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Warum antwortet mein Anwalt nicht?

Gefragt von: Herr Dr. Axel Keil B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2026
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Wenn Ihr Anwalt sich nicht meldet, sollten Sie zuerst die Kanzlei kontaktieren, um nach dem Grund zu fragen (Überlastung, Krankheit) und eine Frist für eine Rückmeldung setzen; wenn keine Besserung eintritt, erwägen Sie einen Anwaltswechsel, da der Anwalt zur Kommunikation verpflichtet ist, oder erheben Sie eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer, insbesondere bei nachgewiesener Untätigkeit, die dem Fall schadet.

Was kann ich tun, wenn mein Anwalt nicht reagiert?

Wenn Ihr Anwalt nicht reagiert, sollten Sie zuerst die Kanzlei kontaktieren, da Überlastung oder Organisation die Ursache sein kann, aber wenn keine Besserung eintritt, sollten Sie eine Beschwerde bei der Anwaltskammer in Erwägung ziehen oder einen Anwaltswechsel in Betracht ziehen, um Ihre Interessen zu wahren, da Anwälte verpflichtet sind, unverzüglich zu antworten. 

Wie lange hat ein Anwalt Zeit zu antworten?

Ein Anwalt muss Mandantenfragen unverzüglich beantworten, also ohne schuldhaftes Zögern; es gibt aber keine starre Frist, da sich die Bearbeitung nach Dringlichkeit richtet, wobei gerichtliche Fristen (z.B. für Klageerwiderungen) strikt einzuhalten sind. Bei gerichtlichen Fristen, wie z.B. der 2-wöchigen Notfrist für die Verteidigungsanzeige nach Klagezustellung, kann eine Versäumung zu Nachteilen (Versäumnisurteil) führen. 

Sind Anwälte verpflichtet zu antworten?

In zivilrechtlichen Verfahren sind Sie in der Regel verpflichtet, Fragen von Anwälten und Gerichten zu beantworten und Beweismittel vorzulegen, es sei denn, Sie können sich nach § 384 ZPO auf ein Auskunftsverweigerungsrecht berufen.

Was passiert, wenn ich auf ein Schreiben vom Anwalt nicht reagiere?

Wenn man auf das Anwaltsschreiben nicht reagiert, wird der Rechtsanwalt in der Regel weitere Schritte (Mahnbescheid oder Klage) in die Wege leiten, die die Sache noch teurer und unschöner machen.

Mandantenbeschwerden 4 - Mein Anwalt reagiert nicht auf meine Nachrichten!

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Was kann ich tun, wenn mein Anwalt untätig ist?

Wenn Ihr Anwalt untätig ist, sollten Sie zuerst schriftlich eine letzte Frist setzen, dann das Mandat unter Angabe der Pflichtverletzung fristlos kündigen, Ihre Handakte anfordern und einen neuen, spezialisierten Anwalt konsultieren, der auch die Möglichkeit einer Anwaltshaftung prüft, eventuell mit einer Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer. 

Wie lange dauert es, bis ein Schreiben vom Anwalt kommt?

Wurde die Nachricht an den Rechtsanwalt an einem Werktag geschickt, rechnen so gut wie alle Ratsuchenden mit einer zeitnahen Rückmeldung. 43 Prozent der Befragten gehen davon aus, die Antwort innerhalb von drei Tagen zu erhalten. Weitere 40 Prozent finden einen Tag als Zeitrahmen angemessen.

Welche Pflichten hat ein Anwalt gegenüber seinem Mandanten?

Ein Anwalt hat gegenüber seinem Mandanten umfassende Pflichten, primär die bestmögliche Vertretung der Mandanteninteressen, die umfassende Aufklärung und Beratung (auch über Risiken und Alternativen), die unverzügliche Unterrichtung über wesentliche Vorgänge (insbesondere Schriftverkehr) sowie die Strikte Verschwiegenheit und die Pflicht zur Wahrung der Unabhängigkeit, ohne widerstreitende Interessen zu vertreten. Dies schließt auch die sorgfältige Bearbeitung und die zeitnahe Beantwortung von Anfragen ein, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und Schäden zu vermeiden. 

