Warum dreht mein Kind durch?
Gefragt von: Franz-Josef Kopp | Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2026sternezahl: 4.9/5 (42 sternebewertungen)
Ihr Kind ist aufgedreht, weil es vielleicht Stress, Langeweile, Überforderung durch Schule oder Termine, Bewegungsmangel oder emotionale Faktoren wie fehlende Aufmerksamkeit und angespannte Familienverhältnisse erlebt. Auch eine Überreizung durch Medien oder eine mangelnde Routine können Gründe sein, und bei manchen Kindern stecken auch ADHS oder andere Ursachen hinter der Hyperaktivität. Wichtig ist, die Ursachen zu finden, um dem Kind zu helfen, sich zu regulieren, etwa durch feste Routinen, weniger Reize und mehr Ruhezeiten.
Was kann ich tun, wenn mein Kind überdreht ist?
Wenn Kinder „überdreht“ sind
Manchmal gehen auch Eltern die Nerven durch, wenn ihnen die Toberei zu viel wird. Versuchen Sie, rechtzeitig die „Bremse zu ziehen“, und helfen Sie Ihrem Kind, sich wieder zu beruhigen. Denken Sie sich etwas aus, womit Sie das Interesse Ihres Kindes einfangen können.
Wie erkenne ich eine Verhaltensstörung bei Kindern?
Folgende Anzeichen können auf eine Verhaltensstörung hinweisen:
- Ihr Kind ist unaufmerksam oder unkonzentriert.
- Ihr Kind ist leicht ablenkbar oder stört sich oder andere beim Arbeiten, z.B. in der Schule.
- Ihr Kind ist viel in Bewegung und unruhig.
- Ihr Kind ist impulsiv, kann nur schwer abwarten und unterbricht andere.
Was machen, wenn das Kind durchdreht?
Wenn ein Kind „durchdreht“, ist meist Überforderung, Müdigkeit oder die Trotzphase die Ursache; Ruhe bewahren, das Kind sanft ablenken, eine ruhige Umgebung schaffen und ein festes Ritual einführen hilft, es wieder zu beruhigen. Bei akuten Problemen wie Schlafmangel oder anhaltendem Stress ist der Kinderarzt der erste Ansprechpartner, um Regulationsstörungen zu klären. Bei akuten Notfällen (Verletzungen, Atemnot) sofort den Notruf 112 wählen.
Was sind die Ursachen für aufgedrehte Kinder?
Aufgedrehte Kinder sind oft innerlich unruhig, zappelig und schwer zu beruhigen, was durch Stress, Überforderung, Bewegungsmangel, Übermüdung, aber auch durch ADHS oder viel Zucker verursacht werden kann; um ihnen zu helfen, helfen Routinen, ruhige Rituale (Vorlesen, Kuscheln), strukturierte Bewegung (Tanzen, Schwimmen), das Vermeiden von Überreizung (Bildschirme) und das Schaffen von Rückzugsorten, um die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten.
Warum dreht mein Kind durch?
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Wie beruhige ich ein überdrehtes Kind?
Wie kommt dein Kind am besten zur Ruhe? Gib ihm an Tagen, an denen es überdreht ist, ein bisschen mehr Zeit als sonst, um sich zu beruhigen. Dein Kind will dich nicht ärgern, sondern versucht, die Geschehnisse des Tages zu verarbeiten. Dabei kannst du es unterstützen, indem du eine ruhige Atmosphäre schaffst.
Welche Sätze sollte man nie zu seinem Kind sagen?
Man sollte niemals Sätze sagen, die das Kind abwerten, vergleichen, für die Gefühle der Eltern verantwortlich machen oder ihm seine eigene Wahrnehmung absprechen, wie: "Sei brav!", "Ich hab dich nicht lieb!", "Warum kannst du nicht so sein wie dein Bruder?", "Du machst mir das Leben schwer" oder "Hast du Angst?" sowie generelle Warnungen wie "Das geht kaputt", denn diese schaden dem Selbstwertgefühl und der Autonomieentwicklung des Kindes. Stattdessen sollten Eltern konstruktive, wertschätzende und situationsbezogene Formulierungen wählen, die die Gefühle des Kindes anerkennen und Selbstwirksamkeit fördern, wie "Ich sehe, du bist wütend" oder "Versuch es erst mal selbst".
