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Wann Rückstellung wann sonstige Verbindlichkeit?

Gefragt von: Frau Gabi Hiller  |  Letzte Aktualisierung: 18. August 2026
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Rückstellungen sind für ungewisse Verpflichtungen (Höhe oder Fälligkeit unsicher), während sonstige Verbindlichkeiten für sichere Verpflichtungen mit feststehender Höhe und Fälligkeit gebucht werden, deren Aufwand aber erst in der nächsten Periode bezahlt wird (z.B. noch nicht bezahlte Rechnungen). Der Hauptunterschied liegt also in der Ungewissheit: Bei Rückstellungen muss geschätzt werden, bei sonstigen Verbindlichkeiten sind Betrag und Datum bekannt.

Wann Verbindlichkeit und wann Rückstellung?

Der Hauptunterschied liegt in der Sicherheit: Bei Verbindlichkeiten stehen Grund, Höhe und Fälligkeit fest (z.B. Lieferantenrechnung), während Rückstellungen für künftige Verpflichtungen gebildet werden, bei denen Grund, Höhe oder Fälligkeit ungewiss sind (z.B. drohende Prozesskosten, Pensionsrückstellungen). Beide sind Fremdkapital, aber Rückstellungen dienen zur Abdeckung wahrscheinlicher, aber noch nicht exakt bezifferbarer oder fälliger Aufwendungen, um die Bilanz vorsichtiger darzustellen. 

Wann benutzt man sonstige Verbindlichkeiten?

Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten

Wenn Aufwendungen und Erträge des alten Geschäftsjahres erst im neuen Jahr zu Ausgaben beziehungsweise zu Einnahmen führen, müssen sie zum Jahresabschluss als „Sonstige Verbindlichkeiten“ bzw. „Sonstige Forderungen“ erfasst werden.

Was haben Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten gemeinsam?

Inhaltsverzeichnis. Rückstellungen sind genauso zu behandeln wie sonstige Verbindlichkeiten, der Unterschied liegt nur darin, dass die Höhe sowie das Fälligkeitsdatum der Verbindlichkeit nicht bekannt ist! Die Höhe muss also geschätzt werden!

Was fällt unter sonstige Verbindlichkeiten?

Sonstige Verbindlichkeiten sind ein Sammelposten in der Bilanz für alle Schulden eines Unternehmens, die nicht eindeutig einer spezifischen Kategorie wie Lieferantenverbindlichkeiten oder Bankkrediten zugeordnet werden können und oft Aufwendungen darstellen, die im aktuellen Jahr entstanden sind, aber erst im nächsten Jahr bezahlt werden, zur korrekten Periodenabgrenzung. Dazu gehören typischerweise noch nicht gezahlte Löhne, Zinsen, Provisionen, Sozialversicherungsbeiträge oder Steuerschulden wie die Umsatzsteuer, wobei Höhe und Fälligkeit oft bekannt sind. 

Rückstellungen - sonst. Verbindlichkeiten

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Was fällt unter sonstige Verbindlichkeiten?

Zu den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gehören die fälligen Einkommensteuern, die auf Darlehen fälligen Zinsen und einige andere, weniger gebräuchliche Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel kurzfristige Verpflichtungen aus einer Umstrukturierung und Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien im Vorjahr, die erst im laufenden Jahr realisiert wurden.

Was sind sonstige finanzielle Verbindlichkeiten?

Was sind Sonstige finanzielle Verpflichtungen? Dazu zählen beispielsweise finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen oder Wartungsverträgen.

Was ist ein Beispiel für eine Rückstellung für Verbindlichkeiten?

Eine Rückstellung dient der Absicherung von Verbindlichkeiten ungewisser Dauer und Höhe. Rückstellungen umfassen beispielsweise Garantien, Einkommensteuerverbindlichkeiten und zukünftige Prozesskosten . Sie erscheinen in der Bilanz eines Unternehmens und werden nach bestimmten Kriterien der IFRS erfasst.

