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Wann sollte man zum Notar?

Gefragt von: Nikolai Brandt  |  Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2026
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Man sollte zum Notar gehen, wenn rechtlich bindende und wichtige Lebensereignisse anstehen, wie Immobilienkäufe/-verkäufe, Grundschuldbestellungen, Eheverträge, Erbverträge, Testamente, Vorsorgevollmachten, Adoptionen oder die Gründung von Unternehmen (z.B. GmbH), da diese Geschäfte eine notarielle Beurkundung gesetzlich vorschreiben, um Rechtssicherheit und Schutz für alle Parteien zu gewährleisten. Der Notartermin wird vereinbart, sobald alle inhaltlichen Details des Vertrages geklärt sind, insbesondere beim Immobilienkauf.

Wann ist ein Notar notwendig?

Im Familienrecht bedürfen vor allem Eheverträge (einschließlich Scheidungsfolgenvereinbarungen) sowie Adoptionen der notariellen Beurkundung. Im Erbrecht ist der Notar zuständig für die Beurkundung von Erbverträgen sowie von Erb- und Pflichtteilsverzichtsverträgen.

Wann sollte man einen Notartermin vereinbaren?

Der Notartermin sollte erst dann vereinbart werden, wenn sich Verkäufer und Käufer über die Veräußerung der Immobilie in allen Punkten einig sind. Dasselbe gilt beim Kauf eines Grundstücks oder dem Neubau einer Immobilie – denn auch hier muss die gesetzlich festgelegte Beurkundung durch einen Notar erfolgen.

Warum geht man zum Notar?

Man geht zum Notar, um Rechtsgeschäfte wie Immobilienkäufe, Erbverträge, Eheverträge oder Unternehmensgründungen rechtssicher abzuwickeln, da er eine unabhängige, neutrale Beurkundung vornimmt, die Beweiskraft hat, vor Risiken schützt und gesetzlich vorgeschrieben ist (z.B. bei Grundstücksgeschäften), wodurch Streitigkeiten vermieden und die korrekte Abwicklung sichergestellt wird. 

Wann braucht es einen Notar?

Wofür benötigt man allgemein einen Notar? Für gewisse Verträge sieht das Gesetz eine zwingende notarielle Beurkundung vor, wie etwa bei der Erstellung eines Testamentes oder eines Ehe- und Erbvertrages. Dies zum Schutz beider Vertragsparteien. In solch wichtigen Vertragsgestaltungen gewährt der Notar Rechtssicherheit.

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Was bringt man zum Notar mit?

Das Wichtigste, was Sie zum Beurkundungstermin mitbringen müssen, ist ein gültiges Ausweispapier. Ob Personalausweis oder Reisepass ist dabei eher zweitrangig - Hauptsache, Sie sind auf dem Lichtbild eindeutig zu erkennen. Bitte denken Sie auch an Ihre Steuer-Identifikationsnummer, da diese ebenfalls benötigt wird.

Wie kann man Notarkosten sparen?

Kosten sparen beim Notar

  1. Verzicht auf eine Auflassungsvormerkung: Die Auflassungsvormerkung ist eine Sicherheit für den Käufer, dass der Verkäufer die Immobilie in der Zwischenzeit nicht an Dritte veräußert. ...
  2. Verzicht auf das Notaranderkonto: Das Treuhandkonto des Notars heißt Notaranderkonto.

Was kostet ein Testament beim Notar 400000 Euro?

Für ein Testament mit einem Nachlasswert von 400.000 € liegen die Notarkosten für ein Einzeltestament grob zwischen 700 € und 1.000 € (inkl. MwSt., zzgl. Auslagen), abhängig davon, ob es sich um eine einfache Beurkundung oder eine komplexere Errichtung handelt, während ein gemeinschaftliches Testament (z. B. Ehegattentestament) entsprechend teurer ist und etwa das Doppelte kosten kann (z. B. um die 1.900 €). Die genauen Kosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und dem konkreten Geschäftswert. 

Wie prüft ein Notar Vermögen?

Ein Notar prüft Vermögen durch {\"Auskunftspflicht der Beteiligten\"}, {\"Einsichtnahme in öffentliche Register\"} (Grundbuch, Finanzamt) und {\"gesetzliche Wertmaßstäbe\"}, wobei er sich auf die Angaben der Beteiligten stützt, aber auch {\"Plausibilitätsprüfungen\"} durchführt und bei Bedarf selbst schätzt oder externe Gutachten anfordern kann, um den korrekten Geschäftswert für die Gebührenberechnung zu ermitteln.
 

Wie lange wartet man auf einen Termin beim Notar?

Üblicherweise sollten Sie mit einer Wartezeit von einigen Wochen bis hin zu einem Monat rechnen. Sobald Ihr Kaufinteresse an einer Wohnung oder einem Haus konkret wird, sollten Sie daher Kontakt zu einer Notarin oder einem Notar aufnehmen.

Was zieht man beim Notar an?

Für einen Notartermin kleidet man sich angemessen-professionell, aber nicht zu steif; eine Mischung aus Business und Alltag ist ideal, also saubere Jeans mit Bluse/Hemd, Stoffhose mit Blazer oder ein gepflegtes Kleid, wobei Komfort wichtig ist, aber Freizügigkeit, zerrissene Kleidung und zu auffällige Accessoires vermieden werden sollten. Es geht darum, Respekt zu zeigen und Professionalität auszustrahlen, ähnlich einem Büro-Outfit, das auch zu einem wichtigen Termin passt, um einen guten Eindruck bei Mandanten zu hinterlassen. 