Was kann man gegen aufgedrehte Kinder tun?
Spezielle Konzentrations- und Entspannungsübungen können hyperaktiven Kindern dabei helfen, einen Gang runterzuschalten und die Unruhe zu bändigen. Doch auch ausreichend Zuspruch und Zuwendung sind wichtig. Denn hyperaktive Kinder erleben viele Frustrationen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es geliebt und unterstützt wird.
Welches Alter prägt ein Kind am meisten?
Die ersten drei bis sieben Lebensjahre prägen ein Kind am stärksten, da in dieser Zeit das Gehirn extrem formbar ist und die Grundlagen für kognitive Fähigkeiten, emotionale Entwicklung und soziale Bindungen gelegt werden; besonders die ersten 1000 Tage (bis ca. 3 Jahre) sind entscheidend für die intensive Gehirnentwicklung, Sprache, Selbstwahrnehmung und das Gefühl, die Welt selbst zu gestalten. Während dieser sogenannten "Download-Jahre" werden grundlegende Glaubenssätze und Verhaltensmuster verankert, die das weitere Leben beeinflussen.
In welchem Alter lernt man Emotionsregulation?
Emotionsregulation beginnt schon im Säuglingsalter (durch Eltern), aber Kinder entwickeln ab ca. 3-4 Jahren eigenständige Fähigkeiten, ihre Gefühle durch Selbstgespräche, Ablenkung oder Bewegung zu steuern, wobei der präfrontale Kortex zwischen 3 und 6 Jahren eine rasante Entwicklung durchmacht, die das Innehalten und bewusste Reagieren ermöglicht; bis etwa 8 Jahre vertiefen sie das Verständnis und die Anwendung von Strategien wie Umdeuten oder Abwarten.
Wann sollte man mit seinem Kind zum Psychologen?
Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen ist ratsam, wenn Eltern das Gefühl haben, dass das Kind oder der*die Jugendliche unter einer psychischen Störung leidet und sie ihr Kind nicht angemessen oder ausreichend bei der Bewältigung der Probleme unterstützen können.
Wie äußert sich psychischer Stress bei Kindern?
Symptome für Stress sind meist körperliche Beschwerden wie häufige Kopf- und Bauchschmerzen oder Einschlafstörungen. Manche Kinder werden auch lust- und antriebslos, können sich nicht konzentrieren oder haben keinen Appetit.
Was hilft Kindern ruhiger zu werden?
Um ein Kind ruhiger zu bekommen, helfen eine ruhige Umgebung, feste Abendrituale (Vorlesen, Kuscheln), ausreichend Bewegung an der frischen Luft, bewusste Pausen, das Reduzieren von Reizen sowie viel Zuwendung und offene Gespräche über Gefühle, um es bei der Stressbewältigung zu unterstützen und eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Wie äußert sich ADHS bei Kleinkindern?
ADHS bei Kleinkindern zeigt sich oft durch extreme Hyperaktivität (ständige Bewegung, Zappeln), ausgeprägte Impulsivität (Wutausbrüche, Schreien, Platzen in Gespräche, Unfälle) und Unaufmerksamkeit (schnelles Wechseln von Spielen, Schwierigkeiten bei ruhigen Aktivitäten). Auch Regulationsstörungen wie Schlafprobleme, Essstörungen oder Ablehnung von Körperkontakt können frühe Anzeichen sein, sowie eine stärkere Ausprägung der Trotzphasen und soziale Schwierigkeiten.
Wie erkennt man eine überforderte Mutter?
Symptome einer überforderten Mutter sind oft chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, emotionale Leere, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Magenprobleme, begleitet vom Gefühl, den Anforderungen nicht gerecht zu werden, sich zurückzuziehen und nur noch zu funktionieren. Wichtig ist, diese Signale ernst zu nehmen, da sie oft schleichend auftreten und zu einem Mama-Burnout führen können.
Wann ist die schlimmste Phase bei einem Kleinkind?
Zwar bezieht sie sich auf das Kleinkindalter und beginnt somit ungefähr mit zwei Jahren („terrible two“) und endet mit ungefähr vier bis fünf Jahren. Allerdings heißt das nicht, dass jedes Kind in diesem Alter häufige und extreme Wutanfälle hat beziehungsweise können sie unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Was besagt die 3-6-9-12-Regel für Kinder?
