatherapie), was Stress reduziert und die Nerven stärkt. Ihre Inhaltsstoffe können zudem das Wohlbefinden steigern und das Nervensystem beruhigen, was zu erholsamerem Schlaf beitragen kann.
 

Welcher Tee bringt Hormone ins Gleichgewicht?

Dann sind da noch Kamille, Grüner Hafer, Salbei, Beifuß und Brennnessel. Generell kann man die Wirkung dieser Kräuter als kräftigend, hormonregulierend, -stabilisierend und nährend zusammenfassen. In den Wechseljahren finden sehr gerne Kamille zur Entspannung und Salbei als kalter Tee als Schweißhemmer Anwendung.

Welche Wirkung hat Schafgarbe auf die Schilddrüse?

Schafgarbe (Achillea millefolium) kann die Schilddrüse unterstützen, indem sie durch ihre entzündungshemmenden und stoffwechselanregenden Eigenschaften hilft, eine ausgeglichene Schilddrüsenfunktion zu fördern, besonders bei leichten Unterfunktionen oder hormonellen Schwankungen, oft in Form von Tee oder Tinkturen, aber bei Allergien gegen Korbblütler oder Magengeschwüren ist Vorsicht geboten. 

Was bewirkt Schafgarbe in den Wechseljahren?

Schafgarbe (Achillea millefolium) unterstützt die Wechseljahre durch ihre hormonregulierende, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung, hilft bei Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen, indem sie das hormonelle Gleichgewicht fördert und Beschwerden wie Krämpfe und Hitzewallungen lindert, oft als Tee mit Frauenmantel kombiniert.
 

Welche pflanzlichen Produkte sind besser als Mönchspfeffer?

Typische Heilmittel für Beschwerden der Wechseljahre sind beispielsweise Traubensilberkerze, Mönchspfeffer und Johanniskraut. Es gibt weitere pflanzliche Produkte wie Ginseng, Yams-Wurzel oder Salbei, denen eine positive Wirkung auf die Beschwerden der Wechseljahre nachgesagt wird.

Welches Hormon gleicht Mönchspfeffer aus?

Wie wirkt Mönchspfeffer? Der Wirkmechanismus von Mönchspfeffer ist noch nicht zur Gänze entschlüsselt. Sicher ist, dass der enthaltene Hauptwirkstoff, die sogenannten Diterpene, auf den Hormonhaushalt einwirkt, namentlich die Ausschüttung des Hormons Prolaktin.

Kann Mönchspfeffer das Gegenteil bewirken?

Mönchspfeffer nimmt auf die Ausschüttung des Hormons Einfluss und kann den Prolaktinspiegel senken. Das funktioniert allerdings nur bei hohen Konzentrationen des Mönchpfeffers. Bei niedrigen Dosierungen passiert nämlich genau das Gegenteil: Mönchspfeffer fördert die Prolaktinausschüttung.

Was stoppt eine starke Regelblutung?

Eine starke Regelblutung stoppen oder lindern kann man mit hormonellen Mitteln (Pille, Spirale), rezeptfreien Schmerzmitteln (Ibuprofen), blutstillenden Medikamenten (Tranexamsäure) oder Naturheilmitteln wie Hirtentäschelkraut und Frauenmantel; bei anhaltenden Problemen helfen auch operative Eingriffe wie Verödung der Gebärmutterschleimhaut oder in extremen Fällen eine Gebärmutterentfernung. Wichtig ist, zuerst die Ursache ärztlich abklären zu lassen, da die Behandlung von Kinderwunsch und Ursache abhängt.
 

Was bewirkt Schafgarbe bei Frauen?

Schafgarbe (Frauenkraut) wirkt bei Frauen vor allem krampflösend, entzündungshemmend und regulierend auf den Zyklus; sie hilft bei Menstruationsschmerzen, PMS, unregelmäßiger Periode und hilft auch bei Wechseljahrsbeschwerden, regt die Durchblutung an, beruhigt die Gebärmutter und fördert die Rückbildung nach der Geburt durch ihre antibakteriellen und blutstillenden Eigenschaften.
 

Welches Hausmittel stoppt die Periode?

Um eine starke Regelblutung zu stoppen, trägt auch die Ernährung einen wichtigen Teil dazu bei. In der heißen Phase sollten vor allem Lebensmittel auf deinem Speiseplan stehen, die viel Eisen und Kalium enthalten. Das können zum Beispiel Linsen, Rosinen oder Bananen sein.

Ist Schafgarbe blutstillend?

Ja, Schafgarbe (Achillea millefolium) ist traditionell für ihre blutstillende (hämostatische) Wirkung bekannt, vor allem dank ihrer Gerbstoffe (Tannine), die das Gewebe zusammenziehen. Sie wird äußerlich als Pulver oder Umschlag auf Wunden gestreut und innerlich bei starken Menstruationsblutungen oder Nachgeburtsblutungen angewendet, aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfen, wobei sie auch entzündungshemmend und krampflösend wirkt.
 

Welche Wirkung hat die Schafgarbe auf Progesteron?

Schafgarbe (Achillea millefolium) wird in der Naturheilkunde als „Frauenkraut“ geschätzt, da sie den Hormonhaushalt ausgleicht und bei zyklusbedingten Beschwerden wie PMS, unregelmäßiger Menstruation und Wechseljahrsymptomen hilft, indem sie hormonregulierende Eigenschaften besitzt, die sich positiv auf Progesteron- und Östrogenspiegel auswirken können, oft in Kombination mit Frauenmantel oder Yamswurzel eingesetzt wird. Sie wirkt entkrampfend, schmerzstillend und entzündungshemmend durch Inhaltsstoffe, die den Hormonen ähneln oder deren Produktion sanft beeinflussen, wobei besonders die zweite Zyklushälfte von der Einnahme profitiert.
 

Welche Heilkraft hat Schafgarbe?

Schafgarbe (Achillea millefolium) wirkt entzündungshemmend, krampflösend, verdauungsfördernd und antimikrobiell, weshalb sie traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsproblemen und zur Wundheilung eingesetzt wird. Sie hilft bei Blähungen, Krämpfen, Appetitlosigkeit, fördert den Gallenfluss und wird als „Soldatenkraut“ auch äußerlich bei Wunden genutzt. Als Tee, Tinktur oder Salbe angewendet, stärkt sie zudem das allgemeine Wohlbefinden.
 

Warum ist Mönchspfeffer umstritten?

Das eher ernüchternde Fazit der Kritik: „Mönchspfeffer-Präparate können prämenstruelle Beschwerden, wie beispielsweise Schmerzen in den Brüsten, lindern, sie sind jedoch eine mögliche Ursache unerwünschter Wirkungen an der Haut.

Wann sollte man Mönchspfeffer nicht nehmen?

Mönchspfeffer ist kontraindiziert bei Schwangerschaft und Stillzeit, bei hormonabhängigen Tumoren (Brust-, Gebärmutter-, Eierstockkrebs), Hypophysenerkrankungen (wie Prolaktinom) und Überempfindlichkeit. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von Hormonen (Pille, Hormonersatztherapie) oder Dopamin-Antagonisten/Agonisten sollte man vorsichtig sein und Rücksprache mit dem Arzt halten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten ebenfalls darauf verzichten.
 

Welcher Mönchspfeffer ist der beste?

BNO 1095 ist einer der bestuntersuchten Mönchspfeffer-Extrakte, die in Deutschland erhältlich sind. In zahlreichen Untersuchungen konnte BNO 1095 seine Wirksamkeit und seine gute Verträglichkeit unter Beweis stellen.