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Wann ist Blut schwarz?

Gefragt von: Rafael Witte  |  Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2026
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Blut wird schwarz, wenn es stark oxidiert ist, wie oft am Anfang oder Ende der Periode, oder wenn es durch den Verdauungstrakt fließt und mit Säure und Bakterien reagiert (Teerstuhl/Meläna), was auf eine Blutung im oberen Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen) hindeutet. Auch eine nekrotische Wunde mit abgestorbenem Gewebe kann schwarz erscheinen, und in sehr seltenen Fällen kann extrem sauerstoffarmes Blut, wie nach starker Anämie, sehr dunkel sein.

Wieso ist Blut manchmal schwarz?

Ein wichtiger Grund dafür ist die Oxidation: Je länger das (eisenhaltige) Blut mit Sauerstoff in Kontakt ist, desto dunkler wird es. Frisches Blut ist meist hell- bis mittelrot, älteres Blut wirkt bräunlich oder fast schwarz.

Ist schwarzes Blut gefährlich?

Ja, schwarzes Blut kann gefährlich sein und sollte immer medizinisch abgeklärt werden, besonders wenn es im Stuhl (als glänzender Teerstuhl) oder beim Erbrechen auftritt, da dies auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt (Magen, Zwölffingerdarm) hinweisen kann, was ein medizinischer Notfall sein kann. Auch bei Hautverfärbungen kann schwarzes Gewebe auf Durchblutungsstörungen hindeuten, die sofortige Behandlung erfordern. Nur bei Zahnverfärbungen (Black Stains) ist es meist harmlos. 

Wann schwarzes Blut?

Braunes oder schwarzes Blut: Zeigt älteres Blut an, das im Laufe der Zeit oxidiert ist, bevor es den Körper verlässt. Dies kommt häufig zu Beginn oder Ende eines Zyklus vor. Hellrotes Blut: Zeigt eine starke Blutung an und tritt typisch während der stärkeren Phasen der Menstruation auf.

Was bedeutet schwarzes Blut bei einer Wunde?

Was ist eine nekrotische Wunde? Eine nekrotische Wunde ist eine Verletzung, bei der Teile des Gewebes innerhalb der Wunde abgestorben sind. Dieses abgestorbene Gewebe, auch Nekrose genannt, erscheint häufig schwarz oder dunkelbraun und kann fest oder weich sein.

Schwarzes Blut

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Ist es normal, schwarzes Blut zu bluten?

Schwarzes oder bräunlich-schwarzes Blut ist in der Regel kein Grund zur Sorge, besonders bei geringen Mengen . Sollten Sie jedoch während Ihrer Periode starke schwarze Blutungen haben oder diese länger als üblich andauern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Was ist, wenn eine Wunde schwarz wird?

Das abgestorbene Gewebe verfärbt sich meist dunkel bis schwarz. Dieses muss chirurgisch entfernt werden. Eine Nekrose kann nahezu jedes Gewebe im Körper betreffen: Muskeln, Organe oder auch Knochen.

Was bedeutet schwarze Blutung?

Schwarze Blutungen sind meist harmlos und deuten auf älteres Blut hin, das aufgrund von Sauerstoffmangel oder langsamerem Abfluss dunkler wird (häufig am Ende der Periode oder bei Schmierblutungen). Mögliche Ursachen sind langsame Menstruation, hormonelle Schwankungen (z.B. in der Perimenopause) oder Reste der Gebärmutterschleimhaut. Wenn schwarze Blutungen jedoch mit starken Schmerzen, ungewöhnlichem Geruch, anhaltender Schwere oder außerhalb des Zyklus auftreten, sollte ein Arzt (Gynäkologe oder Gastroenterologe) aufgesucht werden, da es auch auf ernstere Probleme wie Magen-Darm-Blutungen (Teerstuhl) hinweisen kann.
 

Ist dunkles Blut sauerstoffarm?

Ja, dunkles Blut ist sauerstoffarm, weil der rote Blutfarbstoff Hämoglobin den Sauerstoff abgegeben hat, während hellrotes Blut sauerstoffreich ist; dies gilt insbesondere für das Blut in den Venen, das zum Herzen zurückfließt, im Gegensatz zu den Arterien, die sauerstoffreiches Blut transportieren. Die dunkle Farbe entsteht, wenn Eisen im Hämoglobin Sauerstoff abgibt, wodurch sich die Lichtabsorption ändert. 

Welche Blutfarben gibt es?

