Wann braucht man keinen FI?
Gefragt von: Carina Hartwig-Haas | Letzte Aktualisierung: 9. Januar 2026sternezahl: 4.6/5 (11 sternebewertungen)
Man braucht keinen FI-Schutzschalter in sehr alten Installationen (Bestandsschutz), solange sie noch den damaligen Normen entsprechen, aber bei jeder größeren Modernisierung oder Erweiterung (z. B. neuer Stromkreis, Badsanierung) werden FI-Schalter vorgeschrieben; für Neubauten sind sie für Steckdosen und Feuchträume obligatorisch, obwohl Fachleute dringend zur Nachrüstung in allen Altbauten raten, da die Sicherheit höher ist. Es gibt wenige Ausnahmen, wie z.B. spezielle Verteilungsstromkreise, aber der allgemeine Trend geht zu umfassendem FI-Schutz.
Wann brauche ich keinen FI?
Die Pflicht zur Nachrüstung eines FI-Schalters hängt nicht direkt vom Balkonkraftwerk ab – sondern von der Art der Steckdose und dem Zustand Deiner Hausinstallation. Es gilt: Moderne Haushalte mit FI-Schutzschalter im Sicherungskasten: keine zusätzliche Pflicht.
Wann darf auf einem RCD verzichtet werden?
Nach der aktuellen DIN VDE 0100-410:2007 kann man auf eine RCD verzichten, wenn eine Elektrofachkraft die Anlage ständig überwacht und durch messtechnische Maßnahmen sichergestellt ist, dass dadurch Schäden rechtzeitig er- kannt und behoben werden.
Wann muss ein FI nachgerüstet werden?
Es gibt keine pauschale Pflicht, einen FI-Schalter nachzurüsten – selbst im Altbau. Doch sobald eine Gefährdung besteht oder die Elektroanlage gewerblich genutzt wird, kann sich aus der Gefährdungsbeurteilung sehr wohl eine “Nachrüstpflicht” ergeben. In jedem Fall gilt: Sicherheit hat Vorrang vor “Bestandsschutz”.
Wann wird ein FI-Schalter benötigt?
Der FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) kommt raus (löst aus), wenn ein Fehlerstrom fließt, also Strom ungewollt abfließt – etwa durch Berührung eines spannungsführenden Teils (Mensch), einen Isolationsfehler, Feuchtigkeit oder einen Gerätedefekt – und schaltet dann den Stromkreis ab, um Personen vor Stromschlägen und Bränden zu schützen. Er reagiert, wenn die Summe der Hin- und Rückströme nicht übereinstimmt, was auf einen Stromweg über die Erde oder einen anderen Pfad hindeutet.
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Wann benötigt man einen FI-Schalter?
Die ÖVE/ÖNORM E 8001 schreibt vor, dass fast alle Wohngebäude einen FI-Schutzschalter haben müssen. Besonders Steckdosenstromkreise mit 30 mA Empfindlichkeit sind Standard. Bei Sanierungen müssen fehlende FI-Schalter oft nachgerüstet werden, und in Neubauten sind sie überall Pflicht.
Wo ist ein FI-Schalter Pflicht?
In Deutschland ist der FI-Schutzschalter seit 1984 in Neubauten und seit 2007 bei neuen Steckdosenstromkreisen Pflicht. Eine Nachrüstpflicht besteht nicht generell, jedoch wird empfohlen, FI-Schutzschalter zur eigenen Sicherheit nachzurüsten, insbesondere in Altbauten.
Wann kam die FI-Pflicht?
In Deutschland besteht seit 1984 gemäß der DIN VDE 0100-701 die FI-Schalter Pflicht in Feuchträumen für Neubauten. Seit 2007 ist zudem die Installation eines FI-Schutzschalters erforderlich, wenn ein neuer Stromkreis für Steckdosen verlegt wird – beispielsweise bei der Neuinstallation oder Verlegung einer Steckdose.
Was kostet der nachträgliche Einbau eines FI-Schalters?
Die Kosten für die Nachrüstung eines FI-Schalters variieren stark: Ein einzelner FI-Schalter kostet oft 80 bis 200 € inklusive Einbau, aber bei einer kompletten Modernisierung des Sicherungskastens in einem Altbau können die Kosten leicht 300 bis über 2.000 € betragen, abhängig von der Anzahl der Stromkreise und dem Zustand der Elektrik, da oft auch neue Leitungen oder eine umfassende Prüfung nötig sind.
Sind alte Stromleitungen noch zulässig?
Alte elektrische Anlagen stehen unter Bestandschutz, dürfen also weiter betrieben werden, sofern sie zumindest zum Zeitpunkt der Installation den damals geltenden Normen entsprach.
Ist ein RCD bei Festanschluss Pflicht?
Bisher galt bei Festanschluss keine RCD-Pflicht. Außerdem sind jetzt auch Steckdosen im Innenbereich mit einem Bemessungsstrom ≤32A (bisher 20A), die für die Benutzung durch elektrotechnische Laien bestimmt sind mit einem RCD ≤30mA zu schützen.
Was kann ohne FI-Schalter passieren?
Wenn kein FI-Schalter vorhanden ist, besteht die Gefahr lebensbedrohlicher Stromunfälle, wie Stromschläge oder elektrische Verbrennungen, da der Schutz vor Fehlerströmen fehlt.