Was passiert, wenn der Beklagter nicht reagiert?

§ 331 der Zivilprozessordnung (ZPO) regelt das Versäumnisurteil gegen den Beklagten. Dies ist ein wichtiges Instrument im deutschen Zivilrecht, das zur Anwendung kommt, wenn ein Beklagter nicht auf eine Klage reagiert oder nicht zu einem Gerichtstermin erscheint.

Wie bedankt man sich bei seinem Rechtsanwalt?

„herzlichen Dank für Ihre sehr effektive und stets freundliche und umsichtige Betreuung in der obengenannten Angelegenheit. “ „ich möchte mich auch nochmal ganz herzlich für die sehr gute Abwicklung meines Schadenfalles bei Ihnen bedanken. Ich kann Ihre Kanzlei nur weiterempfehlen.

Wie lange darf ein Anwalt tätig sein?

Arbeitnehmer dürfen grundsätzlich nicht länger als acht Stunden pro Tag arbeiten. Diese kann auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Monaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden pro Werktag nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG).

Was kostet es, einen Brief vom Anwalt schreiben zu lassen?

Die Kosten für einen Anwaltsbrief variieren stark je nach Schwierigkeit und Streitwert, können aber für ein einfaches Schreiben (z. B. eine Mahnung) bei rund 80 bis 150 € brutto liegen, inklusive Gebühren (oft 0,3-facher Satz), Auslagenpauschale (20 €) und 19 % Mehrwertsteuer. Bei komplexeren Fällen steigt der Gebührenfaktor (bis 2,5-fach), und bei höherem Streitwert werden die Kosten entsprechend höher. Eine Honorarvereinbarung nach Zeit (ca. 100-200 €/Std.) ist ebenfalls möglich.
 

Was kann ich tun, wenn mein Mandant sich nicht meldet?

Dann ist das mit der Mandatsniederlegung nämlich nicht einfach so getan. Da benötigt man eine Entpflichtung. Wenn das beides nicht gegeben ist, dann Mandant anschreiben, Frist setzen zur Kontaktaufnahme mit der Androhung das Mandat niederzulegen, wenn er sich nicht meldet.

Wie lange muss ich auf eine Antwort vom Anwalt warten?

Ein Anwalt muss Mandantenanfragen unverzüglich beantworten, was „ohne schuldhaftes Zögern“ bedeutet und oft innerhalb von ein bis drei Werktagen erwartet wird, insbesondere wenn es um Fristen geht; bei Eilbedürftigkeit kann dies sogar am selben Tag sein. Es gibt keine starre Frist, aber der Anwalt muss über alle wesentlichen Vorgänge informieren, auch mündliche oder telefonische Anfragen sind zeitnah zu beantworten.
 

Kann ich meinen Rechtsanwalt wegen Untätigkeit wechseln?

Ja, Sie können Ihren Anwalt wegen Untätigkeit wechseln; das ist Ihr gutes Recht, da Sie jederzeit das Mandat kündigen können, insbesondere wenn eine nachhaltige Störung des Vertrauensverhältnisses vorliegt, was bei Untätigkeit oft der Fall ist, aber Sie müssen mit potenziellen Mehrkosten rechnen und sollten eine schriftliche Fristsetzung zur Nachbesserung vornehmen, um Nachweise zu sichern. 

Welche Möglichkeiten gibt es, sich gegen einen Anwalt zu wehren?

Viele Kammern bieten eine Schlichtungsstelle an, die bei Streitigkeiten zwischen Anwalt und Mandant vermitteln kann. Sind auch diese Schritte nicht erfolgreich oder lehnen Sie oder Ihr Anwalt eine Schlichtung ab, können Sie vor Gericht ziehen und dort eine Honorarklage einreichen.

Was passiert, wenn man auf einen Brief vom Anwalt nicht reagiert?

Wenn der gegnerische Anwalt auf das Schreiben Ihres Anwalts nicht reagiert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um darauf zu reagieren: Erneuter Kontaktversuch: Ihr Anwalt kann zunächst einen weiteren Versuch unternehmen, den gegnerischen Anwalt zu kontaktieren. Oftmals kann dies zu einer schnelleren Reaktion führen.

