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Wann wickeln und wann Strümpfe?

Gefragt von: Hartwig Gerber  |  Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2026
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Man wickelt (Kompressionsverband) in der Akutphase starker Schwellungen (Ödeme, Lymphödem, nach OP) oder bei offenen Beinen, weil sich der Verband an unregelmäßige Formen anpasst und die Entstauung fördert; Strümpfe (medizinische Kompressionsstrümpfe) sind die Langzeitlösung, wenn eine Entstauung erreicht wurde, da sie bequemer sind und eine gleichbleibende Kompression bieten, ideal bei Krampfadern, Venenschwäche und täglicher Anwendung, aber sie müssen korrekt sitzen, um ihre Wirkung zu entfalten.

Was ist besser, Kompressionsstrümpfe oder Wickeln?

Unsachgemäßes Bandagieren kann Hautnekrosen und nervale Druckschäden zur Folge haben. Kompressionsstrümpfe sind sinnvoll, wenn bereits eine Entstauung erreicht ist. Denn dann entsprechen sie über einen längeren Zeitraum dem Beinumfang und können seine erneute Zunahme verhindern.

Warum Kompressionsverband statt Strümpfe?

Kompressionsverbände werden statt Strümpfen verwendet, wenn eine höhere, individuell anpassbare Kompression nötig ist, z. B. bei starken Schwellungen (Ödemen) oder offenen Beinen (Ulzera), da sie flexibler sind und direkt auf die betroffenen Bereiche wickeln lassen; zudem können sie bei nässenden Hautentzündungen angewendet werden, was bei Strümpfen oft nicht möglich ist. Der Verband kann auch länger Tag und Nacht getragen werden, während Strümpfe oft ausgezogen werden müssen, was Verbände für ältere Patienten oder bei Bewegungseinschränkungen vorteilhaft macht, obwohl das Anlegen Übung erfordert. 

Wann sollte man die Beine wickeln?

Wickeln Sie Ihre Beine sofort nach dem Aufstehen, bevor diese anschwellen. Rollen Sie die Binde eng an Fuß und Bein ab. Üben Sie beim Wickeln einen leichten, gleichmäßigen Zug auf die Binde aus.

Wann sollten Kompressionsstrümpfe getragen werden?

Kompressionsstrümpfe trägt man täglich bei Venenleiden (Krampfadern, Venenschwäche) und Lymphödem, vor allem bei längerem Stehen, Sitzen, bei Schwangerschaft und nach Operationen zur Thromboseprophylaxe, um Schwellungen und Stauungen zu verhindern und die Blutzirkulation zu unterstützen. Sie werden meist vom Morgen bis zum Abend getragen, zum Schlafen aber ausgezogen (außer nach OP) und sollten individuell angepasst werden.
 

Putting on a Pütter bandage: compression bandage with short-stretch bandages | DRACO

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Woher weiß ich, ob ich Kompressionsstrümpfe brauche?

Kompressionsstrümpfe sind unbedingt bei Venenerkrankungen wie Krampfadern, Lymphödem oder Phlebitis zu empfehlen. Sie können aber auch vorbeugend helfen, zum Beispiel während der Schwangerschaft. Schwere und müde Beine entlasten Sie mit Venengymnastik, die den Stau in den Gefäßen mindert.

Wann dürfen keine Kompressionsstrümpfe angezogen werden?

Man sollte keine Kompressionsstrümpfe tragen bei schweren Durchblutungsstörungen (arterielle Verschlusskrankheit), unbehandelter Herzinsuffizienz, Wundrose (Erysipel), septischer Venenentzündung oder bei Unverträglichkeit des Materials; nachts werden sie meist ausgezogen, außer direkt nach Operationen zur Thromboseprophylaxe; bei Diabetes und Gefühlsstörungen ist immer ärztliche Rücksprache nötig, da es sich um relative Kontraindikationen handelt. 

Warum keine Kompressionsstrümpfe bei Wunden?

Man trägt keine normalen Kompressionsstrümpfe direkt auf offenen Wunden, weil sie nicht richtig passen, den Druck ungleichmäßig verteilen, die Wunde nicht schützen oder sogar die Heilung behindern können (z.B. durch Einschnürungen, die neue Schäden verursachen). Stattdessen werden spezielle Kompressionsverbände verwendet, bei denen eine Wundauflage unter den Verband kommt, um die Wunde fachgerecht zu versorgen und gleichzeitig die notwendige Kompression zur Heilung zu gewährleisten. 

