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Kann man mit einem EKG eine Herzmuskelentzündung feststellen?

Gefragt von: Maria Steffen  |  Letzte Aktualisierung: 7. Juli 2026
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Ja, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann im EKG sichtbar sein, aber die Veränderungen sind nicht immer eindeutig oder bei jedem Patienten vorhanden; oft zeigen sich unspezifische Zeichen wie schneller Herzschlag (Tachykardie) oder Extrasystolen, aber erst spezialisierte Untersuchungen wie Herz-MRT und Bluttests liefern eine sichere Diagnose.

Wie sieht ein EKG bei Herzmuskelentzündung aus?

Das EKG weist bei einer Herzmuskelentzündung Extraschläge (Extrasystolen) und einen beschleunigten Herzschlag auf. Allerdings treten diese Veränderungen nur kurzfristig auf und es ist empfehlenswert eine Langzeitmessung durchzuführen.

Wo tut es weh, wenn man eine Herzmuskelentzündung hat?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) treten Schmerzen oft als Engegefühl oder Stechen in der Brust auf, die hinter dem Brustbein sitzen und auch in Arm, Hals oder Oberbauch ausstrahlen können. Diese Schmerzen sind häufig unabhängig von Belastung und können auch in Ruhe auftreten, oft begleitet von Atemnot, Herzrasen, Herzstolpern, Müdigkeit und grippeähnlichen Symptomen. Suchen Sie bei Verdacht umgehend einen Arzt auf, da es sich um eine ernste Erkrankung handeln kann. 

Wie ist der Puls bei einer Herzmuskelentzündung?

Herzrasen kann Symptom bei Herzmuskelentzündung sein

Von Herzrasen (Tachykardie) sprechen Fachleute ab einer Herzfrequenz von 100 Schlägen pro Minute.

Ist der Blutdruck bei einer Herzmuskelentzündung hoch oder niedrig?

Müdigkeit, Schwächegefühl, Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen können auftreten. In schweren Fällen zeigen sich Zeichen der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) wie Atemnot, Abgeschlagenheit oder Schwellungen der Beine. Auch ein schneller Puls und niedriger Blutdruck kommen vor.

Lebensgefahr Herzmuskelentzündung: Wenn durch Viren, Stress und Erkältung das Herz beschädigt wird

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Wie kann man prüfen, ob man eine Herzmuskelentzündung hat?

Tests für eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) umfassen Blutuntersuchungen (Entzündungsmarker, Herzenzyme wie Troponin, CK), EKG, Herzultraschall (Echokardiografie) und oft ein Herz-MRT zur Bildgebung; in seltenen Fällen kann eine Herzbiopsie nötig sein, um Gewebe direkt zu untersuchen. Ein Arzt diagnostiziert dies, da Symptome oft fehlen, und wählt die schonendsten Verfahren zuerst.
 

Welche Werte sind erhöht bei Herzmuskelentzündung?

Herzmuskelentzündung: Untersuchung der Blutwerte

Auch ein angestiegener Leukozyten-Wert, also eine erhöhte Anzahl an weißen Blutkörperchen, kann für eine Entzündung des Herzmuskels sprechen. Eine Herzmuskelentzündung bleibt häufig unentdeckt – nur ein Arzt oder eine Ärztin kann die Myokarditis diagnostizieren.

Welche Blutwerte sind bei einer Herzmuskelentzündung erhöht?

Blutwerte zum Nachweis einer Herzmuskelentzündung

Das C-reaktive Protein (CRP) und das große Blutbild geben zum Beispiel Hinweise auf eine Entzündung im Körper. Ob der Herzmuskel betroffen ist, lässt sich daraus nicht ableiten.

Wie lange dauert die akute Phase einer Herzmuskelentzündung?

Die akute Phase dauert in der Regel einige Tage, während die subakute Phase Wochen bis Monate dauert. Wenn die Myokarditis nicht nach einigen Monaten abklingt, spricht man von einer chronischen Myokarditis. In einigen Fällen kann eine Myokarditis zu dilatativer Kardiomyopathie führen.

Wie habt ihr eine Herzmuskelentzündung gemerkt?

Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen werden anfangs meist dem Infekt zugeordnet. Erste Anzeichen einer Myokarditis bemerken Betroffene meistens einige Wochen nach einer durchgemachten Infektion.

Was darf man bei Herzmuskelentzündung nicht machen?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) müssen Sie jegliche körperliche Anstrengung strikt vermeiden – insbesondere Sport, Stress und anstrengende Tätigkeiten wie Treppensteigen, bis der Arzt grünes Licht gibt (oft 3 bis 6 Monate). Vermeiden Sie auch bestimmte Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS oder Diclofenac, da diese den Krankheitsverlauf verschlimmern können, und warten Sie, bis Infekte vollständig ausgeheilt sind, bevor Sie wieder aktiv werden. 

Welche Blutwerte sind bei Herzproblemen erhöht?

Ist der NT-proBNP-Wert erhöht, kann das auf eine Herzschwäche hindeuten. Je höher der Anteil des NT-proBNP im Blut (Obergrenze liegt bei 125 Pikogramm pro Milliliter), desto schwerwiegender verläuft meist die Herzinsuffizienz und desto schlechter ist die Prognose.

Was bedeutet es, wenn ich im Liegen ein Herzrasen höre?

Herzrasen im Liegen (Palpitationen) kann durch Stress, Panikattacken, Koffein, Alkohol oder Hormonschwankungen ausgelöst werden, tritt aber auch bei Herzrhythmusstörungen (z.B. Extrasystolen, Vorhofflimmern) oder Schilddrüsenüberfunktion auf, besonders in Ruhe, wenn das Herz stärker spürbar ist. Da die Ursachen von harmlos bis ernsthaft reichen, sollte bei wiederkehrendem Herzrasen, insbesondere wenn es länger als 30 Sekunden anhält oder unregelmäßig wird, ein Arzt (Kardiologe) aufgesucht werden, um die genaue Ursache abzuklären.
 

