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Wann muss ich die Kaution zurückzahlen?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Elfriede Wiegand  |  Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2026
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Für die Rückzahlung der Mietkaution gibt es gesetzlich keine starre Frist, aber in der Praxis gilt eine Frist von 3 bis 6 Monaten nach Mietende und Wohnungsübergabe als üblich, innerhalb derer der Vermieter Ansprüche prüfen kann. Bei ausstehender Nebenkostenabrechnung oder Schäden kann der Vermieter einen Teil einbehalten, was die Frist oft auf bis zu 12 Monate verlängern kann. Nach Ablauf dieser Fristen sollte man den Vermieter schriftlich zur Rückzahlung auffordern.

Wie lange hat der Vermieter Zeit, die Kaution zurück zu zahlen?

Ein Vermieter hat in der Regel eine angemessene Prüfungsfrist von drei bis sechs Monaten, um die Mietkaution zurückzuzahlen, wobei sich die Frist verlängern kann, wenn noch Nebenkostenabrechnungen ausstehen, aber spätestens nach 12 Monaten sollte der Großteil ausgezahlt werden, sofern keine berechtigten Forderungen bestehen. Es gibt keine starre gesetzliche Frist, aber die Rechtsprechung sieht diesen Zeitraum als angemessen an, um eventuelle Mängel, Schäden oder Nachzahlungen zu prüfen. 

Wann muss ein Vermieter bei Auszug die Kaution zurückzahlen?

Wenn alle Forderungen beglichen sind, ist der Vermieter verpflichtet, die Mietkaution zurückzuzahlen. Für den Zeitpunkt der Rückzahlung gibt es leider keine einheitlichen Gesetze oder Regelungen. Sie hängt immer vom konkreten Fall ab. In der Praxis dauert die Rückzahlung meist zwischen drei und sechs Monate.

Wann wird die Kaution zurückerstattet?

Ja, man bekommt die Kaution vom Gericht zurück, wenn der Vermieter sie unberechtigt einbehält, aber man muss in der Regel zuerst eine angemessene Frist (ca. 3–6 Monate) nach Mietende abwarten; wenn dann keine Einigung erzielt wird, kann man beim Amtsgericht Klage erheben, um die Rückzahlung durchzusetzen, wobei der Mieter die Zahlung und der Vermieter etwaige berechtigte Forderungen beweisen muss, was oft zu seinen Lasten geht. 

Kann ich die Kaution bis zur nächsten Nebenkostenabrechnung zurückhalten?

Ja, Vermieter dürfen einen Teil der Kaution einbehalten, um eine mögliche Nachzahlung aus der Nebenkostenabrechnung abzudecken, bis diese erstellt ist, was bis zu 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums dauern kann. Der Einbehalt muss jedoch angemessen sein und sich auf die erwartete Nachforderung beschränken; ist die letzte Abrechnung ein Guthaben für den Mieter gewesen, darf die Kaution nicht oder nur für wenige Monate einbehalten werden. 

Mieter zahlt Kaution nicht - was jetzt? | Rechtsanwalt Dr. Achim Zimmermann

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Wie lange darf der alte Vermieter eine Kaution für die Nebenkostenabrechnung einbehalten?

Ein Einbehalt wegen noch abzurechnender Nebenkosten ist zulässig. Die Vermieterseite darf bei Mietende aber nicht die gesamte Kaution, sondern allenfalls für jeweils 3 bis 4 Monate Mietzeit einen Betrag in Höhe von einer monatlichen Vorauszahlung einbehalten (AG Hamburg, 47 C 1373/95, Urteil v. 27.2.1996).

Bei welchen Mängeln darf der Vermieter die Kaution einbehalten?

Der Vermieter darf die Kaution bei Mietschulden, offenen Nebenkosten, nicht durchgeführten Schönheitsreparaturen (wenn vertraglich vereinbart) und Schäden an der Mietsache einbehalten, die über die normale Abnutzung hinausgehen (z.B. Brandlöcher, kaputte Fliesen, beschädigte Fenster/Türen). Wichtig ist, dass er seine Ansprüche begründet und die Schäden dokumentiert, wobei er in der Regel 3 bis 6 Monate Zeit für die Prüfung hat, aber auch länger warten kann, wenn berechtigte Forderungen bestehen.
 

Was kann alles von der Kaution abgezogen werden?