Blutfarben variieren je nach Sauerstoffgehalt und Alter des Blutes; menschliches Blut ist durch eisenhaltiges Hämoglobin rot, aber Menstruationsblut kann von hellrot (frisch) über dunkelrot/braun (alt, oxidiert) bis fast schwarz reichen, während gräulich oder orange auf Infektionen/Schmierblutungen hindeuten kann; im Tierreich gibt es sogar blaues oder grünes Blut durch andere Farbstoffe (Hämocyanin/Chlorocruorin). 

Welche Farbe hat Blut ohne Sauerstoff?

Blut ohne Sauerstoff ist dunkelrot bis fast bräunlich, nicht blau, da das Hämoglobin mit seinem Eisenanteil bei Sauerstoffmangel eine dunklere Farbe annimmt (ähnlich wie rostendes Eisen), während das hellere, knallrote Blut den hohen Sauerstoffgehalt in Arterien widerspiegelt. Die Verwirrung über "blaues Blut" kommt daher, dass die Adern durch die Haut bläulich erscheinen und der Begriff historisch für Adlige verwendet wurde, obwohl menschliches Blut immer rot ist, auch wenn es dunkelrot aus Venen fließt.
 

Kann man innere Blutungen spüren?

Ja, innere Blutungen können sich durch Schmerzen (oft krampfartig oder dumpf), Druckempfindlichkeit im Bauch, Schwindel, Blässe, Übelkeit, Erbrechen (möglicherweise mit Blut), Blut im Stuhl (schwarz oder hellrot) oder Schwächegefühl bemerkbar machen, aber sie können auch lange unbemerkt bleiben, bis der Blutverlust zu Kreislaufproblemen (Schock) führt. Symptome variieren je nach Ort und Ausmaß der Blutung.
 

Ist schwarzes Blut ein Anzeichen für eine Fehlgeburt?

Manchmal ist eine bräunliche Schmierblutung ein Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt. Während frisches Blut eher hellrot aussieht, ist älteres Blut meist dunkler. Möglicherweise sind auch Blutklumpen oder Gewebeteile im Blut enthalten. Wie stark die Blutung bei einer Fehlgeburt ist, variiert.

Ist dunkles Blut gut oder schlecht?

Dunkles Blut ist oft normal, da es meist sauerstoffarmes Blut aus den Venen oder alte Schleimhautreste (besonders bei der Periode) anzeigt – es ist nicht per se „gut“, aber meist unbedenklich, solange es nicht dauerhaft ist und keine anderen Symptome wie starke Schmerzen, Fieber oder üblen Geruch auftreten. Hellrotes Blut ist sauerstoffreich und Arterienblut, während dunkleres Blut aus den Venen zurück zum Herzen fließt. Bei anhaltend stark dunklem oder schwarzem Blut, besonders im Stuhl (Teerstuhl), sollte jedoch immer ein Arzt aufgesucht werden, da dies auf eine Blutung im oberen Verdauungstrakt hindeuten kann. 

Was sagt die Farbe des Blutes aus?

Die Farbe des Blutes gibt Aufschluss über seinen Sauerstoffgehalt und das Alter des Blutes: Hellrot bedeutet viel Sauerstoff (Arterien), dunkelrot bedeutet wenig Sauerstoff (Venen), während braun oder fast schwarz auf älteres, oxidiertes Blut hindeutet, oft am Anfang oder Ende der Periode. Ungewöhnliche Farben wie grünlich oder gräulich können Infektionen anzeigen und sollten ärztlich abgeklärt werden. 

Wird Blut schwarz, wenn es trocknet?

Die Farbe variiert je nach Sauerstoffgehalt. Bei ausreichender Sauerstoffsättigung ist sie hellrot; bei Trocknung oxidiert das im Häm enthaltene Eisen und das Blut wird rostbraun.

Wie macht sich zu wenig Sauerstoff im Blut bemerkbar?

Symptome für zu wenig Sauerstoff im Blut (Hypoxämie) sind Atemnot, Kurzatmigkeit, schneller Herzschlag, Schwindel, Verwirrung, Angst und Unruhe. Auch eine bläuliche Verfärbung der Haut, Lippen und Fingernägel (Zyanose) sowie Müdigkeit, Schwäche und Konzentrationsprobleme sind häufige Anzeichen. Bei schweren Fällen drohen Bewusstlosigkeit, Organschäden bis hin zum Koma. Bei Verdacht sofort einen Arzt rufen, da dies lebensbedrohlich sein kann.
 

