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Kann man mit Erythrit Hefeteig machen?

Gefragt von: Tatjana Wulf  |  Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2026
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Ja, man kann mit Erythrit Hefeteig machen, aber es funktioniert anders als mit Zucker: Die Hefe wird durch Erythrit nicht so gut aktiviert, da sie Zuckeralkohole nicht optimal verwerten kann, weshalb der Teig langsamer aufgeht und kompakter bleibt, erfordert also mehr Geduld und eventuell mehr Hefe oder längere Gehzeiten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, wie Schwarzgrueneszebra und Backen macht glücklich zeigen. Erythrit ersetzt Zucker beim Süßen und Backen gut, nur die Hefe benötigt etwas Futter (Zuckerersatz).

Welcher Zuckerersatz für Hefeteig?

Zubereitung von Hefeteig mit Birkenzucker

Wenn frische Hefe für einen Teig verwendet wird (z.B. beim Dampfl) muss dafür Zucker zugesetzt werden. Bei der Verwendung von Trockenhefe wird kein Zucker benötigt und Zucker kann gänzlich durch Birkengold® Xylit ersetzt werden.

Wird Hefe durch Erythrit aktiviert?

Kurz gesagt, Hefe erkennt künstliche Süßstoffe nicht und wird daher durch sie nicht aktiviert .

Was ist beim Backen mit Erythrit zu beachten?

Es ist daher wichtig, die richtige Menge zu verwenden und nicht zu übertreiben. Erythrit führt beim Backen auch nicht zu der gleichen Bräunung wie Zucker, was zu blasseren Teigen führen kann. Dies mag zwar optisch weniger ansprechend sein, beeinträchtigt aber nicht den Geschmack deiner Backwaren.

Kann man Zucker einfach durch Erythrit ersetzen?

Ja, man kann Zucker durch Erythrit ersetzen, aber nicht 1:1, da Erythrit weniger süß ist (ca. 70-80 % der Süßkraft von Zucker), weshalb man etwa 1,2 bis 1,4-fache Menge (z.B. 125 g Erythrit statt 100 g Zucker) benötigt, um die Süße zu erreichen; es eignet sich gut zum Backen und für Diabetiker, kann aber einen kühlenden Effekt haben und die Konsistenz verändern, daher muss man oft mit zusätzlichen Flüssigkeiten oder Fett ausgleichen, damit der Teig nicht zu trocken wird.
 

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Was ist der Nachteil von Erythrit?

Nachteile von Erythrit sind mögliche Verdauungsprobleme (Blähungen, Durchfall) bei hohem Konsum, eine geringere Süßkraft als Zucker, ein höherer Preis und neue Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse hin, auch wenn der genaue Mechanismus noch unklar ist. Die abführende Wirkung tritt meist erst ab etwa 20-30g pro Tag auf, aber Lebensmittel mit mehr als 10 % Erythrit müssen einen entsprechenden Warnhinweis tragen. 

Wie viel Erythrit sollte ich anstelle von Zucker verwenden?

Da diese Süßungsmittel nicht so süß wie Zucker sind, benötigen Sie etwas mehr davon in Ihrem Rezept. Für 1 Tasse Zucker benötigen Sie also 1 ⅓ Tassen Erythrit.

Warum kein Erythrit bei Hefeteig?

Erythrit ist wie Xylit ein Zuckeralkohol. Es enthält sehr wenig Kalorien - nur etwa fünf Prozent im Vergleich zu Zucker. Allerdings hat es auch etwas weniger Süßkraft, sodass 100 Gramm Zucker durch etwa 125 Gramm Erythrit ersetzt werden müssen. Das kann die Konsistenz des Teigs beeinflussen.

Wie verwendet man Erythrit beim Backen?

Erythrit: Verwenden Sie beim Backen mit Erythrit nicht mehr als ½ Tasse pro Rezept, um Kristallisation und Austrocknung zu vermeiden . Erythrit eignet sich am besten für Rezepte, die am selben Tag zubereitet werden, da die Süße nach einem Tag nachlassen kann. Reines Erythrit besitzt etwa 60–80 % der Süßkraft von Zucker.