Kann nach dem Notartermin noch etwas schief gehen?

Nach dem Notartermin können noch einige unerwartete Probleme auftreten, wie zum Beispiel Verzögerungen bei der Eintragung ins Grundbuch, Schwierigkeiten bei der Finanzierung oder unvorhergesehene Mängel am Objekt.

Wann geht man zum Notar?

Der Notartermin wird vereinbart, wenn Käufer und Verkäufer Einigkeit über die Veräußerung der Immobilie erzielt haben. Auch bei dem Kauf eines Grundstücks oder dem Neubau einer Immobilie mit dem Bauträger muss die gesetzlich vorgeschriebene Beurkundung durch den Notar erfolgen.

Was ist der häufigste Fehler, der einem Notar unterläuft?

Einer der häufigsten Fehler von Notaren ist, dass sie ihren Namen nicht genau so drucken oder unterschreiben, wie er auf ihrer Notarbestellung erscheint .

Was passiert, wenn man beim Notar nicht unterschreibt?

Wenn Sie beim Notar nicht unterschreiben, kommt der Vertrag nicht zustande und wird nicht rechtswirksam, aber es drohen Ihnen Kosten für den bereits erstellten Vertragsentwurf und Sie können unter bestimmten Umständen schadensersatzpflichtig werden, wenn Sie illoyal handeln, auch wenn die Parteien bis zur Unterschrift grundsätzlich frei sind. Wer den Notar beauftragt hat, zahlt meist die Entwurfsgebühren, auch bei Abbruch, was besonders bei Immobilienkäufen teuer werden kann. 

Was ist billiger, Notar oder Anwalt?

In der Regel sind Notarkosten deutlich geringer als Anwaltskosten. Das liegt vor allem daran, dass die Preise eines Notars festgelegt sind. Wenn Sie ein Testament handschriftlich aufsetzen und einen Notar nur zur Beglaubigung beauftragen, müssen Sie zudem nur eine einmalige Notargebühr zahlen.

Ist es sinnvoll, ein Testament beim Notar zu machen?

Das notarielle Testament hat den Vorteil, dass der Erbe später nicht extra einen Erbschein beantragen muss, den er ansonsten braucht, wenn Grundstücke vererbt worden sind. Da das Erbrecht kompliziert ist und seine Tücken hat, ist es ohnehin sinnvoll, sich fachkundig beraten lassen.

Wie hoch sind die Notarkosten für ein Erbrecht?

Notarkosten bei Erbschaft richten sich nach dem Wert des Nachlasses und dem benötigten Dokument (Testament, Erbvertrag, Erbschein), wobei ein notarielles Testament oder Erbvertrag Gebühren verursacht, die je nach Wert des Erbes gestaffelt sind (z.B. bei 100.000 € ca. 440 € für Einzeltestament, 780 € für Gemeinschaftst.) und die einmalige Verwahrung 75 € kostet, während ein Erbschein eigene Notar- und Gerichtskosten hat, die ebenfalls wertabhängig sind und sich oft addieren. 

Kann man Notarkosten steuerlich absetzbar?

Wohneigentümer*innen können lediglich Unterhalts- und Verwaltungskosten (pauschal oder effektiv), Versicherungsprämien sowie werterhaltende Investitionen abziehen. Grundbuchgebühr, Handänderungssteuer, Notariatsgebühr oder Grundstückgewinnsteuer sind nicht steuerlich absetzbar.

Kann man Notargebühren verhandeln?

Übrigens, einen Preiswettbewerb unter den Notaren gibt es nicht. Denn in Deutschland sind die Notargebühren einheitlich im Gerichts- und Notarkostengesetz (GnotKG) festgelegt. Sie werden also pauschal berechnet und sind nicht verhandelbar.

Kann man ein Haus ohne Notar verkaufen?

Der Kaufvertrag für ein Haus muss notariell beglaubigt werden. Im Kaufvertrag sind alle Rechte und Pflichten des Käufers und des Verkäufers aufgeführt. Ein notariell beglaubigter Immobilienkaufvertrag kann nicht rückgängig gemacht werden.

Welche Unterlagen muss ich zum Notartermin mitbringen?

Was muss ich zum Beurkundungstermin mitbringen? Sie sollten einen gültigen Personalausweis oder Reisepass dabei haben sowie ihre Steuer-Identidentifikationsnummer, sofern uns diese nicht bereits vorher übermittelt wurde. Sind Sie dem Notar persönlich bekannt, ist ein Ausweis nicht erforderlich.

Was ist der größte Fehler beim Hausverkauf?

Unrealistische und marktfremde Preisvorstellungen gehören jedoch zu den häufigsten Fehlern beim Immobilienverkauf und wirken sich negativ auf den Verkaufserfolg aus. Dabei gilt generell: Jede Immobilie muss individuell bewertet werden.

Was macht einen guten Notar aus?

Gute Notarinnen und Notare wissen das und verleihen einer Beratung und Beurkundung den dazu passenden Rahmen, den die Beteiligten meiner Ansicht nach auch erwarten dürfen. Auf der anderen Seite gibt es gewerbliche Mandantinnen und Mandanten, die eine zügige und unkomplizierte Beurkundung und Abwicklung wünschen.

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