Wie fühlt es sich an, wenn das Herz zu wenig Sauerstoff bekommt?

Wenn das Herz zu wenig Sauerstoff bekommt (Herzinsuffizienz oder KHK), äußert sich das oft durch Atemnot, starke Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit, Schwindel und Wassereinlagerungen; bei einer akuten Unterversorgung können brustschmerzhafte Enge (Angina Pectoris) auftreten, die auch in Arme, Rücken oder Kiefer ausstrahlen und auf einen Herzinfarkt hinweisen können – sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!
 

Was ist blaues Blut?

"Blaues Blut" ist eine Redewendung für Menschen adliger Herkunft, die ursprünglich aus Spanien stammt, weil die blasse Haut der Adligen ihre bläulich schimmernden Venen durchscheinen ließ. In der Natur haben einige Tiere wie Tintenfische, Schnecken und bestimmte Krebse tatsächlich blaues Blut, da ihr Sauerstoffträger Hämocyanin auf Kupferbasis grünlich-blau färbt, im Gegensatz zum menschlichen, eisenbasierten Hämoglobin, das rot ist.
 

Warum ist mein Blut fast schwarz?

Sehr dunkles Blut, oft braun oder fast schwarz, bedeutet meist, dass das Blut älter ist und mehr Zeit hatte zu oxidieren, was normal ist, besonders am Anfang oder Ende der Periode, oder wenn die Blutung langsamer fließt (z. B. bei hohem Östrogenspiegel oder am Ende des Zyklus), aber anhaltend sehr dunkle, zähe Blutungen mit Schmerzen können auch auf Probleme wie Endometriose oder Myome hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden. 

Was bedeutet dunkles Blut bei Blutabnahme?

Dunkles Blut bei einer Blutabnahme ist völlig normal, da es sich meist um sauerstoffarmes Blut aus einer Vene handelt, das dunkelrot erscheint, im Gegensatz zu hellrotem, sauerstoffreichem Blut aus Arterien. Es zeigt, dass das Blut seine Aufgabe erfüllt hat, Sauerstoff zu den Zellen zu transportieren, und nun zum Herzen zurückfließt; es bedeutet nicht, dass das Blut "schlecht" oder ungesund ist, sondern ist ein Zeichen für eine gesunde Durchblutung.
 

Was bedeutet dunkle Blutungen?

Menstruationsblut mit dunkler Farbe kann bedeuten, dass du einen hohen Östrogenspiegel hast. Dunkle Klumpen in der Periode sind meist natürliche Reste der Gebärmutterschleimhaut. Es kann auch sein, dass Menstruationsblut vom letzten Zyklus nicht ausgeschieden wurde und sich dann als dunkleres Blut bemerkbar macht.

Wie sieht eine Wunde bei einer Sepsis aus?

Eine Wunde mit Blutvergiftung (Sepsis) sieht nicht immer eindeutig aus; oft sind es allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, schneller Puls, Verwirrung, starke Schwäche und Schüttelfrost, die zusammen mit einer lokalen Infektion auftreten: Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und Eiter aus der Wunde, begleitet von einem langsamen Heilungsverlauf und manchmal einem roten Streifen (Lymphangitis), der auf eine Entzündung der Lymphbahnen hindeutet – ein wichtigstes Warnsignal, das sofortige ärztliche Hilfe erfordert, da Sepsis ein lebensbedrohlicher Notfall ist. 

Wie gefährlich ist eine Nekrose?

Nekrosen sind in der Regel gut heilbar. Je früher eine Nekrose diagnostiziert und behandelt wird, desto besser ist die Prognose. Unbehandelt kann der Gewebetod allerdings zu Komplikationen führen und gefährliche Organschäden auslösen. In sehr seltenen Fällen kommt es außerdem zum Absterben gesamter Gliedmaßen.

Wie riecht Nekrose?

Nekrose (abgestorbenes Gewebe) verursacht oft einen stark fauligen, eitrigen Gestank, der durch Bakterien verursacht wird, die im abgestorbenen Gewebe Stoffwechselprodukte freisetzen. Dieser Geruch ist ein wichtiges Symptom, besonders bei feuchten Nekrosen, und deutet auf eine schwere Infektion hin, die dringend medizinische Behandlung erfordert, um die Ursache zu beseitigen und Komplikationen wie Sepsis zu verhindern. 

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