Kann Psychiater Reha verschreiben?
Gefragt von: Kirsten Albers B.A. | Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (57 sternebewertungen)
Ja, ein Psychiater kann eine medizinische Rehabilitation (Reha) verschreiben, da alle Vertragsärzte sowie Vertragspsychotherapeuten die Befugnis dazu haben, einschließlich Fachärzten wie Psychiatern, die dann einen Antrag bei der zuständigen Krankenkasse oder Rentenversicherung stellen können, um die Kostenübernahme zu klären.
Kann ein Psychiater eine Reha beantragen?
Eine Reha bei Depressionen beantragen Sie über Ihren Hausarzt, ihre Hausärztin, den behandelnden Facharzt oder die behandelnde Fachärztin. Auch Psychiater:innen kommen hier als Ansprechpersonen infrage. Wie Sie den Antrag richtig stellen, erläutern wir auf unserer Reha richtig beantragen-Seite.
Kann ein Psychiater eine Kur verschreiben?
Mit dem Beschluss des Bewertungsausschusses wird eine Lücke in der Abrechenbarkeit von Leistungen geschlossen. Denn grundsätzlich durften Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten seit Juni des vergangenen Jahres diese ausgewählte Leistungen für Reha und Soziotherapie verordnen.
Welcher Arzt kann eine Reha verordnen?
Eine Reha verordnen können Vertragsärztinnen und -ärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten. Anschließend ist eine Genehmigung durch die gesetzliche Krankenkasse notwendig.
Wie lange dauert eine Reha bei Depressionen in der Regel?
Eine Reha bei Depressionen dauert typischerweise 3 bis 6 Wochen, oft werden 5 Wochen bewilligt, aber Verlängerungen um ein bis zwei Wochen sind häufig möglich und werden bei Bedarf (schwere Fälle) beantragt, wobei die Dauer individuell je nach Schwere der Erkrankung und Therapiebedarf variiert und sogar bis zu mehreren Monaten (z.B. bei schwerer Depression) reichen kann, abhängig davon, ob Krankenkasse oder Rentenversicherung zuständig ist.
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Welche Voraussetzungen braucht man für psychosomatische Reha?
Für eine psychosomatische Reha müssen Sie medizinisch reha-bedürftig sein (Erwerbsfähigkeit gefährdet/gemindert), reha-fähig (motiviert & fähig zur Teilnahme) und eine positive Reha-Prognose haben (Verbesserung möglich), die akute Phase der Erkrankung sollte abgeschlossen sein und Sie müssen in der Regel die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen (z.B. bei der Deutschen Rentenversicherung). Ein ärztlicher Befundbericht ist unerlässlich.
Was bringt eine Reha bei Depressionen?
Ja, eine Reha hilft bei Depressionen oft sehr gut, besonders wenn ambulante Therapien nicht mehr ausreichen, da sie einen ganzheitlichen Ansatz bietet, um aus dem depressiven Kreislauf auszubrechen, neue Bewältigungsstrategien zu lernen und die Lebensqualität zu verbessern, indem sie therapeutische Einzel- und Gruppengespräche, Bewegung, Kreativtherapie und soziale Unterstützung kombiniert. Eine Reha ist sinnvoll, um Rückfälle zu vermeiden, das berufliche und soziale Leben wieder zu meistern und die Erkrankung besser zu verstehen.
Kann der Hausarzt eine psychosomatische Reha verschreiben?
Alle Vertragsärzte der Krankenkassen dürfen eine Rehabilitation verordnen. Eine psychosomatische Reha oder eine Reha für psychisch kranke Menschen (RPK) kann auch von Vertragspsychotherapeuten verordnet werden. Dies gilt jedoch nur, wenn die Krankenkasse der Kostenträger dieser Leistung ist.
Welcher Arzt füllt einen Reha-Antrag aus?
Im Krankenhaus helfen Ihnen der Sozialdienst oder Ihr*e behandelnde*r Ärzt*in, die Reha zu beantragen. Andernfalls kann Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin beim Reha-Antrag helfen.
Wann steht mir eine Reha zu?
Eine Reha steht Ihnen zu, wenn Ihre Gesundheit, Erwerbsfähigkeit oder Teilhabe am Leben durch Krankheit, Unfall oder Behinderung gefährdet ist und eine ärztliche Behandlung nicht mehr ausreicht, um eine Verschlechterung zu verhindern. Wichtige Voraussetzungen sind medizinische Notwendigkeit, eine positive Reha-Prognose und die Erfüllung versicherungsrechtlicher Bedingungen (oft 6 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 2 Jahren), wobei der Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse prüft, ob Sie die Kriterien erfüllen und ein Ausschlussgrund (z.B. Beamter auf Lebenszeit) vorliegt.
Was sollte man einem Psychiater sagen?
Bringen Sie eine Liste der wichtigsten Punkte mit, die Sie mit Ihrem Psychiater besprechen möchten. Sprechen Sie über neue Symptome oder Veränderungen bestehender oder früherer Symptome . Es kann hilfreich sein, ein Symptomtagebuch zu führen, um die Veränderungen Ihrer Symptome und deren Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität besser nachvollziehen zu können.
Was darf ein Psychiater verschreiben?
Grundsätzlich dürfen alle approbierten Ärzte Medikamente verschreiben, so zum Beispiel Antidepressiva. Besonders wenn zum ersten Mal Medikamente bei einer psychischen Erkrankung verordnet werden, ist der Gang zum Facharzt, also zum Psychiater, zu empfehlen. Psychiater sind Fachärzte für seelische Erkrankungen.
Was mögen Psychotherapeuten nicht?
