Soll Kinder selbst entscheiden was sie mit ihrem Taschengeld machen?
Gefragt von: Ramazan Steffen | Letzte Aktualisierung: 4. Juni 2026sternezahl: 4.7/5 (54 sternebewertungen)
Ja, Kinder sollten grundsätzlich selbst entscheiden dürfen, was sie mit ihrem Taschengeld machen, um den Umgang mit Geld zu lernen und Eigenverantwortung zu entwickeln, auch wenn es manchmal zu Fehlkäufen führt, die eine wichtige Lektion darstellen. Eltern sollten dabei beratend zur Seite stehen, Taschengeld nicht als Erziehungsmaßnahme nutzen, sondern es als grundlegendes Budget für Selbstbestimmung betrachten, wobei bei ungesunden oder gefährlichen Käufen ein Eingreifen möglich ist.
Sollten die Kinder selbst entscheiden, was sie mit ihrem Taschengeld machen?
Ob Sie Ihrem Kind Taschengeld geben und wie hoch dieses Taschengeld ist, ist allein Ihre Entscheidung, denn es gibt dazu keine gesetzlichen Regelungen. Taschengeld ist aber wichtig, damit Ihr Kind lernt, mit Geld umzugehen. Sie können selbst entscheiden, was Sie sich leisten können.
Ist Taschengeld ein Kinderrecht?
Nein, Kinder haben kein gesetzliches Recht auf Taschengeld; es gibt keine Pflicht für Eltern, es zu zahlen, aber es ist eine wichtige Erziehungshilfe, um den Umgang mit Geld zu lernen, wobei das Familienportal und Jugendämter Empfehlungen zur Höhe und Frequenz geben. Eltern entscheiden frei, ob und wie viel sie geben, aber Taschengeld ist entscheidend für die eigenverantwortliche Entwicklung und das Verständnis von Budgetierung, Sparen und Wünschen.
Was darf ein Kind mit seinem Taschengeld machen?
Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren sind bis zur Volljährigkeit nur beschränkt geschäftsfähig. Sie dürfen ihr Taschengeld oder Geldgeschenke nach dem Taschengeldparagraphen selbstständig ausgeben. Dies gilt aber nicht für Dinge, deren Kauf die Eltern ausdrücklich verboten haben.
Ab welchem Alter sollte man aufhören, Taschengeld zu geben?
Wie beim Einstiegsalter gibt es auch beim Taschengeld für Kinder kein festgelegtes Alter – es hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Verdienstpotenzial des Kindes und der finanziellen Situation der Eltern.
SOLLTEN KINDER SELBST ENTSCHEIDEN, WAS SIE MIT IHREM TASCHENGELD MACHEN|B1Thema|Vortrag/Präsentation
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Was sind unerlaubte Taschengeld-Einkäufe?
Der Gesetzgeber schreibt keinen Maximalbetrag im Paragraf 110 BGB vor, den Kinder und Jugendliche ausgeben dürfen. Haben Kinder sich eine größere Menge an Taschengeld angespart, dürfen sie sich demnach auch hochpreisige Waren kaufen. Es sei denn, die Eltern haben den Kauf dieser Waren verboten.
Was sind die Nachteile von Taschengeld?
Taschengeld kann Kindern schlechte Angewohnheiten im Umgang mit Geld beibringen oder sie zu schlechten Entscheidungen verleiten . Wenn man ihnen einfach so Taschengeld gibt, lernen sie, etwas umsonst zu erwarten. Und sie könnten lernen, sich auf einen zu verlassen, anstatt selbstständig zu sein.
Sind Eltern zu Taschengeld verpflichtet?
Nein, Eltern müssen gesetzlich kein Taschengeld zahlen, da es keine Pflicht gibt; es ist aber pädagogisch sehr sinnvoll, um Kindern den Umgang mit Geld zu lehren, wobei Höhe und Auszahlungsrhythmus (wöchentlich/monatlich) an Alter und Bedarf angepasst werden sollten, um Eigenverantwortung zu fördern.
Was besagt die 70%-Geldregel?
Die 70-20-10-Regel ist ein einfaches Budgetierungsmodell . Dieses Modell teilt Ihr Einkommen in drei Bereiche auf: 70 % für notwendige Ausgaben, 20 % für Ersparnisse und Investitionen einschließlich wichtiger Sicherheitsmaßnahmen wie Lebensversicherungen und 10 % für Schuldentilgung oder die Verfolgung finanzieller Ziele.
Was tun mit dem Taschengeld?
Sie könnten das Taschengeld Ihres Kindes in verschiedene Gläser, Bankkonten oder Unterkonten für unterschiedliche Zwecke aufteilen . Beispielsweise könnten Sie ein Glas oder Konto für kleine Wünsche Ihres Kindes einrichten, eines zum Sparen für größere Anschaffungen und eines für Geschenke oder Spenden.
Sollten Kinder ihr Taschengeld selbst verdienen?
Braucht oder will das Kind wesentlich mehr, als die Eltern geben können, ohne sich selbst dadurch einzuschränken, spricht absolut nichts dagegen, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihr Taschengeld selber zu verdienen.
Was empfiehlt das Jugendamt an Taschengeld?
Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) empfiehlt Kindern unter 6 Jahren ein Taschengeld von nicht mehr als 2 Euro in der Woche zu geben. Für Kinder zwischen 6 bis 10 Jahren werden 2 bis 4 Euro in der Woche empfohlen. Ab einem Alter von 10 Jahren sollen Eltern ihren Kindern das Taschengeld monatlich auszahlen.
Sind Sie der Meinung, dass Kinder Taschengeld bekommen sollten?