Wird Erythrit beim Backen bitter?

Nein, Erythrit wird beim Backen in der Regel nicht bitter, aber es kann einen leicht kühlenden Effekt hinterlassen, der manche als leicht "minzig" oder künstlich empfinden, und es karamellisiert nicht wie Zucker, was zu blasseren Backwaren führt und gelegentlich ein knirschendes Gefühl durch Kristallisation verursachen kann, besonders bei hoher Dosierung oder mangelnder Flüssigkeit. Um das zu vermeiden, kann man Puder-Erythrit verwenden oder mit anderen Süßungsmitteln mischen.
 

Was ist gesünder, Erythrit oder Stevia?

Stevia ist pflanzlichen Ursprungs, birgt für die meisten Menschen keine gesundheitlichen Risiken und ist ein wirksamer Zuckerersatz. Erythrit hingegen ist ein künstlich hergestellter Zuckeralkohol mit wenigen Kalorien, doch neuere Studien deuten darauf hin, dass er erhebliche Gesundheitsrisiken bergen könnte.

Wann löst sich Erythrit auf?

Erythrit löst sich in Cremes, Puddings und kalten Getränken nicht so gut auf, wie normaler Zucker. Daher empfehlen wir für Cremes, Desserts und kalte Getränke auf Puder-Erythrit zurückzugreifen. Alternative kann man Erythrit auflösen, indem man die Creme erhitzt.

Warum wird meine Hefe nicht aktiviert?

Wenn Ihre Hefe nicht aktiviert wird, liegt es meist an zu heißem oder zu kaltem Wasser, alter Hefe, mangelnder Feuchtigkeit oder zu wenig Zeit. Prüfen Sie das Verfallsdatum, nutzen Sie lauwarmes Wasser (ca. 30-40°C), decken Sie den Teig ab, um Austrocknung zu verhindern, und geben Sie ihm genug Wärme und Zeit zum Aufgehen. 

Was ist besser zum Backen, Erythrit oder Xylit?

Auch zum Backen eignet sich Xylit besser, besonders in eher trockenen Kuchen wie Marmorkuchen. Erythrit lässt sich nur in Kuchen einsetzen, der eine hohe Restfeuchte besitzt wie zum Beispiel Käsekuchen. Man kann auch Xylit und Erythrit mischen. Viele Tipps dazu findet ihr in unserer Rezeptwelt.

Was braucht der Hefeteig, damit er schön aufgehen kann?

Damit die Hefe ihre volle Wirkung entfalten kann, sollten die Zutaten zimmerwarm sein. Milch oder Wasser sollten handwarm, also etwa 37°C warm sein. Mit Wärme und Geduld wird der Hefeteig noch locker und fluffig. Die frische Hefe war zu alt.

Ist Xylit oder Erythrit gesünder?

Beide sind gute Zuckerersatzstoffe, aber Erythrit ist oft die bessere Wahl für Diabetiker und bei empfindlichem Magen, da es praktisch kalorienfrei ist, den Blutzucker nicht beeinflusst und besser verträglich ist, während Xylit (Birkenzucker) zwar auch blutzuckerfreundlich ist und die Zähne schützt, aber mehr Kalorien (ca. 40 % weniger als Zucker) und bei größeren Mengen abführend wirken kann und eine Eingewöhnungszeit benötigt. Erythrit gilt zudem als "Goldstandard" in der Kariesprävention.
 

Was muss ich beim Backen mit Erythrit beachten?

Backen mit Erythrit

Dosierung: Aufgrund der geringen Süßkraft ersetzt du 100 g Zucker in einem Backrezept rein rechnerisch durch 130 g Erythrit. Ich würde dir jedoch empfehlen, nur einen Teil des Zuckers durch die entsprechende Menge Erythrit zu ergänzen – vor allem dann, wenn der Zuckeranteil des Rezeptes hoch ist.

