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Warum hat Gretchen ihr Kind getötet?

Gefragt von: Natalja Eder  |  Letzte Aktualisierung: 5. Februar 2026
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Gretchen tötet ihr Kind in Goethes "Faust" aus Verzweiflung, weil sie sich durch die Schwangerschaft, den Tod ihrer Mutter und ihres Bruders (durch Faust) und Fausts Verlassenwerden in einer ausweglosen Lage sieht und die gesellschaftliche Schande fürchtet, was zu Wahnsinn führt. Sie ertränkt das Neugeborene in ihrer Verzweiflung, um die Situation zu bereinigen, wird aber gefasst und verurteilt, wie auch die reale Susanna Margaretha Brandt, die Goethe als Vorbild diente.

Warum tötet Gretchen ihr Kind?

Gretchentragödie — Ende und Schuldfrage

Die Gretchen Tragödie endet in der Kerkerszene mit Gretchens Tod. Aufgrund ihrer Verzweiflung über die Beziehung zu Faust hat sie ihr eigenes Kind getötet. Als Konsequenz wird sie schließlich zur Hinrichtung verurteilt.

Wie ist Gretchens Kind gestorben?

Susanna Margaretha Brandt (* 8. Februar 1746 in Frankfurt am Main; † 14. Januar 1772 ebenda) war eine Frankfurter Magd, die Goethe zusammen mit dem Fall Maria Flint als Vorbild für die Gretchentragödie in seinem Faust diente. Sie tötete ihr neugeborenes Kind und wurde dafür zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Was ist die Gretchenfrage Faust?

Darin stellt die Figur Margarete, genannt Gretchen, der Hauptfigur Heinrich Faust die Frage: „Nun sag', wie hast du's mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, Allein ich glaub', du hältst nicht viel davon.

Warum tötet Faust Valentin?

Gretchens Bruder Valentin hat vom Fehltritt seiner Schwester erfahren. Er will ihre verlorene Ehre rächen und lauert dem Verführer auf. Während Faust und Valentin kämpfen, lässt Mephisto Valentins Hand erlahmen und ermuntert Faust, zuzustechen. Faust tötet Valentin.

Faust 1 - Gretchentragödie einfach erklärt - Inhalt, Interpretation - Gretchentragödie erklärt!

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Was ist das berühmteste Zitat aus Faust?

Das berühmteste Zitat aus Goethes Faust ist wohl "Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!", geäußert von Faust während des Osterspaziergangs, als er das einfache Leben der Menschen genießt. Weitere sehr bekannte Zitate sind "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust", "Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!" oder "Es irrt der Mensch, solang er strebt".
 

Was ist die wahre Geschichte hinter dem Valentinstag?

Soweit wir wissen, war der heilige Valentin, nach dem der Valentinstag benannt ist, einer von zwei Predigern des Evangeliums im dritten Jahrhundert in Rom (Valentin von Rom oder Valentin von Terni). Einer dieser beiden erlitt am 14. Februar 269 den Märtyrertod, daher das Datum seines Gedenktages.

Was ist die Kernaussage von Faust?

Die Kernaussage von Goethes "Faust" ist das rastlose, grenzüberschreitende Streben des modernen Menschen nach Erkenntnis, Erfahrung und Lebensfülle im Konflikt zwischen Geist und Trieb, Vernunft und Leidenschaft, der die Grenzen des menschlich Möglichen auslotet und dabei oft ethische Grenzen überschreitet, um das Sinnliche zu erfahren und letztlich Erlösung zu finden. Zentrale Themen sind der ewige Kampf zwischen Gut und Böse (Gott und Mephisto), die Zerrissenheit der menschlichen Seele ("zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust") und die Frage, ob der Mensch durch ständiges Streben und Irren Erlösung finden kann, wenn er sich bemüht. 

Was ist das Faust-Syndrom?

Die Beziehung zwischen Faust und Mephistopheles, wie sie in Goethes Drama beschrieben wird, ist vergleichbar mit dem Faust-Syndrom. Faust bittet Mephistopheles um Hilfe, um alle Freuden dieser Welt zu erlangen und zu genießen, und gibt dafür alles auf (d. h. seine Seele).

Wie antwortet Faust auf die Gretchenfrage?

«Nun sag', wie hast du's mit der Religion?» ist die vielzitierte Frage von Margarethe an Faust und fordert ein Bekenntnis. Deshalb ist sie heute so ambivalent, denn tatsächlich, wer vermag heute ein Bekenntnis zu geben? So antwortet Faust: «Nenn's Glück! Herz!

Wie geht Faust zu Ende?

Das Ende von Goethes Faust ist zweigeteilt: In Faust I wird die tragische Geschichte Gretchens mit ihrer Verurteilung und Erlösung abgeschlossen, während Faust mit Mephisto entkommt und sein Schicksal erst in Faust II erfüllt wird, wo er durch ständiges Streben nach Erkenntnis und Tatkraft letztlich gerettet wird, obwohl er den Pakt mit dem Teufel einging. In der historischen Sage endet Faust jedoch oft durch den Teufel selbst, der ihn nach Ablauf des Paktes in einer gewaltsamen Explosion oder mit gebrochenem Genick findet. 