Von der Mietkaution können u.a. Mietrückstände, offene Nebenkostennachzahlungen, Kosten für Schönheitsreparaturen (wenn vertraglich geschuldet) oder Schadensersatz für übermäßige Schäden (die über normale Abnutzung hinausgehen, wie Bohrlöcher, kaputte Fliesen, Brandlöcher) abgezogen werden. Auch Kosten für die Endreinigung, wenn die Wohnung unzumutbar verschmutzt hinterlassen wurde, können ein Grund sein. Der Vermieter muss seine Ansprüche aber begründen und kann nicht die gesamte Summe ohne Grund einbehalten, sondern nur für berechtigte Forderungen. 

Kann man in Deutschland gegen Kaution freigelassen werden?

Ja, in Deutschland gibt es eine Freilassung gegen Kaution (rechtlich: Aussetzung der Untersuchungshaft gegen Sicherheitsleistung nach § 116a StPO), aber sie ist eher selten und an strenge Bedingungen geknüpft: Sie kommt hauptsächlich bei Fluchtgefahr als einzigem Haftgrund in Betracht, das erwartete Strafmaß darf in der Regel fünf Jahre nicht übersteigen, und der Betrag wird vom Gericht festgelegt, um eine Flucht zu verhindern. Es gibt keine kommerziellen Kautionsbürgschaften wie in den USA, der Betrag muss direkt hinterlegt werden. 

Was tun, wenn die Kaution nicht zurückgezahlt wird?

Wenn der Vermieter die Kaution nicht zurückzahlt, fordern Sie diese zunächst schriftlich mit Fristsetzung (ca. 14 Tage) nach Ablauf der 3–6-monatigen Prüffrist an, sichern Beweise wie Übergabeprotokolle, und holen Sie sich bei Nichtreaktion Unterstützung bei Mieterverein/Anwalt, bevor Sie ggf. einen Mahnantrag oder eine Klage einreichen. 

Wann darf der Vermieter die Kaution zurückbehalten?

Ein Vermieter darf die Kaution einbehalten, wenn konkrete, begründete Forderungen bestehen, wie offene Mietzahlungen, Nebenkostennachforderungen oder Schäden, die über normale Abnutzung hinausgehen, bis diese geklärt sind, wobei er nach § 551 BGB eine angemessene Prüffrist (meist 3-6 Monate, bei Nebenkosten bis zu 12 Monate) hat und nicht pauschal zurückhalten darf.
 

Wie schnell muss die Mietkaution zurückgezahlt werden in der Schweiz?

Depotrückgabe ein Jahr nach Auszug

Bei Depots, die rechtlich korrekt auf einem Sperrkonto hinterlegt sind, gilt: sobald ein Jahr seit dem Auszug verstrichen ist, muss die Bank das Geld der Mieterschaft auszahlen, auch wenn die Vermieterschaft nicht zustimmt.

Wie lange nach Auszug kann der Vermieter Mängel geltend machen?

Vermieter müssen Mängel oder Schäden an der Mietsache innerhalb von sechs Monaten nach der Wohnungsrückgabe geltend machen, da die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche gemäß § 548 Abs. 1 BGB so kurz ist. Diese Frist beginnt bereits mit der Rückgabe der Wohnung, nicht erst mit dem offiziellen Vertragsende. Um die Frist zu wahren, müssen Vermieter aktiv werden, etwa durch Klage oder Mahnbescheid, nicht nur den Schaden erwähnen.
 

Wie viele Zinsen gibt es auf eine Kaution?

Auf die Mietkaution gibt es derzeit meist sehr niedrige Zinsen (oft nur 0,2 % bis 0,8 %), da sie zu den Konditionen für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist angelegt werden muss und die Zinsen dem Mieter zustehen; Vermieter können aber auch spezielle, besser verzinste Kautionskonten nutzen, die bis zu 3,1 % bringen können. Die Höhe hängt vom Kreditgeber und dem aktuellen Zinsniveau ab, aber es gibt eine gesetzliche Pflicht zur Verzinsung, die dem Mieter zugutekommt.
 

Wie fordere ich die Mietkaution zurück?

Um Ihre Mietkaution zurückzufordern, müssen Sie zuerst sicherstellen, dass das Mietverhältnis beendet ist, die Wohnung übergeben wurde und keine offenen Forderungen bestehen; danach fordern Sie den Vermieter schriftlich (am besten per Einschreiben mit Rückschein) auf, die Kaution binnen einer Frist von etwa zwei Wochen zurückzuzahlen, da der Vermieter sie nur bis zu sechs Monate (oder bis zur Betriebskostenabrechnung, max. 12 Monate) einbehalten darf und ansonsten die Verjährungsfrist von drei Jahren beginnt. 

