Zum Inhalt springen

Warum funktioniert die Riester-Rente nicht wie angedacht?

Gefragt von: Wilma Neubert  |  Letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026
sternezahl: 4.4/5 (61 sternebewertungen)

Die Riester-Rente funktioniert oft nicht wie gedacht, weil hohe Kosten, niedrige Zinsen, komplizierte Regeln und Intransparenz die Renditen schmälern und sie für viele unattraktiv machen, während Millionen von Verträgen ruhen oder schlecht bespart werden, weshalb eine grundlegende Reform geplant ist, die das System vereinfachen und günstiger gestalten soll. Ursprünglich sollte sie die private Vorsorge fördern, scheiterte aber an der fehlenden Pflicht und den genannten Problemen.

Warum gilt die Riester-Rente als gescheitert?

Die Riester-Rente gilt oft als gescheitert wegen hoher Kosten, Intransparenz und niedriger Renditen, die den Nutzen schmälern, besonders bei Versicherungsverträgen. Kritisiert werden auch bürokratische Hürden, die vielen Sparern die volle staatliche Zulage verwehren und Verträge unattraktiv machen, wodurch viele Riester-Verträge stillgelegt oder gekündigt werden. 

Warum eine gängige Faustregel bei der Altersvorsorge möglicherweise nicht funktioniert.?

Die 4%-Regel ist zwar beliebt, hat aber für moderne Rentner erhebliche Einschränkungen. Vier Hauptprobleme der 4%-Regel sind: unflexible Entnahmen, das Risiko der Renditereihenfolge, übermäßige Vorsicht und die Annahme einer festen Rentenbezugsdauer .

Was ist mit der Riester-Rente los?

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die Zulagen und Steuervorteile bietet, aber in der Kritik steht, weil die Auszahlungen oft gering (durchschnittlich nur ca. 130-140 € monatlich) und die Kosten hoch sind, weshalb eine Reform geplant ist, um sie effizienter zu machen und flexibler in Fonds anzulegen. Sparer erhalten eine garantierte lebenslange Rente, die sich aus Beiträgen, Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) und Erträgen zusammensetzt, aber auch voll besteuert wird. 

Wie kann ich meine Riester-Rente wieder aktivieren?

Was muss ich tun, wenn ich wieder Beiträge zahlen möchte? Wollen Sie wieder Beiträge auf Ihr Riester-Konto einzahlen? Dann besteht während der Vertragslaufzeit, in Abhängigkeit Ihrer Tarifbedingungen, jederzeit die Möglichkeit dazu. Sie brauchen nichts weiter zu tun, als Ihren Anbieter zu kontaktieren.

Riester Rente kündigen: Was du auf keinen Fall machen solltest!

23 verwandte Fragen gefunden

Wie kann ich meine Riester-Rente abrufen?

Um eine Riester-Rente abzurufen, kontaktieren Sie Ihren Anbieter zum Rentenbeginn (frühestens mit 62, bei Altverträgen ab 60), können sich bis zu 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen, den Rest als lebenslange Rente beziehen, oder bei sehr kleinen Beträgen alles auf einmal nehmen, wobei die staatlichen Förderungen und Steuern beachtet werden müssen. Für Wohn-Riester (Eigenheim) gibt es spezielle Entnahmeanträge bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). 

Kann man eine beitragsfreie Versicherung wieder aktivieren?

In den meisten Fällen ist es möglich, eine beitragsfreie Versicherung wieder beitragspflichtig werden zu lassen. Dabei sind allerdings bestimmte Voraussetzungen zu beachten: Einverständnis des Versicherers: Die Wiederaufnahme der Beitragspflicht bedarf in der Regel der Zustimmung des Versicherers.

Was ist mit Riester-Rente?

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die Zulagen und Steuervorteile bietet, aber in der Kritik steht, weil die Auszahlungen oft gering (durchschnittlich nur ca. 130-140 € monatlich) und die Kosten hoch sind, weshalb eine Reform geplant ist, um sie effizienter zu machen und flexibler in Fonds anzulegen. Sparer erhalten eine garantierte lebenslange Rente, die sich aus Beiträgen, Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) und Erträgen zusammensetzt, aber auch voll besteuert wird. 

Wie lange zahlt man in die Riesterte ein?

Ihre Riester-Rente: lebenslang und garantiert

Mit einem Riester-Vertrag können Sie sich auf eine lebenslange Rente in Form einer monatlichen Rentenzahlung verlassen. Lebenslang bedeutet, dass Ihnen die Riester-Rente nicht nur bis zu einem bestimmten Alter, sondern bis zu Ihrem Lebensende gezahlt wird.

Wer gibt Auskunft über Riester-Rente?

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA)

Erfahren Sie Wissenswertes über uns und die vielfältigen Aufgaben der ZfA.

Wie viel Geld sollte man als Altersvorsorge haben?

Als Faustregel für die private Altersvorsorge gilt, dass Sie monatlich bzw. jährlich 10 bis 15 Prozent Ihres Nettoeinkommens für die Rente sparen sollten.

Warum bleibt man von der BetriebsRente oft weniger übrig?

In der Auszahlungsphase kehrt sich dieser Vorteil jedoch um: Die BetriebsRente wird zu 100 % besteuert, und es fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Dadurch schrumpft die tatsächliche Auszahlung oft deutlich – viele Rentner sind überrascht, wie wenig netto am Ende wirklich übrig bleibt.

Was ist, wenn man keine Altersvorsorge hat?

Wer zu wenig Rente hat, hat Anspruch auf Grundsicherung

Die Deutsche Rentenversicherung nennt als Faustregel: Wer weniger als 1062 Euro zum Leben im Monat hat, sollte seinen Anspruch auf Grundsicherung prüfen lassen.