Was passiert mit Gretchen am Ende?

Was passiert mit Gretchen am Ende des Dramas? Gretchen begeht Sünden, wird mitschuldig am Tod ihrer Mutter und tötet ihr eigenes Kind. Sie verliert jedoch nie ihren Glauben und ist bereit, Buße zu tun. Am Ende wird sie durch göttliche Macht "gerettet!", wodurch sie dem Einflussbereich von Mephistopheles entzogen wird.

War Faust in Gretchen verliebt?

Faust verliebt sich in Gretchen nicht durch längere Bekanntschaft, sondern sieht sie auf der Straße - und schreitet sofort zur Tat. Dies spricht Bände über Fausts Absichten. Zudem stehen Gretchens Schuldgefühle dem Erfolg der Beziehung zudem entgegen.

Was ist mit Gretchens Kind passiert?

Sie hat den Tod ihrer Mutter und ihres Bruders mitverschuldet und wurde von dem Gelehrten, der mit Mephisto flüchtete, allein gelassen. Das gemeinsame Kind brachte sie zur Welt und ertränkte es. Anschließend floh sie, bettelte, wurde gefangen, in einen Kerker eingesperrt und zum Tode verurteilt.

Warum ist Gretchens Mutter gestorben?

Es wird deutlich, dass ihre Mutter durch die Schlaftropfen gestorben ist. Zusammen mit ihrer Schwangerschaft und dem Tod ihres Bruders bedeutet dies eine unglaubliche Last für Gretchen, unter der sie am Ende der Szene in Ohnmacht fällt.

Ist Gretchen gerichtet oder gerettet?

Als Gretchen Mephisto hinter Faust auftauchen sieht, erschrickt sie und empfiehlt sich Gott: Gericht Gottes! dir hab ich mich übergeben! Mephisto drängt Faust aus dem Gefängnis: Sie ist gerichtet. Doch eine Stimme von oben offenbart Gretchens Erlösung: Ist gerettet.

Welche Krankheit hatte Faust?

Der melancholischen Krankheit verfallen gibt Faust sich dem zur Zeit des Sturm und Drangs hervorgerufenen Irrationalismus hin, wobei er den Ausweg in der Magie findet, sich von seiner Verzweiflung zu befreien , und seine Sehnsucht nach der lebendigen Erfahrung und der Erkenntnis des Wesentlichen zu erreichen.

Was bedeutet das Wort Faust?

Der Name Faust stammt aus den germanischen Sprachen, hauptsächlich dem Deutschen, und ist vom lateinischen Wort „faustus“ abgeleitet, das „glücklich“ oder „wohlwollend“ bedeutet.

Was hatte Faust für ein Problem?

In der berühmten Szene "Nacht" aus Goethes "Faust" offenbart sich die tiefe Existenzkrise des Protagonisten. Fausts innerer Konflikt zwischen seinem unstillbaren Wissensdurst und der Begrenztheit menschlicher Erkenntnis wird hier besonders deutlich.

Wie heißt das berühmte Gedicht in Faust?

Der König in Thule ist eine Ballade von Johann Wolfgang Goethe aus dem Jahr 1774.

Hat Gretchen ihr Kind ertränkt?

Gretchen selbst ertränkt ihr Neugeborenes, was aber nicht auf der Bühne gezeigt wird. Sie wird inhaftiert und zum Tode verurteilt. Als Faust sie aus dem Kerker befreien will, weigert sie sich, mit ihm zu fliehen, und ergibt sich in ihr Schicksal der bevorstehenden Hinrichtung.

Welche zwei Seelen hat Faust?

Faust ist innerlich zerrissen, in seiner Brust leben zwei Seelen – die eine möchte die körperliche Existenz bejahen, indem sie sich dem sinnlichen Leben hingibt, die andere Seele strebt nach einer geistigen Erleuchtung, möchte gottgleich sein.

Gab es den Heiligen Valentin wirklich?

Der heilige Valentin, der den Feiertag inspirierte, könnte eine von zwei verschiedenen Personen gewesen sein. Der von der römisch-katholischen Kirche offiziell anerkannte heilige Valentin ist als historische Person bekannt, die um 270 n. Chr. starb .

Für wen ist der Valentinstag gedacht?

Am Valentinstag kann man seinen Lieblingsmenschen eine Freude machen – und das gilt nicht nur für Paare. Vor allem in Deutschland ist der Valentinstag kommerziell aber eher auf Paare ausgerichtet. Geworben wird mit roten Rosen, die Liebe und Leidenschaft symbolisieren – das Schnittblumengeschäft boomt.

Was sagt die Bibel über den Valentinstag?

Wie es in 1. Korinther 13,13 heißt: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Möge dieser Valentinstag dich an Gottes unerschütterliche Liebe zu dir erinnern. Teile diese Liebe mit anderen und verbreite Freude und Segen, wo immer du bist!

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