Wann kann man nicht mehr abtreiben?
Gefragt von: Herr Dr. Mario Greiner | Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2026sternezahl: 4.9/5 (30 sternebewertungen)
In Deutschland darf man grundsätzlich bis zur 12. Schwangerschaftswoche (ca. 14. Woche seit letzter Periode) nach Beratung und durch einen Arzt straffrei abtreiben, es gibt aber Ausnahmen auch danach, insbesondere bei medizinischer Indikation (Gesundheits- oder Lebensgefahr für die Schwangere) oder kriminologischer Indikation (Vergewaltigung), die auch nach 12/22 Wochen eine Abtreibung ohne Strafbarkeit ermöglichen können, wobei die genauen Fristen und Bedingungen komplex sind. Die Fristenregelung sieht eine verpflichtende Beratung bei einer staatlich anerkannten Stelle vor, gefolgt von drei Tagen Bedenkzeit.
Wann darf man nicht mehr abtreiben?
In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) nach Empfängnis straffrei, wenn vorher eine anerkannte Konfliktberatung erfolgte; nach der 12. SSW bleibt der Abbruch nur bei medizinischer Indikation (Gesundheitsgefahr) oder kriminologischer Indikation (Sexualstraftat) straffrei, bis etwa zur 22. SSW (wenn das ungeborene Kind überlebensfähig wird) oder darüber hinaus, wenn eine Lebensfähigkeit definitiv nicht gegeben ist, wobei dann oft die >> Fetozid-Methode << angewandt wird.
Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?
Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.
Kann man im 4. Monat noch abtreiben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.
Wann ist es zu spät, um abzutreiben?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv
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Ist eine Abtreibung im 7. Monat möglich?
Nach der neuen Rechtslage ist ein Abbruch auch im 7. Bis 8. Monat möglich. Dadurch entsteht die Gefahr, daß auch ein ungewolltes, behindertes Kind eine Abtreibung überlebt.
Wie geht eine Spättabtreibung?
Ein Spätabbruch (nach der 12. SSW) wird meist bei medizinischer Indikation (schwere Kindesfehlbildung, mütterliche Belastung) nach Beratung und Untersuchung durchgeführt, wobei ab ca. der 20./22. Woche ein Fetozid (Herzstillstand) per Injektion erfolgt, um das Kind vor der Einleitung der Wehen zu töten, da es sonst lebensfähig wäre. Der Ablauf beinhaltet Beratung, Untersuchung, ggf. Fetozid und die Einleitung der Geburt, oft mit Sedierung, und erfordert eine enge psychologische Begleitung für die Eltern.
Bis wann ist die Spättabtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Wie lange darf man schwanger sein, um abtreiben zu können?
Es dürfen seit der Empfängnis (Befruchtung) nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein. Dies entspricht der 14. Schwangerschaftswoche, wenn vom ersten Tag der letzten Monatsblutung gerechnet wird.
Welche ist die späteste natürliche Schwangerschaft?
Statistisch gesehen ist eine Frau in Deutschland bei der Geburt ihres ersten Kindes 30,2 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor lag das Durchschnittsalter noch bei 29,0 Jahren. Der EU-Durchschnitt liegt derzeit bei 29,5 Jahren für die erste Geburt – wobei Frauen in Italien und Spanien am spätesten Mutter werden (31,6 Jahre) .
Wie lange abtreiben Trisomie 21?
Ein Schwangerschaftsabbruch wegen Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist in Deutschland bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) ohne besondere Begründung möglich (Fristenlösung) und danach bis zur 22. SSW als medizinische Indikation, wenn eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter besteht, was durch eine Diagnose der Behinderung des Kindes erfüllt sein kann, wobei bei späten Abbrüchen eine Tötung des Fötus vor der Geburtseinleitung nötig ist. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab und erfordert oft eine intensive Beratung.
Wie viel kostet eine Spättabtreibung?
Kosten nach der Beratungsregelung
Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.
Kann man in der 20. Schwangerschaftswoche abtreiben?
Ein derartig begründeter Schwangerschaftsabbruch kann grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft erfolgen. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen können in Deutschland Abbrüche ≥ 12 + 0 SSW p.c. bzw. ≥ 14 + 0 SSW p.m. nur aufgrund dieser Indikation erfolgen.
Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
Wann ist die späteste Abtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle.
Wann ist es zu spät abzutreiben?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Kann man in der 12. SSW abtreiben?
Auch nach der 12. Schwangerschaftswoche ist ein Abbruch aus medizinischen Gründen möglich. Dies ist aber nicht Thema dieser Entscheidungshilfe. Einige Ärztinnen und Ärzte schaben bei einem operativen Abbruch die Gebärmutter mit einem stumpfen Löffel aus.
Kann man im 2. Monat abtreiben?
Ja, ein Abbruch im 2. Monat (ca. 8 Wochen nach letzter Periode) ist in Deutschland möglich und unter bestimmten Bedingungen straffrei, nämlich wenn seit der Empfängnis nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind, eine verpflichtende Beratung erfolgt ist und der Abbruch ärztlich durchgeführt wird. Der medikamentöse Abbruch ist oft bis zur 9. Woche möglich, während chirurgische Methoden bis zur 12. Woche nach Empfängnis angewendet werden können.
Kann man im 9. Monat abtreiben?
Obwohl man weiß, dass Ungeborene schon früh außerhalb des Mutterleibs eine Überlebenschance haben können, und annimmt, dass sie noch früher Schmerzen empfinden können, ist in Deutschland schon heute erlaubt, auch späte Abtreibungen vorzunehmen.
Wann ist es zu spät für das erste Kind?
Frauen, die mit 35 Jahren oder älter ihr erstes Baby erwarten, werden in Deutschland automatisch als Risikoschwangere eingestuft.
Ist ein Schwangerschaftsabbruch in der 11. SSW möglich?
Ein Schwangerschaftsabbruch in der 11. SSW (11. Schwangerschaftswoche) ist in Deutschland innerhalb der Fristenregelung (§218a StGB) möglich, da diese Abbruchmethoden bis zur 12. Schwangerschaftswoche nach Empfängnis (etwa 14. SSW nach letzter Periode) zulässt, wobei medikamentöse Abbrüche oft bis zur 9. SSW vorgesehen sind und spätere Abbrüche (auch chirurgisch) unter bestimmten Fristen oder Indikationen erfolgen. Es gibt zwei Hauptmethoden: den medikamentösen Abbruch (bis ca. 9. SSW) mit Mifepriston und Prostaglandin, und den chirurgischen Abbruch (Absaugung), der auch später durchgeführt werden kann, oft unter örtlicher Betäubung. Eine medizinische Indikation (Gesundheitsgefährdung) erlaubt den Abbruch auch nach der 12. Woche.
Wie läuft eine späte Abtreibung ab?
Ein Spätabbruch (nach der 12. SSW) wird meist bei medizinischer Indikation (schwere Kindesfehlbildung, mütterliche Belastung) nach Beratung und Untersuchung durchgeführt, wobei ab ca. der 20./22. Woche ein Fetozid (Herzstillstand) per Injektion erfolgt, um das Kind vor der Einleitung der Wehen zu töten, da es sonst lebensfähig wäre. Der Ablauf beinhaltet Beratung, Untersuchung, ggf. Fetozid und die Einleitung der Geburt, oft mit Sedierung, und erfordert eine enge psychologische Begleitung für die Eltern.
Was gibt es für Alternativen zur Abtreibung?
Wir haben Informationen über Pflegefamilien für Dich gesammelt!
- Adoption.
- Anonyme Geburt.
- Babyklappe/Babynest.
- Abtreibung.
Bis wann ist eine Abtreibung bei Behinderung möglich?
In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch nach der 12. Schwangerschaftswoche (ca. 14. SSW) nur bei einer medizinischen Indikation straffrei möglich, was auch bei einer festgestellten Behinderung des Kindes der Fall sein kann, wenn dadurch eine schwere Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter besteht, die nicht anderweitig abwendbar ist, wobei oft erst die Pränataldiagnostik (nach der 12. Woche) diese Gefahr aufzeigt. Es gibt keine starre Frist wie in anderen Ländern, sondern die Entscheidung hängt von der ärztlichen Einschätzung ab, ob die Schwangerschaft eine schwerwiegende Gefahr für die Mutter darstellt, die durch die Behinderung des Kindes verursacht wird.
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