Wie viel kostet eine Untätigkeitsklage?

Für eine Untätigkeitsklage bei Einbürgerung fallen in der Regel 798 Euro an. Diese Kosten werden Ihnen im Erfolgsfall von der Gegenseite erstattet (§ 154 VwGO). Allerdings kann es einige Zeit dauern, bis ein Urteil ergeht und Sie diese Kosten zurückerhalten.

Wie lange darf sich ein Anwalt Zeit lassen?

Ein Anwalt muss sein Mandat in angemessener Zeit bearbeiten und Mandantenfragen unverzüglich beantworten; es gibt keine feste Zeitspanne, aber er darf nicht ohne Grund schleppen und muss wichtige Fristen beachten, sonst drohen Haftung oder Kündigung, wobei Fristenverlängerungen die Bearbeitungszeit strecken können. Die Geschwindigkeit hängt vom Einzelfall ab (Dringlichkeit), doch Überlastung ist keine generelle Entschuldigung, und Sie können dem Anwalt Fristen setzen oder bei Pflichtverletzung den Anwalt wechseln. 

Wann macht sich ein Rechtsanwalt strafbar?

Ein Anwalt macht sich strafbar, wenn er vorsätzlich Mandantengelder veruntreut, die Verschwiegenheitspflicht verletzt (z.B. durch Preisgabe vertraulicher Informationen, die einen Schaden verursachen), sich bestechen lässt, die Wahrheitspflicht bei Falschaussagen vor Gericht verletzt, Parteiinteressen kollidieren lässt (Parteiverrat), wucherische Honorare nimmt oder durch unsachliche Äußerungen Straftaten wie Beleidigung oder Nötigung begeht, was zu berufsrechtlichen Konsequenzen, aber auch strafrechtlicher Verfolgung führen kann. 

Wann gilt ein Rechtsanwalt als befangen?

Rechtliche Grundlagen der Befangenheit

In § 45 BRAO heißt es beispielsweise, dass ein Rechtsanwalt ein entgegenstehendes Interesse nicht vertreten darf. Hierzu zählen sowohl eigene Interessen des Anwalts als auch solche, die im Widerspruch zu den Interessen seiner anderen Mandanten stehen.

Wann muss ein Rechtsanwalt antworten?

Die Unterrichtung hat unverzüglich im Sinne von § 121 BGB, d.h. ohne schuldhaftes Verzögern und unaufgefordert zu erfolgen. Schriftliche oder telefonische Anfragen des Mandanten sind unverzüglich zu beantworten.

Wie schnell muss ein Anwalt arbeiten?

Ein Anwalt muss Mandantenanfragen unverzüglich beantworten, was „ohne schuldhaftes Zögern“ bedeutet und oft innerhalb von ein bis drei Werktagen erwartet wird, insbesondere wenn es um Fristen geht; bei Eilbedürftigkeit kann dies sogar am selben Tag sein. Es gibt keine starre Frist, aber der Anwalt muss über alle wesentlichen Vorgänge informieren, auch mündliche oder telefonische Anfragen sind zeitnah zu beantworten.
 

Kann ein Anwalt Fristen setzen?

In Bezug auf das Anwaltsverhältnis ergibt sich die Pflicht zur fristgemäßen Erfüllung. Das bedeutet, dass Ihr Anwalt dazu verpflichtet ist, die Leistung in einer angemessenen Frist zu erbringen – und Sie als Mandant können darauf bestehen.

Wie lange dauert es, bis die Akte beim Anwalt ist?

Über die Akteneinsicht nach Abschluss des Verfahrens entscheidet laut StPO erneut die Staatsanwaltschaft. Wie lange dauert es, bis ein Anwalt Akteneinsicht bekommt? Dies ist von verschiedenen Faktoren abhängig und kann mehrere Tage bis Wochen dauern. Als Richtwert sollten Sie zwischen 2 und 8 Wochen einplanen.