Ist es normal, die Kaution bar zu bezahlen?

Eine Barzahlung ist jedoch möglich. Wenn Mieterin:innen die Mietkaution in bar zahlen möchten, sollte sie auf eine Quittung bestehen. Damit weist die vermietende Person nach, dass sie die Mietkaution erhalten hat. Nur so kann der oder die Mieter:in sichergehen, dass die Zahlung der Kaution in bar seriös ist.

Wird eine Kaution zurückerstattet?

Ja, man bekommt die Kaution zurück, sofern keine berechtigten Forderungen des Vermieters bestehen (z. B. Mietrückstände, Schäden, Nachzahlungen). Es gibt keine gesetzliche Frist, aber Gerichte gestehen Vermietern meist bis zu sechs Monate zur Prüfung zu, oft aber auch bis zu einem Jahr, besonders wenn die Nebenkostenabrechnung aussteht, wobei nur der geschätzte Restbetrag einbehalten werden darf. 

Wer zahlt Anwaltskosten bei Kaution?

Kaution. Bei Streit über die Rückzahlung der Mietkaution trägt der Vermieter die Anwaltskosten des Mieters, wenn: er die Kaution ohne nachvollziehbaren Grund zurückhält.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Kaution zu umgehen?

Die günstige Alternative zur Mietkaution

Die Mietkautionsversicherung bietet dem Mieter eine Möglichkeit, die Zahlung der Kaution zu umgehen. Er muss sie dem Vermieter dann nicht in bar oder in Form eines Sparbuchs übergeben. Stattdessen bürgt die Versicherung für die Zahlungsfähigkeit des Mieters.

Wie lange hat der Vermieter Zeit, die Kaution zurückzuzahlen?

Vermieter haben in der Regel 3 bis 6 Monate Zeit, die Kaution nach Mietende zurückzuzahlen, da dies eine angemessene Prüfungsfrist für Schäden und Nebenkosten ist; bei noch ausstehender Betriebskostenabrechnung kann die Frist sich auf bis zu 12 Monate verlängern, wobei ein Teil einbehalten werden darf, aber sobald die Abrechnung da ist, muss der Rest ausgezahlt werden (zuzüglich Zinsen), falls keine Forderungen bestehen. Eine feste gesetzliche Frist gibt es nicht, aber Gerichte legen diese Zeitrahmen fest. 

Welche Schäden sind vom Vermieter zu akzeptieren?

Schäden, die durch das normale Bewohnen entstehen, müssen Vermieter akzeptieren. Dazu zählen Schäden durch Alter und Verschleiß, zum Beispiel leichte Kratzer in Böden und Verfärbungen in Fliesen. Schäden, die über reguläre Gebrauchsspuren hinausgehen, fallen nicht unter vertragsgemäße Nutzung.

Kann man Reinigungskosten von der Kaution abziehen?

Reinigungskosten: Wenn der Mieter die Wohnung in einem unsauberen Zustand hinterlässt, kann der Vermieter notwendige Reinigungskosten von der Kaution abziehen.

Welche Mängel muss der Vermieter bei Auszug akzeptieren?

Welche Mängel muss der Vermieter beim Auszug akzeptieren? Der Vermieter muss folgende Mängel grundsätzlich akzeptieren: Gebrauchsspuren: Kleinere Kratzer oder Wände, die nach Jahren nicht mehr strahlend weiß sind. Normale Abnutzung: Abgewohnte Böden oder verblasste Tapeten, sofern kein Austausch vereinbart wurde.

Was darf nicht von der Kaution abgezogen werden?

Was kann alles von der Kaution abgezogen werden? Erlaubt sind Abzüge für ausstehende Mietzahlungen, Kosten für notwendige Reparaturen oder Nachzahlungen aus der Nebenkostenabrechnung. Für alles andere – etwa Schönheitsreparaturen ohne wirksame Vereinbarung – darfst du nichts abziehen.

Kann der Vermieter die gesamte Kaution einbehalten?

Der Vermieter darf die Mietkaution nur dann einbehalten, wenn tatsächlich berechtigte Ansprüche bestehen. Dazu gehören insbesondere offene Mietzahlungen, mögliche Nachforderungen aus der Betriebskostenabrechnung oder Schäden, die über die normale Abnutzung hinausgehen.

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