Was zählt zu sonstigen Rückstellungen?

Die "sonstigen Rückstellungen" stehen in der Bilanz auf der Passivseite unter dem Gliederungspunkt "Rückstellungen". Sie berücksichtigen alle erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten, die in ihrer Höhe oder Fälligkeit am Bilanzstichtag unsicher sind.

Welche Beispiele gibt es für Verbindlichkeitsrückstellungen?

Beispiele für Verbindlichkeitenrückstellungen sind:

  • Pensionsrückstellungen.
  • Steuerückstellungen.

Was ist der Unterschied zwischen Rückstellungen und Abgrenzungen?

Der Hauptunterschied liegt in der Sicherheit von Betrag und Fälligkeit: Bei der Rechnungsabgrenzung sind Höhe und Zeitpunkt der Zahlung sicher und feststehend (z. B. vorausbezahlte Miete), während bei Rückstellungen der Grund der Verpflichtung zwar bekannt ist, aber Höhe und/oder Zeitpunkt der tatsächlichen Zahlung ungewiss sind (z. B. Garantieleistungen, Prozesskosten). Rückstellungen dienen der periodengerechten Zuordnung unsicherer Aufwendungen, die Zahlung erfolgt zeitlich versetzt zum Aufwand, Rückstellungen sind Fremdkapital, das nach dem Vorsichtsprinzip gebildet wird.
 

Sind sonstige Verbindlichkeiten auf aktiva oder passiva Seite?

Die Passiva beinhalten darüber hinaus sonstige Verbindlichkeiten, zu denen beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge gehören.

Wann entsteht eine Verbindlichkeit?

Eine Verbindlichkeit entsteht, wenn eine Leistung (Ware oder Dienstleistung) empfangen wurde, die vereinbarte Gegenleistung (meist eine Zahlung) aber noch aussteht, typischerweise nach Vertragsabschluss, Rechnungsstellung oder bei Inanspruchnahme einer Leistung, wodurch eine rechtliche/wirtschaftliche Verpflichtung zur Zahlung oder Erbringung einer Leistung entsteht. Der genaue Zeitpunkt ist erfüllt, wenn alle vertraglichen Tatbestände vorliegen und die Leistung erbracht ist, aber noch nicht bezahlt wurde. 

Wann sollte man eine Rückstellung bilden?

Die Bildung von Rückstellungen erfolgt, wenn ein Unternehmen eine zukünftige Verpflichtung erwartet, deren Höhe und/oder Fälligkeit ungewiss ist. Dabei wird der zu erwartende Aufwand in der Buchhaltung erfasst.

Wann darf keine Rückstellung gebildet werden?

Nach § 5 Abs. 4a EStG ist die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften verboten. Nach § 5 Abs. 4b EStG dürfen Rückstellungen für Aufwendungen, die in späteren Wirtschaftsjahren als Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren sind, nicht gebildet werden.

Was sind "Sonstige Rückstellungen" im HGB?

Sonstige Rückstellungen sind ein Sammelposten für alle Rückstellungen, die nicht den beiden vorherigen Posten zugewiesen werden. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen in diesem Posten enthaltene wesentliche Beträge im Anhang erläutern (§ 285 Nr. 12 HGB).

Was zählt unter sonstige Verbindlichkeiten?

Sonstige Verbindlichkeiten sind ein Sammelposten in der Bilanz für alle Schulden eines Unternehmens, die nicht eindeutig einer spezifischen Kategorie wie Lieferantenverbindlichkeiten oder Bankkrediten zugeordnet werden können und oft Aufwendungen darstellen, die im aktuellen Jahr entstanden sind, aber erst im nächsten Jahr bezahlt werden, zur korrekten Periodenabgrenzung. Dazu gehören typischerweise noch nicht gezahlte Löhne, Zinsen, Provisionen, Sozialversicherungsbeiträge oder Steuerschulden wie die Umsatzsteuer, wobei Höhe und Fälligkeit oft bekannt sind. 

