Warum entsteht bei Anschluss einer Spule an Gleichspannung nur während des Ein und Ausschaltens eine Selbstinduktionsspannung in der Spule?
Gefragt von: Roman Wimmer | Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026sternezahl: 4.5/5 (30 sternebewertungen)
Eine Spule erzeugt Selbstinduktionsspannung, weil eine Stromänderung ein sich änderndes Magnetfeld erzeugt, welches dem Stromfluss entgegenwirkt (Lenzsche Regel). Bei Gleichspannung gibt es nur beim Ein- und Ausschalten eine relevante Spannung, da nur dort der Strom (und somit das Magnetfeld) schnell geändert wird: Beim Einschalten steigt der Strom träge an, beim Ausschalten fällt er ab, was jeweils eine entgegenwirkende Spannung induziert. Während der stabilen Gleichstromphase ändert sich der Strom nicht, es gibt kein sich änderndes Magnetfeld und somit auch keine Selbstinduktionsspannung.
Wie verhält sich eine Spule bei Gleichspannung?
Die Spule im Gleichstromkreis wirkt als sogenannte Drossel Spule. Diese bewirkt bei Ein- und Ausschaltvorgängen durch das Gesetz der Induktion. Das heißt der Stromfluss durch die Spule und somit auch durch den Stromkreis in dem sich die Spule befindet steigt langsam an und hat nicht sofort seinen maximalen Wert.
Welche Faktoren beeinflussen die Selbstinduktivität einer Spule?
Die Faktoren, die die Selbstinduktivität beeinflussen, sind die Windungszahl der Spule, die Spulenfläche, die Spulenlänge und das Kernmaterial .
Was passiert beim Ausschalten einer Spule?
Beim Ein- und Ausschalten von Spulen werden Spannungen induziert, die nach der Regel von Lenz der Stromänderung entgegenwirken. Im Experiment nehmen wir Messkurven für den Strom- und Spannungsverlauf in der Spule auf und bestimmen daraus auch die Induktivität der Spule.
Was ist die Selbstinduktionsspannung einer Spule?
Selbstinduktion tritt in einer Spule auf, wenn sich der Strom durch sie ändert. Das sich ändernde Magnetfeld der Spule erzeugt eine entgegengesetzte Spannung. Diese ist zur Änderungsrate des Stroms und der Induktivität der Spule proportional.
Coil current when switching on and off
19 verwandte Fragen gefunden
Warum entsteht Selbstinduktion?
Schaltet man den durch eine Spule fließenden Gleichstrom aus, dann bricht das Magnetfeld der Spule zusammen, verändert also seine Stärke und induziert deshalb in der Spule selbst eine Spannung. Diesen Vorgang bezeichnet man als Selbstinduktion.
Was ist die Gegeninduktionsspannung?
Die Gegen-EMK (auch Gegeninduktionsspannung) ist eine wichtige Kenngröße von Elektromotoren und elektrodynamischen Antrieben (Galvanometerantrieb, elektrodynamischer Lautsprecher); sie ist die Spannung, die der Motor bei Drehung induziert und die dem Stromfluss durch den Motor entgegenwirkt.
Warum entsteht beim Ausschalten induktiver Last eine hohe Spannung?
Beim Abschalten von induktiven Lasten entstehen bei zu schneller Unterbrechung des Stroms hohe Induktionsspannungen. Diese werden durch eine integrierte Freilaufdiode begrenzt. Da sich der Strom nur langsam abbaut, kann es bei vielen steuerungstechnischen Anwendungen zu einer verzögerten Abschaltung kommen.
Wie entsteht Spannung in einer Spule?
Spulenspannung (UOut [VDC]) bezeichnet die elektrische Gleichspannung, die an den Anschlüssen einer Spule anliegt oder von dieser abgegeben wird.
Was ist Gleichstrominduktion?
TLDR ist, dass man keine Induktion mit Gleichstrom durchführen kann. Es ist nicht möglich, weil ein konstanter Energiefluss ein konstantes Magnetfeld erzeugt und Induktion ein variables Magnetfeld benötigt, um einen elektrischen Strom in dem zu erzeugen, was man erwärmen möchte.
Was passiert mit der Stromrichtung einer Spule in einem Gleichstromkreis?
Wenn die Stromrichtung umgedreht wird, ändert sich auch die Richtung des Magnetfeldes. Vektoren haben immer auch eine Richtung. Die Richtung des Magnetfeldes hängt dabei von der Stromrichtung in der Spule ab. Wenn die Stromrichtung umgedreht wird, ändert sich auch die Richtung des Magnetfeldes.
Warum wird in einer Spule eine Spannung induziert?
In einer Spule wird eine Spannung induziert, wenn sich das von ihr umfasste Magnetfeld ändert. Die Induktionsspannung hängt von der Schnelligkeit und Stärke dieser Änderung und vom Bau der Spule ab. Der durch eine Induktionsspannung hervorgerufene Strom wird als Induktionsstrom bezeichnet.
Wie verhält sich eine Spule beim Einschalten?