Warum nur noch 6 Sicherungen pro FI?
Hinter einem 4-poligen FI-Schutzschalter dürfen nach aktueller Norm (DIN 18015) maximal 6 Leitungsschutzschalter (LS) installiert werden, um unerwünschte Auslösungen durch kapazitive Ableitströme zu vermeiden und die Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten. Jeder Stromkreis hat eigene Ableitströme, die sich addieren; ein 30mA-FI kann nur eine begrenzte Summe dieser Ströme sicher führen, sodass die 6 LS als Faustregel für eine sichere Auslegung gelten.
Wann muss ein FI auslösen?
Ein FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) muss auslösen, wenn ein Fehlerstrom fließt – also wenn Strom unkontrolliert über einen unerwünschten Weg (z.B. durch einen Menschen oder die Erde) abfließt und eine Differenz zwischen dem hin- und zurückfließenden Strom entsteht. Bei einem Standard-FI geschieht dies bei einem Fehlerstrom von 30mA innerhalb von maximal 300 Millisekunden, um Personen vor schweren Stromschlägen zu schützen, bevor lebensbedrohliche Zustände (z.B. Herzstillstand) eintreten können.
Kann ich einen FI-Schalter bei klassischer Nullung einbauen?
Einen FI-Schalter bei klassischer Nullung (TN-C-System) direkt in der Hauptverteilung einzubauen ist verboten und gefährlich, da der PEN-Leiter (der Schutzleiter PE und der Neutralleiter N vereint) geschaltet würde, was die Schutzfunktion aufhebt und zu gefährlichen Spannungen führen kann, wenn der PEN-Leiter unterbrochen wird. Die Lösung besteht darin, den Stromkreis vor dem FI auf TN-S (getrennte Leiter) umzustellen (PEN aufteilen) oder einen FI-Schutzschalter in Form eines FI-Steckers oder einer FI-Steckdose für einzelne Geräte zu verwenden, die eine lokale Umstellung ermöglichen.
Ist ein FI in der Küche Pflicht?
Bei Neubauten ist seit 2007 ein FI-Schutzschalter in Wohngebäuden Pflicht. In Feuchträumen wie Badezimmern oder Waschküchen gilt die Einbaupflicht bereits seit 1984. Auch beim Umbau bestehender Stromanlagen oder beim Erweitern um neue Steckdosen oder Leitungen muss ein FI-Schalter nachgerüstet werden.
Wie viele FI im Einfamilienhaus?
Somit benötigt man bei einer kleinen Wohnung mit bis zu 12 Sicherungen 2 FI´s und bis 18 Sicherungen 3 FI´s usw. Zum einen gibt es die Anforderung, dass mindestens 2 Schutzarten pro Wohneinheit eingesetzt werden müssen, damit im Fall eines Fehlers nicht die gesamte Wohnung oder Haus vom Stromnetz genommen wird.
Ist es Pflicht, einen FI-Schalter im Altbau nachzurüsten?
Das Nachrüsten eines FI-Schalters (Fehlerstrom-Schutzschalter) im Altbau ist dringend empfohlen, auch wenn oft keine pauschale Nachrüstpflicht besteht; es erhöht die Sicherheit erheblich gegen Stromschläge und Brände, ist relativ kostengünstig (ca. 80-200€ pro Stück) und wird von Fachleuten durchgeführt, wobei je nach vorhandener Elektroinstallation verschiedene Varianten (z.B. FI-Schalter im Sicherungskasten, Fehlerstrom-Schutzschalter-Steckdosen) möglich sind. Eine fachgerechte Installation ist entscheidend, da bei älteren Anlagen der Schutzleiter (PE) und Neutralleiter (N) oft getrennt werden müssen.
Warum löst der FI bei Gewitter aus?
FI-Schalter können bei Gewitter deshalb rausfliegen, weil Blitzschläge zu Spannungsspitzen oder kurzzeitigen Überspannungen im Netz führen können. Dadurch entstehen nur sehr kurz andauernde Ableitströme. Der Fehlerstromschutzschalter bemerkt die Veränderung und löst aus.
Ist es möglich, einen FI-Schalter nachträglich einzubauen?
Kann man einen FI-Schalter nachträglich einbauen und anschließen? In den meisten Fällen ist es möglich, einen FI-Schalter nachträglich in eine bestehende elektrische Installation einzubauen.
Wann muss ein FI-Schalter nachgerüstet werden?
Für Neubauten ist der FI-Schalter in Räumen, in denen sich Badewannen oder Duschen befinden, Pflicht. Da Altbauten einen sogenannten Bestandsschutz haben, muss er dort nicht nachgerüstet werden.
Kann eine Wohnung ohne FI-Schalter vermietet werden?
In Bezug auf Mietwohnungen im Altbau besteht keine Verpflichtung für Vermieter zur Nachrüstung von FI-Schutzschaltern.
Wann wird ein FI benötigt?
Erst seit 1984 sind in Deutschland FI-Schalter in Feuchträumen für Neubauten Pflicht. Seit 2007 muss ein FI-Schalter auch immer installiert werden, wenn ein neuer Steckdosenstromkreis eingebaut wird: Zum Beispiel, wenn eine zusätzliche Steckdose eingebaut wird.
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