Warum macht Riester-Rente keinen Sinn?

Kritikpunkte: Niedrige Zinsen, hohe Kosten und komplizierte Vertragsbedingungen machen die Riester-Rente für viele unattraktiv. Die Rendite ist oft gering. Alternativen: ETFs, Fonds oder andere flexible Anlageformen bieten oft höhere Renditen und geringere Kosten als die Riester-Rente.

Was ist das Problem bei Riester?

Die Nachteile der Riester-Rente als Altersvorsorge im Überblick: Beitragsgarantie immer schwieriger für Riester-Anbieter. Nachgelagerte Besteuerung der Rente.

Was ändert sich 2025 bei Riester-Rente?

Bei Einführung der Riester-Rente lag der gesetzliche Garantiezins, der generell für die gesamte Dauer eines Vertrags gilt, noch bei 3,25 Prozent. Nach jahrelangem Sinkflug bis auf 0,25 Prozent wurde er zu Jahresbeginn 2025 auf 1 Prozent angehoben.

Wie lange zahlt man in die Riester-Rente ein?

Man zahlt in die Riester-Rente ein, solange man möchte oder bis der Vertrag aufgebraucht ist, wobei die Auszahlung lebenslang erfolgt, aber frühestens mit 62 Jahren beginnt (bei alten Verträgen ab 60) und das angesparte Guthaben inklusive Zulagen und Erträgen lebenslang ausgezahlt wird, oft als monatliche Rente. Es gibt keine feste Einzahlungsdauer, aber je länger man einzahlt, desto besser ist die spätere Rente, wobei man auch die Beiträge pausieren und das Guthaben beitragsfrei stellen kann. 

Wie viel muss ich in die Rente einzahlen, um 1000 € mehr zu bekommen?

Ranking 2025 50 Aktien fürs Leben – Dividenden-Champions für die langfristige Geldanlage. Damit Kai sich im Ruhestand monatlich 1000 Euro Zusatzrente auszahlen kann, muss er die 8000 Euro aus der Steuerrückzahlung einmalig anlegen und zusätzlich monatlich eine Sparrate einzahlen. Um bis zu seinem 67.

Sind die letzten 5 Jahre für die Rente wichtig?

Nein, die letzten 5 Jahre zählen nicht mehr als andere Jahre für die Rentenhöhe selbst (jedes Jahr zählt gleich viel), aber sie sind entscheidend für die Optimierung Ihrer Rente und den Übergang in den Ruhestand, da Sie hier noch Stellschrauben drehen können, um Rentenlücken zu schließen, Vermögen aufzubauen oder die Ausgaben anzupassen. Dieser Zeitraum ist das "finanzielle Finale", um alles für einen entspannten Ruhestand zu regeln.
 

Was ist die Riester-Rente?

Riester ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge in Deutschland, die durch Zulagen (Grund-, Kinder-) und Steuervorteile die Eigenvorsorge unterstützt, um die Rentenlücke auszugleichen; gefördert werden Riester-Verträge (z. B. Rentenversicherungen, Fondssparpläne), in die Eigenbeiträge fließen, und das angesparte Guthaben kann später als Rente ausgezahlt oder für selbstgenutztes Wohneigentum (Wohn-Riester) verwendet werden. 

Warum ist die Riester-Rente ein Flop?

Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind hohe Kosten, niedrige Renditen aufgrund der Beitragsgarantie (die zu zinsarmen Anlagen zwingt), komplexe Verträge, die volle Besteuerung der Rentenzahlungen im Alter und eingeschränkte Verfügbarkeit des Kapitals, was die Attraktivität gegenüber Alternativen wie ETFs mindert. Auch Geringverdiener haben oft wenig Vorteil, da die Grundsicherung ihre „Aufstockung“ mindert.
 

Was passiert mit Riester, wenn ich sterbe?

Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an Hinterbliebene: Ehepartner können es steuerbegünstigt in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen, Kinder (solange kindergeldberechtigt) können es als Waisenrente erhalten; andere Erben müssen die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen; nach Rentenbeginn kann eine Rentengarantiezeit die Auszahlung an Ehepartner sichern. 

Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente beitragsfrei zu stellen?

Eine Riester-Rente beitragsfrei zu stellen bedeutet, dass Sie keine Zahlungen mehr leisten, aber auch keine neuen staatlichen Zulagen oder Steuervorteile erhalten; die Hauptnachteile sind das Entfallen der Förderung, das langsame „Auffressen“ des Guthabens durch laufende Kosten, der mögliche Verlust des Pfändungsschutzes sowie die Gefahr, dass die spätere Rente durch geringere Renditen und Gebühren sehr niedrig ausfällt und die Versorgungslücke nicht schließt, während ältere Verträge mit hohem Garantiezins aber oft auch hohen Kosten bestehen bleiben. 

Welche Nachteile hat eine Beitragsfreistellung?

Großer Nachteil einer Beitragsfreistellung: Einen Vertrag der beitragsfrei gestellt ist, können Sie auf eigenen Wunsch nicht weiterführen. Der Versicherer muss einer Fortführung zustimmen. Dies ermöglichen die meisten Versicherer nur innerhalb einer bestimmten Frist.

Wie lange kann man eine Rentenversicherung ruhen lassen?

Lassen Sie Ihren Vertrag ruhen

Haben Sie mehrere Jahre Beiträge in Ihre Lebensversicherung eingezahlt, dürfen Sie Ihren Vertrag in der Regel für ein Jahr ruhen lassen. Wie bei der Beitragsfreistellung verzichten Sie auf einen Teil des Risikoschutzes und reduzieren die Versicherungssumme.