Taschengeld hilft Kindern, die Grundlagen des Budgetierens zu erlernen . Mit einem regelmäßigen Geldbetrag zur Verfügung entdecken sie den Wert des Geldes und lernen, Prioritäten bei ihren Ausgaben zu setzen. Dies fördert ihre finanzielle Verantwortung von klein auf.
Wie viel Geld sollte man den Eltern abgeben?
Oft empfehlen Fachpersonen 10 bis 20 Prozent des Lohns. Wie viel Kostgeld Sie verlangen, ist etwa abhängig von: Der Höhe des Einkommen des Kindes. Kosten, die das Kind bereits selbst zahlt.
Sollten Eltern ihrem Kind jeden Wunsch erfüllen?
Es ist verständlich, dass Eltern ihren Kindern das Beste geben wollen, aber ihnen jeden Wunsch zu erfüllen und ihre materiellen Bedürfnisse bedingungslos zu befriedigen, ist möglicherweise nicht hilfreich bei der Entwicklung ihrer Werte.
Wie viel Geld müssen Eltern ihren Kindern geben?
Eltern müssen ihren Kindern Unterhalt zahlen, bis diese eine erste Ausbildung abgeschlossen haben; die Höhe hängt vom Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern ab, wobei die Düsseldorfer Tabelle als Richtlinie dient und für Minderjährige gestaffelte Mindestbeträge (z.B. 2025: 482 € für 0-5 J., 554 € für 6-11 J., 649 € für 12-17 J.) festlegt. Für volljährige Kinder, die noch zuhause leben, wird der Bedarf der Eltern nach der Tabelle berechnet, während für auswärts wohnende Studierende oft ein Pauschalbedarf von rund 990 € (Stand 2025) gilt, wovon Kindergeld und eigenes Einkommen abgezogen werden. Zusätzlich zum Unterhalt wird ab 2026 ein Kindergeld von 259 € pro Monat gezahlt.
Was besagt die 50-30-20-Regel für die Familie?
Was besagt die 50/30/20-Regel? Laut dieser Regel teilt man sein Nettoeinkommen in drei Kategorien ein: 50 % für den Lebensunterhalt, 30 % für Wünsche und 20 % zum Sparen . So legt man für jede Kategorie einen festen Betrag zurück.
Wie viel Taschengeld mit welchem Alter?
Das Taschengeld sollte altersgerecht steigen, beginnend bei ca. 2-3 € pro Woche für 6-7-Jährige, über 15-25 € monatlich für 10-11-Jährige bis hin zu 40-60 € für 16-17-Jährige, basierend auf aktuellen Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI), um Kindern das eigenständige Geldmanagement zu lehren. Die Beträge werden regelmäßig an die Inflation angepasst und sind als Orientierung gedacht, wobei die Höhe auch von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängt.
Ist es Pflicht, den Kindern Taschengeld zu geben?
Nein, Eltern müssen gesetzlich kein Taschengeld zahlen, da es keine Pflicht gibt; es ist aber pädagogisch sehr sinnvoll, um Kindern den Umgang mit Geld zu lehren, wobei Höhe und Auszahlungsrhythmus (wöchentlich/monatlich) an Alter und Bedarf angepasst werden sollten, um Eigenverantwortung zu fördern.
Warum sollte man kein Taschengeld geben?
Kinder können sich unbeabsichtigt die schlechte Angewohnheit aneignen, mehr Geld auszugeben, als sie verdienen. Sie gewöhnen sich womöglich daran, immer mehr auszugeben, je älter sie werden, weil sie nie erfahren haben, wie schwer es ist, Geld zu verdienen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Geldgeschenke kein guter Weg sind, Kindern Zuneigung zu zeigen .
Welche Nachteile hat es, zu viel Geld zu haben?
Neben dem Inflationsrisiko (dem zu viel Bargeld auf dem Konto unterliegt), birgt ungenutztes Geld auch Opportunitätskosten. Wer Geld, das er investieren könnte, bar hält, verpasst langfristiges Wachstumspotenzial.
Was sollten Kinder vom Taschengeld selbst bezahlen?
Kinder sollten vom Taschengeld freiwillige Extras bezahlen, wie Süßigkeiten, Spielzeug, Zeitschriften oder Kinobesuche, während Eltern notwendige Dinge wie Schulsachen, Kleidung, Hygieneartikel und Fahrkarten übernehmen sollten; mit zunehmendem Alter können größere Budgets (Budgetgeld) für Kleidung, Handy oder Hobbys eingeführt werden, um mehr Verantwortung zu lehnen.
Wie viel Geld darf man mit 12 Jahren ausgeben?
Ein 12-Jähriger darf sein Taschengeld nach dem Taschengeldparagraphen (§ 110 BGB) frei ausgeben, solange es sich um Gegenstände handelt, die üblicherweise von Kindern gekauft werden – Empfehlungen liegen oft zwischen 20 und 30 Euro pro Monat, aber auch mehr ist möglich, wenn es angespart wurde und die Eltern es nicht ausdrücklich verboten haben. Die genaue Höhe hängt von den Eltern ab, aber der Gesetzgeber erlaubt dem Kind, im Rahmen seines Taschengeldes Verträge abzuschließen, die es selbst bezahlen kann.
Welche Verbote gibt es für Jugendliche?
Unter 18 Jahren ist der Aufenthalt in Nachtlokalen aller Art, Bordellen und bordellähnlichen Einrichtungen, Sexshops, Spielhallen, Branntweinschenken und sonstigen Räumlichkeiten, die die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefährden können, verboten.
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