Beim Einschalten einer Spule über einen Widerstand durch eine elektrische Quelle führt diese beiden Bauteilen elektrische Energie zu. Während ein Teil dieser Energie im OHM'schen Widerstand in Wärme umgewandelt wird, verbleibt der Rest als Feldenergie im magnetischen Feld der Spule.
Wie fliesst der Strom bei Gleichspannung?
Was ist Gleichstrom? Gleichstrom kennt nur eine Richtung: vom Minuspol zum Pluspol. Die Elektronen bewegen sich gleichmäßig durch einen Leiter – ganz ohne Richtungswechsel. Bleiben Spannung und Stromstärke stabil, spricht man von konstanter Gleichspannung.
Ist bei parallel geschalteten Widerständen die Spannung gleich?
Anders als bei einer Reihenschaltung, liegt bei einer Parallelschaltung an jedem Widerstand die gleiche Spannung an. In einer Parallelschaltung fällt also an jedem Widerstand die gleiche Spannung ab.
Wie funktioniert die Reihenschaltung von Spulen in einem Gleichstromkreis?
Wird eine Gleichspannung über einen Vorwiderstand RV an eine Spule geschaltet, so beginnt ein Strom durch die Spule zu fließen. Direkt nach dem Einschalten stellt die Spule eine Unterbrechung im Gleichstromkreis dar, die Spannung hingegen springt auf die Erregerspannung hoch.
Wie verhält sich eine Spule im Gleichstromkreis?
Das Verhalten einer Spule in einem Gleichstromkreis än- dert sich, sobald die Gleichspannung ein- und ausgeschal- tet wird. Die Stromänderung wird durch Selbstinduktion in der Spule verzögert, bis beim Einschalten der Maximalwert und beim Ausschalten der Wert Null erreicht ist.
Wie heißt die Spannung, welche eine Spule in sich selbst induziert?
Das durch den Stromfluss hervorgerufene Magnetfeld der Spule induziert also eine Spannung in der Spule selbst – daher kommt auch der Name der Selbstinduktion.
Wie entsteht die Spannung?
Spannung entsteht durch die Trennung elektrischer Ladungen, also die räumliche Trennung von positiven und negativen Ladungen, wodurch ein Potentialunterschied entsteht, der Elektronen antreibt, wenn ein geschlossener Stromkreis vorhanden ist. Dies geschieht in Quellen wie Batterien oder Generatoren durch chemische Prozesse oder elektromagnetische Induktion, wobei ein Plus- und ein Minuspol mit Elektronenüberschuss bzw. -mangel erzeugt werden. Man kann es sich wie einen Druckunterschied vorstellen, der Ladungen zum Ausgleich drängt.
Wie entsteht der induktive Blindwiderstand einer Spule an Wechselspannung?
Der induktive Blindwiderstand entsteht durch die Selbstinduktion der Spule. Der Wechselstrom baut in der Spule ein magnetisches Feld auf und ab. Dabei nimmt die Spule Energie auf, speichert sie im Magnetfeld und gibt sie wieder ab. Die Energie wird ohne Wirkung hin und her geschoben.
Wann entsteht keine Induktionsspannung?
Wenn sich die Leiterschleife komplett im magnetischen Feld befindet, dann verändert sich der Inhalt der (Teil-)Fläche der Leiterschleife, die sich im magnetischen Feld befindet, nicht. Dadurch bleibt der magnetische Fluss konstant und es wird keine Induktionsspannung verursacht.
Was beeinflusst die Induktivität einer Spule?
Die Induktivität einer Spule hängt von ihrer Geometrie (Windungszahl, Länge, Querschnittsfläche) und dem Material ihres Kerns (Permeabilität) ab; eine größere Windungszahl, ein größerer Querschnitt und ein Kern mit hoher Permeabilität (z. B. Eisen) erhöhen die Induktivität, während eine längere Spule sie verringert, was durch die Formel L=μ0⋅μr⋅N2⋅Alcap L equals mu sub 0 center dot mu sub r center dot the fraction with numerator cap N squared center dot cap A and denominator l end-fraction𝐿=𝜇0⋅𝜇𝑟⋅𝑁2⋅𝐴𝑙 beschrieben wird.
Was ist Selbstinduktion einer Spule?
Selbstinduktion bedeutet, dass eine Spule Strom speichert und bei Bedarf abgibt. Selbstinduktion ist ein Phänomen in der Elektrotechnik, bei dem ein sich ändernder Stromfluss in einer Spule ein Magnetfeld erzeugt, welches eine induzierte Spannung in der Spule hervorruft, die der Ursache des Stromflusses entgegenwirkt.
Was ist Gegeninduktion?
Als Gegeninduktion oder induktive Kopplung bezeichnet man die gegenseitige magnetische Beeinflussung zweier oder mehrerer räumlich benachbarter elektrischer Stromkreise durch die elektromagnetische Induktion infolge einer Änderung des magnetischen Flusses.
Was ist induktive Kopplung?
Wenn zwei oder mehr Spulen durch einen gemeinsamen magnetischen Fluss magnetisch miteinander verbunden sind, haben sie die Eigenschaft der Gegeninduktion auch induktive Kopplung genannt.
Was passiert wenn ich nur 1000 kcal esse?
Welche Bauform Westerngitarre?