Ist eine Rückstellung eine Verbindlichkeit?

Ja, Rückstellungen sind eine Form von Verbindlichkeiten, aber sie sind ungewisse Verbindlichkeiten; sie stellen erwartete zukünftige Ausgaben dar, bei denen Höhe, Zeitpunkt oder sogar das Bestehen der Verpflichtung noch nicht genau feststehen, aber mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwartet werden, und gehören daher zum Fremdkapital auf der Passivseite der Bilanz, um den Aufwand der Periode zuzuordnen. 

Was sind Beispiele für Rückstellungen?

Rückstellungen sind finanzielle Vorsorgen für ungewisse Verpflichtungen, deren Höhe, Zeitpunkt oder Grund noch unklar sind, wie z.B. für Garantien, Pensionszahlungen, Prozesskosten oder Steuern, die erst in Zukunft fällig werden, obwohl der Aufwand bereits wirtschaftlich verursacht ist und sie mindern den Gewinn in der Bilanz. Typische Beispiele sind: Pensionsrückstellungen (Betriebsrente), Garantierückstellungen (Reparaturen), Steuerrückstellungen (Gewerbesteuer), Prozesskostenrückstellungen (Gerichtsverfahren) und Urlaubsrückstellungen (nicht genommener Urlaub). 

Sind sonstige Rückstellungen kurzfristige Verbindlichkeiten?

Wir unterscheiden drei Arten von Rückstellungen: Pensionsrückstellungen (langfristige Verbindlichkeiten) Steuerrückstellungen (kurzfristige Verbindlichkeiten) Sonstige Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten (kurzfristige Verbindlichkeiten)

Welche Rückstellungsarten gibt es?

Rückstellungen sind finanzielle Verpflichtungen für künftige Aufwendungen, deren Höhe oder Existenz ungewiss ist, und werden nach HGB in Pensions-, Steuer- und sonstige Rückstellungen gegliedert. Wichtige Arten sind Schuldrückstellungen (gegenüber Dritten, z. B. Prozesskosten-, Gewährleistungs-, Drohverlustrückstellungen) und Aufwandsrückstellungen (Selbstverpflichtungen, z. B. für Instandhaltung, Urlaub, Aufbewahrung). Sie dienen der Antizipation zukünftiger Zahlungen und dem Glättungseffekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung. 

Was ist eine Zuführung zu einer Rückstellung?

Die Zuführung zu den Rückstellungen ist das Ergebnis einer kaufmännischen Entscheidung, dass ein bestimmter Sachverhalt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer späteren Verbindlichkeit führen wird. Zuführungen zu Rücklagen geschehen durch gesetzlichen Zwang (§ 150 Abs. 1 AktG) oder freiwillig.

Was sind sonstige Passiva?

Im Posten Sonstige Aktiva / Sonstige Passiva werden Konten ausgewiesen, die bei der ausgewählten Unternehmensform keinem HGB-Posten zugeordnet werden können. In unserem Beispiel ist im Geschäftsjahr die Gesellschaftsform Kapitalgesellschaften hinterlegt.

Was ist der Unterschied zwischen Ara und Pra?

Der Hauptunterschied zwischen ARA (Aktive Rechnungsabgrenzung) und PRA (Passive Rechnungsabgrenzung) liegt in der Art der Abgrenzung: ARA betrifft im Voraus bezahlte Aufwendungen, die erst im neuen Jahr wirksam werden (z. B. Miete oder Versicherung), während PRA im Voraus erhaltene Erträge betrifft, die erst im neuen Jahr realisiert werden (z. B. Abo-Einnahmen). Beide dienen dazu, Aufwand und Ertrag dem richtigen Geschäftsjahr zuzuordnen, um die periodengerechte Erfolgsermittlung zu gewährleisten. 

Welche Arten von Verbindlichkeiten gibt es?

Verbindlichkeiten lassen sich in zwei Arten unterteilen: kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten.

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