Vor allem negative Gefühle (zum Beispiel Frustration, Enttäuschung) werden gegenüber den Patienten verschwiegen. Auch gaben viele Therapeuten es nicht offen zu, wenn sie etwas, das ein Patient erzählt hatte, vergaßen, oder wenn sie daran zweifelten, einem Patienten helfen zu können.
Wie beantrage ich eine Reha für psychisch Kranke?
Alle Antragsformulare gibt es online auf www.deutsche-rentenversicherung.de. Versicherte können direkt auf der Homepage ihren Antrag digital stellen. Notwendig ist in jedem Fall ein ärztlicher Befundbericht der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes.
Was ist psychiatrische Rehabilitation?
Psychiatrische Rehabilitation, auch bekannt als psychosoziale Rehabilitation und von Anbietern manchmal vereinfacht als Psych-Reha bezeichnet, ist der Prozess der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit in der Gemeinschaft und des Wohlbefindens einer Person, bei der eine psychische oder emotionale Störung diagnostiziert wurde und die möglicherweise als psychiatrisch beeinträchtigt gilt.
Können Sie einfach aufhören, mit Ihrem Psychiater zu sprechen?
Wenn Sie bereit sind, die psychiatrische Behandlung zu beenden, ist es wichtig, dies auf sichere Weise zu tun. Sie sollten niemals abrupt die Besuche bei Ihrem Psychiater oder die Einnahme Ihrer Medikamente abbrechen . Besprechen Sie dies immer mit Ihrem Psychiater und gegebenenfalls mit anderen medizinischen Fachkräften, um einen Plan zu erstellen.
Bei welchen Krankheiten hat man Anspruch auf Reha?
Häufige Gründe für Kur & Reha
- Alkoholsucht. Alkoholsucht ist eine seelische Erkrankung, ...
- Angststörungen. Angststörungen zählen mit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, die eine Reha erforderlich machen. ...
- Asthma. ...
- Bandscheibenvorfall. ...
- Brustkrebs. ...
- COPD. ...
- Depression. ...
- Herzinfarkt.
Wie begründe ich einen Reha-Antrag?
Im Reha-Antrag muss der oder die behandelnde Ärzt:in begründen, warum die Reha medizinisch notwendig ist. Eine Reha kann auch in einer Videosprechstunde veranlasst werden, wenn zuvor eine persönliche Untersuchung in der Praxis oder im Hausbesuch erfolgt ist.
In welchem Zeitraum muss eine genehmigte Reha angetreten werden?
Nach der Reha-Bewilligung vergehen meist 3 bis 8 Wochen bis zum Antritt, abhängig von Klinikbelegung und Fachbereich, wobei auch schnellere Eilverfahren oder längere Wartezeiten möglich sind, aber eine 6-monatige Frist für den Antritt einer stationären Reha bei der DRV gilt; bei Anschlussheilbehandlungen (AHB) muss der Antritt innerhalb von 14 Tagen nach Krankenhausentlassung erfolgen.
Welche Diagnosen gibt es für psychosomatische Reha?
Wir helfen Ihnen bei psychosomatischen Erkrankungen
- Somatoforme Störungen.
- Essstörungen (wie Magersucht, Bulimie, Adipositas)
- Depressionen.
- Angststörungen und Zwangserkrankungen.
- Posttraumatische Belastungsstörungen.
- Schmerzzustände.
- Schlafstörungen.
Welche Reha bei Depressionen?
Für eine Reha bei Depressionen eignet sich vor allem die psychosomatische Rehabilitation, die ganzheitlich psychische und körperliche Aspekte behandelt, oft stationär mit intensiver Psychotherapie, Sport und Sozialberatung. Je nach Schweregrad und Akutphase kommen auch Akutkliniken bei starken Symptomen oder ambulante Reha-Angebote in Frage, wobei der Antrag meist über die Deutsche Rentenversicherung gestellt wird und einen ärztlichen Befundbericht erfordert.
Wie lange ist die Wartezeit für eine psychosomatische Reha?
Die Wartezeiten bis zum Start der Reha variieren von Klinik zu Kliniken, können aber mehrere Monate betragen, vor allem wenn Sie sich auf gewisse Rehakliniken festlegen. Beantragen Sie rechtzeitig eine psychosomatische Rehabilitation. Die Wartezeiten bis zum Beginn der Reha können bis zu einem halben Jahr betragen.
Wann gilt man als geheilt Depression?
In mehr als der Hälfte aller behandelten Fälle können die Betroffenen bereits nach rund sechs Wochen Behandlung als wieder gesund betrachtet werden. In einer Langzeitstudie wird dieser Wert für eine sogenannte „vollständig symptomfreie Remission“ für einen Zeitraum von sechs Monaten angegeben.
Gehen Menschen mit psychischen Erkrankungen in die Rehabilitation?
Alle Patienten mit schweren und chronischen psychischen Erkrankungen benötigen Rehabilitation . Ziel der psychiatrischen Rehabilitation ist es, Menschen mit Behinderungen dabei zu helfen, die emotionalen, sozialen und intellektuellen Fähigkeiten zu entwickeln, die sie benötigen, um mit möglichst wenig professioneller Unterstützung in der Gemeinschaft zu leben, zu lernen und zu arbeiten.
Welche drei Säulen der Behandlung von Depressionen gibt es?
Diese stehen im weitesten Sinne auf drei Säulen, nämlich der medikamentösen Behand lung, der Psychotherapie und zusätzlichen, meist soziotherapeutischen Maßnahmen. Antidepressiva Die medikamentöse Behandlung ist für viele Patienten der erste Schritt zu einer Besserung.
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