Welcher Schnelltest kann eine Herzmuskelentzündung nachweisen?

Der hochsensitive Troponin-Schnelltest kann eine Schädigung des Herzmuskels z.B. bei akutem Herzinfarkt oder bei einer Herzmuskelentzündung (Myocarditis) nachweisen. Alle beiden Schnellteste benötigen etwa 10-15 Minuten, dann liegt das Ergebnis vor.

Wie lange Bettruhe nach Herzmuskelentzündung?

Unabhängig von der Schwere einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) lautet ein medizinischer Rat, sich zu schonen. Das bedeutet in der akuten Phase: Bettruhe. Ärztinnen und Ärzte empfehlen anschießend, mindestens drei Monate lang auf starke körperliche Anstrengung zu verzichten.

Kann man im Herzultraschall eine Herzmuskelentzündung sehen?

Eine weitere Untersuchungsmöglichkeit ist die Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie). Mit ihrer Hilfe kann die Leistungskraft, also die Pumpfunktion des Herzens, gut beurteilt werden. Sie kann bei einer Herzmuskelentzündung eingeschränkt sein kann. Dann pumpt das Herz weniger Blut in den Körper.

Wie stellt ein Arzt eine Herzmuskelentzündung fest?

Ärzte diagnostizieren eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) durch eine Kombination aus Anamnese (Krankengeschichte), körperlicher Untersuchung, EKG, Herzultraschall (Echokardiographie) und Bluttests, wobei das Herz-MRT die genaueste Methode ist, um Entzündungen im Gewebe zu sehen und eine Myokardbiopsie bei unklaren Fällen die definitive Diagnose liefert. Sie suchen nach Hinweisen wie kürzlichen Infektionen, Brustschmerzen, Atemnot und Herzrasen, die durch Abhören, Messungen und bildgebende Verfahren bestätigt werden.
 

Welches Medikament hilft bei Herzmuskelentzündung?

Körperliche Schonung, solange Anzeichen der Herzinsuffizienz (Herzschwäche) bestehen, ist daher unerlässlich. Für die Therapie Beschwerden und des Fortschreitens der Krankheit eignen sich verschiedene Medikamente wie Diuretika, ACE-Hemmer, AT1-Rezeptorblocker oder Betablockerrezeptoren.

Kann man mit Herzmuskelentzündung spazieren gehen?

Pauschal lässt sich allerdings sagen, dass in den meisten Fällen während der Schonungsphase leichte und kurze Spaziergänge in ebenem Gelände ohne Steigungen erlaubt sind, wobei auf keinen Fall Warnzeichen wie etwa Atemnot ignoriert werden dürfen, die eine Überforderung des Herzmuskels anzeigen können.

Ist ein EKG bei einer Herzmuskelentzündung unauffällig?

Routine-Test wie EKG sind oft unauffällig. Das Herz-MRT liefern dann schnell Klarheit: Einschränkungen der Kontraktionskraft, Wandbewegungsstörungen oder Flüssigkeit im Herzbeutel deuten auf eine Herzmuskelentzündung hin.

Sind bei einer Herzmuskelentzündung die Entzündungswerte hoch?

Auch erhöhte Entzündungswerte wie zum Beispiel des C-reaktiven Proteins (CRP), der weissen Blutzellen (Leukozyten) oder der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), können ein Anzeichen für eine Myokarditis sein.

Wie kündigt sich eine Herzmuskelentzündung an?

Erste Anzeichen einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sind oft unspezifisch und ähneln einer Grippe, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, die nach einem Infekt auftreten können. Hinzu kommen spezifischere Herzsymptome wie Brustschmerzen oder Druckgefühl, Kurzatmigkeit, Herzrasen, Herzklopfen, Herzstolpern und Schwindel oder Ohnmacht. Bei solchen Symptomen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, da eine Myokarditis eine ernsthafte Erkrankung ist.
 

Kann ein EKG eine Myokarditis erkennen?

Ja, eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) ist oft im EKG sichtbar, zeigt aber unspezifische Veränderungen wie ST-Hebungen oder -Senkungen, T-Wellen-Abflachungen/Umkehrungen sowie Herzrhythmusstörungen (z.B. Extrasystolen, Tachykardie), die einem Herzinfarkt ähneln können; manchmal ist das EKG jedoch auch normal, weshalb weitere Diagnostik wie Herz-MRT oder Langzeit-EKG wichtig ist, um die Entzündung zu bestätigen und das Ausmaß zu beurteilen, da keine EKG-Veränderung allein eindeutig ist.
 

Welcher Tee ist gut für eine Herzmuskelentzündung?

Im Bereich der Kräutertees sind vor allem Rosmarin, Weißdorn und Herzgespannkraut sehr interessant, wenn es um eine positive Wirkung auf das Herz geht. Mit Rosmarin lässt sich der Kreislauf stärken, Weißdorn sorgt für eine bessere Durchblutung des Herzmuskels und das Herzgespannkraut beruhigt das Herz.

Kann man eine Herzmuskelentzündung im Blutbild sehen?

Doch welche Blutwerte werden bestimmt, um eine Herzmuskelentzündung zu diagnostizieren? Damit Entzündungen im Körper erkannt werden können, wird der Leukozyten-Wert sowie der CRP-Wert herangezogen. Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen und deuten, genauso wie der CRP-Wert, auf einen Entzündungsherd im Körper hin.