Wann sollte man keine Kompressionsbandage verwenden?

Elastische Binden sollten nicht auf offene Wunden aufgelegt werden. Reinigen und verbinden Sie die Wunde, bevor Sie einen Verband, eine Schiene oder eine andere Stütze anlegen. Schwere Wunden erfordern professionelle medizinische Versorgung. – Binden Sie die Wunde nicht zu fest.

Wann kein Kompressionsverband?

Ein Kompressionsverband ist bei schweren Durchblutungsstörungen (fortgeschrittene PAVK), dekompensierter Herzinsuffizienz, akuten Venenentzündungen (septische Phlebitis) und schweren Hautinfektionen absolut kontraindiziert, da er die Arterien zusätzlich belasten oder den Kreislauf überfordern kann. Auch starke Sensibilitätsstörungen (z.B. durch Polyneuropathie) oder eine Unverträglichkeit des Materials verbieten eine Anwendung, da Druckstellen nicht erkannt werden.
 

Wann sollte man Kompressionsbandage tragen?

Bei chronischen Beschwerden

Bei Diagnosen wie Arthrose, Instabilität oder Sehnenreizungen empfiehlt sich das Tragen der Bandage während spezifischer Belastungssituationen: etwa beim Wandern, bei Gartenarbeit, beim Sport oder beim Arbeiten am Computer (z. B. Ellenbogenbandage).

Was ist der Unterschied zwischen Kompressions- und Stützstrümpfen?

Der Hauptunterschied ist: Stützstrümpfe sind für gesunde Venen zur Vorbeugung (Prophylaxe) bei müden Beinen gedacht (leichter Druck, rezeptfrei), während medizinische Kompressionsstrümpfe bei bereits bestehenden Venenleiden (wie Krampfadern, Lymphödem) eine therapeutische Wirkung haben (präziser Druckverlauf, ärztliche Verordnung, höhere Kompressionsklassen) und die Blutzirkulation aktiv unterstützen. Stützstrümpfe sind ein Lifestyle-Produkt, Kompressionsstrümpfe ein Medizinprodukt. 

Warum Kompressionsverband und nicht Kompressionsstrümpfe?

Kompressionsverbände werden statt Strümpfen verwendet, wenn eine höhere, individuell anpassbare Kompression nötig ist, z. B. bei starken Schwellungen (Ödemen) oder offenen Beinen (Ulzera), da sie flexibler sind und direkt auf die betroffenen Bereiche wickeln lassen; zudem können sie bei nässenden Hautentzündungen angewendet werden, was bei Strümpfen oft nicht möglich ist. Der Verband kann auch länger Tag und Nacht getragen werden, während Strümpfe oft ausgezogen werden müssen, was Verbände für ältere Patienten oder bei Bewegungseinschränkungen vorteilhaft macht, obwohl das Anlegen Übung erfordert. 

Wann ist ein Kompressionsverband sinnvoll?

Ein Kompressionsverband wird angelegt bei Venenschwäche, Krampfadern, Ödemen (Wasseransammlungen) und Thromboseprophylaxe nach Operationen oder bei langen Ruhephasen, um den Blutfluss zum Herzen zu verbessern und Schwellungen zu reduzieren. Indiziert ist er auch bei chronischen Venenleiden, Venenentzündungen (Thrombophlebitis) und offenen Beinen (Ulcus cruris venosum). Die Therapie hilft, Schmerzen, Schweregefühl und Müdigkeit in den Beinen zu lindern.
 

Welche Alternativen gibt es zu Kompressionsverbanden?

circaid® juxtalite®: effektive Alternative zur Wickelbandagierung in der Entstauung ausgeprägter venöser Ödeme und zur Behandlung des offenen Beins. Das medizinische adaptive Kompressionssystem circaid juxtalite ist die Alternative zum herkömmlichen Wickelverband zur Kompression des Unterschenkels.

Warum darf man nach dem Duschen keine Kompressionsstrümpfe anziehen?

Man sollte Kompressionsstrümpfe nicht direkt nach dem Duschen anziehen, weil die Haut noch feucht ist, was das Anziehen erschwert und die Strümpfe am Abrutschen hindert. Feuchte Haut kann zudem aufweichen (Mazeration) und die Strümpfe können die hygienische Reinigung der Haut nach dem Duschen behindern, daher sollte man die Beine gut abtrocknen und fettfreie, trockene Haut haben, damit die Strümpfe richtig gleiten und ihre Wirkung entfalten können.
 