Unter 3 Jahren: Keine Bildschirmmedien . Unter 6 Jahren: Keine eigene Spielkonsole. Unter 9 Jahren: Kein eigenes Mobiltelefon oder Smartphone. Unter 12 Jahren: Keine unbeaufsichtigte Computernutzung/Nutzung sozialer Medien.
Welches ist das schwierigste Alter für ein Kind?
Größere Kinder und Tweens ( 8 bis 9 Jahre )
Die Pubertät beginnt bei Mädchen typischerweise schon mit 8 und bei Jungen mit 9 Jahren.<sup>7</sup> Daher fühlen sich Kinder in diesem Alter oft hin- und hergerissen zwischen der Welt der kleinen und der großen Kinder. Achtjährige können Türen knallen und mit den Augen rollen, um ihre Unabhängigkeit und Individualität auszudrücken.
Warum ist mein Kind ständig so aufgedreht?
Ihr Kind ist aufgedreht, weil es vielleicht Stress, Langeweile, Überforderung durch Schule oder Termine, Bewegungsmangel oder emotionale Faktoren wie fehlende Aufmerksamkeit und angespannte Familienverhältnisse erlebt. Auch eine Überreizung durch Medien oder eine mangelnde Routine können Gründe sein, und bei manchen Kindern stecken auch ADHS oder andere Ursachen hinter der Hyperaktivität. Wichtig ist, die Ursachen zu finden, um dem Kind zu helfen, sich zu regulieren, etwa durch feste Routinen, weniger Reize und mehr Ruhezeiten.
Welche Sportart für hyperaktives Kind?
5 Sportarten für Kinder mit ADHS
- Reiten und Voltigieren. Durch das Reiten und Voltigieren trainiert euer Kind zum Beispiel seinen Gleichgewichtssinn und seine Aufmerksamkeit. ...
- Kampfsportarten. ...
- Schwimmen. ...
- Klettern und Bouldern. ...
- Entspannung.
Wie beruhigt man überdrehte Kinder?
Um ein überdrehtes Kind zu beruhigen, schaffe eine ruhige Atmosphäre durch sanfte Stimme, langsame Bewegungen, ruhige Rituale (wie Vorlesen, Schlaflieder, Hören) und Nähe (Kuscheln, Schoß). Schaffe einen Rückzugsort, biete warme Getränke an und gehe auf seine Bedürfnisse ein, indem du Reizüberflutung vermeidest und auf Müdigkeit achtest; feste Routinen und Bewegung helfen zudem, Überdrehtheit vorzubeugen.
Was sind die 5 Säulen schlechter Erziehung?
Die fünf Säulen der Erziehung beschreiben die Kategorien: Liebe und emotionale Wärme, Achtung, Kooperation, Struktur und Förderung versus emotionale Kälte und emotionale Überhitzung, Missachtung, Dirigismus, Chaos und Unter- bzw. Überförderung.
Was ist die 3,6,9,12 Regel?
Die 3-6-9-12-Regel ist eine Orientierungshilfe für Eltern, um den Medienkonsum von Kindern altersgerecht zu steuern: Kein Bildschirm unter 3 Jahren, keine eigene Spielekonsole vor 6, kein eigenes Smartphone vor 9 und kein unbeaufsichtigter Internetzugang vor 12 Jahren. Sie gibt Empfehlungen für Medienbegleitung und -zeiten (z. B. 30 Min. tägl. für 3-6-Jährige, 45-60 Min. für 6-9-Jährige) und betont die Wichtigkeit, Eltern als Vorbilder und Begleiter in der digitalen Welt zu sehen, anstatt sich nur auf feste Zeiten zu verlassen.
Welche Sätze sagen intelligente Kinder häufig?
Erziehung: Emotional intelligente Kinder sagen häufig 6 Sätze
- „Es ist okay, traurig zu sein“ ...
- „Ich brauche etwas Freiraum“ ...
- „Geht es dir gut? ...
- „Ich mag nicht …“ ...
- „Ich habe einen Fehler gemacht“ ...
- „Ich habe eine Idee“ ...
- Emotionale Intelligenz vorleben.
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