Kann man Zucker 1 zu 1 mit Erythrit ersetzen?

Nein, Zucker lässt sich nicht 1:1 durch Erythrit ersetzen, da Erythrit nur etwa 70 % der Süßkraft von Zucker hat; du benötigst daher eine größere Menge, typischerweise ca. 130 Gramm Erythrit für 100 Gramm Zucker, um die gleiche Süße zu erzielen, was allerdings die Konsistenz und Bräunung beim Backen beeinflussen kann. Für eine direkte 1:1-Ersetzung eignet sich eher Xylit, jedoch ist Erythrit kalorienärmer. 

Was muss man bei Erythrit beachten?

Erythrit: gesund oder nicht? Erythrit ist nach heutigem Kenntnisstand gesundheitlich unbedenklich. Beim Verzehr von großen Mengen des Zuckerersatzstoffs können als Nebenwirkung Verdauungsbeschwerden in Form von Blähungen und Durchfall auftreten.

Was spricht gegen Erythrit?

Die Nachteile von Erythrit gegenüber Zucker

Es ist weniger süß als Zucker. 1g Zucker entspricht in etwa 0,75g Erythrit. Es kann bei übermäßigem Konsum abführend wirken und/oder Blähungen/Bauchschmerzen verursachen. 20-30g pro Tag führen nur selten zu Beschwerden**.

Was ist der gesündeste Zuckerersatz zum Backen?

Erythrit.

Kein Wunder, dass Erythrit immer mehr Zuspruch findet, denn er bietet zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichem Haushaltszucker: Der Zuckeraustauschstoff ist beinahe kalorienfrei und zahnfreundlich, außerdem beeinflusst er den Insulinspiegel kaum und ist somit für Diabetiker:innen geeignet.

Kann Hefeteig ohne Zucker aufgehen?

Hefe braucht Zucker, damit Kohlendioxid (CO2) gebildet werden kann, das den Teig aufgehen lässt. Dafür muss dem Teig aber kein „Extrazucker“ zugefügt werden, denn Hefe kann aus der Stärke des Mehls (sogenannte Vielfachzucker) Zucker zu spalten – dies dauert nur ein wenig.

Wie viel Erythrit ersetzt 100g Zucker?

Um 100g Zucker zu ersetzen, benötigen Sie etwa 125 bis 130 Gramm Erythrit, da es nur etwa 70 % der Süßkraft von Zucker hat. Bei der Verwendung in Rezepten sollten Sie beachten, dass Erythrit die Textur beeinflussen kann, kühlt und in fettreichen Teigen kristallisieren kann; für eine bessere Konsistenz können etwas mehr flüssige Zutaten (z.B. ein Ei mehr) nötig sein.
 

Ist Erythrit schädlich für die Leber?

Erythrit gilt generell als sicher, aber neuere Studien deuten auf potenzielle Risiken hin, besonders für Menschen mit Vorerkrankungen: Es könnte das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen (Herzinfarkt/Schlaganfall), was auch Leber- und Nierenpatienten betrifft. Während Erythrit die Leber bei Fettlebermäusen sogar verbessern konnte, sind die Langzeiteffekte beim Menschen unklar, und übermäßiger Konsum kann Verdauungsbeschwerden verursachen. 

Was ist die gesündeste Zucker-Alternative?

Die gesündeste Zuckeralternative hängt vom Verwendungszweck ab, aber Stevia, Erythrit und Xylit (Birkenzucker) gelten als Top-Kandidaten, da sie kaum Kalorien haben und den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen, wobei Stevia oft als bester natürlicher Süßstoff genannt wird und Xylit als zahnfreundlich gilt, aber in Maßen genossen werden sollte. Natürliche Alternativen wie Ahornsirup oder Honig enthalten zwar Nährstoffe, sollten aber sparsam verwendet werden, da sie immer noch viel Zucker sind, während Dattelpaste und überreife Bananen gute Frucht-Süßungsmittel zum Backen sind.