Was spricht gegen Kompressionsstrümpfe?

Kompressionsstrümpfe können wirklich eine Art Peelingeffekt haben: Die Haut trocknet aus, schuppt sich, juckt und ist gerötet. Besonders schlimm und für viele Patienten sehr unangenehm ist das bei heißem Wetter. Dazu kommt, dass Venenpatienten generell eine besonders empfindliche Haut haben.

Wann müssen Beine gewickelt werden?

Der phlebologische Kompressionsverband (PKV), ist dementsprechend der Verband, der bei allen akuten Erkrankungen wie Thrombosen, Entzündungen, schweren Stadien der chronisch venösen Insuffizienz (CVI) und offenen Geschwüren zum Einsatz kommt.

Welche Schmerzen sind ein Symptom einer Beinvenenthrombose?

Schmerzen bei einer Beinvenenthrombose sind oft einseitig, krampfartig oder fühlen sich wie ein starker Muskelkater an, besonders in Wade oder Oberschenkel, begleitet von Schwellung, Überwärmung und Spannungsgefühl, manchmal mit glänzender, geröteter Haut. Wichtig ist, bei Verdacht sofort einen Arzt aufzusuchen, da die Gefahr einer {!nav}Lungenembolie besteht; das Bein sollte bis zur Abklärung hochgelagert werden.
 

Warum darf man bei Thrombose nicht massieren?

Man massiert bei einer Thrombose nicht, weil der Druck das Blutgerinnsel lösen kann, was zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie oder anderen Embolien führen kann, da das Gerinnsel in den Blutkreislauf geschwemmt wird und in lebenswichtigen Organen stecken bleibt. Bei einer bestehenden Thrombose muss der betroffene Bereich unbedingt gemieden und stattdessen sofort medizinischer Rat eingeholt werden, da dies eine absolute Kontraindikation für viele Massagetechniken darstellt. 

Kann man trotz Heparinspritzen eine Thrombose bekommen?

Ja, es ist möglich, trotz Heparin-Spritzen eine Thrombose zu bekommen, da Heparin das Risiko nicht vollständig ausschaltet, aber erheblich senkt; seltene Komplikationen wie die Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) können sogar zu neuen Gerinnseln führen, auch wenn Heparin die häufigste Ursache für Thrombosen in Risikosituationen (wie nach Operationen) verhindert. Eine vollständige Garantie gibt es nicht, da individuelle Faktoren und seltene Reaktionen eine Rolle spielen, aber Heparin ist ein sehr wirksamer Schutz.
 

Welche Alternativen gibt es zu Kompressionsstrümpfen?

Alternativen zu Kompressionsstrümpfen sind adaptive Kompressionsbandagen (Wraps) für gezielte Unterstützung, Stützstrümpfe für leichte Vorbeugung, spezielle Sommer-Kompressionsprodukte (offene Zehen, dünne Materialien) und natürliche Maßnahmen wie Venengymnastik, Kaltwasserduschen, Schwimmen und Radfahren, um die Venenfunktion zu unterstützen, besonders wenn das Anziehen von Strümpfen schwierig ist oder nur bestimmte Bereiche behandelt werden sollen.
 

Kann man mit Kompressionsstrümpfen etwas falsch machen?

Doch können Kompressionsstrümpfe auch schaden? Ja, durchaus, was dann freilich meist mit der Anwendung und dem Sitz zu tun hat. Denn falsch angelegte Strümpfe sind weitgehend nutzlos oder können schlimmstenfalls sogar schaden, indem sie den Blutfluss abschnüren.

Welche Kontraindikationen gibt es für Kompressionsverbande?

Ein Kompressionsverband ist bei schweren Durchblutungsstörungen (fortgeschrittene PAVK), dekompensierter Herzinsuffizienz, akuten Venenentzündungen (septische Phlebitis) und schweren Hautinfektionen absolut kontraindiziert, da er die Arterien zusätzlich belasten oder den Kreislauf überfordern kann. Auch starke Sensibilitätsstörungen (z.B. durch Polyneuropathie) oder eine Unverträglichkeit des Materials verbieten eine Anwendung, da Druckstellen nicht erkannt werden.